Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

An dieser Stelle notiere ich jetzt jeden Tag ein Thema, das mich bewegt, interessiert, geärgert oder gefreut hat, das mir begegnet ist ... oder, was kommt!

Journal Januar 2019

20.1.2019

Kurz entschlossen Trip in den Taunus ... wollte immer schon mal den Limes (Saalburg) sehen und in die Keltenwelt eintauchen (Glauberg)  ... und bei gleich noch einen Abstecher auf den Großen Feldberg machen - Glück gehabt: die letzten Sonnenstrahlen bei minus 6° (unten)

19.1.2019

Bei der Oscar-Verleihung am 24.2.2019 geht er, bereits in Cannes prämiert,  als "bester nicht-englischer Film" ins Rennen: Capernaum - Stadt der Hoffnung ... musste ich mir doch gleich zum Kinostart ansehen - und das erstmals im "Lichtspiele Kalk", nur drei Stationen mit der Linie 9 ... war eine positive Überraschung! 

Aber was mich wirklich bewegt hat ist der Bericht zu Tröglitz, dem kleinen Ort in Sachsen-Anhalt, der 2015 traurige Berühmtheit erlangte. Der damalige Bürgermeister, Markus Nierth (CDU), hatte versucht, bei der Integration der 40 zugewiesenen Flüchtlinge mitzuwirken. Doch die Häuser, in denen die Flüchtlinge unterkommen sollten, wurden - wie auch anderswo im Osten - abgefackelt. Inzwischen ist es dem rechten Mob gelungen, die Meinungshoheit zu erringen. Bei den Landtagswahlen errang die AfD 32 %, die NPD 5 %.  Das Niveau der Rassisten: Eklige Briefe mit Drohungen, Beleidigungen und Kot. Das brachte dann den Bürgermeister zum Rücktritt, zumal die wöchentlichen 'Sonntagsspaziergänge' der Rechten jeweils vor dem Haus des Bürgermeisters endeten. 

Die Situation ist selbst heute noch angespannt. Eine Konsequenz hat Nierth gezogen: "Ich gebe keinem bösen Menschen mehr die Hand." Das kann ich nachvollziehen. Es gibt zwar Politiker, die predigen den Dialog mit Rassisten - doch wer Menschenwürde von Herkunft, von Hautfarbe oder was auch immer abhängig macht, hat sich ins Abseits gestellt, ist einfach raus.

Übrigens ist nicht Tröglitz die Hochburg der Rechten, sondern Blesewitz in McPomm; dort hatte 2016 die AfD 48,2 % und die NPD 17,3 % - deshalb werde ich ja in diesem Jahr den Ort besuchen und ein Portrait erstellen ...

18.1.2019

Am 17.1.2019 feierte der Dt. Bundestag100 Jahre Frauenwahlrecht mit sicherlich  bemerkenswerten Reden. Am 19.1.1919, also morgen vor 100 Jahren, war es die SPD-Politikerin Marie Juchacz (1879-1956), die als erste Frau im damaligen Reichstag gesprochen hat. Man kann sich streiten, wer die 10 wichtigsten Feministinnen in der Welt sind oder waren. Ich mache es mir einfach und schließe mich diesem Beitrag an ...

 

Noch ein Nachtrag, in dieser Nacht erst entdeckt: Capernaum - Stadt der Hoffnung - 'Ein Elend namens Kindheit' so der Kölner Stadt-Anzeiger. Als ich dann zufällig einen TV-Beitrag sah, habe ich mir Trailer und mehr angesehen und muss sagen, die Oscar-Nominierung des libanesischen Beitrag ist zwingend. Bedrückend realistisch und tief emotional holt dieser fast dokumentarische Film wieder zurück in die Realität bei der Fülle von allgegenwärtigen  Märchenfilmen, angefangen bei "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" bis hin zum "Bachelor".

17.1.2019

Habe an einer Fortbildung teilgenommen: "Hygienebelehrung" ... Nun steht also der Fortsetzung der Aktion "Kochen mit Flüchtlingen" in einer Familienbildungsstätte in der Südstadt nichts mehr im Wege. Es sind in der Regel junge, überwiegend männliche Flüchtlinge, die einmal das Kochen, zum anderen aber auch hiesige Küche kennenlernen wollen. Mit einer engagierten jungen Frau aus unserem Mentorenteam führe ich nun diese Aktion fort.

Diese Fortbildung ist gemaß "§ 43 Infektionsschutzgesetz (IfSG) sowie EG-Verordnung 852/2004 über Lebensmittelhygiene (Anhang II, Kapitel XII)" vorgeschrieben, für die Verantwortlichen ...

