Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

April 2021

30. April 2021

Eben noch eine große Fläche im Wald voller Bärlauchpflanzen kurz vor der Blüte. Einen Tag später sind einige Gläschen gefüllt mit Bärlauch-Pesto - diesmal mit Walnuss- und Cashewkernen, Parmesan, Zitronensaft, Salz und reichlich Olivenöl ... 

29. April 2021

Im neuen ZEIT-Magazin heute geht es u.a. um den Aufstand der Katholikinnen - immer mehr Frauen wollen sich mit ihrer Rolle in der Kath. Kirche nicht abfinden. Immer mehr treten aus ...

Zwei Bekannte aus meinem Umfeld fand ich da auch. Einmal die Commedienne Carolin Kebekus hier aus Köln-Ostheim um die Ecke. Sie ist schließlich ausgetreten. Zum anderen Marianne Arndt, studierte Religionspädagogin, jetzt Gemeindereferentin in der kath. Kirchengemeinde Höhenberg-Vingst (mit dem umtriebigen Pfarrer Meurer). Sie kenne ich als Engagierte in der Flüchtlingsarbeit - Hut ab, sie ist eine unerschütterliche Kämpferin.

Wenn ich morgens aufwache, dann ist das Foto unten mein Blick aus dem Fenster. Heute erinnerte ich mich daran, dass ich als Student morgens aufwachte und auf eine fensterlose Hinterhauswand blickte (Bartelstr. 99 in Ehrenfeld) oder in einen winzigen Hinterhof mit vielen Hinterhauswänden (Sechzigstr. 14 in Nippes, Ecke Zonser Str.). Dabei fällt mir ein, dass ich die Kurzgeschichte 'Aber die Wohnung behalte ich' immer noch nicht fertig gestellt habe ...

28. April 2021

Meine Gäste wundern sich regelmäßig, wie viele fette Hummeln bei unseren blühenden Obstbäumen herumschwirren. Das Wunder hat eine Ursache - Nachbar Thomas hat vier Hummelhäuser gebaut. Die Population ist beeindruckend. Und Nachahmer sind auch schon unterwegs ... 

27. April 2021

Gestern Abend wieder mal eine Nachricht von meinem Handyhersteller. Ich solle den neuen Bedingungen zustimmen und alles ist wieder in Ordnung. Irgendwie hatte ich aber 'Kontakt' geklickt statt 'zustimmen'. Und das war dann die erstaunliche Ansage: "Für sterben Datenverarbeitung Verantwortlicher ist sterben ..." und "unsere speziellen Datenschutzbeauftragten Motivation und andere Mentalitäten Sie unter:" Wenn ich jetzt als Adresse einen Mailkontakt hätte, dann würde ich ja aus Spaß mal mailen  - aber einen Brief nach Korea schreiben? Vielleicht gäbe es ja noch eine originellere Antwort!

 

Als ich heute meine Wetter-App studierte, erfuhr ich, dass nun nach einem halben Sonnentag morgen ganze 14 Tage nur noch mieses Wetter folgen wird. 

 

Das war Grund genug für mich, einen neuen Winkel in Köln aufzusuchen, den ich mir schon lange vorgenommen habe; den Fühlinger See - bekannt durch Ruder-Regatten und Veranstaltungen wie Summerjam, der auch in diesem Jahr wieder ausfällt ...

 

Heute erlebte ich den See in der Frühlingssonne fast menschenleer - eine Idylle im Vergleich zum üblichen Ansturm im Sommer. Mehrmals hatte ich ohne Aussicht auf einen Parkplatz die Heimreise angetreten ...

26. April 2021

In Köln liegt die 7-Tage-Inzidenz zwischen 0 und 717 ... so lese ich heute! Inzidenz "Null" in Stadtteilen wie Hahnwald (hier kommen die Corona-Viren wahrscheinlich nicht an den videoüberwachten Sicherheitsmauern und -einzäunungen vorbei, jeder lebt hier abgeschottet vom Nachbarn). In Libur und Gremberghoven liegen die Hotspots mit Inzidenz über 700 - kleine Hochhauswohnungen und keine Berührungsängste. Im Schnitt liegt Köln deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Corona ist ein globaler Schock - wie heute vor 35 Jahren der Schock nach der Expolsion des Reaktors 4 in Tschernobyl. Die Nachwirkungen sind bis heute präsent, wenn man die belasteten Wildschweine in Bayern sieht. Und die politischen Auswirkungen, verstärkt durch die Ereignisse in Fukushima, prägen heute die Politik, werden in diesem Jahr bei den Bundestagswahlen zu sehen sein.

