Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

Oktober 2019

31. Oktober 2019

ARCHIVE im E-Werk ... ein toller Musikabend! Mit 'You make me feel' begann der Abend ... mehr hier

30. Oktober 2019

Unter der Überschrift 10 nach 8. Politisch, poetisch, polemisch finde ich regelmäßig bemerkenswerte Beiträge, getreu dem selbstgewählten Motto:  "Abends um 10 nach 8 wird Abseitiges relevant, Etabliertes hinterfragt und Unsichtbares offenbart:"  Schöne junge Arbeitswelt hieß gestern Abend der Beitrag, es geht um Altersdiskriminierung. Simone Schmollack geht der Frage nach, ob Männer Angst davor haben, selbstbewusste und erfahrene Kolleginnen einzustellen ... 

Ansonsten ist heute der letzte Mittwoch im Monat, also "Good lunch" um 13 h im Stadtgarten wieder mit einem spannenden Thema: Buergermachenlandwirtschaft.de 

Hier gibt es auch einen kurzen Film, der das Projekt vorstellt. Werde ich mir vor Ort in den nächsten Tagen anschauen ...

Erstaunt war ich, als ich die Arbeiten für den Weihnachtsmarkt vor dem Stadtgartenrestaurant  schon weit fortgeschritten vorfand! 

29. Oktober 2019

Von der Gesellschaft unbemerkt gibt es Engagierte, Ehrenamtliche, die sich um Randgruppen der Gesellschaft kümmern, hier um obdachlose Frauen. Der Glanz der Unsichtbaren zeigt eine seltene Symbiose von Sozialdrama und Komödie - und das mit vielen Laiendarstellern! Bei allen lustigen und humorvollen Szenen bleibt Nachdenklichkeit, einmal in Anbetracht der Schicksalsschläge bei den Obdachlosen - zum anderen aber auch beim Anblick der persönlichen Situation der Engagierten.

Interessant das alles vor dem Hintergrund der geplanten Obdachlosenzählung in Berlin. Hier werden 500 Dreierteams in der Nacht vom 29. auf den 30. Januar 2020 in der "Nacht der Solidariatät" versuchen, Erkenntnisse über Obdachlose zu sammeln, u.a. wie viele in Berlin tatsächlich leben - mutmaßlich zwischen 6.000 und 10.000 Menschen ... bin gespannt!

28. Oktober 2019

Wenn ich schon im Dunstkreis von Bremen bin, dann steht schnell Worpswede auf der Wunschliste. Und dort ist es Heinrich Vogeler, der von besonderer Bedeutung ist. Er hatte 1895 eine alte Bauernkate nebst Garten in ein Gesamtkunstwerk verwandelt - seit 1900 "war sein Barkenhof (Birkenhof) geistiges Zentrum Worpswedes. Künstler, Musiker, Schriftsteller und Dichter wie Rainer Maria Rilke schwärmten von der 'Insel des Schönen' ..."  so eine Inschrift. Hier unten ein Eindruck von Haus und Garten. Interessant ist Vogeler allerdings deshalb, weil aus dem typischen Jugendstilvertreter während seines freiwilligen Militäreinsatz im Ersten Weltkrieg eine politische Wandlung erfuhr. Zunächst gründete er dort eine Kommune und Arbeitsschule, ein 1923 gescheitertes Exeperiment. Während er das Anwesen an die Rote Hilfe verkaufte, die dort ein Kinderheim gründete, ging er als überzeugter Kommunist in die Sowjetunion - sein Malstil wandelte sich völlig. Schließlich starb er in Armut und nach langer Leidenszeit 1942 in Kasachstan.

27. Oktober 2019

Auf der Rückfahrt nach Köln liegt ein uraltes Fachwerkhaus auf dem Weg, östlich von Bremen - erbaut 1770! Im kommenden Jahr, zum 250-jährigen Jubiläum, nimmt das Künstlerehepaar dann auch endlich am "Tag des offenen Denkmals" teil. Und ich freue mich, dass ich wieder einmal Gast sein darf bei Elke und Peter.

