Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

An dieser Stelle notiere ich jetzt jeden Tag ein Thema, das mich bewegt, interessiert, geärgert oder gefreut hat, das mir begegnet ist ... 

Tagebuch 

20. Oktober 2020

Auf den Kasten unten habe ich gewartet ...

Seit gerade eben hängen die 85 kg im Keller an der Wand.

Seine Aufgabe:

den Strom der Photovoltaikanlage nicht gleich ins Netz einzuspeisen (dafür gibt es gerade mal 9,77 Ct. je kWh), sondern erst einmal ca. 6 kWh netto zu speichern. Bei einem Verbrauch im Schnitt von 4 kWh täglich und einer Produktion von mehr als 13 kWh kann ich also rechnerisch auf Strombezug verzichten und lediglich ins Netz einspeisen. Allerdings ist der Speicher gerade noch ziemlich leer, so dass ich bei dem trüben Wetter heute doch noch Strom beziehen muss (zu 26,5 Ct. je kWh), aber tendenziell möchte ich nur noch die Grundgebühr bezahlen. An der kommt man nicht vorbei, denn zum Einspeisen ist nun mal ein Anschluss erforderlich ...

19. Oktober 2020

Diese Art des Journalismus kannte ich bislang nicht - da ich aber regelmäßig auch die Berliner Zeitung lese, habe ich eine Woche lang täglich Berichte über das Denkmal für "Trostfrauen" in Berlin-Moabit verfolgt, was dann auch in die übrige Presse fand ... kurzum:

'Trostfrauen', ein trügerischer Euphemismus, steht für Frauen und Mädchen im Alter zwischen 11 und 19 Jahren, die zwischen 1931 und 1945 in von Japan besetzten Gebieten zur Prostitution gezwungen wurden, Sexsklavinnen, vorwiegend Koreanerinnen. Das Original steht in Seoul, Koreas Hauptstadt. Japan aber interveniert stets, wenn irgendwo an diese Zwangsbordelle erinnert wird. Erst 1991 haben erste überlebende Trostfrauen den Weg in die Öffentlichkeit gefunden - Japan hat stets die Täterrolle abgelehnt und eine Opferrolle versucht herauszustellen. Nach mehr als 1000 Mittwochs-Demonstationen der Trostfrauen vor der japanischen Botschaft in Seoul wurde 2002 das erste Mahnmal aufgestellt ... eine Kopie nun als Denkmal auf Initiative eines 'Korea-Verbandes'. Und nun können ständig Interventionen der japanischen Regierung registriert werden. Ziel: Abbau des Denkmals an sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Auf der einen Seite hatte Tokio Erfolg: In Regensburg wurde das Denkmal 2017 auf Druck der japanischen Botschaft entfernt, auf der anderen Seite beendete Osaka seine Städtepartnerschaft mit San Franzisco, weil dort das Denkmal nicht abgebaut wurde. Mal sehen, wie es ausgeht. 

Japans Zwangsbordelle sind nicht ohne Nachahmer geblieben: Irak, Kongo ... aber auch zuletzt gab es in Bosnien solche Bordelle für serbische Truppen im Jugoslawienkrieg. Geschichte lehrt: Erinnerung ist unumgängliche Pflicht. 

18. Oktober 2020

Zwei Monate hatte ich gehofft, dass meine "Geschwindigkeitsüberschreitung" auf der A 24 Höhe der  Raststätte Stolpe zwar geblitzt, aber irgendwie keine Folgen hätte. Heute fand ich in der Post nach 62 Tagen doch noch eine "Knolle" ... 73 km/h statt 60. Das kostet aktuell 20 €. Aber dafür zumindest ein malerisches Foto ... 

