Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

An dieser Stelle notiere ich jetzt jeden Tag ein Thema, das mich bewegt, interessiert, geärgert oder gefreut hat, das mir begegnet ist ... 

Tagebuch 

18. Januar 2021

Nach einem Wintertag ist die Kinderfreude vorbei - bis auf den Schneemann nebenan. Der hält jedes Jahr noch einige Tage länger ... Also Zeit für alle, sich mit der Pandemie zu beschäftigen! Heute neu ist auch die Impf-Rechner, der ausrechnet, wann man mit dem Impfen dran sein kann - wenn man möchte. Es wird ein breiter Korridor für die erste und die zweite Impfung angegeben. Die Nachfrage nach Impfterminen dürfte weiter steigen, denn Maas hatte gestern als erster Politiker darauf hingewiesen, dass die Grundrechte für immune Menschen nicht weiter eingeschränkt werden dürften ...

"Der inhaftierte frühere US-Musikproduzent Phil Spector ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 81 Jahren, wie die Gefängnisbehörde im Bundesstaat Kalifornien mitteilte." so die Nachricht auf ZEITonline

So skurril Phil Spector auch war, er ist aber für meine ersten Lieblingslieder verantwortlich. Während in den sechziger Jahren ja noch viel deutschsprachige Musik im Radio lief (Roy Black, Heintje & Co.), war ich Fan der CrystalsDa Doo Ron Ron und Then He Kissed Meder Ronettes: Be My Babyder Righteous Brothers: You've Lost That Loving Feeling und Unchained Melody oder auch von Tina Turner:  river deep, mountain high - meine Singles von damals sind wohl schon seit Jahrzehnten verschollen - da liegen ja Welten zwischen dieser Musik und Sevdaliza heute z.B. mit Rhode

17. Januar 2021

Eigentlich wie in jedem Jahr, wenn ich mich richtig erinnere: Es schneit mal kurz, man kann einige schöne Fotos schießen und dann steigen die Temperaturen und die Pracht verschwindet. Am nächsten Donnerstag soll es dann 11° warm sein. 

Erfroren ist heute Morgen mal wieder ein Obdachloser, in Köln, am Rudolfplatz. 46 Jahre alt, wie sich später herausstellte. Das ist die Kehrseite des Winters. Obwohl die Zahl der Unterkünfte für Obdachlose erhöht worden sein soll, werden sie nicht in Anspruch genommen ... wg. der Pandemie. 

16. Januar 2021

Wenn der Tag mit einem Konzert von Sevdaliza beginnt (dans Passengers - Musée des arts et Métiers, Paris, am 7. Dezember 2020, ein ARTE Concert)dann hat der Tag schon einmal eine gute Chance. Der Begleittext auf Youtube beschreibt die Sängerin großartig: "Die iranisch-stämmige Songwriterin und Produzentin lebt in Rotterdam, scheint aber von einem anderen Planeten zu stammen. 2017 hat sie mit Ison ihr musikalisches Debüt gegeben, ein dicht-düsteres Universum, durchzogen von sphärischen und energiegeladenen R‘n’B-Rhythmen, die an die Musik der virtuosen britischen Künstlerin FKA Twigs erinnern. Im Jahr darauf bringt sie The Calling raus, dichte Soundlandschaften, über die sie zu hypnotisierenden Melodien ihre sinnlich-heisere Stimme legt, streckenweise mit Vokoder verfremdet. Ein stimmiger Mix aus Elektro, Future-R’n’B und emotionsgeladenen Harmonien. Für ihr letztes introspektives Werk taucht sie in düstere Themen ab: Leidenschaft, Herzschmerz, Verzweiflung, psychische Gesundheit, Drogenmissbrauch und Tod. Ein melancholisches, aber nicht pathetisches Album. In Passengers reiht sie ihre Melodien aneinander wie Perlen auf eine Kette und entführt uns mit ausdrucksstarken Tanzschritten in ihre mystische Welt. ARTE Concert vous propose le meilleur de la scène européenne sur tous vos écrans : http://concert.arte.tv"

Zons am Rhein ("Feste Zons") ist schon einen Besuch wert - ein mittelalterliches Städtchen im Norden von Köln auf dem Weg nach Ddorf. Heute war ich dort - aber selbst unter Corona-Bedingungen war es hier (mit Mskenvorschift) vergleichsweise stark frequentiert. Da möchte ich mir nicht vorstellen, wie es hier im Sommer aussieht, vor allem dann, wenn die Freilichtbühne Gäste empfängt! Hier mehr ...

Dann doch eine traurige Nachricht am Abend: Die letzte Folge der Serien "Kommissarin Heller"  lief heute Abend. "Gehen, wenn es am schönsten ist - Nach zehn Filmen in sieben Jahren endet die "Kommissarin Heller"-Reihe. Dem ZDF sagte Wagner über die Entscheidung aufzuhören: "Ich dachte von Anfang an, Winnie ist so besonders. Sobald sie anfängt, sich im Kreis zu drehen und man beginnt sich satt zu sehen, ist es Zeit zu gehen – eben, wenn es am schönsten ist." ... Aus meiner Sicht ("Fan-Sicht") ist diese Entscheidung natürlich bedauerlich. Lisa Wagner ist echt originell in ihrer Rolle als Winnie Heller - eine außergewöhnliche Serie mit vielen 'Nebenkriegschauplätzen'. "Und das Finale wird fulminant, so Wagner: "Ein schräges Ende für eine eigenwillige Reihe und absolut nicht vorhersehbar. Herrlich!" Das Ende verdankt der Film und damit auch die Reihe Regisseurin Christiane Balthasar. Die ist den Senderverantwortlichen sehr dankbar, dass sie "uns die Möglichkeit gaben, die Geschichte um Winnie zu Ende zu erzählen. So konnten wir die Figur mit Würde loslassen und weiterschicken." Mal sehen, was mit Lisa Wagner folgen wird.

