Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
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Köln im Untergrund ... Unterirdisches

Dass in Köln "Vieles" im Untergrund liegt - keine Frage ... schon die Römer usw. ... Aber was alles unter Köln verborgen ist, das kommt meist nur zufällig zu Tage. Oben unverkennbar der Clodwigplatz zur Zeit des U-Bahn-Baus. Es wird alles abgesperrt, gebuddelt - und plötzlich entdecken die Kölner unbekannte Bauwerke - nein, nicht aus dem Altertum oder dem Mittelalter, sondern vom Ende des 19. Jahrhunderts. Hier waren es nach Erbauung nie genutzte Verteidigungsanlagen gegen den französischen Erzfeind. Sie wurden nach kurzer Zeit überflüssig und überbaut mit einer großen Kreuzung. Anfang diesen Jahrhunderts vermessen und abgebaut ist dort heute die U-Bahn-Station Clodwigsplatz, seit Januar 2016 sogar in Betrieb, jedenfalls teilweise.

Links ein Blick auf ein Grundstück nahe der Agneskirche. Auf dem Grundstück einer ehemaligen Holzgroßhandlung sollten moderne Eigentumswohnungen entstehen (bei Gelegenheit werde ich sie fotografieren und hier einstellen). Beim Aushub waren alle Beteiligten und Anwohner erstaunt ... erst Historiker klärten via Presse auf:  Es handele sich um eine "Grabenfangmauer" der Befestigungsbauwerke rings um Köln aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert.

 

Ähnliches passierte in den 70-er Jahren ganz in der Nähe auch im Agnesviertel - am Sudermannplatz. Parkplatznot war das damals fast meist diskutierte Problem. Warum nicht unter Plätzen Tiefgaragen bauen? Tolle Idee. Zu Beginn der Ausschachtungsarbeiten kam ein unterirdischer Bunker aus dem 2. Weltkrieg zum Vorschein, jedenfalls die Betondecke. Probebohrungen ergaben damals, dass der gesamte Bunkerinhalt schimmelverseucht sei. Die Betondecke wurde wieder versiegelt. Und heute ist dort immer noch der älteste Wochenmarkt Kölns (dienstags und freitags).

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© Klaus Kirschbaum