Wenn jemand beim Kochen mitmachen möchte ... bitte melden! Geht auch ohne Fortbildung.

16.1.2019

FFF ... FreundinnenFördererFest im Atelier-Theater ... Wie in jedem Jahr lädt das Atelier-Theater, lädt Rosa Wirtz die Freunde und Förderer ein, um neue Talente vorzustellen. Habe gleich Vicki Blau (23.1.) und Cassy Carrington (26.2.) gebucht ...

15.1.2019

860.000 Menschen sind 2016 ohne Wohnung. Prognose für 2018: 1,2 Mill. Wohnungslose... so zu lesen in ZEIT Online am 13.1.2019. In der ZEIT vom 10.1.2019 steht aber auf S. 52, dass es 2016 52.000 Wohnungslose gab, so die Schätzung der 'Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe'. Offensichtlich gibt es hier unterschiedliche Interpretationen. 

Die Hälfte der wohnungslosen Menschen lebt in Gemeinschaftsunterkünften oder vergleichbaren Einrichtungen. Viele sind anerkannten oder geduldete Flüchtlinge oder Menschen aus EU-Ländern, die dauerhaft oder vorübergehend leben und/oder hier arbeiten.

So weit, so schlimm. Aber was sind die Folgen. 

So untersucht die Seewolf-Studie "den psychischen und körperlichen Gesundheitszustand wohnungsloser Menschen in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe im Großraum München." Neben Häufigkeit, Art und Ausmaß psychischer und körperlicher Erkrankungen sind erstmals in Deutschland auch die kognitive Leistungsfähigkeit wohnungsloser Menschen in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe Gegenstand der Untersuchung. Alles Zahlen, aber hinter jedem Einzelfall steckt ein Schucksal ....

14.1.2019

Käthe Kollwitz (1867 - 1945) hat in ihrem Leben bedeutende Zeiten hautnah erlebt - angefangen bei Bismarck, Sozialistengesetzgebung, Ende der Kaiserzeit, 1. Weltkrig, Weimarer Republik, Machtübernahme, Nazizeit und 2. Weltkrieg. Ihr Erleben und Leid hat sie wie niemand anders bildlich festgehalten. Die Ausstellung Zeitenwende(n) zeigt bis zum 24.3.2019 ausgewählte Werke im Käthe-Kollwitz-Museum am Neumarkt ...  Tipp: Kostenlose Führungen donnerstags um 17 h und sonn- und feiertags um 15 h (nur Eintritt).

13.1.2019

Heute Mittag war Eröffnung der Ausstellung von Philip Stoll: "Consensus - Space and Light" im Turmraum der Kunst-Station Sankt Peter in Köln. Unter dem Titel TURM RAUM KUNST ist Stoll der erste Künstler, der bis zum 24.2.2019 ausstellt. Mehr unter St.Peter

12.1.2019

"Aber dass wir die Fünfprozenthürde im Osten schaffen, davon gehen wir aus", sagte der Parteigründer Poggenburg der Deutschen Presse-Agentur, also bei den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. "Aufbruch deutscher Patrioten" (AdP) heißt die Neugründung. Enttäuschte AfD-Mitglieder aus dem sächsischen Landtag haben sich bereits angeschlossen. Danach stellen sich bei den Landtagswahlen in den neuen Ländern bereits 4 rechte Parteien zur Wahl. Neben der AfD und der NPD nicht nur die Blauen um Frauke Petry, sondern auch Poggenburgs AdP. Das kann spannend werden!

11.1.2019

Bestimmt haben nur wenige eine Liste mit Kinofilmen "unbedingt noch sehen" ... in meiner Liste stand jedenfalls der Film Die Überglücklichen seit gut zwei Jahren. Jetzt lief er ein einziges Mal im Filmforum NRW im Museum Ludwig! Es geht um tragikomische Eskapaden zweier Patientinnen in der offenen Psychiatrie in der Toskana, gespickt mit komischen Verwicklungen und ernüchternden Wiederbegegnungen mit der Vergangenheit ... aber auch um einen Blick in die italienische Gegenwart, die sozialen Widersprüche und Korruption. ...  Valeria Bruni Tedeschi und Micaela Ramazzotti möchte ich bald mal wieder im Kino oder TV sehen.

10.1.2019

Da gibt es jetzt zwei Gesetze, die wegen ihres Namens mehr diskutiert werden als wegen ihres Inhalts. Das "Gute-KiTa-Gesetz" und das "Starke-Familien-Gesetz" ... solche Namen gab es früher nicht. Sie haben natürlich auch einen traditionellen Namen, weil Juristen das brauchen: "Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung"

und "Gesetz zur zielgenauen Stärkung von Familien und ihren Kindern durch die Neugestaltung des Kinderzuschlags und die Verbesserung der Leistungen für Bildung und Teilhabe" ... echt Prgramme, die Milliarden jährlich neu verteilen.