15. Januar 2021

Von einem mir leider nicht näher bekannter Kölner stammen folgende Ausführungen zum "Kölsche Grundgesetz", das in und um Köln eigentlich alle Menschen kennen ...: 

Das Kölsche Grundgesetz gibt den Weg zur Beendigung der Pandemie vor:

Die §§1 und 2 umschreiben in nahezu vortrefflicher Art und Weise die aktuelle Situation (Et es, wie et es - un - Et kütt, wie et kütt), logisch ergänzt um den Paragrafen 3 (Nix bliev, wie et war).  §8 ergänzt dann mit einer präzisen Bewertung der Situation, indem dort ausgeführt wird : Wat soll dä Quatsch. §5 (Mäht nix) gibt dann nachfolgend eine präzise Handlungsempfehlung für den persönlichen Umgang mit der Pandemie. Besonders interessant finde ich die Paragrafen 7 und 9 (Jede Jeck es anders – un - Hammer immer esu jemaat), die sogar das Verhalten der Corona-Leugner und der Querdenker vorhersagen.

Die wirkliche Stärke des Kölschen Grundgesetzes beim Umgang mit der Pandemie zeigt sich aber in § 10, der das Ende der Pandemie im Sommer 2021 vorgibt, in dem er ganz eindeutig festlegt: Hammer nit, bruche mer nit, fott domet. Zur Beschreibung der näheren Zukunft ergänzt dann § 6, indem er fordert: Wat fott es, es fott ! – wonach die Seuche auf absehbare Zeit nicht wiederkommen wird.

Spätestens hier zeigt sich wieder, dass der Kölner an sich, sowohl in Bezug auf die ihm zur Verfügung stehenden Gesetze, als auch so ganz allgemein, ein privilegiertes Geschöpf ist.

Bleibt gesund, so dass wir im Sommer 2021, als frisch Geimpfte, mit einem Kölsch auf das Ende der Pandemie anstoßen können (§11 – Drink doch ene met)." Dem ist nichts hinzuzufügen ...

14. Januar 2021

Die tunesische Jasminrevolution ist 10 Jahre alt. Auslöser gewaltiger Unruhen waren Meldungen über die Selbstverbrennung des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi.

Heute vor 10 Jahren, am 14. Januar 2011 verließ der tunesische Diktator Zine el-Abidine Ben Ali das Land. Die Unruhen waren zu groß geworden. Er flüchtete mit seiner Familie aus dem Land, angeblich mit 1,5 Tonnen Gold im Frachtraum der Präsidentenmaschine, in Saudi Arabien wurde er von seinesgleichen mit offenen Armen empfangen ...

Ich erinnere mich an die Berichte, die die Stürmung der Paläste zeigten sowie den unermesslicher Reichtum und Luxus des Diktators und seines Familienclans.

Die Nachahmer in Libyen, Ägypten und Sudan stürzten bald die Diktatoren. Anders in Syrien und Bahrain; die dortigen Diktatoren schlugen mit aller Härte zurück. Vor allem in Syrien hat der "arabische Frühling" Folgen gehabt, an die ich mich stets erinnere, wenn ich eine der syrischen Flüchtlingsfamilien treffe, die ich hier bei der Integration begleite.

Heute war ich in Alt-Kaster, 30 Minuten von hier ... da wollte ich schon seit vielen Jahren einmal vorbeifahren. Ein mittelalterliches Städtchen mit vielen historischen Zeugnissen. Vor allem das Missionskreuz unten ist mir aufgefallen. Eigentlich dachte ich, dass Ablasshandel und Ablassrituale aus dem Mittelalter stammten. Doch offensichtlich konnte man 1852 hier an dieser Stellen fünf mal "Vater unser', 5 mal 'Ave Maria' und 'Ehre sei dem Vater' beten ... und schon waren alle Sünden der letzten fünf Jahre vergeben. Unsere Vorfahren waren schon originell, oder?

13. Januar 2021

Heute ein Jahrestag ... so glaubte ich zunächst nach entsprechenden Wort- und Musikbeträgen heute auf Radio 1 vom rbb. Doch gestorben ist David Bowie schon am 10. Januar 2016, wie ich eben überprüft habe. Das letzte Album - nur Tage vor seinem Tod erschienen - ist ein düsteres Album, mit glänzend schwarzer Schrift auf mattem schwarzem Untergrund. Mit unterschiedlichen Anspielungen auf den Tod allgemein und seinen eigenen Tod. Doch bevor ich den bereits verpassten 5. Jahrestag bemerkte, hatte ich schon das aus meiner Sicht beste Album durchgehört:

Heathen mit dem sensationeller Titel Sunday - unerreicht, auch der Toni Visconti Mix oder der Moby Remix oder die live-Version 2002 aus dem Zenith in Paris.

... und außerdem das Cover von Blackstar von Anja Plaschg (Soap & Skin) mit Anna Calvi live am 20. Juni 2018 in der Basilique Saint-Denis in Paris. Auch Bowies Original-Video zu Blackstar sehenswert, schaurig, surreal ...

12. Januar 2021

Eigentlich wäre ich schon längst bei der Ausstellung gewesen, die am 13. November 2020 nicht eröffnet wurde. Und da sie bis zum 28. Februar 2021 wohl auch nicht zu sehen ist, habe ich mir heute in Ruhe den virtuellen Rundgang im NS-Doku-Zentrum  Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand angeschaut. Beeindruckende Fotos und kurze, knappe Darstellungen, Zitate ... aufschlussreiche Hintergrundinformationen. Sollte man mit Schulklassen besuchen ...

