Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

An dieser Stelle notiere ich jetzt jeden Tag ein Thema, das mich bewegt, interessiert, geärgert oder gefreut hat, das mir begegnet ist ... 

Tagebuch 

16. Juni 2021

Geschockt war ich heute morgen, als ich las, dass sich der 1.FC Köln und die Stadt (vertreten durch die 'Sportstätten' - 100 %-ige Tochter der Stadt) darauf geeinigt haben, dass der FC nicht die 9,5 Mill. Stadionpacht zahlt, sondern nur die Hälfte ... bislang hatte er für 2020 lediglich ein Viertel gezahlt. Den Rest trägt der Steuerzahler - unglaublich. Auf der anderen Seite kann der Verein dann wieder einmal neue "Spielerkäufe" tätigen - von 'Fehlkäufen' ist dann im nächsten Abstiegskampf mal wieder die Rede.

Was könnte für den Breiten- und Schulsport mit den Millionen alles getan werden, und außerdem könnten ganze Schülergenerationen Schwimmen lernen ... schade, tolle Gelegenheit wieder verpasst. Bin mal gespannt, wie die derzeitige Mehrheitsregierungspartei im Kölner Rat, die Grünen, das in der Öffentlichkeit verkaufen werden.

Beeinduckt war ich heute nachmittag, als ich die Ausstellung in der Galerie Bene Taschen (Moltkestr. 81) besuchte: Fotos von Joseph Rodriguez aus dem Alltag des 'Landes der unbegrenzten Möglichkeiten' - jedes erzählt eine tragische Geschichte.

Eine Etage höher die Galerie Martinez, u.a. mit zwei starken und riesigen (und teuren) Werken von Louisa Clement mit 'body fallacy'  

15. Juni 2021

Bei knapp 30° sollte es heute nach Benrath gehen (Nähe Ddorf), doch angesichts der Wärme haben wir eine Rundfahrt unter Bäumen unternommen ... unter anderem diesmal mit einem Besuch beim "Krokodil", dem alten Fährschiff über den Rhein zwischen Weiss und Zündorf. 

Und mit der Gastronomie geht es auch wieder aufwärts - jedenfalls haben wir dazu beigetragen, als wir im Rodenkirchener Palladio erfolgreich die Küche getestet haben. Mal sehen, ob morgen das Bethlehem am Lenauplatz in Ehrenfeld wieder genau so gut ist wie vor Corona ...

14. Juni 2021

Als am letzten Freitag bekannt wurde, dass Gottfried Böhm im Alter von 101 Jahren verstorben war, fiel mir gleich ein, dass ich zwar etliche seiner Werke kenne (u.a. St. Gertrud (1966) im Agnesviertel, die Lindenthaler Kirche Christi Auferstehung (1970), die WDR-Arkaden (1996) oder die Kapelle Madonna in den Trümmern (1950) und besucht habe, nur nicht sein Hauptwerk, die Wallfahrtskirche Neviges aus dem Jahr 1968. Nicht jedermanns Geschmack, aber meiner.

Als ich heute dort war, musste ich feststellen, dass es kein guter Termin war - zwar hatte ich die Öffnungszeiten gegoogelt, aber nicht erfahren, das dort etliche Renovierungsarbeiten durchgeführt werden ... aber schon beeindruckend. 

13. Juni 2021

Die EM läuft heute den 3. Tag ... nicht, dass ich wirklich ein Fan des Profi-Fußballs bin - ganz im Gegenteil. Eigentlich bin ich Gegner des Profi-Fußballs und dem unsäglichen Kaufen und Verkaufen von Spielern. Und auch Gegner der unsäglichen Fußball-Fans, die sich hirnlos prügeln, gegnerische Mannschaften verhöhnen ... Da war die coronabedingte Schließung der Stadien für Zuschauer eine echte Erleicherung. Doch die Erfindung des 'Kicktipps' vor Jahren lässt das ganze Spiel in einem neuen Licht erscheinen. Jetzt zur EM2021 nehme ich mit 25 Tippern aus dem Bakanntenkreis am Speil teil - und die EM ist toll gestartet, jedenfalls für mich, denn ich 'führe' mit 17 Punkten vor dem 2. mit 13 Punkten nach der ersten Runde! Mal sehen, wie sich das weiterentwickelt ...