17. Oktober 2020

Auf dem höchsten Punkt in Waren steht die St. Marienkirche schon vor 1225, hat Stadtbrände überstanden, nicht immer, war auch mal 100 Jahre nur Ruine und in der Franzosenzeit Lager für Heu und Stroh. Bis heute dann vielfach renoviert und jetzt mit altmodisch anmutenden Heizkegeln ausgestattet - es ist angenehm temperiert.  Eigentlich wollte ich nur die neue Skulpur des bekannten Warener Künstlers Franz Poppe im Eingangsbereich der Kirche anschauen  - doch die Einweihung wird erst am symbolträchtigen 9. November stattfinden. Die Skulptur solle an die erste Kerzendemo 1989 erinnern ... bin gespannt.

16. Oktober 2020

"Perspektiven der Freiheit" heißt das neue Denkmal, das heute vor der St. Georgenkirche eingeweiht wurde; am Jahrestag der ersten Demo im Nordosten am 16.10.1989, in Waren an der Müritz. Mit Zeitzeugen und Prominenz. 400 Mutige zogen von der Kirche St. Georgen zur Marienkirche. An ihre Forderungen erinnern die Inschriften des Denkmals - tolle Idee, gelungene Erinnerungskultur.

15. Oktober 2020

Das sind keine guten Nachrichten: denn ob ich in der letzten Oktoberwoche tatsächlich noch einmal die Grenze nach McPomm passieren kann wie geplant, ist fraglich. Daher muss ich jetzt die notwendigen  Gartenarbeiten zügig erledigen. Dahlien heute raus zum Abtrocknen, bevor sie im Keller überwintern, die restlichen Kartoffeln raus usw. 

Und das eigentlich geplante Rundreiseprogramm wird auf das kommende Jahr vertagt. 

Erfreulich nur, dass die geschwollene Hand (nach einem völlig überraschenden Wespenstich) heute wieder fast normal aussieht und zu 'gebrauchen' ist - dank einem Hausmittel "aufgeschnittene Zwiebel auf die Schwellung" - wirkt tatsächlich!

14. Oktober 2020

Das ist ja 'Natur pur', Kartoffeln ausbuddeln bei Nieselregen und 10°. Aber irgendwann nervt das Brilleputzen ... 

13. Oktober 2020

"... der Rechnungshof beanstandet zudem den Bau einer 2,8 Mill. € teuren Kindertagesstätte (im Bundeskanzleramt), die für 12 bis 15 Kinder der Kanzleramtsbeschäftigten geplant wird. Laut Rechnungshof ist 'mit bis zu dreifach höheren Baukosten als üblich zu rechnen' ...", so die Berliner Zeitung heute und in den TV-Nachrichten von RTL. Kindergärten werden überall gebraucht, aber sollen Kinder von ohnehin Privilegierten auch noch unter sich bleiben? Gut, dass es den Rechnungshof gibt und Öffentlichkeit herstellt ... 

Warum nicht Altes renovieren? Hier unten eine Auswahl alter Türen, denen ich heute bei einer Rundfahrt im Raum Gnoien begegnete.

12. Oktober 2020

Menschenrechte und China ... gelegentlich, wenn deutsche Politiker auf chinesische Politiker treffen, wird von ihnen erwartet, dass sie die Menschenrechtsverletzungen 'ansprechen' ... 

Amnesty International berichtet regelmäßig über Verstöße, so auch über einen solchen Fall:

"Huang Qi, Gründer und Verantwortlicher der in Sichuan ansässigen Website „64 Tianwang”, konnte am 17. September 2020 endlich mit seiner Mutter sprechen - zum ersten Mal seit er vor über vier Jahren inhaftiert worden war. Sein Gesundheitszustand soll sich weiter verschlechtert haben, und er soll Symptome von Unterernährung aufweisen. Da Huang Qi ohnehin schon an ernsthaften Gesundheitsproblemen leidet, ist die Sorge um sein Wohlergehen groß. Im Januar 2019 wurde Huang Qi in einem Geheimverfahren zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Er ist ein gewaltloser politischer Gefangener, der sich nur aufgrund der Ausübung seines Rechts auf freie Meinungsäußerung in Haft befindet.Huang Qi verbüßt derzeit eine zwölfjährige Haftstrafe im Gefängnis von Bazhong in der Provinz Sichuan, allein weil er friedlich sein Recht auf freie Meinungsäußerung ausgeübt hat. Seit seiner Verurteilung im Januar 2019 hatte er keinen Kontakt zu einem Rechtsbeistand seiner Wahl. Nachdem er vier Jahre ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten wurde, war es eine Erleichterung, dass ihm am 17. September 2020 ein Videoanruf mit seiner Mutter gestattet wurde. Es ist aber besorgniserregend, dass seine Mutter nicht weiß, ob sie wieder mit ihm sprechen darf. Es gibt bis jetzt keine Bestätigung für zukünftige Kommunikationsmöglichkeiten. Ohne regelmäßigen und uneingeschränkten Kontakt zu seiner Familie und einem Rechtsbeistand seiner Wahl bleibt Huang Qi in Gefahr, gefoltert oder anderweitig misshandelt zu werden. Seine Gesundheit soll sich weiter verschlechtert haben. Huang Qi leidet an einer chronischen Nierenerkrankung, an Hydrozephalus sowie an verschiedenen Herz- und Lungenerkrankungen. Deswegen muss ihm als erste Priorität umgehend der Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung gewährt werden. Er ist ein gewaltloser politischer Gefangener und muss umgehend und bedingungslos freigelassen werden, da er allein wegen der friedlichen Ausübung seiner Rechte inhaftiert wurde." Ergänzend berichtet Amnesty: "Auch die Rechtsbeistände von Huang Qi sind zum Ziel von Vergeltungsmaßnahmen durch die chinesischen Behörden geworden. Im Februar 2018 setzte das Justizministerium der Provinz Guangdong den in Guangzhou niedergelassenen Rechtsbeistand Sui Muqing darüber in Kenntnis, dass man ihm die Anwaltslizenz entzogen hatte. Der Rechtsbeistand, der Huang Qi zuvor vertreten hatte, ist der Ansicht, dass dies mit seiner Vertretung von Menschenrechtsverteidiger_innen zusammenhängt. Einem weiteren Rechtsbeistand von Huang Qi, Liu Zhengqing, wurde im Januar 2019 ebenfalls die Anwaltslizenz entzogen."  Als Normalbürger habe ich nur eine Möglichkeit, hier aktiv zu werden .... es sind die Urgent Actions von Amnesty. Derzeit schreiben Tausende an die zuständigen Stellen und die deutsche Botschaft des Landes, so in diesem Fall an die chinesische Bortschaft: 

Herrn Ken Wu, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin, E-Mail: de@mofcom.gov.cn

Es geht nur darum zu zeigen - wir wissen Bescheid, wir vergessen nicht. Und die regelmäßigen Berichte zu den Fällen beweisen, dass die Wirkung in den meisten Fällen nicht ausbleibt. Doch natürlich gibt es eine riesige Dunkelziffer ... 

Allerdings stellt sich die Frage, wenn auf der anderen Seite deutsche Unternehmen in China produzieren lassen, und zwar auch in chinesischen Straflagern wie Volkswagen. Erlaubt das Streben nach Gewinn alle Mittel? Nach meiner Meinung kann die Politik nur mit ökonomischen Mitteln Einfluss nehmen ... doch das ist ein weites Feld.

11. Oktober 2020

Während sich andernorts, beispielsweise in Berlin, Corona-Leugner wieder versammeln und ihre Grundrechte verletzt sehen, gibt es in Köln eine Fahrrad-Demo als CSD-Ersatz. Aus vier Richtungen ging's zur Deutzer Werft zur Kundgebung - auf dem Foto unten das "Sammeln" an der Agneskirche. 

"Bei der Eröffnung haben außerdem Aktivistinnen und Aktivisten aus der polnischen Partnerstadt Kattowitz über die Lage für queere Menschen in ihrer Heimat gesprochen. Knapp ein Drittel Polens hatte sich zuletzt zu einer so genannten "LGBT-Freien Zone" erklärt. Dabei zeigen sich Städte und Gemeinden offen homo-, bi-, inter- und transfeindlich," so der WDR-Bericht.