Wirklich erfreulich etwas Musikalisches: 

Lange gesucht und heute gefunden: Westbam/ML feat. Steve van Velvet - Amazing. Nun über Spotify zu hören und über Youtube zu sehen. Einmal diese 3:16 min- Official-Video-Version vom 23.04.2021 ... oder die 5:04 min.-Audio-Version mit Standbild vom 22.04.2021 ... hörenswert!

25. April 2021

Die fehlenden Aussichten, meinen Garten an der Müritz zu bestellen, haben mich auf den Gedanken gebracht, jetzt einmal auf der Dachterrasse mal was Neues auszuprobieren. Nun gedeihen neuerdings Zucchini- und Tomatenpflanzen in den Holztrögen ... für automatische Bewässerung ist gesorgt. Wohin ich aber mit den anderen Sprößlingen soll (Radieschen, Rote Beete ...), das steht noch nicht fest ...

24. April 2021

Der heutige Tag ist natürlich auch wieder ein Gedenktag - diesmal für zwei Katastrophen:

einmal der 24. April 2013, der Fashion Revolution Day. 1.134 Menschen kamen durch den Einsturz des Fabrikkomplexes Rana Plaza in Bangladesch ums Leben, wo sie unter menschenunwürdigen Bedingungen für Brands wie H&M, Primark, KIK, Hugo Boss und andere gearbeitet haben. "Mit der Frage „Who made my Clothes?“ fordert die globale Kampagne Fashion Revolution zur Auseinandersetzung mit der Herkunft unserer Kleidung auf. Dadurch soll das Bewusstsein von Modekonsument*innen für transparente Produktionsketten und faire Arbeitsbedingungen gesteigert und konventionelle Modemarken dazu aufgefordert werden, ihre Produktionsprozesse fair und ressourcenschonend zu gestalten ..." Gestern fand dazu eine Radio-Demo statt ...

zum zweiten der 24. April 1915, der Völkermord-Gedenktag der Armenier ... nach den Franzosen vor sechs Jahren und den Deutschen vor fünf Jahren, haben heute auch die Amerikaner das Massaker der damaligen Jungtürken als Genozid, als Völkermord anerkannt. Die Schätzungen der Zahl der Getöteten schwanken stark, da die Quellen unterschiedliche Zeiträume berücksichtigen. Die Täter, hier das osmanische Innenministerium, schätzen, dass 800.000 der 1,3 bis 2,1 Mill. Armenier starben. Nicht der einzige Völkermord, auch in dieser Region. Und die Morde gehen bis heute weiter - erst im letzten Jahr gab es den Krieg um Bergkarabach ... Und immer wieder ist es die Diplomatie, die sich als schwacher Arm in Konflikten zeigt.

Friedlich, als wenn die Pandemie eigentlich schon vorbei ist, zeigt sich der Rhein in der Sonne bei 14° ... am Rheinstrand, auf den Kinderspielplätzen und auf dem Minigolfplatz. Nur Enkel Nils hat davon nichts mitbekommen, war eben Zeit für den Mittagsschlaf.

23. April 2021

Da kann man ja wirklich stolz drauf sein. Heute hatte ich einen Flyer im Briefkasten gefunden mit dem Hinweis auf fast 100 % Wertsteigerung der Immobilien in Ostheim bzw. im Waldbadviertel, innerhalb von 7 Jahren - unten auf dem Foto eine gelungene Luftaufnahme. Fast 15 % Wertsteigerung je Jahr!