Und dazu noch der sommerliche Sonntag unter abflauenden Coronabedingungen - selbst in der stets  feierfreudigen Domstadt. Unten die Flora in vollem Glanz und dazu das vor der Zoo neu aufgebaute Riesenrad ...

12. Juni 2021

Nach langer 'Durststrecke' endlich mal wieder in größerer Runde "Käse & Wein", fast alle zweimal geimpft und dazu mit tagesaktuellem negativen Test - und dann auch noch auf der Terrasse. Aber morgens nach 1 h ist doch kein T-Shirt-Wetter mehr ...

11. Juni 2021

Köln in Inzidenzstufe 1 seit heute ... kaum zu glauben, aber kann man ja testen, wie jetzt der Sommerabend gestaltet wird!

Zunächst habe ich nach langer Zeit wieder versucht, online eine Kinokarte zu ergattern - hat auch im 3. Versuch geklappt; die Übung fehlte wohl  noch ... Und ein weiterer Coronatest stand an, kein Problem, kann ja nie schaden. Meine Wahl fiel auf

"DIE MACHT DER BILDER

„Ruben Brandt“ ist ein synästhetisches Ereignis. Es geht um Kunst. Um Film. Um Psychoanalyse. Um Musik. Um Albträume und Verfolgungsjagden. Es geht um Bewegung und Stillstand und Betrachten und Hineinrutschen in die fantastischen Welten, die der ungarische Künstler Milorad Krstić entwirft. Es geht darum, das Spektrum der Moderne zu umfassen und in Filmunterhaltung zu gießen – und das Ganze als hochamüsanter Animationsfilm." so die Kinozeit ... ein gelungener Einstand in die neue Kinosaison - aber auf über 30 Kinofilme wie früher werde ich im Jahr 2021 wohl kaum kommen.

Und anschließend habe ich dann gleich das Weinhaus Vogel auf dem Eigelstein aufgesucht und gelernt, wie man sich jetzt über "meincheckin" in einem Lokal seiner Wahl eincheckt, ohne Zettel auszufüllen. Da ich allein unterwegs war, gesellten sich diverse Stammgäste nach und nach dazu und plauderten in kölscher Offenheit über die bitteren Pandemiezeiten, ohne Groll, aber echt originell. Schön wieder zu erleben, dass sich da nichts geändert hat. Passend zum Karnevalshit "Drink doch ene mit" aus dem Jahr 1975 ... 

10. Juni 2021

"Heute vor 17 Jahren explodierte um 15:56 Uhr eine Nagelbombe vor einem Friseursalon auf der Keupstraße in Köln-Mülheim. Hintergrund dieses rassistisch motivierten Anschlags, war die bis heute nicht lückenlos aufgeklärte Terrorwelle des NSU. In Gedanken sind wir und ich heute immer noch bei den Opfern und ihren Familien.
Nach langem Ringen soll nun endlich ein Mahnmal in Gedenken an diese schreckliche Tat verwirklicht werden. Ich danke allen Beteiligten – besonders den verschiedenen Initiativen, die sich die ganzen Jahre unermüdlich für dieses Mahnmal eingesetzt haben. Wir stehen zusammen, damit rechter Terror nie wieder auf unseren Straßen wütet."
So heute Sanae Abdi, SPD-Kandidatin für den Bundestag, auf
Instagram. Sie gehört zu den wenigen, die sich unermüdlich für ein Mahnmal eingesetzt hat - letztlich mit Erfolg.

Eine weitere gute Nachricht:
"Mit Einsetzen der Stufe 1 gibt es weitere Lockerungen: Private Veranstaltungen 
wie Hochzeiten sind dann im Freien wieder mit bis zu 250 Gästen und ohne Corona-Test möglich. In Räumen dürfen sich bis zu 100 Gäste treffen, sie benötigen allerdings negative Corona-Tests. Während auf den Inzidenzstufen 3 und 2 Partys strikt verboten sind, werden Feiern auf Inzidenzstufe 1 wieder möglich. Partys wie Geburtstage sind im Freien bis zu 100 Gästen erlaubt, drinnen dürfen bis zu 50 Gäste auch ohne Abstandsregelung feiern. Voraussetzung für die Szenarien sind negative Corona-Tests der Beteiligten." 
Und ab morgen ist es soweit - gestern war schon die 7-Tage-Inzidenz in Köln auf 18,3 gesunken ... nun also wieder (fast) normales Leben.