Ich selber war nicht bei der Kundgebung, sondern habe zum ersten Mal meinen ersten Enkel Nils im Arm gehabt ...

10. Oktober 2020

Nun stehen auch in Köln die Corona-Ampeln auf 'rot' ... weitere Einschränkungen wie in Berlin sind zu erwarten. Doch wie es mit der Sperrstunde in Berlin in der vergangenen Nacht aussah, beschrieb eben der Spiegel unter der Überschrift Berlin will tanzen. Wer ohnehin nichts zu verlieren hat, den müssen Verbote nicht interessieren. Und wenn sich Polizisten trotz Sperrstunde Döner kaufen, weil sie für die Kontrollen der Sperrstunde nicht zuständig sind (Ordnungsamt), dann zeigt sich ein Dilemma. Auch in Köln denkbar?

Erfreulich die Ausstellung von Birgit Pundsack SMALL SIZE im kjubh (Dasselstraße) - gerahmte Acrylmalerei auf Papier (Serie 'Ast') und Ölgemälde von Glas-Gewächshäusern auf Alu Dibond. "Erst auf den zweiten Blick erkennt der Betrachter die Gegensätzlichkeit in dieser Harmonie: Natur - Kultur, Botanik - Architektur, gewachsen - gebaut, organisch - technisch. Solche Gegensatzpaare bestimmen die Motive der Gemälde." (Birgit Laskowski) ... "erschreckend schöne Bilder"

9. Oktober 2020

Köln wird immer bunter. Waren es bisher kahle Giebelwände, die in Farben getaucht wurden, so kommen jetzt auch zunehmend Wände mit Türen und Fenstern ins Visier der Grafitti-Künstler

8. Oktober 2020

Entdeckt auf der Subbelrather Straße (Höhe Haltestelle Liebigstraße) ... die Werbung hat Trump für sich entdeckt - im negativen Sinn. Ganz besonders erfreulich ist, dass Facebook fleißig Trump-Posts entfernt ebenso wie die der Verschwörungstheoretiker QAnon - sie werden sogar grundsätzlich entfernt, egal was sie schreiben.

7. Oktober 2020

Das heute erschienene Magazin von Greenpeace hält unseren aktuellen zeitgenössischen Verschwörungstheoretikern "die eigene Wahrheit" entgegen. Klimawandel ebenso fake wie die Besteigung des Mont Everest 1953 oder die Landung auf dem Mond 1969 ... oder der Absturz der Concorde 2000, der Atompilz über Nagasaki 1945 oder der Folterskandal im Gefängnis Abu Ghraib 2003 ... da gab es auch immer schon 'Fachleute', die es besser wussten.

Und während ich das schrieb um 12.14 h, wieder eine neue Nachricht: Nils Kirschbaum heißt mein ersten Enkel ... wenn sich Eltern und Kind von den Strapazen erholt haben, ist dieser Fakt täglich zu verifizieren ...

6. Oktober 2020

"Dramatische Musik wie aus einem Hollywood-Film begleitet den Hubschrauber, der Donald Trump aus dem Walter-Reed-Militärkrankenhaus zurück ins Weiße Haus bringt. Trump schreitet über den Rasen seines Domizils, auf dem Balkon nimmt er sich mit theatralischer Geste die Gesichtsmaske ab..."  Als Film-Show lief seine Rückkehr ins Weiße Haus auf allen Sendern. Die Botschaft: der Virus ist nicht schlimmer als eine Grippe ... von über 200.000 Toten einmal abgesehen.

Bei so viel Schwachsinn in täglicher Folge hilft nur schwarzer Humor und Melancholie ... den hat der Film Über die Unendlichkeit versprochen - wie sich heute im Odeon zurecht zeigte ...

5. Oktober 2020 

Zu früh gefreut, aber leider waren die eingescanten alten Fotos des Gutshauses in Rothspalk zu klein geraten. Hier ersatzweise ein Foto aus der Zeit der Sanierung vor der Fertigstellung. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Beim nächsten Besuch starte ich einen neuen Versuch ...