11. Januar 2021

Ständig erreichen mich mehr oder weniger wichtige Nachrichten, die nicht im Spam-Filter landen. Der Kölner Express überraschte mich heute mit einer Überschrift: 

Gefallener Schlager-Star: Warum wir ab sofort nicht mehr über Michael Wendler berichten

"Michael Wendler hat in den vergangenen Wochen und Monaten mit kruden Verschwörungstheorien und einem KZ-Vergleich über seine Social-Media-Kanäle eine Grenze überschritten. Aus diesem Grund werden wir in Zukunft bei express.de nicht mehr über ihn berichten". Das ist ja einmal eine gute Nachricht, ähnlich wie die Entscheidung von RTL, bei bereits gedrehten Folgen der Serie mit Pop-Titan Bohlen, Wendler unkenntlich zu machen  ...  Bleiben aber ja noch genügend B- und C-Promies, die RTL vermarkten kann. Fehlt ja auch noch, dass die Insassen des Dschungel-Camps oder anderer TV-Highlights die eher anspruchslosen Fernsehkonsumenten mit Verschwörungstheorien oder kruden Querdenken-Storys indoktrinieren können. Ein ermutigendes Zeichen! 

10. Januar 2021

Es gab Zeiten, da glaubte ich in Bezug auf die Pandemie alles besser zu wissen, weil ich mich ständig informiere - damit stand ich wohl nicht allein. Inzwischen merke ich, dass jeder das glaubt und vertritt, was ihm passt. Ob Künstler und Soloselbständige, ob Kneipen- oder Restaurantbesitzer (heute wieder ein offener Brief der Südstadtkneipe Bagatelle an die Entscheider der Politik auf facebook), ob Einzelhändler ... fast alle haben klare Vorstellungen - und inzwischen bin ich froh, dass ich kein Entscheider bin.

Was haben viele Lehrer und Lehrerinnen gejammert, als es Präsenzunterricht gab ("Wir gefähren unsere Gesundheit"). Jetzt jammern viele, weil einer Generation Bildung geraubt wird, weil Distanzunterricht vielfach nicht möglich ist. Denn ob die Ansteckungsgefahr unbeaufsichtigt zuhause oder in der Clique besser ist als beaufsichtigt in der Schule - das ist doch eine ernste Frage. Aber mir macht es jetzt auch keinen Spaß, darüber zu diskutieren oder Diskussionen darüber anzusehen (wie Mario Lanz u.a.). Da gibt es Interviewpartner - wie heute Markus Feldenkirchen auf Radio 1 vom rbb - die sind nicht nur Fachleute für Fragen der Pandemie, Impfstoffe, Produktion, Verteilung ..., sondern auch für die Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Börse, die Digitalisierung sowie auch zu Fragen der psychischen Folgen für Kindergartenkinder, für Schüler unterschiedlichen Alters, für Alleinerziehende und das Pflegepersonal. 

Die Meinungsänderung von Thüringens Ministerpräsidenten Ramelow ist Zeugnis der Komplexität - ich bin froh, dass ich kein Entscheider bin. 

9. Januar 2021

Man darf auf die letzten Tage der Trump-Ära gespannt sein ... weniger auf die Versuche, ein zweites Impeachment einzuleiten; das wird angesichts der Zeit ins Leere laufen und soll wohl eher symbolisch wirken. Gespannt muss man auf die Versuche Trumps sein, sich und seiner Familie Straffreiheit zu gewähren, wie er das schon bei etlichen verurteilten Getreuen praktiziert hat. Und wenn sich jetzt Nancy Pelosi als Nr. 3 im Machtgefüge mit den Obersten Militärs getroffen hat, dann zeigt das vielfältige Sorgen, die die Zeit bis zu Bidens Amtsantritt bestimmen. 

Nach wie vor ist die Zahl der Trump-Anhänger sehr groß, auch wenn sich angesichts der dauerhaften Sperrung von Trumps Twitter-Account mehr Ruhe andeutet. Die militanten wie leichtgläubigen Deppen werden bleiben, auch wenn sie - wie hier in einer unautorisierten Lego-Simulation - nicht für voll genommen werden. 

Heute habe ich meine Kurzgeschichte Nr. 18 "Drei Stationen" mal eingestellt - Luer hatte noch einmal drübergeschaut, merci!

8. Januar 2021

Meine erste eigene Wohnung lag in der Bartelstr. 99 in Köln-Ehrenfeld - nur ein kurzer Fußweg zur Uni. Allerdings hatte ich dabei nicht bedacht, dass Straßen wie Venloer oder Subbelrather Straße eigentlich untauglich sind für eine Spazierfahrt mit einem Kinderwagen. Aber um die Ecke geht es schnurstracks über die Pius- zur Weinsbergstraße mit etlichen Eingängen zum Melatenfriedhof (unten ein altes Einlasshäuschen dort). Und dieser über 200 Jahre alte Kölner Friedhof bietet fast alles, was man zum Auslaufen mit Kleinkind benötigt. Heute habe ich mich wieder daran erinnert. Der Grund war die Frage bei einem Treffen mit einigen Kindern: "Wo und wie willst du eigentlich beerdigt werden?" und "Hast du etwa immer noch keine Vorsorgevollmacht ausgefüllt?" Letzteres habe ich nun erledigt, den Rest werde ich in Angriff nehmen.