Und normal wie in jedem Jahr: An den Straßenrändern im Waldbadviertel farbenfrohe Wildblumen und vor der eigenen Haustür ein Berg von Storchschnabel, aufgetürmt in der Mitte auf 60 cm ... und jetzt beginnt die Blütezeit.

9. Juni 2021

 

Es gibt immer wieder Naturschauspiele, die mich überraschen, auch wenn ich sie mir nicht erklären kann. 

 

An langen, unglaublich dünnen Fäden hängen am frühen Morgen ein, zwei - oder wie hier - eine ganze Menge von winzigen Maden. Jedenfalls hinter meinem Haus an der Müritz von den niedrigen Büschen, die an den Spitzen schon fast die Regenrinnen ereichen.

 

Sie bewegen sich rauf und runter und an einander vorbei. 

 

So weit, so gut oder auch nicht. Denn immer dann, wenn ich daran vorbei komme, ist es kaum zu vermeiden, dass diese Fäden an meinen Haaren oder an anderen Körperteilen hängen bleiben. Und damit auch die netten kleinen Maden. 

 

Aber mit der Zeit bin ich klüger geworden - mit den Armen gehe ich vor, fange die Fäden und schüttele sie runter. Bestimmt für Außenstehende ein kaum verständlicher Bewegungsablauf ...

 

8. Juni 2021

Nicht weniger als 52 Dahlien habe ich heute im Garten eingebuddelt ... gut, dass ich wieder einige Nachbarn gefunden haben, die in ihrem Garten noch etwas Platz gefunden haben.

7. Juni 2021

Um Mitternacht zum dritten Mal "Liebe" mit dem großartigen Trintignant, mit Emmanuelle Riva und Isabelle Huppert (ADF 2012 ).  Ein altes Ehepaar, in Liebe verbunden, vor dem Ende, Schritt für Schritt ... ergreifend, tragisch, unvermeidlich.

Dafür das Wetter von der ganz positiven Seite  - nur nicht für Gartenarbeit ...

6. Juni 2021

Vor einer Woche einen kniehohen Rasen gemäht - nun eine blühende Wiese. Statt mich mit dem Radenmäher zu quälen, hätte ich ein Schaf mit dem Fraß glücklich machen können ...

5. Juni 2021

Ausstellungseröffnung in Remplin:

Bis Oktober sind hier vor allem die jüngeren Werke von Duwi (Wilfried Duwentester) zu sehen. Einzigartige Location in einer historischen Kulisse.

4. Juni 2021

So lautete die Schlagzeile einer meiner Urlaubszeitungen in McPomm ... ab 11. Juni dürfen sogar Tagestouristen einreisen ... 

3. Juni 2021

Ein Tag im Garten ... mit bekannten und unbekannten Begleitern 

2. Juni 2021

Ein dem Landesvorstand der AfD McPomm der gewählte Kandidat für den Bundestag nicht passte, wurde die Aufstellung des Kandidaten jetzt wiederholt. Nun ist nicht mehr Patrick Schiffler der Gegenkandidat der CDU-Hoffnung Philipp Amthor, sondern Enrico Komning.

Die Neuwahl wurde damit begründet, dass Schiffler das Jahr Untersuchungshaft wg. Vergewaltigung und Menschenraub verschwiegen hatte. Da war Komning zwangsläufig ehrlicher, denn Schiffler griff ihn wg. seiner Stasi-Aktivitäten an. So oder so, die AfD  macht den Bundestag bunter ...

Unten ein Teil meiner Hecke in voller Pracht!

1. Juni 2021

Jetzt so kurz vor der Landtagswahl am Sonntag in Sachsen-Anhalt sorgte der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), für Aufsehen, Verwunderung, Bauchschmerzen oder was auch immer. "Wir haben es mit Menschen zu tun, die teilweise in einer Form diktatursozialisiert sind, dass sie auch nach 30 Jahren  nicht in der Demokratie angekommen sind." Er sprach von nichtdemokratischen Ansichten, und davon, dass nur ein geringer Teil der AfD-Wähler "potentiell rückholbar" seien. Nicht davon, dass Rassismus und Rechtsradikalismus Jahrzehnte lang ignoriert, verleugnet, verharmlost wurde ... es gab Wegbereiter gerade in der CDU, bei Polizei usw. Nun darf man sich nicht mehr wundern.