4. Oktober 2020

Die andere Art der 30-Jahr-Feier in Teterow ... 8 Stationen auf dem Weg raus aus dem DDR-Staat mit friedlichen Mitteln. Hier die 3. Station mit Werken von Anja, Julian und Stephan, die teilweise auch in Zusammenarbeit mit Schülern und mit Zeitzeugen realisiert wurden ... Kompliment!

3. Oktober 2020

"Kunst heute" ... an 116 Orten in McPomm, so auch in den Ausstellungsräumen des Kunstvereins in Lelkendorf - geheizt mit alten 'Bölleröfen'. Hier u.a. alte + neue Werke von Anja Brachmann. 

2. Oktober 2020

Trump Covid19-positiv ... viele warnen vor Häme, doch kaum auszudenken, wenn's glimpflich verläuft. Er wird Schlimmes herausposaunen und die Pandemie befeuern. Solche Gedanken während meiner Rundfahrt nordwestlich von Demmin am Vortag der '30-Jahr-Feier'.  Wer Heimatfan ist, hat die alte mecklenburgische Fahne gehisst, die Fans von 'Deutschland über alles' die Nationalfahne. Und Reichsbürger & Co. die preußische oder die Reichsflagge ... sie sterben auch 102 Jahre nach dem traurigen Ende noch nicht aus.

1. Oktober 2020

War gestern noch 'Hear my Pain Heal' von Sevdalizas Album 'Ison' meine Nr. 1 (auch gelegentlich in Solodauerschleife), so ist es heute 'Men of Glass feat. Rome Fortune' von ihrem Album 'Children of Silk'... ideale Begleitung beim Streichen von alten Gartenmöbeln ... und die Cover ihrer Alben - so ausgefallen wie die Musik der iranisch-niederländischen Sängerin!

30. September 2020

Heute wieder einmal in die Geschichte eingetaucht - heute war es das Dorf Roidin, südöstlich von Demmin. Seit 500 Jahren Standort für eine Wassermühle; der heutige Gebäudekomplex ist überr 200 Jahre alt, aber seit den 50-iger Jahren nicht mehr in Betrieb und verfallen. Vor zwei Jahren berichtete die Stiftung deutscher Denkmalschutz in seiner Monatsschrift 'Monumente' darüber, seitdem fließen Mittel in die Sanierung. Die Arbeiten stehen aber eher noch am Anfang.

29. September 2020

Zum Thema Flüchtlinge: "Wir können die nachher immer noch alle erschießen,  das ist überhaupt kein Thema, oder vergasen, oder wie du willst, mir egal." So Lüth, der entlassene Sprecher der AfD, wie jetzt bekannt wurde. Warum wundert mich die Aussage? Die AfD-Frontfrau Storch wollte vor Jahren die Flüchtlinge an der Grenze erschießen. Ja, was will die AfD wirklich? Nach solchen Nachrichten lenke ich mich gern im Garten ab. Heute hat mich vor allem der Weinbergschnecken-Nachwuchs überrascht - hier einmal auf einer Brombeere und einmal auf einer Dornfeldertraube ...

28. September 2020

Nach der großen Regenzeit endlich Sonne - nicht weil Trumps Steuerzahlungen ans Licht kamen (jeweils 750 $ in 2016 und 2017), sondern weil ich endlich mal wieder das sehenswerte Potsdam besucht habe, mit Rina und Tino - später noch zusätzlich mit den 3-jährigen Theo und Mats Ketchup-City Werder, insbesondere die bezaubernde Werder-Insel!

27. September 2020

Eine Inschrift erzählt eine Geschichte ... wenn man sich das Gebäude anschaut, aber nicht mehr lange. Wenn es nicht so geregnet hätte, dann hätte ich nach dem Grab von Richard Scherbarth geschaut - Friedhof und Kirche von Groß Methling sind gleich nebenan.

