Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

An dieser Stelle notiere ich jetzt jeden Tag ein Thema, das mich bewegt, interessiert, geärgert oder gefreut hat, das mir begegnet ist ... 

Tagebuch 

4. Juni 2020

Immer wieder eine Überraschung, der wöchentliche Ernteanteil bei "Bürger machen Landwirtschaft", hier die heutige Ausbeute. Allerdings sehen die Salatköpfe anders aus als im Supermarkt - s.u.

Dass drei Salatköpfe knapp zwei Kilogramm wiegen können, hatte ich auch nicht gewusst... das reicht dann wohl gut für sechs Salatschüsseln ...

3. Juni 2020

Das kam für mich ganz überraschend ... die Sauerkirschen auf der Dachterrasse sind reif - und auch die Süßkirschen im Garten! Bin begeistert!

2. Juni 2020

Vor-/Nachher-Bilder liebe ich! Mal sehen, wie sich Dahlien, Zucchini- und Kürbisspflanzen in zwei bzw. in vier Wochen entwickelt haben ...

1. Juni 2020

Internationaler Weltkindertag ... ein Sonnentag aus dem Bilderbuch, viele Biker unterwegs (wenn nicht jetzt, wann dann?), noch nie so viele Radfahrer gesehen!!! Jedenfalls im Süden der Müritz,  in Retzow (das sanierte Schloss, heute Hotel) und das neu gestaltete Denkmal am ehem. Frauen-KZ gleich nebenan, die Schlossinselstadt Mirow, die alte Schleuse in Strasen)

31. Mai 2020

Zweiter Tag von KunstOffen ... das Spektrum reicht vom Skulpturengarten bei Dorothee Rätsch in Passentin bis zur Erlebniswerkstatt in Zahren bei Penzlin ...

30. Mai 2020

1. Tag von KunstOffen in McPomm ... heute eine Rundfahrt von Groß Köthel über Klein Gievitz zurück nach Waren ...

29. Mai 2020

Blauer Himmel, perfektes Wetter, im Radio berichtet der aktuelle Verkehrsbericht, dass sich die Pfingstfeiertagslawine auf den Autobahnen Richtung Norden in Gang setzt. Da bin ich froh  dass ich schon da bin. Und wie an der McPomm-Fahne zu erkennen, sind die Nachbarn 'echte' Mecklenburger.

28. Mai 2020

Wenn man notwendigerweise fast den ganzen Tag mit Gartenarbeiten beschäftigt ist, dann gehört Abwechslung dazu ... wie heute hier auf dem Markt in Waren vor dem Rathaus. Im Vordergrund das Kunstwerk von Franz Poppe. Seinen Garten mit den vielen Kunstwerken werde ich über Pfingsten anlässlich von KunstOffen wieder besuchen ...

27. Mai 2020

Nun ist auch mein drittes Hochbeet 'an den Start' gegangen ...  Im vergangenen Jahr gebaut, ausgekleidet mit Teichfolie und mit Kompost gefüllt, kam jetzt ein wasserdurchlässiges Fließ drauf. Es wird dort aufgeschlitzt, wo Pflanzen wachsen sollen. Und 5 cm Rindenmulch sorgen dafür, dass hier nur gedeiht, was gedeihen soll. 

26. Mai 2020

Unterhalten sich Einheimische: "Man merkt es, dass die Touristen wieder reindürfen. Seit gestern ist wieder Stau!" Ja, so ist das in Waren an der Müritz in McPomm ... nicht ohne Grund ...

25. Mai 2020

Die aktuellen Farben des Gartens an der Müritz ...

24. Mai 2020

"Sankt Peter ist die Kunst-Station, ein weltweit einzigartiger Ort des Dialogs von Glaube und Liturgie mit zeitgenössischer Kunst und neuer Musik. Der spätgotische Kirchenraum, der im Lauf der Jahrhunderte immer wieder neue Gestalt gefunden hat, ist heute weitgehend befreit von Bildwerk und Gestühl – ein leerer Raum der Spiritualität. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler gestalten diese Leere aus ihrer Ideenkraft heraus immer wieder neu..." so die Kölner Gemeinde St. Peter in der Selbstdarstellung. Daher nicht verwunderlich, dass hier oft nicht nur eine Ausstellung geboten wird, oft auch zwei gleichzeitig. Eine der drei derzeitigen Ausstellungen ist die von Simon Morley EX LIBRIS  - das gemalte Wort - unten Beispiele, bis zum 29. Juni 2020. 
Das faszinierendste ist die Stelle in der Kirche unten links, ein steinernes Gedächtnis: Umformungen nach Umbauten oder Zerstörung im Laufe der Jahrhunderte. Im Original erhalten und nicht unter Putz versteckt. Romanischer Westturm, gotischer Kirchenbau auf den Resten römischer  und romanischer Vorgängerbauten, mal Kirche, mal Klosteranlage oder auch nur Pferdestall in der napoleonischen Zeit.

23. Mai 2020

71 Jahre alt wird das Grundgesetz heute; es gab in den letzten Tagen Demonstranten, die das Grundgesetz und gar die Demokratie am Ende sahen, weil sie 1,50 m Abstand und Mundschutz bei Demos ablehnen ... Heute werde ich das selber einmal wieder testen:

"Kundgebung am 23.05. von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr auf dem Roncalliplatz in Köln. Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages der Seebrücke rufen wir gemeinsam mit befreundeten Initiativen zu der Kundgebung “Lager evakuieren – sowohl in Köln als auch auf den griechischen Inseln!” auf.