Daher habe ich nach langer Zeit wieder 'Melaten' besucht. Hier gibt es eine Besonderheit, nämlich sogenannte Grabpatenschaften für eines der 2.800 historischen Gräber - 500 haben bereits Paten. Klingt interessant! Unten der "Engel von Ehrenfeld", eine bekannte Jugendstil-Skulptur auf einer Familiengrabstätte, wenige Meter weiter eines der vielen ruinösen Gräber ... hier mehr

7. Januar 2021

"Die Stadt hat in einer europaweiten Ausschreibung als Kriterium für Ökostrom lediglich Menge und Preis ausgeschrieben. Es war eine marktlich korrekte Ausschreibung, bei der ein anderer Anbieter minimal billiger war und entsprechend den Zuschlag bekommen hat." (Kölner Stadt-Anzeiger vom 6.1.2021) Pech für 'unsere' Rheinenergie - ein Prozent des Jahresumsatzes ist futsch, ausgerechnet die Stadt Köln möchte keinen Strom ihres eigenen Unternehmens (Anteil 80 %).

Kein Wunder, denn Rheinenergie schafft es lediglich, 5,3 % des selbsterzeugten Stroms aus eigenen Erneuerbaren-Energie-Anlagen (2019) zu produzieren. Nun gibt es eine Initiative, ein Bürgerbegehren mit dem Ziel, dass die Rheinenergie Köln bis 2030 zu 100 %  erneuerbare Energie produziert und liefert. Mehr Infos unter www.klimawende.koeln

6. Januar 2021 in den USA

Der heutige Tag ist den USA ist natürlich länger als bei uns. Aber was sich da abgespielt hat, war abzusehen. Trump hat eine Menge seiner debilen Anhänger dazu gebracht, das Capitol zu stürmen, Szenen wie in einer Bananenrepublik. Ich kann es kaum glauben, dass meine Befürchtungen zutreffen könnten. Nun hoffe ich nur, dass nachher beim Aufwachen beruhigende Nchrichten hören kann ...

6. Januar 2021

Zum Jahreswechsel habe ich mir wieder die Tarife für Strom und Gas angeschaut. Wenn man sich den günstigsten Tarif mit max. 12 Monaten Laufzeit entscheidet, dann ploppt noch einmal so hinterher ein neues Angebot des gekündigten Lieferanten ... Der letzte Vorschlag nach einem Jahr Lieferzeit war: 

77 Euro im Monat nach 73 Euro monatlich in 2020. 

Dem letzten Stromanbieter habe ich leider zu spät gekündigt ... daher kommt greenpeace energy erst ab 31. Mai 2021 zum Zuge. Diesmal mit Vertragslaufzeit mit einem Monat Kündigungsfrist, 4 Wochen zum Monatsende ...  Vertragsverlängerung jeweils nur für einen Monat. Aus Schaden wird man klüger.

5. Januar 2021

Noch sind 'Touristische Ausflüge' im Lockdown möglich - die 7-Tage-Inzidenzahl in Köln ist ja seit Weihnachten (124) weiter rückläufig auf gestern 86 Neuinfektionen je 100.000 ... daher mein heutiges Ziel:

Altenrath, ein bemerkenswerter Ort südöstlich von Köln, kurz vor Lohmar. Dorf und Kirche gab es schon im 11. Jh. - bis zum 1. Juli 1938. Damals wurde das Dorf zwangsgeräumt, weil der seit 1818  existierende Truppenübungsplatz von den nationalsozialistischen Machthabern erweitert wurde. Gleich nach Ende der Kampfhandlungen 1945 konnten die Bewohner zurückkehren. Wanderungen sind im Gebiet um Altenrath beliebt, allerdings wird es eingegrenzt vom weiterhin noch bestehenden militärischen Sprerrgebiet und dem Flughafen. Außerdem darf man die gekennzeichneten Wanderwege nicht verlassen, weil einmal noch Munitionsfunde möglich sind, zum anderen sind die meisten Flächen ausgewiesene Naturschutzgebiete ... mehr bei "Fahrten ins Kölner Hinterland" - passende Musik im Auto und zu Fuß im "Grau-in-Grau" am heutigen Wander- und Wintertag: der Lockdown-Titel von AnnenMayKantereit "Gegenwart" ... "...  die Kneipen schließen, die Kinos auch ..." 

Aber was muss, das muss ... bis wir alle geimpft sind. 

4. Januar 2021

Er hatte tausende anonyme Informationen veröffentlicht ... wenig schmeichelhaft bis entlarvend für die USA. Entsprechend wütend die Ertappten. "Vaterlandsverräter" nennt man die, die die Wahrheit ans Licht bringen. Bis zu 175 Jahre Haft drohte Wikileaks-Gründer Julian Assange - doch jetzt verhindert dies ein Londoner Gericht.

Die Begründung ist nicht ganz so erfreulich. Nicht etwa, weil er als investigativer Journalist der Wahrheit verpflichtet ist, sondern weil sein Leben in Gefahr ist, Suizidgefahr. Aber das war nur eine erste Gerichtsentscheidung; weitere Instanzen werden folgen, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg wird die letzte Instanz sein. Also erst einmal ein guter Tag - hoffe auf ein gutes Ende, für Assange und für den Journalismus in einer Demokratie.

3. Januar 2021

Im Netz kursieren ja eine Menge 'meinungsbildende Argumente', so wie mit diesem vielfach geteilten Post. Über die Befreiung von Unternehmen von der EEG-Umlage kann man ja streiten. Aber mit den niedrigen Energiepreisen in Ländern wie Kasachstan oder die Ukraine wird es niemals eine Änderung im Verbraucherverhalten geben, erst recht nicht im Verhalten von Regierungen, die wieder gewählt werden wollen. Mit Forderungen nach hohen Energiepreisen werden allerdings auch keine Wahlen gewonnen, mit Anreizen zum Energiesparen aber schon eher. 