26. September 2020

"Tag der offenen Gartentür" - coronabedingt verschoben auf dieses Wochenende ... leider mit viel Regen (und mit einem ärgerlichen Datenverlust bei mir). Aber immerhin sind noch tolle Impressionen erhalten; wie die Fotos aus dem Park und Garten hinter dem Gutshaus in Rothspalk - auf dem Weg zu den historischen Ursprüngen ... demnächst mehr dazu auf dieser Seite.

25. September 2020

Nicht alle Flecken in Mecklenburg sind auf der Sonnenseite zu finden - so Rockow zwischen Waren und Neubrandenburg ...

Zwar noch eine Allee mit 'historischen Straßenbelag', doch am Ortseingang ein leergezogener, düsterer Plattenbau ('Neubau'l und in der Ortsmitte ein gutshausähnliches, frisch renoviertes Gebäude, vor kurzem abgebrannt ...

24. September 2020

Glück gehabt, der Herbst hat sich um einen Tag verspätet  ... eine Exkursion nach Neustrelitz ohne Regen. Der soll nun diese Nacht auch hier fluten.

23. September 2020

Nun habe ich es doch fast rechtzeitig gschafft, meine Einkommensteuererklärung abzugeben ... ausgefüllt hatte ich alles, auch die Plausibilitätsprüfung war schnell erfolgreich, nur das Senden ist mehrmals fehlgeschlagen. Nun muss ich mich also erst einmal durchfragen, was ich falsch gemacht habe bzw. wie ich die Erklärung noch ins Finanzamt bringe ... Frust!

22. September 2020

Allzu gern lenke ich mich ab, wenn eigentlich dringendere, notwendige Arbeiten anliegen. So auch heute morgen, als mir ein Link vor die Maus fällt ... Werbung r Urlaub im Herbst in Mecklenburg-Vorpommern und dort den Hinweis auf Gut Pohnstorf - um 2001 war ich kurz dort (s. Fotos unten). Inzwschen hat sich hier wohl einiges getan, wie aus dem kurzen Film hervorgeht. Zeit, dass ich mal wieder dort einige Fotos schieße ... aber erst, wenn ESt2019.elfo ausgedruckt und per Mail und Post verschickt ist, denn die Nachfrist ist auch in diesem Jahr schon wieder verstrichen. 

21. September 2020

Die Kino-Zeit über den letzte Woche angelaufenen Film: "Jean Seberg — Against all Enemies erlaubt sich zwei Sichten auf Seberg: ihre eigene und die eines jungen FBI-Agenten, Jack Solomon (Jack O’Connell), der auf sie angesetzt wird. Zusammen mit seinem aggressiven, rassistischen Partner Kowalski (Vince Vaughn) beobachten sie aber nicht nur Sebergs Aktivitäten auf Schritt und Tritt, sondern greifen aktiv ein, um ihren Ruf und ihre Karriere zu ruinieren und sie damit auszuschalten. So machen sie Jeans Affäre publik und beenden damit ihre Ehe mit dem Drehbuchautoren Romain Gary. Als das nicht reicht und Jean von einer anderen Affäre schwanger wird, streuen sie das Gerücht, es würde sich um Jamals Kind handeln. Der darauf folgende Wahnsinn und eine monatelang Hatz der Presse werden Jean schließlich fast den Verstand und das Leben ihres Kindes kosten." ... hat sich mal wieder gelohnt ... nicht zuletzt dank Kristen Stewart!

20. September 2020

Wieder einmal Gelegenheit, mich in der Küche auszutoben ... Überraschung für die Gäste - sie wissen ja nicht, was sie erwartet. Diesmal Hähnchenfilets im Römertopf in der Geschmacksrichtung Zitrone-Rosmarin-Zwiebel. Dazu gab's u.a. Kartoffeln mit einem Pesto aus Pinien, Pistazien und getrockneten Tomaten ... 

Aber was dabei genau so wichtig ist: Gute Musik - diesmal die Neuentdeckung der Woche die mir bisher unbekannte Musikerin Sevdaliza mit ihren neuen Songs, vor allem Eden oder Joanna  ... oder gleich das ganze neue Album Shabrang  - Ende August erschienen.