Corona ist tödlich – besonders für diejenigen, die sich nicht davor schützen können. Die seit Jahren bekannten katastrophalen Zustände in Lagern und Sammelunterkünften für Geflüchtete sind angesichts der aktuellen Bedrohung durch die Pandemie nicht länger hinnehmbar. Da der empfohlene Mindestab-stand und die Hygienevorschriften dort nicht umgesetzt werden können, sind die Menschen dem Virus schutzlos ausgeliefert – ob in Griechenland, auf dem Balkan oder in deutschen Massenunterkünften.

Deswegen rufen wir diesen Samstag erneut zu einem Aktionstag auf. Lasst uns gemeinsam unseren Protest gegen die menschenunwürdige Politik der EU wieder auf die Straßen tragen und ein Zeichen für Solidarität setzen. Gestaltet Plakate mit euren Forderungen und Slogans wie #LeaveNoOneBehind, #DefendSolidarity, #WeHaveSpace und #EvacuateNow und kommt um 16:00 Uhr zum Roncalliplatz. Fordert mit uns die Evakuierung aller Lager und eine dezentrale Unterbringung der Menschen!

Angesichts der aktuellen Situation gibt es einige Auflagen, damit bei unserem Protest niemand gefährdet wird. Wir bitten euch daher dringend, die folgenden Schutzmaßnehmen bei der Teilnahme an unserer Kundgebung zu beachten:
– betretet nur zu zweit den als Kundgebungsort markierten Bereich
– haltet 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden
– verlasst einzeln und geordnet den Kundgebungsort
– tragt eine Mund- und Nasenbedeckung. Diese könnt ihr gern mit #LeaveNoOneBehind oder anderen solidarischen Slogans verschönern!

Wir sehen uns auf der Straße! Solidarität mit Geflüchteten – Lager evakuieren! #LeaveNoOneBehind"

... und so friedlich können Demos aussehen, mit Abstand, Mundschutz usw. ...

22. Mai 2020

Heute ist der erste Ausgabetag für unsere Organisation 'Bürger machen Landwirtschaft' - wir, das sind 125 Teilhaber, die jeden Monat die Kosten übernehmen und dafür den entsprechenden Anteil an der Ernte haben. Nun holen wir uns also jede Woche am festgelegten Tag nachmittags aus einem der Depots die morgens geernete Feldfrüchte. Frischer geht's gar nicht. Alles in Demeterqualität ... in zwei Radieschen fand ich heute Abend frische Lebenswesen, die ich dann vom Abendessen ausschließen musste. Und ich habe heute zum ersten Mal "Eiszapfen" gesehen und gegessen. Eine gute Idee übrigens ist die "Tauschbörse". Nicht jeder mag alles oder kann so viel von einer Sorte verbrauchen. Dann wandert das in die "Tauschkiste". Aus der kann man sich dann natürlich auch beliebig bedienen. Ein schöner Tag, eine gute Idee - und ich habe heute an meinem Depot auch nette Leute kennengelernt.

Nicht verschweigen möchte ich, dass ich es gestern geschafft habe, bei einer Radtour zu einem Grilltreffen mit den Kindern (wg. Vatertag) einen eisernen Müllcontainer noch so zu streifen, dass ich im benachbarten Eduardis-Krankenhaus um Desinfizierung bitten musste - dazu reichten dann auch einige Nadelstiche, um alles wieder festzuzurren. Aber jetzt ist es lästig, wenn man mit einer Mülltüte am erhobenen Arm beim Duschen das Wasser ableiten muss. Schließlich soll der Verband ja trocken beliben ...

21. Mai 2020 

"Vatertag", na gut, ein freier Tag. Aber auch ein guter Tag für die Bewohner der Siedlung an der Egonstraße in Köln-Stammheim, nur wenige Meter vom Schlosspark Stammheim entfernt. Hier gab es 80 Bungalows, erbaut in den 50-er Jahren von der Stadt, sehr einfach, 50-er Jahre-Stil eben. Aber besonders preiswert. Das führte dazu, dass die Mietverträge "vererbt" wurden, so sagt man hier. Später baute die Stadt das große Klärwerk, keine 500 m entfernt. Und sich damals die Stadt satzungsmäßig so festlegte, müssen zwischen Klärwerk und Wohnhäuser mindestens 500 m Distanz liegen - daraus machte die Stadt dann die Notwendigkeit, die eigenen Häuser abzureißen, ersatzlos. Bei 30 der 80 Häuser ist ihr das trotz des Widerstands der Bewohner gelungen. Jetzt wurde der Druck von Bewohnern immer größer, dass sich nach und nach alle Parteien, außer der FDP, hinter die Forderung der Bewohner stellten. Nun ist also beschlossen, dass die Mietvereinbarungen unbefristet gelten und keine weiteren Häuser abgerissen werden.

Heute habe ich mich dort noch einmal umgeschaut ... ein friedliches grünes Viertel. Die Stadt kassiert zwar eine kleine Miete, doch den Aus- und Umbau der Häuser haben die Bewohner sein Jahrzehnten selbst finanziert; kein Wunder, dass sie die Egonstraße nicht verlassen wollen.

Archive: Nothing Else in neuer Version ist seit einigen Tagen im Netz, mit neuem Video; hörenswert, sehenswert ... wie immer ein Archive-Meisterwerk!

20. Mai 2020

So langsam kehrt das alte Leben zurück - auch wenn es jetzt heißt: "Es wird niemals mehr so sein wie vor Corona!" ... aber in der Kunststation St. Peter ist wieder das alte (Kunst-)Leben eingezogen. Unten links der Osterleuchter von Klaus Simon, eine zwei Meter hohe Turmskulptur mit 25 Hölzern aus verschiedenen Erdteilen, darauf eine Osterkerze. Rechts 'der graue Spiegel' von Gerhard Richter. 