2. Januar 2021

Ein Hightlight des Jahres gleich zu Beginn 2021: Meine Lieblingsserie Wilsberg, 70. Folge! Einfach köstlich Alex, Anna Springer, Georg Wilsberg, Ekki Talkötter und Overbeck ... hat er noch nie einen Vornamen gehabt? Ich kenne nur zwei Sorten von Menschen, einmal die Wilsberg-Fans und zum anderen die, die die Serie nicht kennen!

Und dazu noch ein Gruß aus dem im tiefen Winter menschenleeren Waren an der Müritz! Danke Jürgen!

1. Januar 2021

Inzwischen ist es offensichtlich üblich, dass 'man' an Neujahr spazieren geht. Denn ich habe sehr viele Spaziergänger getroffen, auch bei meinem heutigen Besuch in Niehl - nachdem ich von den 17 Stationen des Niehler Kulturpfads gehört hatte. 

Im Volksmund wird die alte Pfarrkirche Alt St. Katharina mit ihren romanischen und frühgotischen Elementen  »Niehler Dömchen« genannt. Sie stammt aus dem 13. Jh. und steht im Mittelpunkt des Rundgangs. Und die Statue des Hl. Johannes von Nepomuk (Schutzheiligen der Schiffer, Flößer und gegen Wassergefahren) aus 1747. Denn hier ist der Ort zahlloser Rheinüberschwemmungen. Unten der Blick nach Norden zu den Ford-Werken ...

31. Dezember 2020

Selten einen so ruhigen und kommunikativen Abend erlebt ... und das fast die ganze Zeit allein! Mal sehen wie es draußen aussieht und was die Nachbarn so sagen ...

30. Dezember 2020

Heute gab es einen großen Bericht über "Bürger machen Landwirtschaft" in Pulheim-Stommeln ... einer der 125 'Bürger' (in einer eG wäre man Genosse) bin ich, seit die GbR am Jahresanfang ins Leben gerufen wurde. Im kommenden Jahr soll unsere Gemeinschaft stark wachsen - die Weichen sind gestellt, wie aus dem Pressebericht hervorgeht - s. Foto unten. Und ich werde wieder dabei sein, aber nur als Empfänger, nicht auch als Hobby-Gärtner - denn das bin ich ja schon an der Müritz.

Eine Nachricht hat mich heute überrascht:

Köln ist die Stadt in Deutschland, die die höchste Durchschnittstemperatur im Jahr 2019 hatte, genauer gesagt: Köln-Stammheim - mit 12,3° ... gefolgt von Bad Bergzabern in Rheinland-Pfalz mit 12,1° und Mannheim mit 11,9°. Da bin ich mal auf die Daten für 2020 gespannt.

29. Dezember 2020

In den Nachrichten heute auf allen Kanälen: Mindestens 50 ermordete Journalistinnen und Journalisten in diesem Jahr. Darüber hinaus hier und da jeweils einzelne Nachrichten:

China:

Die 37-jährige Zhang Zhan hatte kritisch über die Reaktion der Behörden und abseits der offiziellen Linie über den Corona-Ausbruch in Wuhan berichtet. Sie wurde zu vier Jahren Haft verurteilt.

Saudi-Arabien:

Ludschain al-Hathlul setzte sich in Saudi-Arabien für ein Ende des Autofahrverbots für Frauen ein. 2018 wurde sie festgenommen. Nun fiel das Urteil in ihrem Prozess: Zu Haftstrafe verurteilt.

Türkei:

dem Journalist Can Dündar wurde Umsturzversuch, Unterstützung einer terroristischen Vereinigung, Preisgabe eines Staatsgeheimnisses, Spionage ... jetzt wurde er zu 27 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Er hatte Glück und hier Asyl bekommen.

Die Liste wäre unendlich. Auch im Westen ist es nicht anders ... berühmte Whistleblower wie Daniel Ellsberg, W. Mark Felt, Frederic Whitehorst, Jeffrey Wigand, Bradley Manning, oder Edward Snowdon haben Brisantes und Kriminelles herausgefunden und veröffentlicht, was vertuscht werden sollte. Die USA nennen solche Menschen "Vaterlandsverräter" ... Und in Russland werden "Verräter" vergiftet.

28. Dezember 2020

Jahresrückblicke scheinen sich nach wie vor großer Beliebtheit zu erfreuen ... Aber warum Bekanntes wiederholen? Wenn ich auf das Kino-Jahr zurückblicke, dann fällt mir auf, dass ich mit dreßig Filmen nur drei Mal weniger im Kino war als 2019 - obwohl die Kinos gut vier Monate geschlossen waren, noch geschlossen sind! 

Als Hitler das rosa Kaninchen ... (5.1.2020)

Auf der Couch in Tunis (8.8.2020)

Body of truth (12.9.2020)

Bombshell (18.2.2020)

Character One: Susan (27.1.2020)

Das Vorspiel (24.1.2020)

Die Sehnsucht der Schwestern G. (2.1.2020)

Ema (24.10.2020)

Exil (20.8.2020)

Für Sama (30.6.2020)

Futur 3 (29.10.2020)

Gentlemen (11.3.2020)

Harriet (29.7.2020)

Helmut Newton (14.7.2020)

Jean Seberg - against all enemies (21.9.2020)

Kajillionaire (26.10.2020)

Klasse Deutsch (19.1.2020)

La verité - leben + lügen lassen (8.6.2020)

Leif in concert vol2 (16.7.2020)

Little Woman (31.1.2020)

Nachlass - Passagen (25.1.2020)

Nightlife (27.2.2020)

Nur eine Frau (29.1.2020)

Parasite (28.2.2020)

Queen & Slim (10.1.2020)

Schwarze Milch (28.7.2020)

Über die Unendlichkeit (6.10.2020)

Über leben in Demmin (8.1.2020)

Und morgen die ganze Welt (1.10.2020)

Vom Gießen des Zitronenbaumes (20.1.2020)

Es war zwar nicht ein Wahnsinns-Highlight dabei wie 2013 La vie d'Adèle (Blau ist eine warme Farbe) oder 2016 Die Geträumten oder der Edward-Hopper-Film Shirley aus dem Jahr 2014. Aber auch ein Film wie Für Sama hinterlässt mehr als Spuren, sondern Überzeugungen.