26. Oktober 2019

Wie in jedem Jahr enden die Urlaubstage an der Müritz, wenn es dunkel, kalt und nass wird. Für vier Monate ist das Rheinland doch die angenehmere Alternative. Das Foto unten zeigt den Neuen Markt heute mit Blick auf die alte Apotheke,  im Vordergrund der Poppe-Brunnen.

25. Oktober 2019

Nun ist es ein Jahr her, dass ich mit meinem Tagebuch angefangen habe. Das hat viel Spaß gemacht, zumal ich jetzt auch via Handy bei ganz schwachem Netz die Homepage bearbeiten kann ... toi, toi, toi! 

Für mich ist dieses Tagebuch hilfreich, weil ich oft "nachschaue", was wann gewesen ist ... es wird also 'weitergehen' ... 

24. Oktober 2019

Wenn ich dabei nicht so großartige musikalische Begleitung hätte, wäre herbstliche Gartenarbeit sicherlich Anlass, trübsinnig zu werden. Typisches Beispiel ist die Königskerze unten links. Im Sommer ein echter Hingucker, vor allem dann, wenn sich auf engstem Raum eine die andere in der Anzahl der gelben Blüten übertrifft. Und das ohne eigenes Zutun, denn sie säen sich selber aus. 

Aber jetzt im Herbst sehen sie schlimmer aus als die düstersten Gestalten bei Harry Potter - grau-grünlich-braun in zerzausten, zerfetzten Umhängen. Nur wenig Trost spenden die gelben oder roten giftigen Strauchfrüchte, nur die Farbe versöhnt.

Auch die wirklich riesigen Pilze hier bei mir - mit Durchmessern von 20 bis 30 cm, mein Fuß sieht eher zierlich aus - können kaum versöhnen, sie sind hier fast alle giftig ...

Da bleibt nur der geräucherte Müritz-Fisch, von Aal bis Zander, der bei einem Glas Rotwein vor einem kleinen "Kartoffelfeuer" wirklich erfreut ... 

23. Oktober 2019

Heute 'Kranichfahrt zum Großen Schwerin mit ornithologischer Führung' ... mit dem Schiff Esperanza. 

22. Oktober 2019

Herbstarbeiten im Garten bei angenehmer Musik (Archive zur Vorbereitung auf das Konzert am 31.10.), dann ein letztes Mal grillen und abends ein wärmendes Feuer ... ein guter Ausgleich zum Tagesgeschäft - mit netten Gästen plus Hund. 

21. Oktober 2019

Nur im Herbst gibt es diese tollen Farben, wenn ich nach Westen in den Sonnenuntergang schaue. Am Kölpinsee, hinter dem großen munitionsbelasteten Waldstück im Westen von Waren, wird das letzte Stück der untergehenden Sonne wohl noch zu sehen sein. Munitionsbelastet - das steht ständig links und rechts am Wegesrand auf dem Waldweg. Hier lagen die unterirdischen Munitionsfabriken in den 40-er Jahren, in denen die Zwangsarbeiter schufteten. Sie waren in Baracken untergebracht, gar nicht weit von mir jetzt. Übrig geblieben sind nur noch die schmalen Fundamente, die kaum noch jemand deuten kann ... und die vielen Blindgänger aus den Bombadierungen der unterirdischen Fabrik.

Und im Herbst gibt es immer die gleiche Arbeit im Garten, wenn man Dahlien hat. Erst ausbuddeln, dann 3 bis 4 Tage Knollen etwas antrocknen lassen, bevor sie bis Ende April im Keller auf die neue Saison warten müssen.

20. Oktober 2019

Ein Rundgang durch die alte Hansestadt Wismar ist - nach den zahllosen Sanierungen von historischen Gebäuden seit 1990 - ein Gang durch die Vergangenheit, Schwerpunkt 1700 bis 1850. Ein historisches Gedächtnis, zugleich ein Augenschmaus für "Freunde alter Steine", so wie mich.

19. Oktober 2019

Herbst am Ostseestrand im Klützer Winkel westlich von Wismar ... kleine Steilküste und flacher Strand.