"Der „Graue Spiegel“ ist Richters raumbezogene Antwort auf die Anfrage, die Wand, auf der gewöhnlich das Bild „Kreuzigung Petri“, das letzte und persönlichste Spätwerk von Peter Paul Rubens (1638/40), zu sehen ist, zu gestalten. Das Altarbild wird zurzeit in einer Werkstatt vor Ort auf der Empore restauratorisch untersucht." ... bis November. Schon eine außergewöhnliche Kirche, eben auch eine Kunststation.

Und heute ganz neu im Netz, Thom Yorkes "Tomorrow's Modern Boxes Live" ... akustisch und optisch wieder ganz vorn! Ähnlich wie schon Ende Oktober 2019 "Last I Heard (... He Was Circling The Drain)" - der optische Leckerbissen überhaupt ...

19. Mai 2020

Schreck am Vormittag! Hat der Kommunalwahlkampf begonnen? Und gleich mit einem AfD-Flyer in meinem Briefkasten?! Ich lese: "Volkes Stimme? Wie in der Schweiz! Direkte Denokratie statt Parteienklüngel." und "Abschaffung des freiheitsfeindlichen 'Antidiskriminierungsgesetzes'" und mehr aus dem AfD-Wahlprogramm "Verteidigung der Demokratie in Deutschland" ... Als Wahltermin der 24. September? ist die Kommunalwahl nicht für den 13. September geplant?

Und da stellt sich heraus, dass meine Nachbarn und ich mit Flyern von der Bundestagswahl 2017 eingestimmt werden sollen. Mehr noch: "Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende ..." Oder war es nur der Scherz eines Verwirrten? 

Aber ein Schritt in den Garten bringt mich da doch gleich in eine andere Gefühlslage - unten links ein Blick auf den merkwürdig blühenden Perückenstrauch "Royal Purple" - hatte ich mir seinerzeit notiert -  oben rechts eine gelbe Taglilienart und unten die blühende Weigelie "Bristol Ruby". Da habe ich mich vor vier Jahren richtig beraten lassen, stelle ich anerkennend fest!

18. Mai 2020

Joy Division - ein Band, die nur von 1976 bis 1980 existierte - kennt heute wohl kaum noch jemand. Nur ein kleiner Kreis von alten Fans ... Heute vor 40 Jahren hat sich der Sänger und Gitarrist von Joy Division das Leben genommen, er litt an Epilespsie, Kontrollverlust ... wie der Film über die Band eindringlich zeigt. Für einige Freunde und mich waren Alben wie Closer mit dem traurigsten Song aller Zeiten -  Decades - aus dem Jahr 1980. Und ich erinnere mich, dass in der Filmdose (Zülpicher Straße Ecke Kyffhäuser Straße) der Klang der mächtigen Boxen das Stück optimal genießen ließen.Jetzt ist zum 40. Jahrestag sogar eine Bucherinnerung herausgekommen: Jon Savage: Sengendes Licht, die Sonne und alles andere (Heyne Verlag, München 2020, 384 S., 20 €), in der Spiegel-Bestseller-Statistik vom 9. Mai 2020 Platz 18 (Sachbuch). Es war eine ganz andere Zeit .. gerade läuft auf Raidio 1 zur Erinnerung Isolation, so ein Zufall ... 

17. Mai 2020

Natürlich schaffe ich nie das volle "Gartenbauprogramm", das ich mir für den Tag oder die Woche vorgenommen habe. Aber irgendwann ist dann Aufbruch und Zeit für die Fahrt Waren - Köln ... 'corona-bedingt' diesmal, wie schon die Hinfahrt, erstaunlich flott bei moderaten Geschwindigkeiten in gerade sechs Stunden. Und guter Musik dank Spotify nur ausgesuchte, beste Stücke ...

16. Mai 2020

Wenn Gäste kommen, dann gibt es eigentlich nur drei Alternativen - die herkömmliche 'Fleisch-Grill-Variante' oder das Gegenteil, die 'Räucherfisch-Variante' ... fußläufig gibt es das Fisch-Kaufhaus der Müritzfischer mit Riesenauswahl. Oder die 'Fisch-Grill-Variante' unten als Fischpäckchen. Einfach frischer Fisch - hier Lachs - pfeffern und salzen, mit Zwiebel-, Knoblauch- und Zitronenscheiben belegen und Möhren beispielsweise begleiten. Mit der Haut auf die Alufolie legen und das Päckchen so verschließen, dass nichts raustropfen kann. Da lässt niemand etwas übrig, auch die Bio-Zitrone isst man mit ... köstlich. 

15. Mai 2020

Als ich heute den Spruch unter von einem Freund erhielt, habe ich ihn spontan bei Facebook geteilt ... klar: was die eigene Meinung widerspiegelt, das gefällt (mir, wahrscheinlich geht es anderen ebenso). Doch es gibt in meinem erweiterten Bekanntenkreis tatsächlich jemanden, der empfänglich scheint, zumindest für einige Verschwör-theos. Unsere Konversation über Whatsapp hat etwas länger gedauert ... aber wir werden sehen, was aus den Verschwörungstheorien von Ken Jebsen oder Attila Hiltmann in einigen Monaten übrig bleibt! Aber eigentlich ist dazu schon alles gesagt - ganz witzig die Heute-Show.

14. Mai 2020

Dieses Jahr verlief zum Saisonauftakt anders - coronabedingt durfte ich als "Nicht-Einheimischer" erst spät einreisen. Während meine "Erstwohnsitznachbarn" ihren Garten schon fast fertig hatten, fing ich erst an - aber eine gute Seele hat mir mit eigenen Überschüssen ausgeholfen, hier zwei der Kisten mit Ergebnissen seines Treibhauses.