31. Mai 2021

Heute eine besondere Überraschung, ein Vogelnest mit Jungen neben dem Haus ... es seien Amseln, so Mario aus Mexiko. Er kenne die Eier noch aus seiner Kindheit in Italien.  Mal sehen, ob sie sich angesichts der zahllosen Raubtiere hier behaupten können. 

30. Mai 2021

Eigentlich alles völlig 'verunkrauet', aber so ein Rhabarber, der geschossen ist, hat aber auch etwas Besonderes, oder?

29. Mai 2021

McPomm lässt "Auswärtige" wieder einreisen ... nun kann der Sommer also beginnen ...

28. Mai 2021

Vermutlich waren es drei Viertel der Herero und die Hälfte der Nama, die zwischen 1904 und 1908 in Namibia durch Verdursten oder in Konzentrationslagern gestorben sind. Im ehemaligen 'Deutsch-Südwestafrika' befehligte Lothar von Trotha die Truppen des Deutschen Reiches. Es war der erste Genozid im vergangenen Jahrhundert.

Lange vom Nachfolgestaat dementiert, jetzt aber:

"Im Lichte der historischen und moralischen Verantwortung Deutschlands werden wir Namibia und die Nachkommen der Opfer um Vergebung bitten", kündigte Maas an. Ziel sei es gewesen, "einen gemeinsamen Weg zu echter Versöhnung im Angedenken der Opfer zu finden." Ein mutiger Schritt, anerkennenswert, auch wenn überfällig. Da sollten andere folgen ...

In Köln macht sich unterdessen wie andernorts Optimismus breit - wie hier gegenüber von St. Gereon an den Fenstern von 'Klosterfrau-Melissengeist' ...

27. Mai 2021

Überraschende Nachricht gestern aus Schwerin: Zweitwohnungsinhaber dürfen (wie Dauercamper und Bootseigner) vom Wochenende an wieder ins Bundesland Mecklenburg-Vorpommern einreisen, statt zum 7. Juni, so die bisherige Planung. Bisher war das nur den Einheimischen aus McPomm erlaubt. Die Inzidenzzahlen sind aber jetzt so rasant gesunken, dass der Druck auf die Landesregierung in Schwerin immer größer wurde, vor allem, nachdem Schleswig-Holstein der Tourismus wieder voll auf Touren ist.

Und pünklich kamen heute die ersten Einladungen und Infos zu Veranstaltungen in den nächsten Tagen. Unten die Einladungskarte von Wilfried Duwentester mit dem Hinweis "Ausstellungseröffnung & Weltpremiere" in der Kunstkapelle Remplin am 5. Juni. Auch wenn er auf die 80 zugeht, so bleibt sein Motto wie bisher: I know, it's only rock'n'roll, but I like it  Damit ist auch klar, welche Musik in dem historischen (innen achteckigen) Bau zu hören sein wird - wie vor Jahren bei seiner Ausstellung in der Schlossruine in Dargun!

26. Mai 2021

Heute legt Amnesty International (AI) noch einmal nach mit einer Urgent action (UA):

SETZT EUCH FÜR ROMAN PROTASEWITSCH UND SOFIA SAPEGA EIN!  Ziel der UA ist das Herstellen von Öffentlichkeit. AI nennt die Adressen von Verantwortlichen, hier die der Botschaft von Belarus sowie die des Generalstaatsanwalts, nennt die Hintergründe und schlägt Formulierungen vor für eine Mail o.ä., um den Angeschrieben zu zeigen, dass politisch Verfolgte in der Öffentlichkeit stehen. Zu jedem Fall gibt es für die interessierten UA-Mitstreiter auch in der Folgezeit Berichte über den aktuellen Stand im jeweilige Skandal. Und wer sich dauerhaft bei UA engagieren möchte, der kann sich regelmäßig Action-Vorschläge zuschicken lassen. Heute per Mail ist das nun denkbar einfach - früher ging das noch meist nur mit Luftpost ...  Gern würde ich ja Querdenkern und anderen Verwirrten, die für "ihre Rechte gegen die Corona-Maßnahmen" auf die Straße gehen und sich für Märtyrer halten, die Zustände in den Diktaturen vor die Nase halten. Aber ich kenne solche Menschen ja nur aus dem TV.