Dazu kommen durch Mieteinnahmen noch einmal brutto 5 % oben drauf, jedes Jahr. Und wenn man noch 80 % mit Fremdkapital finanziert hat (bei den niedrigen Zinsen von ca. 1,5 % im Schnitt), dann rentiert sich das kleine Eigenkapital mit gut 18 % brutto. Keine gute Entwicklung.

Ein Mietendeckel à la Berlin soll da Abhilfe schaffen? Auf den ersten Blick und für ganz Einfältige eine tolle Idee, aber keine Lösung. Solange Mieten steigen, weil das Angebot klein und die Nachfrage immer größer wird, kann man die Mietentwicklung nicht bremsen - jedenfalls nicht in einer Demokratie. In der Planwirtschaft ging das natürlich - aber wer will die schon haben.

22. April 2021

Regelmäßig das gleiche Bild an immer der gleichen Stelle auf einem der Wege ins Waldbadviertel. Dieses Foto ist eine Woche alt ... inzwischen ist es etwas mehr Müll  geworden. Werde morgen mal wieder ein Foto machen. Da freut es doch, wenn der Frühling zeigt, was die Natur so zaubert, in der City oder in Köln- Rodenkirchen oder in Köln-Kalk ...

21. April 2021

"Köln 1945: Alltag in Trümmern", eine Ausstellung im Kölnischen Stadtmuseum über die Zeit ab 1945 ... unter bestimmten Bedingungen soll man z.Zt. zwar die Ausstellung besuchen können. Aber wer weiß ... nun gibt es die Ausstellung im Netz - ein Blick in eine längst vergangene Zeit. Es tut gut, sich einmal die Probleme des Alltags in einer fernen Zeit anzuschauen, mit unseren Problemen heute zu vergleichen. In 24 Folgen sind Einzelaspekte dargestellt. Spannend. Trotz Corona ... Dazu dann noch der Film: Köln 1945 in Farbe - großartig, dass es diese Dokumente noch gibt.

Sinngemäß sagte Gerhard Baum bei Lanz vor einiger Zeit: "Meine Mutter hat mich am 13. Februar 1945 an der Hand aus dem brennenden Dresden herausgezogen, wir haben überlebt" ... und er ergänzt, dass er kein Verständnis für die heutige Wehleidigkeit habe. Und wenn ich mir Interviews mit Corona-Leugnern anhöre, dann bleibt bei mir nur Mitleid für Einfältigkeit.

20. April 2021

Selten einen so scheinheiligen, manipulativen Menschen in den letzten Tagen beobachtet wie Söder in seinen Statements. Kann kaum glauben, dass er jetzt Ruhe gibt. Er bedankt sich bei denen, die "auf Zukunft aus waren, bei den Jungen, bei den Modernen" - also ist Laschet das Gegenteil? Er dankt für Zuspruch vieler Menschen, er ist gerüht ... Sein Generalsekretär legt noch nach, er sei "der Kandidat der Herzen" - was ist dann Laschet? ... usw.  Es wird noch viel Zeit vergehen, bis seine Maske fällt, dann aber sicher mit bajuwarischem Getöse, mit Intrige. Nur unappetitlich ...

Was mich auch "auf die Palme bringt": Bei Radio 1 vom rbb laufen eine Menge interessante Titel, so auch am 11.4., am 16.4. und heute: Westbam/ML Feat. Steve van Velvet: Amazing ... und der Song ist nirgends zu finden ... da muss ich weiter suchen, wenn Shazam und Google nicht weiterhelfen können.

Das Gegenteil von "auf die Palme bringen" ist "Begeisterung". Das Cityleaks-Festival läuft an (bis zum Abschluss am 26.6.2021). Ursprünglich wollte - so meine Empfindung - Cityleaks nur im öffentlichen Raum 'intervenieren', mit Graffities oder Murals ... unten rechts zwei aktuelle Beispiele für normale und kommerzielle Murals, viele interessante Beispiele gerade in Ehrenfeld! Wie vor zwei Jahren sind die Bahnbögen in der Hüttenstraße Zentrum des Festivals - gegenüber aber haben die Schreiner noch viel zu tun  -  "Impulse zur Umgestaltung des öffentlichen Raums"; ich bin gespannt! Schließlich wird Brigitte Scholz im KStA heute zitiert: "Eine bereits gebaute Stadt umzubauen, ist schwierig." Stimmt, das ist das Dilemma, aber das nimmt sich das Festivals eigentlich vor.