27. Dezember 2020

Vor und über Weihnachten habe ich - wie wohl viele - diverse Videos, Fotos und Gifs bekommen, mit lustigen Sketches, Zoom-Konzerten usw. Aber beeindruckt hat mich das Whatsaap-Profilbild von Julia unten ... habe es gleich in meinem Whatapps-Status nachgetragen und mich so wie hier "mit fremden Federn geschmückt"!

26. Dezember 2020

Letzter Sonnentag des Jahres: coronapandemie-konform heute ein Ausflug - allein und ohne Kontakt zu irgend jemandem - in eines der interessantesten Gebiete im Kölner Umland. Demonstranten und Polizei hatten sich im Hambacher Forst lange heftige Kämpfe geliefert ("Hambi bleibt") ... schließlich die Einigung 'Energiewende', auch eine Folge der 'Friday-Bewegung' und der Wahlerfolge der Grünen, und vorzeitiger Ausstieg aus der Braunkohle usw. ... Ein Fünftel der geplanten Abbaufläche des Tagebau Hambach bleibt stehen. Das Problem: Zwei Dörfer, die schon fast geräumt und umgesiedelt sind, werden nicht abgebaggert, Morschenich und Manheim.In der Collage: ober ein Blick in den aktuellen Tagebau Hambach, in der Mitte das Ende einer Landstraße und eine stillgelegte Autobahn, unten die verwaiste Kneipe in Monheim. Mehr hier ...

25. Dezember 2020

Tatsächlich, Couscous, ein Hartweizengrieß, ist jetzt immaterielles Weltkulturerbe der Unesco ...

"Viel zu spät", meint Mely Kiyak in ZEITonline Doch wahrscheinlich musste sich Couscous erst unabhängig machen von Mauretanien, Marokko, Algerien und Tunesien, musste Couscous erst hier heimisch werden, sogar bei den Discountern.

Jetzt schätze ich es sehr als Hauptbestandteil meines Couscous-Salats: zu 250 g gequollenem Couscous zwei kleingeschnittene Lauchzwiebeln und einer kleingehackten roten Paprika (ggf. auch Mais) sind Rosinen Hauptbestandteile. 

Aber nicht einfach so, sondern zuvor zwei Tage zum Quellen in einem Bad  von höherprozentigem Alkohol ... zuletzt habe ich es mit einem Orangenlikör versucht. 

Das Dressing aus Öl, Zitronensaft, Zucker, Salz und grobem Pfeffer gewinnt durch Zimt; Curry ist eine Alternative. Etwas Chilipulver kann auch nicht schaden.

24. Dezember 2020

Quasi in letzter Minute - oder: als Geschenk zu Heilig Abend: ein Handelsabkommen zwischen den Briten und der EU. Spötter vermuten, dass der lange LKW-Stau nach der Sperrung des Tunnels nach Frankreich die Briten zum Nachdenken gebracht hat, jetzt also ein Brexit-light? ... warten wir ab. 

Meine Weihnachtsplätzchen für die Kinder haben fast alle ihre Abnehmer gefunden, der Rest geht morgen raus.

23. Dezember 2020

In jedem Jahr sind es kurz vor den Weihnachtstagen eindringliche Bilder, die von UNICEF zum Foto des Jahres gekürt werden. In diesem Jahr "Die brennende Not" (Screenshot unten) in Lesbos auf Griechenland des Fotografen Angelos Tzortzinis ... und ein Dutzend weitere Eindrücke. Da relativieren sich so manche Sorgen hier, zeigt sich Jammern auf hohem Niveau.

Unvergessen frühere Fotostrecken: 2017  „Das Gesicht einer geschundenen Kindheit." Porträt des syrischen Mädchens Zahra, das in einem Flüchtlingscamp in Jordanien lebt, von Muhammed Muheisen

oder 2019:  „Die Kinder, der Müll und der Tod.“ Fotoreportage über die Situation von Kindern in den Armenvierteln von Manila auf den Philippinen von Hartmut Schwarzbach.

22. Dezember 2020

Das war ein Schreck ... noch im Halbschlaf stelle ich das Radio an (1live) und höre: "Thank God, it's Christmas" von Queen. Womit habe ich das verdient? Immerhin läuft auf Radio1 vom rbb Tame Impala.

Dann eine neue Nachricht:

"Am 22. Dezember 1920 fand mit der Aussendung eines Weihnachtskonzerts aus der Hauptfunkstelle Königswusterhausen die erste deutsche Rundfunkübertragung statt. radioeins feiert deshalb heute 100 Jahre Radio...

In solchen Tagen bin ich dankbar, dass es spotify gibt! Und heute hat spotify eine ganz besondere Nachricht für mich, nämlich meinen ganz persönlichen Jahresrückblick 2020, meine Top-Songs. Unter dem ersten Dutzend 5 x Sevdaliza (Hear my Pain Heal, Men of Glass, Eden, Darkest Hour und Soothsayer), Archive 3 x mit Distorted Angel, End of Our Days und Again, Moderat 2 x mit A New Errow und Intruder, Woodkid mit Pale Yellow und schließlich Spiros Kaloumenos mit Subsolar Point - Roel Salemink Remix. In der Tat, alles echte Knaller! Wie auch die folgenden Interpreten: Trentemöller, Thom Yorke, Röyksopp, Niko Schwind, Vitalic, Neelix, Apparat, Portishead, Radiohead, Metallica, Vök und Gus Gus.