19. September 2020

Das Oktoberfest fällt aus, Bayern München und der FC spielen ohne Zuschauer, statt 4 % sind 25 % der Beschäftigten im Home-Office, strenge Regeln in den Schulen, klare Hygiene-Konzepte für Krankenhäuser und Altersheime, virtuelles Studium ... und trotzdem steigen die Infektionszahlen, in Köln und überall. Anlässlich eines Geburtstags-Telefonats nach Fraunkreich erfuhr ich, dass dort täglich nicht 2.300, sondern 23.000 neue Infektionen gezählt werden. Ein Blick am Wochenende ins Quartier Latin am Zülpicher Platz zeigt, dass dort wie anderswo Pandemie kein Thema ist, weder bei den "Feiernden", noch bei der Bereitschaftspolizei auf der anderen Seite - bereit zu räumen, falls die Feiernden vor lauter Freude und Alkoholgenuss auch wieder die Straßenbahnen behindern ...

18. September 2020

Heute Abend ein Wiedersehen mit Maria Vollmer im Atelier-Theater .... diesmal 'unter Hygienebedin-gungen'. Nach "Push-up, Pillen & Prosecco" stand diesmal "Tantra, Tupper & Tequila" auf der Tagesordnung. Ihr Programm geht langsam wieder regelmäßig auf deutschen Bühnen ins Rennen. Ihr war anzumerken, dass sie erleichtert war - und wieder ganz in ihrem Element, eine Vollblutkomödiantin.

17. September 2020

Zum Brand des Lagers in Moria und Thema 'Flüchtlingsaufnahme' gibt es viele Meinungen ... die von AfD-Frontfrau v.Storch kennen wir: "Anstiftung zur Brandstiftung", was sonst ... Etwas differenzierter die FAZ ("Scheitern mit Ansage"). Engagierte sehen die Dinge aber anders, deshalb am kommenden Sonntag (20.09.2020) Treffpunkt 15.00 h Deutzer Werft ... Demozug und Kundgebung ab 16.30 h: 

“Es reicht! Wir haben Platz”

Initiiert von Seebrücke und AG Bleiben ruft ein breites Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Initiativen am Sonntag zu einer Demonstration auf: sofortige Evakuierung aller Lager auf den griechischen Inseln und den Schutz von Geflüchteten ... Mehrere tausend Menschen werden erwartet. Musikbeiträge von Cat Ballou; Kai, Peter und Stephan Brings; BenjRose, Donia Toglou, Trio Tome Kokos mit Chalis Button.

Zeitgleich finden viele weitere bundes- und europaweite Demonstrationen statt. 

"Seit Jahren leben an den europäischen Außengrenzen zehntausende Menschen in völlig überfüllten Lagern unter katastrophalen Bedingungen. Die Bedrohung durch das Corona-Virus hat die akute Notlage vor Ort noch einmal verschärft. Der Brand letzte Woche in Moria hat das Versagen der europäischen Asylpolitik erneut deutlich aufgezeigt. Über 12.000 Menschen wurden obdachlos, Tausende übernachten seit nunmehr einer Woche im Freien, die akute Versorgung mit lebensnot-wendigen Nahrungsmitteln und Wasser durch Hilfsorganisationen wird laut Berichten verhindert. Zeitgleich stehe in Deutschland über 170 Kommunen und Städte sowie zahlreiche Bundesländer zur Aufnahme der Menschen bereit. Sebastian Koch von der Seebrücke Köln: “Wir sind entsetzt, dass die EU die neueste Eskalation in Moria trotz vielfacher Warnungen hat geschehen lassen. Die unmenschlichen Bedingungen in den Lagern an den europäischen Außengrenzen sind politisch gewollt. Der Umgang mit geflüchteten Menschen ist eine Schande für Europa, der nichts mit Menschenrechten oder der Menschenwürde zu tun hat. Die Antwort Europas kann nun auf keinen Fall sein, die Menschen erneut in Lager zu zwingen. Ein weiteres Moria darf es nicht geben. Das Bündnis folgt mit den Protesten einem Aufruf von der Seebrücke und Europe Must Act. Deutschland- und europaweit wird es zu zahlreichen Demonstrationen kommen, bspw. in Berlin, Brüssel, Lissabon, Madrid, München und Paris."