19. April 2021

Leider Last, aber nötig, das Fensterputzen - geht leichter von der Hand, wenn die Musik stimmt. Heute habe ich mich für die Limiñanas entschieden. "Gradlinig motorischer Beat, verzerrte Orgeln und meist Sprechgesang auf Englisch oder Französisch," lese ich hier; stimmt! Und weiter: "The Limiñanas sind eine Neo-Psychedelic-Beat-Band aus Cabestany in Südfrankreich. Musikalisch schlagen sie den Bogen von The Velvet Underground über Serge Gainsbourg zu The Jesus and Mary Chain. Den Kern von The Limiñanas bilden Lionel (Bass, Orgel) und Marie Limiñana (Schlagzeug, Gesang). Für die Aufnahmen holt sich das Ehepaar immer wieder illustre Gäste wie Peter Hook von New Order und Joy Division, die Schauspielerin Emanuelle Seigner oder den französischen Chansonnier Bertrand Belin hinzu."

Unbedingt hörenswert: Nuit Fantôme oder Dimanche (feat Bertrand Belin) ... Natürlich zeigt mir jeder Blick, dass der Frühling den Frost abgelöst hat ... fehlen nur noch die Bienen für die Kirschblüten meiner vier Kirschbäume vor und hinter dem Haus und auf der Dachterrasse ... Aber auch die anderen Blüten sind nicht zu missachten!

18. April 2021

Inzwischen denkt man bei Stichwort 'Ebertplatz' nicht mehr nur an Schmuddelecken und Kleindealer, die hier unbehelligt den Vorübergehenden ihre Waren anbieten.

Zunehmend beeindrucken mich die  Kunstschaffenden mit ihren Installationen, Ausstellungen und anderen Ideen ... Angefangen bei Rebekka Benzenberg von Gold + Beton oder Projektgalerie Labor (Floradora - Blumen und Codes) über die Rutsche der 'Silver Surfer' bis hin zur 'Gemeinde Köln' mit ihrem 'Do you recognize those people' oder ... kurz gesagt: lohnt sich, hier gelegentlich reinzuschauen. Beispielsweise nach den Pandemie auf dem Weg zu den Kinos Filmpalette oder Metropolis.

17. April 2021

Eben lese ich eine Twitter-Nachricht von Karl Lauterbach: "Gestern Nacht hat es meinen geliebten Stadtwagen erwischt. Farbeimer, er sieht schrecklich aus. Auch die Scheiben, ich kann ihn nicht mehr fahren. Aber wir werden nie aufgeben. Wir sind viele..."  Unglaublich, lassen sich an Lauterbachs Auto aus ... sie wären besser früher mal zur Schule gegangen, dann könnten sie heute lesen und schreiben und müssten keine Farbbeutel oder Farbeinmer werfen. 

Noch bis zum 24. April 2021 ist Harkeerat Mangat im Atelier kjubh in der Dasselstr.75 zu sehen ... mit seinen Projekt Fürstenberg - coronabedingt sogar als Einzelvorführung nach Vereinbarung ...

16. April 2021

Die Bärlauchzeit beginnt! Jetzt zahlt sich aus, dass ich vor Jahren an mehreren Stellen im Garten Bärlauch habe heimisch werden lassen. Aber natürlich werde ich wieder im nahen Wald eine größere Menge bunkern, um Bärlauch-Pesto und Bärlauch-Butter auf Vorrat zu fertigen - jetzt habe ich ja noch mehr Zeit, fast alles geschlossen und ab 21 h soll ja auch keine Langeweile aufkommen. 

15. April 2021

Man könnte denken: Schöne Abwechslung, die CDU-Kandidatensuche ... mal nicht nur Corona.in den Nachrichten, sondern auch Alphatiere auf der Bühne der Eitelkeiten. Interessante Kommentare und Meinungen zum Zweikampf in der Union ... und ständig kommen neue Nachrichten hinzu, die Meinung von Friedrich März, von MP Haselhoff, von MP Günther ... bin schon auf morgen gespannt. 