18. Oktober 2019

Angekommen in Wismar mit Ferienwohnung gegenüber der Nikolaikirche ... unten im Licht der Abendsonne ein faszinierender Anblick neben den fast genauso alten sanierten Häusern. Und bei Nacht in menschenleerer Umgebung.

17. Oktober 2019

Vorfreude:

Morgen geht es nicht zum ersten Mal nach Wismar, alte mecklenburgische  Hansestadt 

16. Oktober 2019

"Regentage sind Museumstage" ... so wie heute im Kunstpalast Düssedorf. Eingeladen hatten mich Estelle und Frauke - danke für's ausgefallene Geburtstagsgeschenk - eine tolle Idee!

13 DDR-Künstler mit 130 Werken aus den Jahren 1949 bis 1989 werden vorgestellt: Utopie und Untergang. Kunst in der DDRHier zwei Beispiele ...

Da ist Elisabeth Voigt (1893 -1977): "Bin ich zeitentartet oder der Zeit voraus - beides bestens ... Kunst schlägt Wellen, Politik zertrümmert:" 1958 trat sie aus dem Verband Bildender Künstler aus, um sich der Einflussnahme von außen zu entziehen. Sie zog sich zurück.

Cornelia Schleime (* 1953) bekam bereits mit 28 Jahren Ausstellungsverbot wegen ihres unkonventionellen Werks (Übermalungen von Fotografien, Performances, Punk-Musik u.a.) 1984 übersiedelte sie nach West-Berlin, doch sie sagt: "Es ist eine fadenscheinige Behauptung, dass Kunst nur in Freiheit gedeihen könnte ... In der Kunst wurde das sublimiert, was im Leben nicht auszuleben gestattet war." Nach dem Mauerfall setzte sie sich mit den über sie angefertigten Akten des Ministeriums für Staatssicherheit auseinander ...

15. Oktober 2019

Es gibt verschiedene Strecken zwischen Köln und Waldbröl (im Oberbergischen) - eine davon führt über das keine Dorf Drinsahl. Schon oft gefahren, vor kurzem entdeckt, jetzt aber endlich mal fotografiert: ein VW-Bully auf einem Hausdach mit dem Kennzeichen Nikolaus 1 ... 

14. Oktober 2019

Nicht 20 h, eher 21 h heute Abend die "Sisters of Mercy" im E-Werk ... wusste nur von Frauke, dass sie eine Karte hatte, dann von Anja ... und schließlich waren es fast 10 Fans aus meinem Bekanntenkreis, die da waren  ...  wieder ein schöner Abend! Mehr hier bei "Musik" ...

13. Oktober 2019

Eben wurde der Köln-Marathon mit fast 23.000 Läufern gestartet, ohne mich, auch nicht als Zuschauer. Dafür drehe ich meine weniger Runden im Wald neben dem Waldbadviertel mit ca. 11 km/h, wie mein schlaues Handy mir anzeigt. Bei einem Marathonlauf käme ich rechnerisch auf fast 4 Stunden - doch schon vor der 10 km-Marke wäre ich reif für's Sauerstoffzelt. Immerhin begegne ich hier einigen anderen Langschläfern, die wohl das gleiche Problem haben.

Pilze haben hier wieder Saison, nicht nur in meinem Lauf-Wald, auch in meinem Vorgarten. Und wenn es heute wieder das Termometer mehr als 23° zeigt, kommen auch sicherlich wieder weitere unbekannte Pilzsorten zum Vorschein. Nachdem ich ein Foto der Pilze (unten) aus meinem Garten an Pilzkenner geschickt habe, kamen keine guten Nachrichten: "Die sehen aber giftig aus!". Auch wenig hilfreich diese tröstenden Worte: "Man kann alle Pilze essen, manche aber nur ein Mal!" - danke Peter!

Und das snd die Pilze, die Peter eben  "geerntet" hat. Guten Appetit!