21. Dezember 2020

Pünktlich zur längsten Nacht des Jahres Lichtinstallationen am Colonius. Vielen Dank für die tollen Fotos, Sabine!

20. Dezember 2020

Vor 20 Jahren wurde der kjubh Kunstverein e.V. gegründet. Coronabedingt keine Feier, aber die jährliche Nietenblattaktion fand heute statt - online. Alle Künstler, die im Laufe des Jahres bei kjubh ausstellen, überlassen ein Werk zur Verlosung. Freunde und Förderer des Kunstvereins können Lose kaufen - mit dem Erlös zahlt der Verein den überwiegenden Teil der Jahresmiete! Und diejenigen, die nichts gewinnen, bekommen für ihre "Niete" ein "Nietenblatt", in diesem Jahr das Werk unten mit dem Namen 

"8 1/4, ich mach’ dann mal blau", 2020, Ulrich Strothjohann (3mm starke MDF-Platte mit weißer Beschichtung, ein Siebdruck in zwei Sonderfarben, Abstandhalter mit Hängevorrichtung - rückseitig) in limitierter Auflage. Jetzt muss ich abwägen, wo ich meine zwei Nieten in der Wohnung ausstelle ... 

19. Dezember 2020

 

Einer der schönsten Orte in Köln, der Schlosspark Stammheim im Nordosten von Köln.

Zu jeder Jahreszeit ein Park mit etlichen Highlights.

 

Links einige Skulpturen heute nachmittag kurz vor Weihnachten. 

 

Unten einige Eindrücke im Hochsommer 2020.

 

Und mehr bei Gelegenheit hier

18. Dezember 2020

Das Straßenbild ändert sich ... die meisten Einzelhändler müssen schließen und nutzen die Zeit zur Renovierung oder zum Umbau. Warum soll man auch Ware anbieten, wenn man nicht öffnen kann ... Und lohnt es sich tatsächlich für den Textileinzelhandel, für das Frühjahr schon die entsprechende Mode zu ordern? Nachbarland Österreich plant derweil  ab Weihnachten einen dritten Lockdown bis in die 2. Januarhälfte. Da 'normale' Menschen wohl erst Mitte 2020 geimpft werden können, stehen uns harte Zeiten ins Haus. Die Schaufenster zeigen, dass alles anders ist

17. Dezember 2020

Angeblich gibt es seit Dienstag für jeden über 60 und andere Risikomenschen drei FFP2-Masken, bis zum 6. Januar 2021 in Apotheken abzuholen. Am Dienstag berichteten die Medien mittags schon, dass sich lange Schlangen gebildet hätten, in den ersten Apotheken seien schon alle weg. Und jeder fragte mich, ob ich sie schon habe. Also tags drauf noch schnell zur Königs-Apotheke: "Sind sie Stammkunde?", die überraschende Frage einer jungen Frau, wohl Auszubildende. Wieso haben Apotheken Stammkunden? Ich erinnere mich nicht an meinen letzten Einkauf in einer Apotheke, und Stammkunde bin ich erst recht nicht. Und hier werde ich auf keinen Fall Stammkunde. Das habe ich dann freundlich beim Abschied angemerkt. Gleich gegenüber: die Rund-Apotheke (in einem Rundbau und fast rund um die Uhr geöffnet): "Wir haben noch gar keine Masken zur Ausgabe bekommen!" Daraufhin gehe ich erst gar nicht zur dritten Apotheke (LINDA-Anno-Apotheke 150 m weiter), sondern nach Hause. Dort finde ich in der Post einen Weihnachtsgruß von Elke und Peter, wie immer originell mit einer Zeichnung von ihm oder ihr, zusammengeklappt sieht man beide mit Maske, aufgeklappt ihren Weihnachtsgruß ... so sind die beiden, schön, dass ich sie schon so lange kenne. Und dazu ein Mund-Nase-Schutz mit Weihnachtsmotiven, ob waschbar mit 40° oder .... kläre ich noch!

16. Dezember 2020

Mittwochs gibt es nicht nur abends auf ZDFneo Wiederholungen der großartigen Serie "Wilsberg", sondern auch die Hörfunkserie 'Eintagssiege - der skurrile Kosmos von Sarah Bosetti' auf Radio1 vom rbb: "Sarah Bosetti findet Feminismus anstrengend und ist zugleich eine der präsentesten und witzigsten feministischen Stimmen auf Deutschlands Kabarettbühnen. Hasskommentare werden bei ihr zu Liebeslyrik, Misogynie zur Pointe und irgendwo dazwischen wird das Patriarchat zu Poesie." so der Sender. Heute zum Lockdownbeginn lautete ihr Beitrag Die Toten haben keine Lobby ... einfach hörenswert.

Nach fünf Tagen steht mein neues Sportgerät - mein Junior hatte Mitleid mit mir und nach 15 Minuten war alles ferig ... ab morgen werde ich also die verbrauchten Kalorien mitzählen können. Nun weiß ich auch, dass "bei rund 60 % der maximalen Pulsfrequenz der Körper beginnt, Fett zu verbrennen"  usw.