Was ich gar nicht wusste ... mein Namensgeber, der Kirschbaum (der richtige Baum), ist in Deutschland extrem unterschiedlich verteilt. Das zeigt das ZEIT-Magazin in der heutigen Ausgabe. Da gibt es weite Teile in Deutschland, in denen es gar keine Kirschbäume gibt - auf der anderen Seite sind da einige Hotspots: Allen voran die Ortenau mit 1.524 ha voller Kirschbaume, gefolgt mit weitem Abstand der Bodenseekreis, Mainz, das Osterzgebirge und der Landkreis Stade. Dabei habe ich allein vor und hinter dem Haus und auf der Dachterrasse vier Kirschbäume und sechs im Garten an der Müritz. Aber es sind schon extrem empfindliche Kreaturen ... ähnlich empfindlich wie Weinreben.

14. April 2021

Dafür war ich heute in der Kunststation St. Peter: "Passend dazu zeigt die Kunst-Station Sankt Peter zu Ostern 2021 eine Wildblume, die aus einer Fuge zwischen Wand und Boden herauswächst. Die hyperrealistische Pflanze des Künstlers Tony Matelli sieht aus wie ein Unkraut, das unerwünscht zwischen Steinen, Asphalt oder Beton herauslugt und üblicherweise ausgerupft oder weg gekärchert wird. Dieses Kraut ist eine täuschend echte Skulptur aus bemalter Bronze. Tony Matelli irritiert mit seiner Illusion von Natur an unerwarteter Stelle, dem leeren Innenraum der Kirche Sankt Peter. Die unbändige Kraft der Natur, die sich durch alle zivilisatorischen Errungenschaften unserer modernen Welt durchsetzt, ist ein österliches Bild: die Energie des Lebens, das sich gegen alle Erwartungen behauptet, ein kleines, aber starkes Zeichen aufbrechender Hoffnung. In Zeiten der COVID-19-Pandemie und einer stillgelegten und gefährdeten Kulturszene wechselt ein emotionales Bangen und Hoffen mit einem rationalen Abwägen und Erwarten. Ostern in der Kunst-Station Sankt Peter bietet keine große Feier, keinen Paukenschlag des Neuanfangs, kein Spektakel der Auferstehungshoffnung. Zu sehen ist nur ein winziger Hinweis auf etwas Lebendiges, das immer noch und immer wieder wächst," so der Text der Einladungsmail. 

Aber in St. Peter wird schon wieder etwas Neues vorbereitet. "Energie und Bewegung im starren Körper" - eine Intervention von Liam Gillick. Heute begegnete ich dem britischen Künstler - er stand auf der Leiter (Collage unten): "Mir gefällt die Verquickung von ekstatischem Leiden und praktischen Nutzen. Jene seltsame Periode der Menschheitsgeschichte, in der Kirche und Wisenschaft versuchten, einander entgegenzukommen." 

13. April 2021

Schon vor der Zeit angekommen - doch die Warteschlange war schon lang. Sonderimpftermin mit Astra Zeneca - Extraration 5.000 Dosen in dieser Woche, so hörte ich Wissende berichten. So standen sie denn da, die über-60-Jährigen, eine interessante Mischung. Da gab es die Geduldigen, die einfach auch Zeit und Muße mitgebracht hatten. Aber auch die Leidenden ('Warum gibt es hier keine Stühle, ich kann nicht so lange stehen') und die Wütenden ('Ich habe einen Termin um 8.40 h und jetzt ist schon 8.50 h vorbei') und die Fachleute ('Ich will aber BionTech, das vertrage ich besser') und die Dreisten, die sich in der Schlange ganz vorn anstellten und partout nicht verstehen konnten, dass man sich normalerweise hinten anstellt - aber es kam zu keinen Handgreiflichkeiten ...