13. Mai 2020

Das Gerüst für mein drittes Hochbeet, diesmal nur wenig hoch, hatte ich schon im letzten Herbst mit fachkundiger Hilfe (und Gerätschaft) gebaut und mit Teichfolie ausgelegt. Halbvoll mit ungesiebten Kompost hatte ich es schon gefüllt und bei meiner Ankunft dicht mit 'Naturkräutern' bewachsen vorgefunden - leider kein Foto geschossen, ärgerlich! Nur mein Lieblingsnaturkraut Borretsch habe ich am Rand für die Bienen stehen lassen. Anschließend bekam ich riesige Kübel gesiebten Kompost, sogar mit Hornspänen versetzt. Und als Krönung habe ich endlich echten Hühnerdung erhalten, den ich künftig statt des granulierten Kuhdungs verwende ... 

12. Mai 2020

So sehen die jungen Zucchini- und Kürbis-Pflanzen aus, die ich in Köln vorgezogen habe. In zwei Monaten freue ich mich dann über jeden, der sich über Zucchinis und Kürbisse aus meinen Hochbeeten freut, denn so viel kann niemand allein essen  ...

11. Mai 2020 

Leider war der Internetempfang in Waren an der Müritz diesmal so schlecht, dass ich mit dem Handy schon eine halbe Stunde gebraucht habe, bis ich dieses einzige Bild hochgeladen hatte ... da habe ich die Einträge auf heute, Montag, verschoben. Unten ein Blick ins Wohnzimmer mit einem Gruß aus der Natur von meinen ersten Gästen ... Kinder pflücken ja zu gern Blumen. Da ist man ja schon erstaunt, was da alles im Garten wächst, bevor man zum ersten Mal überhaupt im Garten etwas gearbeitet hat. 

10. Mai 2020

"Hier sollten Sie unbedingt gewesen sein" ... so las ich 2019 in der Beilage der ZEIT Nr. 17. Keine schlechte Idee, aber es hat über ein Jahr gedauert, bis ich das erste Ziel, die Bruder-Klaus-Kapelle in der Eifel besucht habe ... hier mehrHoffe das nächste Ziel noch dieses Jahr zu sichten ...

9. Mai 2020

Der Virus scheint nicht nur Lungen zu befallen, bei einigen aber auch die Hirne - oder, wie sie wohl sagen würden: sie sind zu neuen Erkenntnissen gelangt, diese Erkenntnisse werden auch Verschwörungstheorien genannt. Die Palette reicht von "gezielter Bevölkerungsreduzierung" über "Inszenierung dunkler Mächte" bis hin zur "Abschaffung der Demokratie am 15. Mai 2020", so der Koch Hildmann, der mit einigen hundert Anhängern gerade, wo ich dies schreibe, vor dem Reichstagsgebäu-de demonstriert. Tilmann Steffen hat dazu heute in ZEIT-online eine Analyse vorgestellt: "Sie wollen sich anstecken dürfen ... Demos, Mahnwachen, eine neue Partei: Der Corona-Protest verstetigt sich, Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker mischen mit. Sie fordern ein Recht auf Infektion..." Dazu hier Faktenchecks zu den unterschiedlichen Verschwörungstheorien ...

Dabei sollte heute eigentlich Europatag sein, den am 9. Mai 2020 jährt sich die Rede des französischen Außenministers Robert Schuman zur Gründung der Montanunion zum 70. Mal - und heute vor 75 Jahren begann eine nie gekannte Friedenszeit in Europa ...

8. Mai 2020

Eigentlich hätte ich mir heute in Demmin die jährliche Nazi-Demo angeschaut ... Wollte immer schon wissen, was das für Menschen sind, die den 8. Mai als Niederlage verkaufen, die die Deutschen als "Opfer" der Aliierten darstellen. Dass sie überhaupt demonstrieren dürfen, das verdanken die Jung- und Alt-Nazis unserer Demokratie - freie Meinungsäußerungen hat es in den zwölf Jahren des "Dritten Reiches" nicht gegeben ...

Doch nun ist carona-bedingt die Nazi-Demo abgesagt und ich bin daher auch nicht in Demmin. Unten zwei Bilder des Kölner Fotografen Walter Dick aus 1945, die in meinem Arbeitszimmer hängen. Links ein unbekanntes Liebespaar am Deutzer Ufer vor der gesprengten Hohenzollernbrücke und dem Dom ... es ist Frieden, das Leben kann wieder beginnen. Auch die Schule beginnt wieder ... hier sitzen glückliche Schüler im Frühsommer ohne Schuhe; es müssen mindestens 50 Schüler da gesessen haben, das war damals so üblich. So sieht für mich der 8. Mai 1945 aus.

In einem 10-Minuten-Film hat Spiegel-online die Situation am 8. Mai 1945 zusammengefasst - mit der Vorgeschichte. Sehenswert. Die Inhalte sind heute leider oft in Vergessenheit geraten, auch weitgehend die Opfer der Deutschen - von über 60 Mill. Toten sind 27 Mill. Menschen der UdSSR - in Deutschland waren es etwas mehr als 6 Mill. Tote - und 6 Mill. ermordete Juden aus Deutschland und Europa.

Mir fällt immer wieder auf, dass es uns Deutschen eigentlich ziemlich gut geht, dass die Menschen in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion dagegen überwiegend noch heute in schwierigen Verhältnissen leben. Und ich glaube, dass sie heute wenig Verständnis für die unterschiedlichen Lebensumstände haben, auch angesichts der Geschichte. Und vor dem Hintergrund, dass heute in allen Ländern der 8. Mai gefeiert wird, als Tag des Sieges über die Nationsozialisten. Zurecht, schade dass die Feiern sich bei uns in Grenzen halten.

Bliebe hier nur noch an einen neuen und an einen alte Song zu erinnern:

Wolfgang Niedeckens BAO mit Ruhe vor'm Sturm und Trettmanns Stolpersteine.... dass es solche Musik gibt, täglich am Radio zu hören ... das macht mich zuversichtlich!