12. Oktober 2019

Eigentlich wollte ich heute im Weißhauskino "Der Glanz der Unsichtbaren" sehen - aber ausverkauft ... gut dass kurz drauf die "Deutschstunde" begann, der Film, der bedingungslose Pflichterfüllung, treue Gefolgschaft zum NS-Regime auf der einen Seite zeigt, die Nöte Unbeugsamer, die Zerrissenheit von Ehefrauen und Kindern auf der anderen Seite. Die Aufarbeitung der NS-Zeit war zwar verhältnismäßig kurz, doch charakteristisch - den Mitläufern und ihren alten Herren fällt es schwer, vom Angelernten abzulassen. Und heute kommt es zunehmend wieder an die Oberfläche ... alles gezeigt mit großartigen Bildern einer rauen Landschaft in grauen Tönen! Zeitgemäß ... Siegfried Lenz' Deutschstunde immer noch ein Bestseller.

11. Oktober 2019

Solche idyllischen Bilder in Köln, wie hier am Zülpicher Platz, sind nicht selten. Hier hatte der Eigentümer des rollenden Vorratswagen gerade eine Mittagspause 100 m weiter eingelegt. Ja, und Leihräder und E-Roller sind inzwischen der Hingucker am Straßenrand. 

10. Oktober 2019

Bei allen negativen Botschaften in diesen Tagen, die in der Presse aus guten Gründen ausführlich dargestellt und kommentiert werden, gibt es Betroffene, für die beispielsweise der Einmarsch der türkischen Truppen in den Norden Syriens eine Katastrophe ist. "Warum will Erdogan uns alle bestrafen?" fragte die 31-jährige Mediya gestern in einem Whatsapp-Interwiew. Die kurdische Lehrerin lebt in Kamischli in Sichtweite der Grenze mit 2 Kleinkindern und Ehemann.

Erste Berichte melden heute: "Nahe der Stadt Kamischli stieg Rauch auf:" Und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschrechte meldete wenige Stunden nach dem Beginn der "Operation Friedensquelle" 8 getötete Zivilisten, darunter 2 Kinder, sowie 7 getötete Kämpfer der kurdischen Miliz. 

Türkische Kritiker an Erdogans Invasion sollen wegen Terrorpropaganda angeklagt werden. Und schließlich die Drohung, dass er die Tore öffnen werde und 3,5 Mill. Flüchtlinge aus der Türkei nach Europa schicken will, falls die EU ihn kritisiert ... einfach ohne Worte

Nun, am Ende des Tages kommen die zu erwartenden Nachrichten: 60.000 Menschen auf der Flucht ... in den nächsten Tagen werden wieder schlimme Nachrichten verbreitet werden müssen, westliche Politiker fordern, verurteilen ... ein Ritual ...

9. Oktober 2019

Was hat Elvis mit Amanda zu tun? Das kann nur wissen, wer den Film "Mein Leben mit Amanda" gesehen hat. Als Davids Schwester Sandrine bei einem Terroranschlag ums Leben kommt, kümmert er sich um ihre Tochter Amanda, adoptiert sie später. In einer letzten Szene vor ihrem Tod erklärt die Englischlehrerin ihre Tochter, was "Elvis has left the building" im übertragenden Sinne bedeutet, "alles ist vorbei".

"Ein leiser, eindringlicher und ermutigender Film über Trauer und Verantwortung" - besser kann man es nicht beschreiben. Als in der letzten Szene in Wimbledon der Favorit von Amanda entscheidend 0 : 40 zurückliegt, schluchzt sie furchtbar, weil "Elvis has left the building" - alles vorbei zu sein scheint ... und als der Tennisspieler die Wende schafft, ist Amanda glücklich - und so kommt es zum guten Ende - im Gegensatz zum Film 'Systemsprenger' gestern. Amanda hat den Verlust langsam, aber nachhaltig überwunden ...

Zwei Kinofilme an zwei Tagen - das ist die positive Seite von Dauerregenwetter.