Inhaltlich gibt es Kritik von denen, die mehr Geld fordern, und von denen, die dagegen sind, dass man Anträge stellen muss. Alles in allem aber sind es Transferleistung zugunsten der Schwächsten ... geht also in die richtige Richtung, würde Pfarrer Meurer sagen. Stimmt.

Wer sich mit der Problematik nicht beschäftigt hat, der erfährt mehr im Untersuchungsbericht

des Instituts für Demoskopie Allensbach zur "Lebenssituation und Einstellungen von Eltern mit kleinen Einkommen"

Aber der 10.1. ist auch Memory-day ... Sein letztes Album "Black Star" erschien am 8. Januar 2016, an David Bowies 69. Geburtstag, zwei Tage vor seinem Tod, heute vor drei Jahren, 18 Monate, nachdem Darmkrebs bei ihm festgestellt wurde. Immer noch einer meiner Favoriten: Sunday auf dem Album Heathen (hier live) ... ganz große Inszenierung!

9.1.2019

"Eine Gesellschaft ist ungerecht, die nicht dafür sorgen kann, dass alle Kinder einmal am Tag satt sind. In einem reichen Land sollte das nicht allein von den Eltern abhängen." Mit solchen Aussagen legt Franz Meurer, Kölner Pfarrer in Vingst und Höhenberg, den Finger in die offenen Wunden. Grundschulen im Viertel waren aus dem EU-Schulprogramm zum Thema Schulobst und -gemüse herausgefallen, weil dies nach Ansicht des NRW-Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz unter Leitung der Kölnerin Ministerin  Ursula Heinen-Esser (CDU) "aufgrund zu hoher Anzahl an Bewerbungen" nicht möglich sei. 

Nun kann man maulen, meckern, fordern und mehr, aber es ändert sich nichts. Doch für Pfarrer Meurer Grund genug, um auf Abhilfe zu sinnen. Und es ist gelungen:

Ein alteingesessenes Kölner Traditionsunternehmen ("Klosterfrau") überreichte Pfarrer Meurer pressewirksam einen 10.000-Euro-Scheck, damit "die gesunde Ernährung durch Schulobst und Mittagessen" in den betroffenen Grundschulen wieder gewährleistet ist.

"Vitaminzufuhr ist wieder gesichert" titelte so beispielsweise der Kölner Stadt-Anzeiger. Bleibt abzuwarten, wie die Anträge im nächsten Schuljahr beschieden werden. Aber die Öffentlichkeit hat ein Auge drauf, auf jeden Fall aber Pfarrer Meurer.

Seine Lieblingsdevise: "Nix es esu schlääch, dat et nit för jet jot es." (für Nicht-Kölner: "Nichts ist so schlecht, dass es nicht für etwas gut ist.")

Keine Fotobeschreibung verfügbar.

8.1.2019

Zum Geburtstag eines

Kölner Ratsherrn eine

Lesung in St. Georg?

Kaum zu glauben, aber

wahr! 

Hermann Weinsberg, nach dem an Melaten 

auch eine Straße be-

nannt ist, wurde vor 500

Jahren geboren. Das Bedeutende:

Er hat fast 3.000 Seiten Aufzeichnungen hinter-

lassen über das, was

heute noch so in Köln üblich ist:

Affären, Klüngel usw.

"das bedeutendste Bei-

spiel bürgerlicher Chronistik des 16. Jh.

im deutschsprachigem

Raum." Heute gab es ab 19.30 h in St. Georg, unweit von Weinsbergs Wohnhaus am Waidmarkt, Kostproben seiner Ausführungen.

Bleibt nur die Frage, was Weinsberg im heutigen Köln erlebt und gefühlt hätte.

Erstaunt war ich, dass ich unter den wenig mehr als 100 Teilnehmern im Laufe des Abends tatsächlich acht Bekannte angetroffen haben ...

7.1.2019

Obdachlose fallen eigentlich nur im Winter auf, optisch und in den Medien. In diesen Tagen sind sie auch in einigen wenigen Kinos präsent. Heute und morgen in Köln in der Filmpalette. Hier ein Trailer

 

'Choises' schreibt zu "Draußen":  Würde bewahren  (https://www.choices.de/film/draussen/filmkritik) 

"Tama Tobias-Macht und Johanna Sunder-Plassmann wollen mit ihrem Dokumentarfilm weder Mitleid, noch Betroffenheit erzeugen. Indem sie die Obdachlosen Matze, Elvis, Sergio und Peter auf den Straßen Kölns begleiten, bieten sie Einblick in das Leben von vier besonderen Menschen.