7. Mai 2020

Grauer alter Beton wird bunt. Und nicht einfach so, sondern mit einer Botschaft ...  (Kreuzung Mauenheimer Gürtel/Ecke Kempener Straße)

6. Mai 2020

Lange hat so wie unten ausgesehen, hier das Haus Müller im Severinsviertel ... Im Eingang vor Restaurants ein Tisch und zwei Tafeln ... man konnte Essen bestellen und später abholen oder wie hier, sein Glück sofort versuchen. Jetzt hat Weimar heute bereits die Gastronomie wiederbelebt, NRW gibt den Startschuss für den kommenden Montag - unter Auflagen natürlich.

5. Mai 2020

Köln hat einen sehr alten Park - im Stadtteil Köln-Stammheim. In jedem Jahr bin ich mindestens einmal hier. Den dortigen Schlosspark gibt es seit fast 200 Jahren - viele Bäume dort sind weit über 200 Jahre alt. Und ziemlich laut ist es im Park - offensichtlich ist die Vogelpopulation hier größer als anderswo. 

Die Besonderheit ist jedoch noch nicht so alt, der Skulpturenpark

"Die ständige Skulpturenausstellung im Schlosspark Stammheim ist ein Projekt der Initiative Kultur Raum Rechtsrhein (KRR). Sie wurde im Jahre 2002 eröffnet. 
Ausgangspunkt und Antrieb des Vorhabens war und ist die Idee seiner Initiatoren, den 80.000 qm großen historischen Park in einzigartiger Lage am Ufer des Rheins in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln dauerhaft mit zeitgenössischer Kunst zu beleben, dem rechtsrheinischen Kölner Raum neue Akzente zu verleihen und den Kunststandort Köln durch Projekte in Verbindung mit regionalen Kunstgruppen zu bereichern. 

Darüber hinaus fördert und erweitert die Ausstellung das kulturelle Bewusstsein der Bevölkerung in Verbindung zum Lebensumfeld im Wohnort. Der Bezug zum Ausstellungsort stärkt das Selbstbewusstsein, mit dem Schlosspark auf etwas Besonderes im Ort hinweisen zu können.

Ferner wird angestrebt, durch die Belebung des alten Schlossparks als Naherholungsgebiet direkt am Ufer des Rheins und die Erhöhung seiner Attraktivität durch die ausgestellte Kunst auch zur Verbesserung interkultureller Unterschiede beizutragen: Über die Kunst kann der Park wieder stärker zu einem Ort der Begegnung und Kommunikation für alle Einwohner im rechtsrheinischen Köln werden.

Die "Kunde vom Stammheimer Skulpturenpark" hat sich mittlerweile weit über die Stadtgrenzen Kölns hinaus herumgesprochen. Mit der Dauerausstellung wurde zunächst für Künstler aus Köln und den umliegenden Regionen, inzwischen sogar aus Österreich, der Schweiz und den USA, eine neue Präsentationsplattform geschaffen. Ganz im Sinne der KRR spricht das breite Angebot von Kunst, Kultur und Natur alle Bevölkerungsschichten aus den verschiedensten sozialen, kulturellen, gesellschaftlichen und nationalen Bereichen an und wird von diesen auch wahrgenommen," so die Organisatoren vom KRR 

4. Mai 2020

Dass Anja musikbegeistert ist, dass sie seit Jahren im Chor 'Because' singt und diverse Auftritte hatte, das wissen alle. Dass sie solo singt und auch auf Youtube zu finden, zu hören ist, das wissen wohl nur wenige - hier: Halleluja

Dass sie aber jetzt sogar eigene Komposition singt, das hat mich jedoch heute umgehauen! Hier ist sie: Cuba Rose ... unten Anja in Aktion! Klasse!

3. Mai 2020

Hier meine Sämereien für die Hochbeete ... grüne Zucchini 'Easy Pick Green', gelbe Zucchini 'Atena Polka' und diesmal neben Hokido-Kürbisse erstmals auch 'Muscat de Provence'. Da lass ich mch überraschen, wie viele Pflanzen letztlich übrigbleiben.

Zuviel Gemüse ist das allemal, aber estens kann ich 7 x hintereinander Zucchini essen - jedesmal ein anderes Rezepz. Und bei Kürbissuppe habe ich auch mindestens 5 verschiene Rezepte. Und es sind ja auch immer unterschiedliche Gäste da...

2. Mai 2020

Heute Mittag gab es bei Spiegel-Online eine aufschlussreiche Nachricht über ärgerliche Zustände:

Die strengen Corona-Lebensbedingungen gelten offensichtlich nicht für alle. Am wenigsten für rumänische Werkvertragsarbeiter, "Subunternehmer", Mitarbeiter bei Müller Fleisch in Pforzheim, in prekären Abhängigkeitsverhältnissen. Nun sind 300 von 900 Mitarbeiter, die im Monat zwischen 1200 und 1500 € verdienen, mit Corona infiziert. Jetzt halten sich die Infizierten nicht mehr zu 16 Personen in ihren abgehalfterten Vier-Zimmer-Wohnungen auf (gemietet von einem anderen Subunternehmer), sondern in von der Stadt gemieteten Unterkünften (Hotels und Reha-Klinik) auf Kosten der Allgemeinheit ... Quarantäne.

Heute im Spiegel eine kleine Enttäuschung für mich: Vor einer Woche tauchte Franz Meurer, der bekannte Kölner Pfarrer von St. Theodor in Köln-Vingst, mit seinem neuen Buch "Glaube, Gott und Currywurst" in der Spiegel-Bestseller-Liste auf Platz 16 als bester Neueinsteiger auf - 5 Plätze hinter Michelle Obama, 4 hinter Woody Allen ... In dieser Woche waren alle drei Autoren nicht mehr zu finden, sondern drei neue Schriftsteller. War wohl etwa sein zehntes Buch inzwischen, zwei davon hat er mir vor Jahren mal geschenkt ... schon echt ein Original! Schätze ihn sehr!