15. Dezember 2020

Letzter Tag vor dem erneuten Lockdown, viele nutzen die Gelegenheit für wichtige Weihnachtseinkäufe im non-food-Sektor. Aber auch Galerien haben ihren letzten Tag - öffnen durften sie ohnehin nur noch, wenn sie etwas zum Verkauf anboten. Also standen überall Preise neben den Objekten - im Gegensatz zu Museen. Das dort Ausgestellte ist ja nicht verkäuflich, also blieb das Museum Ludwig geschlossen, nicht die Gelerie 68elf Kunstverein e.V. in der Helmholtzstraße in Köln mit der Ausstellung "JetztZeit" - Spieglein an dr Wand. "KünstlerInnen des Kunstvereins interpretieren mit künstlerischen Kommentaren das aktuelle Zeitgeschehen ... loten aus und spiegeln mit künsterischen Mitteln, was das Virus mit uns macht. An den Wänden hängen bildnerische Kommentare zum Zeitgeschehen und Spiegel der Gefühle... " Ist zunächst nach dem Lockdown noch bis zum 31. Januar 2021 zu sehen.

... und das sind die Kekse, die künstlerisch von Viktoria (3) und Artur (5) gestaltet wurden. Nun mussten die Kekse aber erst einmal in Sicherheit gebracht werden, weil die beiden nach der Arbeit keinen Appetit mehr auf das Abendessen hatten. Und ich bin froh, dass wir nicht in meiner Küche 'gearbeitet' haben, so blieb mir eine Sonderreinigung in meiner Küche erspart ...

14. Dezember 2020

Heute einmal wieder Sonnenwetter im Winter ... Zeit für einen Spaziergang mit Enkel Nils an der "Rodenkirchener Riviera". Ein Schild erinnert an ferne Zeiten, die mir auch nicht mehr präsent waren:
"Anfang des Jahrhunderts (also um 1900) erblühte das Fischerdorf (Rodenkirchen) zum attraktiven Badeort mit moderner Anmutung: prächtige Villen, saubere und asphaltierte Straßen und fortschrittliche Straßenbeleuchtung. Komfortabel reisten die Besucher aus Köln mit der neuen Straßenbahn an. Man traf sich im Gartenlokal zu Kaffee und Kuchen oder auf ein Kölsch, genoss den Ausblick auf den Rhein und lauschte den Klängen des Salonorchesters.Allerdings wurde der sittenlose Zustand wilden Badens für die ehrenwerte Gesellschaft immer mehr zum Ärgernis. Mit Eröffnung eines Strandbades sollte die "Britz", ein Gitterzaun zwischen Männlein und Weiblein, für Ordnung sorgen. Er fiel zum ersten Mal am 3. August 1913 unter dem Andrang der männlichen Bsucher, stand aber sieben Tage wieder frisch gestrichen da. Wann die "Britz" endgültig beseitigt wurde, ist nicht bekannt."

Ihn wird es nicht gestört haben, dass legendäre Ausflugslokale wie das "Treppchen" und Hausboote wie die "Alte Liebe" in diesem Jahr leer stehen und nicht täglich andere Weihnachtsfeiern stattfinden. Aber das sind in diesem Jahr wohl nur die kleinen Probleme ...

13. Dezember 2020

Nun ändert sich ja unser Leben wieder ziemlich, neue Planungen für die nächsten vier Wochen ... da bleibt viel Zeit für Solobeschäftigungen. Damit habe ich heute ohnehin schon angefangen. Seit mehr als vier Jahren fahren ich ständig über die Kreuzung Frankfurter Straße/Nohlenweg an dem Schild Fort X vorbei, Teil eines Befestigungswerks, das nach dem Frankreichkrieg 1870/71 vom neuen Deutschen Reich gebaut wurde und nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg 1922 wieder "außer Betrieb" gestellt wurde (infolge des Versailler Vertrags). Danach wurde das Fort als "Grünes Fort" umgstaltet ... "Volkswiese" und zivile Nachnutzung. Neben dem Grünflächenamt nutzen heute zehn verschiedene Vereine das zweistöckige Gebäude, wodurch der weitere Verfall gebremst wurde - unter dem Dach "Förderverein Fort X".

Unten drei Ansichten 'von hinten'. Die nach vorn gerichteten Festungsbauten sind zerstört - einige Mauer- und Betonreste werden seit fast 100 Jahren von der Natur "zurückgeholt"; heute sieht man auch im Winter kaum noch die Spuren.

12. Dezember 2020

Fast hätte ich es vergessen, dass es genau 50 Jahre her ist, dass ich in die SPD eingetreten bin und - was ja keiner wissen kann - seit dem ich wahlberechtigt bin, immer SPD gewählt habe. Heute kamen aus Berlin Schreiben und Urkunde bei mir an.

Zwar war ich nicht immer mit der Politik des einen oder anderen Vertreters 'einverstanden', aber die Ziele der Partei sind auch meine Ziele. Dann muss man eben selber aktiv werden und sich zu Wort melden. Habe ich in der Vergangenheit auch hin und wieder gemacht ... zwar nicht immer mit der gewünschten Wirkung, aber nach einiger Zeit hat sich manches Problem von allein gelöst ...

11. Dezember 2020

Ohne Sport, ohne Kieser Training über so lange Zeit ... das kann ja nicht gut gehen, jedensfalls nicht für mich, zumindest gewichtsmäßig - daher heute ein zweites Sportgerät, allerdings mit mehr als 100 Einzelteilen. Gut, dass es erst einmal Wichtigeres gab, denn schon wieder hatte ein Autoreifen Luft verloren, ein neuer Reifen musste her; gut dass es dafür Fachleute gibt. Das war meine erste Ausrede. Dann fiel mir beim Blumengießen wie seit Wochen der Berg ungebügelter Wäsche auf. Daher habe ich nach der 3. Weihnachtsplätzchen-Backrunde erst einmal alles weggebügelt. Und nun ist es Zeit für die ZDF-Wochenshow und anschließend Böhmermanns Magazin Royal ... zum Tagesausklang. Da bleibt kein Platz für "schlechtes Gewissen". Und 'Prokrastination' ist auch nur ein Wort, oder?!

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© Klaus Kirschbaum