8. Oktober 2019

Auf der einen Seite zeigt der eindrucksvolle Film "Systemsprenger" in Bild und Schnitt die unkontrollierten Wutanfälle der traumatisierten 9-Jährigen, auf der anderen Seite aber auch die natürliche, kindliche Unschuld, ja Zärtlichkeit - Benni ist also eigentlich wie jedes andere Kind. Fragt sich nur, wie mit dem traumatisierten Kind umgehen. Ein Auf und Ab der Gefühle, Hilflosigkeit. Ein nachhaltiges Filmerlebnis! Kompliment an Schauspieler und Regie!

7. Oktober 2019

Im neuen ZEIT-Magazin lese ich: "Es wird Herbst. Ein Trick, um das Sommergefühl in das letzte Jahresviertel zu retten, heißt Backofen. Mit ihm lässt sich die fast perfekte Illusion eines Grillgerichts erzeugen." Dieses Wunderrezept ist 'Zitronencouscous mit Knusperfeta, Sonnenblumenkrenen und Naturjoghurt'. Die Rezeptur klingt lecker ... sobald die Zutaten eingekauft sind, werde ich es gegen Wochenende mal testen - hoffentlich sieht das Foto des Versuchs so gut aus wie im Magazin, und schmeckt dann auch so gut wie erwartet!    

6. Oktober 2019

Dauerregenwetter kann auch als Einladung verstanden werden ... "Ein ungewöhnliches Portrait einer Stadt im permanenten Wandel" Ausstellungsort ist das Kölnische Stadtmuseum. Bei Köln bietet das sich an, denn es gab immer schon herausragende Fotografen und es gab immer etwas zu fotografieren, vor, während und nach dem 2. Weltkrieg. So gab es von St. Aposteln am Neumarkt Fotos von Hugo Schmolz 1936, von seinem Sohn Karl Hugo Schmölz 1947, von Helmut Buchen 1993 und Michael Albers 2018 - immer von der gleichen Stelle aus (unten).

Mehr dazu demnächst unter klauskirschbaum.eu/koeln

Nicht weniger interessant dort die 2. Sonderausstellung "Köln an der Seine - der Pavillon der Stadt Köln auf der Pariser Weltausstellung 1937". Als einzige Stadt neben den Pavillons der Nationen hatte Köln einen Pavillon direkt an der Seine mit Blick auf den Eiffelturm - zwischen den martialen Gebäuden der Sowjetunion und des Deutschen Reiches. Das Foto unten zeigt die Gastronomie-Terrasse der Kölner 1937 vor dem Monument der Sowjets: der Bauer mit Hammer und die Bäuerin mit Sichel auf dem Dach ... das waren Zeiten !!!

5. Oktober 2019

Bizarre Szenen:

Situation 1: "Lieber geordnete Flüchtlingspolitik als ungeordnete Zuwanderung", so 

Seehofer ... eine Neuordnung der europäischen Flüchtlingspolitik diene deutschen Interessen, wenn Deutschland Griechen und Türken helfe, sei das solidarisch und helfe auch uns, usw.

Es werden keine Lösungsansätze für die Probleme gesucht, es gibt nur Taktiererei.

Situation 2: Im Hotspot Moria (Lebos) mit 3.000 Aufnahmeplätzen leben inzwischen 13.000 Flüchtlinge. Wer in den Containern keinen Platz findet, schläft in Zelten auf den angrenzenden Feldern oder unter freiem Himmel, auch im Winter ... die Nachrichten versprechen bittere Zeiten

Situation 3: Heute war der 2. Tag unserer 10. Schulung für neue Mentorinnen und Mentoren. Wir haben wieder "Neue" gefunden und geschult, die demnächst weitere Flüchtlingsfamilien, Alleinerziehende und Alleinreisende begleiten werden auf dem Weg hin zur Integration. Und dabei werden sie auch wieder "ein dickes Fell" brauchen, denn es wird kein leichter Weg.

4. Oktober 2019

Gibt es noch eine Kluft zwischen Ost und West? Das war ja meine Frage zum 'Tag der Deutschen Einheit' ... Es gibt von beiden Seiten Vorbehalte.