Ich möchte nicht wissen, was sie alle gesagt hätten, wenn sie gewusst hätten, dass sie erst um 11.30 h geimpft die Messehallen verlassen würden. Nach der Warteschlange draußen kam die Warteschlange innen - diesmal mit mehr Abstand, aber nach wie vor alle friedlich und alle mit Maske. Dann kam die Phase des sitzenden Wartens, die Kontrolle der Registrierung und schließlich der Gang in die Impfkabine mit der erwateten erneuten Information und diversen Hinweisen, u.a. 30 Minuten Aufenthalt im nächsten Wartebereich und 24 Stunden kein Sport und kein Alkohol ... und dann waren drei Stunden vorbei, mal interessant, mal eher langweilig. Aber eine gute Vorbereitung auf den zweiten Impftermin in etlichen Wochen.

12. April 2021

Heute noch mal einen Schnelltest machen lassen (negativ), morgen geht's zur Impfung ... habe mir schon viele Berichte anhören müssen über mögliche Nebenwirkungen usw.  ... Mal abwarten...

11. April 2021
Vor dem heutigen Abstiegsduell in der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC (Abstiegsplatz 17) und den Mainzern (Relegationsplatz 16) hat es viele kluge Worte im Sportteil von Tageszeitungen gegeben. Doch die Bedeutung dieses Spiels wird noch deutlicher, wenn im KStA am 10. April auf Seite 3 ganzseitig Wolfgang Niedecken über den "Fußball-Blues von Müngersdorf" zu Wort kommt ...  es geht um "Zusammenhalten", er sagt: "Unsere Stadt ist ein solidarischer Körper: Wir dürfen unsere Jungs jetzt nicht allein im Regen stehen lassen." 

Unglaubliche Worte - als hätten die aktuell zusammengekauften Spieler irgendetwas mit Köln zu tun ... Schon vor Jahrzehnten habe ich aufgehört, mir immer wieder neue Namen zu merken, die dann nach zwei oder drei Jahren wieder bei anderen Vereinen genannt wurden. 
Es ist in der Tat so, dass alle so tun, als lebten wir in der 60- oder 70-Jahren. Da gab es FC-Mannschaften, in denen Spieler jung angefangen haben. Und diese Spieler blieben bis zum Karriere-Ende dabei. Bin zwar nicht der große FC- oder Fußball-Kenner. Aber da gab es Mannschaften mit Spielern wie Overath, Löhr, Wilden, Flohe und wie sie alle heißen - aus Köln. Und da war Fritz Walter bis zum Ende der Karriere in Kaiserslautern oder Uwe Seeler bis zum Ende beim HSV.

Heute interessiert mich aber der Fußball nur noch, weil es beim Tippkick darum geht, gegen die Mittipper zu gewinnen ... Und in unserer Tippkick-Runde "Die Hand Gottes des BKaL" war ich heute der einzige, der auf einen Sieg der Mainzer gesetzt hat - das Tor zum 3:2 für Mainz fiel in der 91. Minute - es hatte bis zur letzten Spielminute (98 Min.) Bestand. Da werden wir morgen wohl wieder eine ganze Menge Kommentare zum Speil und zum FC lesen müssen ...

10. April 2021

Wieder einmal das alte Spiel ... eine Wohnungsbaugenossenschaft in Köln, die GAG,  lässt erst jahrzehntelang Mietwohnungen verkommen, investiert "null". Dann stellt man fest, dass Sanieren sich nicht mehr lohnt, da zu verfallen. Ob früher in der Bernhard-Letterhaus-Str. im Agnesviertel oder heute in der Steinmetzstraße in Köln-Kalk ... Also Abriss und moderner Neubau. Aus preiswerten einfachen Wohnungen werden neue teurere Wohnungen ...

... aber diesmal etwas Neues: "Ateliers frei" ist die Devise. Und an den Außenwänden darf gemalt und gesprayt werden - jeder ist ein Künstler, so die Devise. Aber es gibt einige Werke, die daran zweifeln lassen. Hier unten aber einige erfreuliche Ergebnisse ...

9. April 2021

Kaum ist am Rhein der letzte Schnee geschmolzen, da gehen auch schon die ersten ins Wasser. Heute war auch schon wieder die Hälfte der Campingwagen auf den Plätzen angekommen - sie hatten es ja alle rechtzeitig vor dem Hochwasser ins Trockene geschafft.

