Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
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Melatenfriedhof

Ohne Napoleon hätte es 'Melaten' nicht gegeben ... schon richtig, denn 1804 verfügte er, dass die Toten außerhalb der Stadtmauern beigesetzt werden mussten. Schon aus hygienischen Gründen sinnvoll!

Aber schon vorher, im 12. Jh., war an gleicher Stelle ein Heim für Leprakranke ("malade") ... Als Lepra in Europa besiegt war, schloss dann auch das Asyl 1767. Die Gebäude waren bis 1801 „Zucht- und Arbeitshaus“.

Dann war hier außerdem eine Hinrichtungsstätte: 1529 sollen zwei Protestanten, Peter Fliesteden und Adolf Clarenbach, wegen ihres Glaubens verbrannt worden sein - heute sind Straßennamen nach ihnen benannt.

Im 16. Jh. wurden hier im Wahn der Hexenverfolgungen über 30 Frauen und Mädchen getötet. Zuletzt 1797 wurde der Kirchenräuber Peter Eick auf Melaten hingerichtet. Er hat es aber nicht zum Straßennamen gebracht. 

Oben das Friedhofspförtner-Häuschen zur Weinsbergstraße aus dem Jahr 1914, unten eines der frühen monumentalen Grabmale

Oben der "Engel von Ehrenfeld", eine der berühmten Jugendstil-Grabskulpturen (Plan F, E 16) ... unten eines der typischen Mehrgenerationengräber.

oben eine fast verschwundene Grabstelle, unten eine neue, ganz außergewöhnliche Grabstelle mit zahlreichen Andenken an die Tote ... gerade einmal 21 Jahre war sie alt. Sie scheint oft Besuch zu bekommen. 

... und hier geht es wieder vom Friedhof Richtung Aachener Straße

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© Klaus Kirschbaum