1. Mai 2020

Im ZEIT-Magazin gestern ein leckeres Risottogericht mit grünem Spargel. Also kaufte ich die Zutaten und wollte heute kochen - doch als ich das mühsame Prozedere las ... immer wieder einkochen und ewig rühren, suchte ich nach einer Alternative in einem meiner ersten Kochbücher aus den 80-er Jahren "Italienische Küche - 300 italienische Spezialitäten zum Selbermachen" und wurde fündig ... (weiter unten mein 'überkrustetes' Spargel-Risotto, wie man an der Farbe sieht ohne Safran, dafür aber mit Weißwein und Knoblauch) ... und während des Kochens fand ich ein akustisches Highlight, die mir bis dahin unbekannte Ane Brun mit Don't run and hide

30. April 2020

Erst vom Hörensagen, jetzt aber auch mit eigenen Augen: Die Corona-Krise ist vorbei! Die Menschen sind nicht mehr ängstlich, sie horten kein Toilettenpapier mehr ,,, Aldi hat wieder alle drei Sorten in den Preisklassen 3,35 €, 2,99 € und 2,15 €, reichlich! Allenfalls das Schild "ein Paket pro Kunde" kann noch den Umsatz erhöhen helfen. Oder hätte der Filialleiter schreiben sollen: "Die nächste Pandemie kommt bestimmt" oder ähnlich?

Aus der Tradition "Tanz in den Mai" wird heute Abend nichts. Ich bin zwar nie in den Mai getanzt, aber ausgegangen bin ich schon ... daraus wird heute auch nichts. Aber zum Trost kommt beim rbb-TV eine Wiederholung die ich mir noch einmal anschauen werde: "Der Wert des Menschen" aus dem Jahr 2015, so sagt mir meine Kinoliste. Am 23.3.2016 habe ich ihn gesehen. Diese Nacht um 0.35 h bin ich dabei. 

"Thierry ist gelernter Maschinist. Er gilt als zuverlässiger Mitarbeiter und guter Familienvater. Umso härter trifft ihn die europäische Wirtschaftskrise, infolge der er seine Anstellung verliert und sich so in das Heer der Arbeitslosen einreiht. Mit 51 Jahren ist die Suche nach einem neuen Job nicht einfach. Nach erfolglosen Bewerbungsgesprächen besucht er Fortbildungen und nimmt an Bewerbungstrainings teil. Zum Opfer der Gesetzmäßigkeiten des Arbeitsmarktes gemacht, bekommt er nach monatelanger Jobsuche, unzähligen Absagen und Demütigungen eine Stelle als Kaufhausdetektiv. Als er jedoch Kollegen bespitzeln soll, wird die Arbeit schon bald zum moralischen Dilemma.

Für seine herausragende darstellerische Leistung wurde Vincent Lindon im Offiziellen Wettbewerb des Cannes Filmfestivals 2015 mit dem Preis für die beste männliche Hauptrolle ausgezeichnet," so der rbb

29. April 2020

Frust nach vielen Telefonaten und Mails: Das Land Mecklenburg-Vorpommern hatte am 18. März seine Landesgrenzen für alle, die hier keinen Erstwohnsitz haben, geschlossen. Zum 1. Mai war angekündigt worden, dass Ferienhausbesitzer (von außerhalb) einreisen dürfen, wenn sie ihre Meldebescheinigung über den Zweitwohnsitz mit sich führen, so die neue Nachricht dazu heute.

Nun habe ich alle Unterlagen abgeheftet, angefangen bei einem Grundsteuermessbescheid aus dem Jahr 1999, einen Einheitswertbescheid bis hin zu einem Bescheid über Grunderwerbsteuer, nur keine Meldebescheinigung ... und bis ich eine Kopie davon bekomme, das wird wohl noch etwas dauern. Also habe ich mich mal auf meiner Terrasse umgeschaut und mich mit fast übersehenen Schönheiten getröstet ...

28. April 2020

Endlich Regen für die Gärten nach so vielen unerwarteten Sonnentagen ... die waren aber auch Ausrede für den Frühjahrs-Fensterputz. Nun sind die ersten Fenster geputzt, aber leider nicht alle.

27. April 2020

Da hatte ich gerade noch über den Witz bei Radio1 gelacht; dort gibt es die Anweisung: "Es besteht für alle Mitarbeiter die Pflicht, am Arbeitsplatz eine Maske zu tragen, aber nicht in der Hand!". Und dann fahre ich zum Einkaufen los und merke kurz vor dem Geschäft, dass meine Masken zuhause an der Garderobe hängen, nicht mal in der Hand ... Also bin ich zurück und betrete dann Aldi-Filiale Vingst mit Mundschutz. Und tatsächlich ... alle tragen Maske, nicht in der Hand, sondern im Gesicht. 

26. April 2020

Das deutet auf eine gute Kirschernte hin ... fast alle Blüten bestäubt worden! Kontrollfoto in einem Monat wird folgen!

25. April 2020

Köln wird bunter, einmal wg. des Frühlings - so unten in der Collage mit 2 Fotos aus dem Deutzer Rheinpark ... hier blüht ja ständig etwas. Aber zum anderen sind auch die Sprayer aus dem Winterschlaf aufgewacht. Als ich an der Kreuzung Mauenheimer Gürtel/Ecke Kempener Straße vorbei kam, habe ich tatsächlich acht Sprayern kurz bei ihrer Arbeit zuschauen können. Hier wurde grauer Beton am Straßenrand zur Augenweide. 