Im heutigen Auf und Ab, Sonne und Regen konnte ich mir nicht verkneifen, einige Fotos zu schießen und in den Status bei Whatsapp, Facebook und Instragram zu stellen ...

25. Mai 2021

Für den 26 Jahre alten belarussischen Oppositionellen Roman Protassewitsch begann am Sonntag ein Alptraum. Nachdem er aus dem Flugzeug geholt wurde, muss er nun mit allem rechnen - schließlich ist Weißrussland der letzte Staat in Europa, in dem immer noch die Todesstrafe vollstreckt wird.

"Protassewitsch ist seit Langem ein scharfer Kritiker von Lukaschenko, der Belarus seit 1994 mit eiserner Hand regiert. Mit 17 wurde der Regierungsgegner schon einmal festgenommen, weil er zwei Lukaschenko-kritische Gruppen im russischen sozialen Netzwerk Vkontakte betrieben hat. Er sei damals so schwer zusammengeschlagen worden, dass er drei Tage lang Blut im Urin hatte, berichtete der Aktivist damals. „Sie haben mir gedroht, mir ungelöste Mordfälle zur Last zu legen.“ Danach studierte er Journalismus und arbeitete für den Radiosender euroradio.fm," so der Focus

Seit zwei Jahren lebt er in Polen und in Litauen im Exil, nun ist er einer von mehr als 400 namentlich bekannten Regimegegnern, die Haft sitzen. Über den russischen Nachrichtenkanal Nexta hatte er 1,2 Mill. Leser, über den Telegram-Kanal @belamova weitere 260.000 Abonnenten. Hier unterstützte er bislang die Oppositionellen in Belarus, informierte über Behördenwillkür und Polizeigewalt.

Nun warten wir gespannt, ob und wie sich die EU gegen den Despoten zur Wehr setzt ...

Keine Chance haben alte und neue Gemäuer gegen die Natur, die immer bestrebt ist, sich verlorenen Raum zurückzuholen: an einem halb verfallenen Speicher in Gremmelin diese Sonnenblume oder auf dem Parkdeck von Kaufland in Merheim diese kleine Birke ...    

24. Mai 2021

Radio 1 vom rbb widmete Bob Dylan zum 80. Geburtstag am Pfingstmontag von 9 bis 21 h eine 12-Stdn.-Sondersendung: "Er ist lebende Legende, Literaturnobelpreisträger und einer der größten SingerSongwirter unserer Zeit. Viel ist über Bob Dylan geschrieben und gesprochen worden und dennoch bleibt er ein Rätsel, eine Projektionsfläche. Sein Privatleben hält er konsequent unter Verschluss und genauso konsequent folgt er seinem eigenen Kompass. Dylans Kernbotschaft lautet: Folge deinem Kompass! Geh deinen Weg, wohin auch immer er dich führt, egal was andere davon halten. Es ist der Weg der Freiheit!"

Es war nicht leicht für mich - schließlich sagt selbst Bob über sich, dass er eine schlechte Stimme hat. Doch die Fans haben sich offensichtlich damit arrangiert´und konzentrieren sich auf andere Werte - schließlich hat er sogar den Literaturnobelpreis bekommen - und ihn dann nicht abgeholt! Eine starke Geste ... 

Typisch für den Künster Bob Dylan ist, dass er zunächst selber einen Song veröffentlicht hatte; dann coverten andere Künstler den Song und schafften damit einen weltweiten Nr.1-Hit. Hier das Beispiel:

'Mr Tambourine Manveröffentlichte Dylan im Januar 1965, im April die Byrds das Cover - es wurde die Nr. 1 in UK und US, Nr. 2 in Deutschland.

Nach einiger Zeit habe ich mir dann zeitgenössische Oldies angehört ...  aus meiner spotify-Playlist.

Unten meine neueste Errungenschaft im Garten - im Herbst gepflanzt und jetzt den Namen vergessen!