Und während des längeren Spaziergangs am Rodenkirchener Rhein hat Enkel Nils wieder durchgängig fest geschlafen und Kraft geschöpft, um seine Eltern in dieser Nacht wieder bis in die frühen Morgenstunden zu unterhalten.

8. April 2021

"Kunst an Kölner Litfaßsäulen" bedeutet, dass an 25 Säulen das Werk einer Künsterin gezeigt wird - z.Zt. ist es die Künstlerin Bärbel Möllmann. "Für ihre Aufnahmen verdunkelt Bärbel Möllmann die Zimmer einer Wohnung in Wien. Sie nutzt einen Vorhang, in dem eine Linse das Bild der Außenwelt auf die hinteren Wände projiziert. Totale Dunkelheit zwingt die Augen der Künstlerin zu geduldiger Aufmerksamkeit. Erst nach einigen Minuten ist sie im Stande, das Lichtbild zu erkennen und mit Hilfe einer Langzeitbelichtung aufzunehmen. Am Ende entsteht eine Addition von Bildern. Die Einrichtung der Wohnung vermischt sich untrennbar mit dem kopfstehenden Abbild der Stadtlandschaft, wie sie sich vor dem Fenster präsentiert. Als ob man zugleich in beide Richtungen blicken würde und dabei entscheiden kann, welchem Anblick die Aufmerksamkeit zugewandt ist, fesselt der Moment der Anschauung mit großer Unmittelbarkeit," so die Beschreibung zur Verwendung der 'Camera Obscura'  - eine jahrhundertealte Technik der Lochkamera. Hier am Reichensperger Platz vor dem OLG schon mit leichten Auflösungserscheinungen ... Vom 21. bis 30. Mai findet in Köln das Photoszene-Festival statt - bin gespannt!

7. April 2021

Man hätte es sich denken können, jetzt hat Amnesty ein düsteres Bild  veröffentlicht: "Millionen von Menschen waren im letzten Jahr massiv der Pandemie und ihren Folgen ausgesetzt, ohne dass Regierungen weltweit ihrer menschenrechtlichen Schutzpflicht ausreichend nachgekommen wären", erklärte der Chef von AI Deutschland, Markus N. Beeko. "Zahlreiche Staaten missbrauchten die Gesundheitskrise, um weiter rechtsstaatliche Prinzipien aufzulösen und Rechte einzuschränken, oder nahmen billigend den Tod von Menschen aus Risikogruppen oder dem Gesundheitssektor in Kauf." 

Gerade überbieten sich die CDU-Bewerber für die Kanzlerkandidatur in Vorschlägen zur Beendigung der Pandemie. Es sind pauschale Vorschläge, die leider in der Vergangenheit auch schon versagt haben.

Doch im Detail betrachtet liegen z.B. in Köln die höchsten Corona-Inzidenzzahlen in Stadtteilen wie Chorweiler, Meschenich und Vingst. Viele Menschen hier arbeiten in Berufen, die nicht ohne weiteres ins Homeoffice verlegt werden können, und leben in Wohnungen, die nicht genügend Kapazität bieten, um Job, Schule und Freizeit einer ganzen Familie vereinbaren zu können. Die Arbeitslosenquote liegt hier besonders hoch, auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund ist überdurchschnittlich.

So werden bestehende soziale Ungleichheiten durch die Corona-Krise auf dramatische Weise weiter verstärkt. Je länger die Pandemie andauert, desto härter sind ökonomisch schwächere 'Veedel' wie diese in Köln davon betroffen. Und ein weiterer, ein 'strikter', ein 'harter', ein 'Brückenlockdown' usw. wird hier im Detail nichts ändern. 

Unten ein Foto von den Miniaturhäusern unter der Linie 13 'Escherstraße' am Gürtel. Heute waren wg. des Wetters die Bewohner nicht vor ihren 'Häusern' zu sehen, deswegen konnte ich ein Foto schießen. Sollte sich im Sommer die Gelegenheit bieten, werde ich versuchen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, um Näheres zu ihrer Situation zu erfahren.