24. April 2020

Dieses traurige Foto schickte mir mein Nachbar Jürgen aus Waren an der Müritz ... in den Hochbeeten, wo eigentlich Zucchini, Kürbisse usw. wachsen, steht diese einsame Tupe, die sich wohl im Kompost versteckt hatte, der im Herbst auf die Beete kam. Aber auch eine gute Nachricht hinterher ... ab 1. Mai dürfen auch Ferienhausbesitzer wieder nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen ...  es wird dann ja eine Menge im Garten nachzuholen sein!

23. April 2020

Überraschende Entdeckung mit dem Rad auf der Ostheimer Straße: "Su nie mieh" (mit der Übersetzung drunter: "So nicht mehr") und dazu die 1945 zerstörte Hohenzollernbrücke neben dem Dom und dem Hauptbahnhof ...  als Autofahrer nicht gesehen. 

22. April 2020

Seit Wochen sind alle Ausstellungsorte, Galerien, Museen usw. geschlossen - für alle, vor allem für Künstler und Künstlerinnen eine Katastrophe. In der Galerie petitparis in der Bergisch-Gladbacher-Str. 1063 geht es seit dieser Woche wieder weiter, allerdings unter Corona-Bedingungen: Mundschutz, Handschuhe und Desinfektionsmittel stehen bereit ... Da immer nur zwei Besucher gleichzeitig besichtigen können, ist eine Anmeldung erforderlich (0173-2765205 oder über www.galerie-petitparis.de). Die Galerie besteht aus 'Drei Zimmer, Küche, Diele, Hausflur' - ausreichend für derzeit fünf Künster: Schahrsad (Iran),  Paata Kokaia (Georgien), Muli (Deutschland), Joshua Ott (Deutschland) und Marlene Lees (England). 

In der Collage unten rechts die originelle 'Küche', die auch Ausstellungsraum ist. Meine Favoritin: die 25-jährige Engländerin Marlene Lees, auf den beiden Fotos, in der Collage oben.

21. April 2020

In der letzten Nacht ganz wirre Meldungen zum Öl-Markt ... Erst kam die Nachricht, dass der Ölpreis um 97 % gesunken sei, das mailte mein Junior mir, dann die Meldung: "Kurz nach 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit war es so weit. Der Preis für ein Fass Rohöl der US-Leitsorte West Texas Intermediate (WTI) fiel an diesem Montag unter zehn Dollar, erstmals seit 1986 - und dann gab es kein Halten mehr. Binnen Minuten stürzte der Preis unter acht Dollar, bis 19 Uhr unter fünf Dollar, so wenig wie noch nie seit Bestehen der Ölbörse. Um 20 Uhr sank der Preis unter null. Schlusskurs: minus 37,63 Dollar. An einem Tag verlor der wichtigste Treibstoff der Wirtschaft seinen gesamten Wert." 

Die Überproduktion an Öl auf dem Weltmarkt, die Uneinigkeit der Produzenten Saudi-Arabien, USA und Russland sowie die stark sinkende Nachfrage wg. Corona führen jetzt zu bedenklich geringen Lagerkapazitäten. Wer sich auf dem Terminmarkt vertraglich verpflichtet, im Mai eine bestimmte Menge abzunehmen, findet keine Kapazitäten mehr und legt Geld drauf, damit er die Verpflichtung los wird. Das hatte ich mir im Studium auch nicht träumen lassen ...

"Die Welt wird von Erdöl überflutet", warnt Ökonom Edoardo Campanella von der Bank Unicredit. "Dies ist das erste Mal in der Geschichte, dass Ölproduzenten dabei sind, die Grenzen der Lagerkapazität der Ölindustrie zu testen." Schon Ende Mai könne es so weit sein, dass Lieferanten für zusätzliches Öl einfach keinen Ort mehr finden, wo es gelagert werden kann.

Da wird der Dieselpreis wohl noch länger unter einem Euro liegen ...

20. April 2020

Das gute Wetter hat zu einer Radfahrt eingeladen - war bestimmt schon 20 Jahre nicht mehr im forstbotanischen Garten. Anfang der 60-er Jahre wurden auf einer ehem. Ackerfläche aus allen Teilen der Welt Sträucher, Stauden und Bäume hierher gepflanzt. "Damit bietet der Forstbotanische Garten Naturerlebnisse zu jeder Jahreszeit: Rhododendronschlucht, Heidegarten, Pflingstrosenwiese sowie eine japanische Abteilung mit Kirschen- und Azaleenblüte und prächtiger Herbstfärbung der Fächerahorne und Kuchenbäume, Bambus. In einer 1,5 Hektar großen Waldfläche können Sie nordamerikanische Bäume wie Riesenmammutbaum, Gelbkiefer, Flusszeder und Coloradotanne entdecken." Allerdings wg. Corona war selbst diese Fläche gesperrt. 

Doch der Friedenspark, der sich südlich auf 20 ha anschließt, ist mindestens genau so interessant ...  Er ist in den 80-er Jahren angelegt worden. Aus allen Staaten, mit denen die Bundesrepublik damals diplomatische Beziehungen pflegte, sind hier Pflanzen vertreten - sofern sie winterhart sind.

Da es nur 16 km vom Waldbadviertel zum forstbotanischen Garten sind, werde ich es eben in einem Monat noch einmal versuchen ... wird auf jeden Fall wieder ein schöner Anblick sein!

19. April 2020

Einmal im Jahr werden alle Zutaten gemischt, die in den neuen Müsli-Vorrat gehören. Ganz viele verschiedene Trockenfrüchte, ebenso viele unterschiedliche Nussorten und Kerne und natürlich verschiedene Körner über Hafer, Dinkel, Weizen- und Roggenausführungen jeweils grob und fein ... Das wird jetzt wieder für ein knappes Jahr reichen:

Abends eine halbe Schale mit einer Portion Naturjoghurt übergießen, morgens noch etwas frische Milch dazu plus ein Klecks Honig von "meinem" Imker aus Neubrandenburg ... da liest sich morgens die Zeitung noch besser ...