Während im Westen oft Unverständnis über das 'Ost-Gejammer' ausgesprochen wird ("Wenn ich aus dem Schlaraffenland gekommen wäre und müsste dann in den neuen Bundesländern leben, dann wäre ich auch unzufrieden"), gibt es im Osten eine ganze Reihe von teils differenzierten Meinungsäußerungen:

Junge Leute, insbesondere mit höheren Bldungsabschlüssen, erkennen keine signifikanten Unterschiede ("Man hört an der Uni Halle nur den Unterschied am Dialekt"). Ältere verweisen auf die statistischen Unterschiede (17 % weniger Lohn als im Westen) und auf andere Nachteile. Und jedes Mal der gleiche Hinweis: "Mir geht es ja gut, ich bin zufrieden, aber es gibt auch andere, die verdienen für gleiche Arbeit weniger als die im Westen, denen geht es schlechter:" Es deckt sich mit den Ergebnissen, die Meinungsforschungsinstitute veröffentlichen. 

Und noch ein interessantes Ergebnis meiner Gespräche vor, während und nach meiner Weinwanderung am Tag der deutschen Einheit. Weil bekannt ist, dass ich Flüchtlingsfamilien bei ihrer Integration begleite, kommen die unterschiedlichsten Fragen: "Bleiben sie hier oder gehen sie wieder?" usw. Es stellt sich schnell heraus, dass meine Gesprächspartner in den neuen Bundesländern persönlich nie auch nur einen einzigen Flüchtling kennengelernt haben. Aber viele 'wissen' aus TV und Presse, aus Chats und Newsletter, was Sache ist ... das will ich hier lieber nicht wiederholen! Das sollte besser Oliver Welke in der ZDF-heuteshow zum besten geben! Sie beginnt gerade um 22.23 h ... "Ossipendence Day"

3. Oktober 2019

Wie in jedem Jahr Treffen an der 'Henne' (Naumburger Sekt- und Weinmanufaktur) ... dann geht es für 6 - 7 Stunden zu den kleinen Winzern an den Hängen der Saale. Erfreulicherweise gibt es überall neben Wein auch Kleinigkeiten zu essen (von der 'Fettbemme' über Käsewürfel bis zum Flammkuchen). Das erhöht die "Standfestigkeit".

Bezaubernd die vielen kleinen und größeren Häuschen an den Weinhängen, teils top-saniert, teils noch in bedauernswertem Zustand ...

2. Oktober 2019

In den vergangenen Tagen, als es um Genschers Botschaft im gelben Pullunder auf dem Balkon der Prager Botschaft ging, gab es die Ansprache immer wieder im Wortlaut. Und die Meinungen waren einhellig.

Ganz anders heute, wohl auch morgen, Meinungen und Kommentare zum Tag der Deutschen Einheit ... Das Sammeln wird wohl noch etwas dauern, daher jetzt erst die Vorbereitung auf die morgige "Weinwanderung im Blütengrund", wie jedes Jahr am 3. Oktober. Spätestens um 11 h werden wir uns auf den 7 km langen Rundweg machen, am Südhang zur Saale zwischen Freyburg und Naumburg. Aber, ob wir alle 12 Stationen schaffen, ist fraglich ?

1. Oktober 2019

Das gibt es wohl auch nur auf Radio 1 vom rbb ... zwischen "normaler Musik" ein Song von TrettmannStolpersteine. "Das Werk an sich wurde nach dem gleichnamigen Projekt von Gunter Demnig benannt, welcher Opfern des Nationalsozialismus in ganz Europa gedenkt und ganz normale Pflastersteine in hochpolierte Messing-Platten mit Eckdaten der jeweiligen Ermordeten austauscht. Passend dazu rappte Trettmann unter anderem die Zeilen: "In meiner Straße Stolpersteine / Vögel singen und ich weine / Hier könnt’ jeder Name stehen / Irgendeiner, irgendeiner / Doch hier steht deiner”

Nur schade, dass sein Auftritt in Köln wie auch in anderen Städten längst ausverkauft ist ...

TRETTMANN - Live - 4.12.2019 - Köln, Palladium (Sold Out)

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