Der visuelle wie narrative Zugang führt dabei über Erinnerungsstücke der Protagonisten. Kamerafrau Sophie Maintigneux inszeniert diese Dinge – ein Messer, ein Kissen, Schallplatten, selbst gemalte Bilder – wie magisch aufgeladene Artefakte. Darin haben sich Geschichten vom Verlust eingeschrieben, sie zeugen aber auch davon, wie viel Disziplin und Improvisationstalent nötig ist, um auf der Straße die eigene Würde zu bewahren. Berührend und poetisch, ohne Obdachlosigkeit zu romantisieren." (Maxi Braun)

 

Doch wer mehr als einen obdachlosen Menschen kennengelernt hat, der wird wissen, dass wirklich jeder einzelne Fall anders liegt, einfach vielschichtig.

6.1.2019

Wenn ich mich morgens im Bad von SWR3 mit der Morning-show mit Zeus & Wirbitsky und ihren Gags wecken lasse, dann fällt mir auf, dass ich praktisch jeden Musiktitel kenne. Es sind dabei viele TOP 200-Titel, die in ganz Deutschland immer wieder laufen (statt richtiger Musikredaktion). Deshalb wechsele ich den Sender meist nach 9 h ... und höre Radio1. Kommt zwar aus Berlin und die Verkehrshinweise sind eher irrelevant. Aber dafür gibt es viel Neues zu entdecken. Hier einige Neu- oder Wiederentdeckungen der letzten Tage:

Charlotte Gainsbourg mit Such a remarkable day 

White Town mit Your woman (The white Panda remix ft. Dorrough) oder auch als Your Woman (Dusty Tonez Remix)

Dido mit dem neuen Hurricanes

Monolink mit Father ocean

DJ Koze mit Pick up (12'' Extendet Disco Version), ähnlich auch schon mal unterwegs

The Blaze mit Runaway (da fiel mir auch die Version von Del Shannon aus den 70-er Jahren ein und gleich auch sein 'Keep searching')

Claptone mit dem bekannten No eyes

2raumwohnung mit Wir werden sehen (Paul Kalkbrenner Remix) ... wieder neu

Get well soon mit It's a catalogue

Vitalic mit Lucky star

5.1.2019

Der Weg zur Photographischen Sammlung im Mediapark führt zwangsläufig durch die Maybachstraße am westlichen Ende des Agnesviertels - alles gut, möchte man meinen. Doch Photomotive gibt es auch schon hier ... gut dass immer eine Handylinse zur Hand ist. Das ist nun also übrig geblieben, aus dem alten Jahr, vom Adventskranz, vom Schlafplatz vergangener Jahre  ... und der Müll wird dort liegen bleiben, denn heute ist erst Samstag!

Zur Ausstellung der Photographischen Sammlung Köln zu August Sanders epochalem Werk "Menschen des 20. Jahrhunderts" hier mehr.

4.1.2019

"Ohne eine Verkehrswende werden wir bald in Teilen unseres Landes einen Verkehrskollaps erleben", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, in einer Pressemitteilung am 1.1.2019.

Deshalb haben die Initiatoren des Geisterzuges am 29.10.2018 das Motto für den 2.3.2019 verkündet: "Kölle kritt dr Kollaps - mieh Platz för Rädcher!"

3.1.2019

Da kommt etwas auf uns zu: ab 17.1.2019 kommt Fahrenheit 11/9 in die Kinos ... im kleinen Heftchen liegt natürlich auch fein verpackt ein Kondom ...

2.1.2019

Die Kino-Saison 2019 ist eröffnet und beginnt heute mit der isländischen Tragikomödie Gegen den Strom im Off-Broadway - Doppelleben zwischen bürgerlicher Existenz und militantem Umweltschutz. In den kalten Januartagen werden sicherlich bald Draußen, Cold war und der Preis der Liebe folgen!

1.1.2019

Der Express meldet es am 2.1. in seiner Kölner Ausgabe: Das erste Kind, das in diesem Jahr in Köln geboren wurde (1.2. um 0.33 h). ist die kleine Mila. Die Mutter ist Grundschullehrerin (mit fernöstlichen Wurzeln) und der Vater Maschinenbauingenieur (mit kleinasiatischen Wurzeln). Das ist eine gute Nachricht für die Kölner Stadtgesellschaft, für Vielfalt. Eine schlechte Nachricht für Einfältige.

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© Klaus Kirschbaum