18. April 2020

Heute habe ich alte Jeans ausrangiert - wollte ich die ganze Zeit schon. Aber erst in Corona-Zeiten findet sich Zeit für vieles, was ansonsten untergegangen wäre:

"Wie viele alte, kaputte oder aussortierte Jeans schlummern wohl in Kölner Kleiderschränken? Die Macher von Blue LOOP Originals und kiss the inuit schätzen – jede Menge! Deshalb sind alle KölnerInnen ab sofort aufgerufen, den Kleiderschrank zu lüften und ihre alten Denims im IGLU am Sudermanplatz 1 abzugeben. Bis 28. März 2020 sollen Tausende Jeans gesammelt werden, um daraus den ersten jeansrecycelten „Cologne-Sweater“ zu produzieren.

Ziel der Jeans-Sammelaktion ist es, das Bewusstsein für Textilmüll zu schärfen und den wertvollen Rohstoff stärker zu nutzen. „Bei uns werden beinah täglich Hosen abgegeben.“, erklärt Katharina Partyka von kiss the inuit. „Die Menschen sind happy, wenn sie erfahren, dass ihre alten Jeans nicht sinnlos verbrannt werden.“ 10.000 Stück sollen es bis 30. April 2020 werden, so Partyka. Dann werden die Jeans vom IGLU zum Recyceln nach Münster gebracht, um daraus neue Textilien herzustellen. André Weise von Blue LOOP Originals möchte aus den alten Jeans den ersten recycelten Cologne-Sweater produzieren – als Dankeschön an alle SammlerInnen,"  schreibt kiss the inuit. Dort auch mehr zum Verfahren ... Vor einem Monat waren schon mehr als 1.400 alte Jeans dort abgegeben worden.

Abgabetermine für die alten Jeans: Gesammelt wird im IGLU von kiss the inuit am Sudermanplatz 1, Ecke Maybachstraße. Mittwoch bis Freitag von 11 bis 19 Uhr können die Jeans dort abgegeben werden. Sollte geschlossen sein, nimmt auch der Shop in der Schillingstraße (1050 m weiter) die gebrauchten Denims an.

Wer übrigens heute Abend den neuen Wilsberg verpasst haben sollte ... dringend in der Mediathek nachholen ... mit echt vielen Ekki-Missgeschicken und neuen Eingebungen von Overbeck ...

17. April 2020

Eigentlich wollte ich etwas zum Graffiti unten schreiben ...  

Doch dann kam die Mail von Peter, dass seine Tochter Nadine, eine begeisterte Flamenco-Tänzerin, ab 14.30 h im Live-Screen zu sehen ist. 

Linie 18 - zeitgenössische Flamenco Performance mit der FlamenCaOs CONnexion

"Die ca. 12 minütige Tanz Performance „Linie 18“ des Tanz Duos FlamenCaOs CONnexion thematisiert die 5 Stationen der gleichnamigen Straßenbahn Linie 18 in Köln von Barbarossaplatz 

bis Dom Hauptbahnhof. Jede Station wurde auf ihre Essenz hin untersucht und durchleuchtet, das individuelle Verhältnis der Tänzerinnen zu Raum und Problematik verdeutlicht, hinterfragt und ließ daraus die gemeinsamen tänzerischen aber auch musikalischen und akustischen Interpretationen der einzelnen Haltestellen entstehen. FlamenCaOs CONnexion ist ein von den Flamencotänzerinnen Katerina La Greca und Nati Blanco gegründetes zeitgenössisches Flamenco Tanzduo, das Tanztheater und Flamenco vereint." ... der Tanz zwischen den Stationen der Linie 18 von Barbarossaplatz bis zur Station Dom/Hauptbahnhof seit 14.30 h im Netz ...

Verbunden ist dies mit einem Spendenaufruf: "Mit unserer Performance schließen wir uns der Aktion #LeaveNoOneBehind an um auf die Not der Flüchtlinge aufmerksam zu machen."

 

Doch hier mehr zu Nairobi ... Als ich beim Einkaufen das Graffiti (Venloer Straße Ecke Körner Straße) sah und fotografierte, fiel mir positiv auf, dass diese triste Ecke mit der inzwischen 75 Jahre alten Baulücke (nur Parterre mit einem 'Spielsalon' gefüllt) nicht mehr ganz so trist aussieht. Nur fehlte mir der tiefe Sinn, die "Message". Heute las ich im Stadtanzeiger, dass es sich bei 'Nairobi' nicht um die Hauptstadt von Kenia handelt, sondern um eine "faszinierende Figur aus der Erfolgserie 'Haus des Geldes'" ... eine Serie des Streamingdienstes Netflix, mit dem ich keinerlei Berührungspunkte habe. Also kein richtiges Graffiti, sondern eine spezielle Art der Werbung. Aber auch ein Hinweis auf den Skandal, dass es in Köln mehr als 75 Jahre dauert, bis ein Baugebot angeordnet wird. Vielleicht auch mehr als 80 Jahre ...

16. April 2020

Als ich am 9. April hier am Rande anmerkte, dass ich selber gar keinen Mundschutz habe, hatte mir Heidi angekündigt, dass sie mir zwei selbstgenähte Exemplare zuschicken wird. Und heute kam die Post an! Edles Material, 60°-Wäsche geeignet ... dann werde ich morgen mal mit Mundschutz den Wochenendeinkauf tätigen ... Danke, Heidi!

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© Klaus Kirschbaum