23. Mai 2021

Pfingstsonntag unter Pandemiebedingungen, Jahrestag des Grundgesetzes - beiläufig in den Medien erwähnt - und dazu viele Urlaubsgrüße ... Zeit also, um selber ein wenig Urlaub zu spielen. Heute kein Regen, daher optimale Bedingungen für eine längere Radtour im Rechtsrheinischen. Angekündigt war, dass seiLeise mal wieder was Neues in den öffentlichen Raum (in Köln-Mülheim) gestellt hatte. 

Auf der Suche kam ich u.a. am Bild einer jungen Frau vorbei, die von einer Ziegelsteinmauer mitteilt, dass sie auf der Suche nach dem normalen Leben nach der Pandemie sei ...  Und dann der Rheinpark - ich wusste gar nicht, dass die alte Bimmelbahn da noch ihre Runden dreht. Gefragt wie eh und je. Und tatsächlich habe ich ein neues Werk von seiLeise gefunden; aber nur, weil ich einige Leute sah, die etwas fotografierten ... Auf der Rückreise habe ich mich dann auf die Suche nach der Kultkneipe LIMES gemacht (unten rechts) und nach der Ranzeria ... scheint, dass die beiden überleben werden ...

22. Mai 2021

Gelegentlich komme ich am Atelier-Theater in der Roonstraße vorbei ... früher gern besuchter Theaterort, derzeit Test-Station. Aber es geht bald weiter:

Heute bekam ich das neue Programmheft für das 2. Halbjahr 2021 zugeschickt - ein Sonderservice für die 'Freunde und Förderer des Atelier-Theaters'. Mit einem bescheidenen Jahresbeitrag tragen die zahlreichen Freunde und Förderer die Jahresmiete ... und ermöglichen so eigentlich ein sorgenfreies Theaterleben - doch unter Pandemiebedingungen ist nun alles anders geworden.

Ursprünglich hatte der Pantomime Mehmet Fistik 1981 das Theater gegründet - bekannte Künstler wie Harald Schmidt, Dirk Bach, Tom Gerhardt oder Helge Schneider traten damals auf. 1997 übernahm Rosa K. Wirtz die Geschicke des Theaters - auch sie hatte viele heute aus Film und Fernsehen bekannte Künstler unter Vertrag - erst gestern war wieder Sebastian Pufpaff im TV zu sehen. Und 2021 sollte eigentlich der Übergang zu den Neuen erfolgen ... aber dann eben die Pandemie. Ungeachtet aller Probleme hat sich aber eine Nachfolger-Mannschaft auf den Weg gemacht und sich mit der Situation arrangiert, in der Zwischenzeit alles renoviert ...

Offensichtlich nach Rücksprache mit den höheren Coronamächten haben sie nun das Programm ab 4. Juni 2021 veröffentlicht - ob es so realisiert werden kann, das entscheiden dann Inzidenz-Zahlen, landesweite oder kommunale Auflagen usw.

Die neuen Theater-Oberen: Bernd Blömer, Katrin Piplies, Marcus Ingmanns und Thorsten Schlosser  -  letzterer wird wohl wieder mein Opener sein mit seinem Programm: "Ich hab die Schnauze voll" ... jetzt mit ganz neuer Bedeutung!

Ganz ausgeglichen, aber mit bekannt sanfter Stimme und spitzer Zunge, sagt Sarah Bosetti, was ihr nach dem Rückzug von Franziska Giffay so eingefallen ist. Da bekommt so mancher "sein Fett weg".

21. Mai 2021

Neue Nachrichten von 'der einzigartig-seesüchtig-visuelle Frauen-Shanty-Chor in den virtuellen Weltnetzen', den BRAUSEN"Ahoi Ihr Landratten nah und fern ... wie gerne würden wir mit Euch im Mai mal so richtig einen heben: AUF UNSER SEESACK-STARKES 15-JÄHRIGES BRAUSEN-JUBILÄUM! Da wir alle leider immer noch im Trockendock festgezurrt sind und nicht in See stechen dürfen, fällt die große Brausen-Sause leider buchstäblich ins fiktive Wasser. In unseren Kajüten träumen wir schon jetzt von einem Termin rund um den 15. Mai 2022, an dem wir DAS mit Euch im Rahmen einer rauschenden Ballnacht nachholen möchten! Wir halten Euch auf Kurs und sehen uns aber hoffentlich schon bald und zwar noch in 2021 bei einem ersten postcoronalen Landgang. Bleibt uns gewogen! AHOI und liebste Grüße   Eure Brausen" ... mehr über facebook oder instagram