6. April 2021

Nach dem gestrigen Gartenarbeitseinsatz bei 2° mit doppelter Hose und doppeltem Oberteil gab es heute morgen dann auch noch die Überraschung, dass es wieder geschneit hatte (die oberen Fotos der Collage). Da auch die nächsten Tage mit Temperaturen eher unter 5° zu rechnen ist, habe ich mich kurz entschlossen ins Auto gesetzt und bin nach Köln gefahren - auch auf der Autobahn munteres Schneetreiben. Und in Köln war die Situation auch nicht viel anders (unten rechts). Aber hier kann ich mich um die sonstigen Dinge des Lebens besser kümmern ...

5. April 2021

2°, meine Wetterapp sagt: gefühlt -4°, weil es so stürmt. Aber als wir bei der OGS in Teterow ankommen, schneit es nicht mehr. OGS heißt hier nicht 'Offene Ganztagsschule', sondern "Obst, Gemüse, Speisekartoffeln" - bis 1990 Umschlagstelle für landwirtschaftliche Produkte. Dieses Gelände und die Gebäude hat der "Jugendkultur-Verein forma-te" erworben; derzeit laufen ehrenamtlich  Sanierungsarbeiten. Zunehmend werden dabei Flächen frei für Grafitti ... siehe Foto-Collage unten.

4. April 2021

Angesichts zahlreicher Kontrollen auf den Straßen in McPomm (Verbot des Tagestourismus) habe ich mich entschlossen, mein Kölner Kennzeuchen nicht provokativ zur Schau zu stellen. Wg. der Kälte und des eisigen Windes verging mir die Lust auf Gartenarbeit, also habe ich einen Lesetag eingelegt... u.a. fiel ein Artikel ins Auge, dass die Inzidens in Portugal sogar von 1.200 auf 31 zurückging,, bei uns auch geringfügig zum ersten Mal. Das macht Hoffnung. Habe daher heute schon etliche Bekannte informiert, dass sie einen Termin Mitte Juni freihalten sollen ... für 'Käse & Wein'...

3. April 2021

Der dritte Putsch in Myanmar kam nach dem 82-%-Sieg der Demokratischen Partei bei den Wahlen letztes Jahr. Das Militär will dieses deutliche Votom nicht akzeptieren. Die Proteste sind friedlich, jeden Tag und jede Nacht. Trotzdem gab es am letzten Wochenende 114 Tote, darunter 7 Kinder.

Auch bei uns gibt es Proteste - heute sah ich die Bilder der Wuerdenker-Demos in den Nachrichtensendungen. Ohne Abstand und Mundschutz, agressiv und ohne Dialogbereitschaft. Positiv der Ergebnisse von Rücksicht und Solidarität:

In Portugal sanken die Inzidenzwerte von über 800 auf 31 in Monatsfrist - alle machten mit ...

Nur diese positiven Nachrichten und solche Bilder unten bringen mich auf andere Gedanken. Bilder vom Ufer der Feisneck und der Müritz  bei 8° und 'wechselnd bewölkt' - für ein Foto muss ich jeweils die Sonne zwischen den Wolken abpassen...

2. April 2021

Wer hat schon als 'frischer' Großvater ein Geschenk bekommen - und dann auch noch ein solches: "Mein erster Kirschbaum" (-enkel) ... Natürlich habe ich dann auch gleich das Spiel ausprobieren müssen und im dritten Spiel tatsächlich auch mal gewonnen ... gegen zwei Mädels (6 und 7) und einen Jungen (5). Und dann gab's auch noch 'Ostereier färben'! Aber für Gartenarbeit war es ohnehin zu kalt. Die nächsten Frostnächte sind vorhergesagt.

1. April 2021

Kein Tourist weit und breit, menschenleer - und geringe Aussichten, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändert.Stattdessen ist die Polizei unterwegs... vorsichtshalber habe ich alle Unterlagen im Ordner dabei. Vom Kaufvertrag bis zum letzten Einzug der Grungsteuer

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© Klaus Kirschbaum