Noch hängt unverdrossen mein "Buchungs- und Einlassdokument" vom 17. November 2020 für Die BRAUSEN auf Landgang ... und ich war stolz auf meinen Platz in der ersten Reihe, Platz 9 in der Volksbühne am Rudolfplatz ...mal sehen, welchen Ersatzplatz ich bekommen werde ...

Unten ein Blick auf einen der letzten Auftritte der BRAUSEN vor der Pandemie bei Veedelszug der Südstadt 2020 vor der Severinstorburg ... bunt wie eh und je! Also ist der 15.5.2022 in den Kalender!

20. Mai 2021

Ja, es ist schlimm, was derzeit bei uns geschieht.  In der Demokratie sind Demos erlaubt und geboten, so wie die heute in Köln und an vielen Orten in Deutschland. Aber es ist ein Problem, wenn es andernorts rassistische Ausschreitungen gibt, jüdische Bürger und Einrichtungen angegriffen werden - Demos vorgeschoben. Das geht gar nicht.

Ja, es ist schlimm, wenn terroristische Organisationen wie die Hamas Gewalt ausüben, die letztlich die Palästinenser trifft, weil die Gegenseite zurückschlägt. Geschädigt ist immer die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten. Aber das Problem selber bleibt ungelöst. Meiner Meinung nach kann nur ein Zwei-Staaten-Agreement eine Lösung bieten - doch das wollen die Radikalen auf beiden Seiten nicht - und sie wissen, wie das Zündeln geht. 

Bei aller begründeter Verbitterung sollte doch auch einmal mehr der Versuch unternommen werden, das Problem radikal, von der Wurzel her zu lösen. Die Redner heute haben nur beklagt, aber keine Perspektive aufgezeigt, keine Idee gehabt. 

Welche Perspektive soll es für die palästinensische Bevölkerung geben? Werden sie noch weiter ihre Häuser aufgeben müssen, weil es radikale israelische Siedler gibt, die sich auf ihren Acker von vor 2000 Jahren berufen? Soll es weiterhin eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben? Hier ein Beispiel für den Alltag in Jerusalem ... wie soll da Friede aufkommen?

Meine langjährige Kino-Liste (mit den Rubriken: 'unbedingt sehen' und 'gesehen' und 'leider verpasst')  ist was wert ... Immer wieder passiert es, dass ein Film in den Kinos nicht mehr lief, wenn ich reingehen wollte. Aber fast alle Titel habe ich noch ein wenig im Hinterkopf - so auch heute, als ich das Programm las: ARTE: "Das schönste Paar" (2019) ... hatte ich damals verpasst. Läuft noch einie Zeit bei ARTE in der Mediathek ... und ist MEGA! Und das nicht nur, weil der Film in Köln gedreht wurde, u.a. um die Ecke in der Krefelder Straße ...

19. Mai 2021

Heute zwei interessante Nachrichten:

 - Erstens: der neue Patenschafts-Newsletter von forma-te in meiner Wahlheimat McPomm, in Teterow nördlich von Waren. Zuletzt war ich Ostern dort ... bevor ich als "Auswärtiger" pandemiebedingt  McPomm verlassen musste (unten eine Collage von einigen Graffitis auf dem OGS-Gelände). "Der gemeinnützige Verein verfolgt das Ziel »Gemeinschaft, Begegnung und Lebendigkeit im ländlichen Raum« zu fördern und möchte damit einen wichtigen Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Region Teterow (Mecklenburg-Vorpommern) leisten. Dazu funktionieren wir gegenwärtig einen ehemaligen »Obst-Gemüse-Speisekartoffel«-Industriekomplex aus der DDR zu einem kulturellen Zentrum für Jung und Alt um. Grafiken die du auf dieser Website siehst, sind Reliquien dieser Zeit." Dass jetzt Kunst-offen über Pfingsten ausfällt, das stört mich gar nicht - ich darf ja vor dem 7. Juni nicht einreisen ... am 31. Mai soll das aber noch einmal überprüft werden.

 - Zweitens: Eine positive Nachricht erreichte mich von unserer Mentorin Liza, die sich seit einigen Jahren um eine Familie aus Georgien kümmert, politische Flüchtlinge. Tekla, Mutter von zwei Kindern, hat ihre Ausbildung im Kölner Friseursalons "Liebe zum Detail" erfolgreich absolviert und wurde jetzt von der Kölner Handwerkskammer überrascht: "Sich gegenseitig verstehen, ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Wie wichtig Sprache fürs Berufsleben ist, zeigt das Beispiel des Kölner Friseursalons "Liebe zum Detail", der den diesjährigen Integrationspreis der Handwerkskammer zu Köln und des Westdeutschen Handwerkskammertags (WHKT) gewinnt." Der Friseurmeister Brühl hat sie anschließend auch fest ins Team übernommen. Eine weitere Erfolgsgeschichte ...

18. Mai 2021

"UNTERDRÜCKT", "FIDSCHI", "MULATTE"  ...

Mit den Worten "Nenn mich nicht ..." startete Anfang des Monats jede der zehn Folgen der Social-Video-Reihe, die auf dem Instagram-Kanal von radioeins veröffentlicht wurden. In jeder Folge spricht eine Person eine Minute lang über ein Wort, das sie mit Bezug auf sich selbst nie wieder hören will. Und heute am Diversity-Tag ist bei Radio1 vom rbb durchsetzt mit Beiträgen zum Thema - bei anderen Medien wahrscheinlich ähnlich. Ein solider Beitrag zum Thema Rassismus in all seinen Facetten - und notwendigerweise nachhaltig.

Als ich gestern anfing - nach dem Kauf der letzten Zutaten - meine Jahresration Müsli zusammenzumischen, hatte Radio1 jede Stunde mit einem Song und/oder Beitrag an den 75. Geburtstag von Udo Lindenberg erinnert. Seine Lieder haben mich immer wieder begleitet. Schon originell, obwohl ich wohl keine Playlist anlegen würde ... Heute habe ich mit den gestern vergessenen Zutaten alles komplettiert und abgefüllt. Neu in diesem Jahr dabei: Hirse-  und Dinkelflocken (jetzt 9 Getreidesorten und -formen), Kürbiskerne (bei den jetzt 12 Nusssorten) und bei den getrockneten Obstsorten sind jetzt auch Ananasstücke, Mango- und Kokosstreifen und -raspel sowie Papayastückchen. Nicht alle Zutaten habe ich gefunden, so leider nicht die getrockneten Ingwerstückchen - es gab nur die völlig überzuckerten Ingwerbrocken. Aber mehr als 30 Zutaten sorgen schon für eine interessantes morgendliches Geschmackserlebnis!

17. Mai 2021

Nun bin ich mir nicht sicher, wann wirklich der Internationale Museumstag in diesem Jahr 2021 ist ... leider sind die Museen geschlossen. Einige feierten ihn gestern, andere morgen, so unten das Plakat.

Das Kölnische Stadtmuseum bietet zumindest online etwas Interessantes: "Durch KÖLN 1945 am internationalen Museumstag" ... heute oft in Vergessenheit geraten, das Jahr 1945. Folge 1, 2 und 3 hier im Film.

16. Mai 2021

Mit dem bald beginnenden Sommer sind auch wieder alt bekannte Insekten im Anmarsch  ... so wie die beiden hier, als ich heute bei offenem Fenster gekocht habe. Bei einer Dunstabzugshaube auf Hochtouren hätte ich mich kaum auf diese aktuellen Songs konzentrieren können ... von Extra Credit (It's over) und Tindersticks (You'll have to scream louder), Arab Strap (Fable of the urban fox) und Kavinsky (Nightcall - in der 'extendet seamless'-Version in der 61-Minuten-Version) und wer es kurz mag, der hört sich diese Version an: Daft Punk vs. Kavinsky - Nightcall After All (Maximum Love Remix), Thylacine (Piany pianino) und Maitre Gims (Est-ce que tu m'aime?) 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Klaus Kirschbaum