16. September 2020

Wie haben die Nachbarn gewählt? Da bin ich natülich neugierig. Ich selber bin im Waldbadviertel zuhause: "Stimmbezirk 80503 der Stadt Köln"

Wenn man die 10 Ostheimer Stimmbezirke mit dem Kölner Gesamtergebnis vergleicht, dann muss man staunen.Die örtlichen Sieger, die Grünen mit ihrem Kandidaten Vasfi Bozkurt, haben bei uns 32 % der Stimmen erhalten - gleich nebenan mit 12 % deutlich unter dem Stadtdurchschnitt von 28 %. In der Stadt erhielten die früher siegreichen Kandidaten der SPD nur noch 21 %, bei uns nur 19 %, gleich nebenan 33 %. Die CDU - Sieger auf Landesebene (34 %) und in Köln mit 21 % nur 3. Sieger hier knapp 14 %. Die FDP dank Kandidat Fardad Hooghoughi 11% klar über Stadt- und Landesschnitt (5 %). Erschreckend der hohe AfD-Anteil bei uns (über 10 %), obwohl in Stadt (4 %) und Land (5 %) deutlich gescheitert. In den Stadtrat gewählt wurde wieder der SPD-Kandidat Gerrit Krupp.

15. September 2020

Die drei wärmsten Septembertage hintereinander - und vor längerer Zeit schon für jeden Abend Gäste eingeladen - das nenne ich Glück, denn auf der Terrasse ist es doch angenehmer.  "Sehr erfrischend, also ideal für wärmere Tage", so ein Rezept, das mir in die Hände fiel: Taboulé mit Graupen (statt mit Bulgur). Und da ich stets auch Alternativen vorbereite, falls eine neue Rezeptidee keine Fans findet, habe ich es heute ausprobiert; nur Koriander habe ich nicht im Garten, dafür aber auf dem Wochenmarkt in Vingst um die Ecke - s. Foto unten.

Das Rezept: 200 g gekochte (grobe) Graupen, 1 Bund Petersilie, 1/2 Bund Koriander, 2 Stängel Minze, 300 g Kirschtomaten, 2 Schalotten, 1 Zitrone und Salt, Pfeffer, Olivenöl. Statt der nicht vorhandenen Schalotten nehme ich eine Lauchzwiebel, die Graupen koche ich mit etwas Gemüsebrühe ...

14. September 2020

"Aufgeschoben ist nicht aufgehoben", so der Veranstalter 68elf e.V. Kunstverein Köln coronabedingt. Nun war also der Kulturbunker in Mülheim wieder Ausstellungsort 'unter Hygienebedingungen" wie es üblicherweise heute heißt. 

BEWEGLICHE IDENTITÄTEN - Ein interdisziplinäres Kunstprojekt des Kunstvereins 68elf e.V. mit externer Ausschreibung. "Wir Menschen in den westlichen Zivilisationen haben in den letzten Jahrzehnten scheinbar alle Fesseln gängiger Traditionen und Konventionen abgeworfen und zelebrieren das Zeitalter der Postmoderne. Traditionelle Geschlechtsidentitäten scheinen sich verflüchtigt zu haben und anstelle der üblichen zwei Geschlechter entstehen immer mehr Kombinationsmöglichkeiten. Soziale Beziehungen sind nicht mehr auf Dauer angelegt und unterliegen einer ständigen Fluktuation. Auch unseren Beruf üben wir nicht mehr dauerhaft aus, sondern durchschreiten im Verlauf unseres Lebens unterschiedliche Tätigkeitsbereiche, wozu wir auch des öfteren unseren Lebensmittelpunkt wechseln..."

13. September 2020

Glück gehabt, hatte im letzten Augenblick doch noch eine Eintrittskarte bekommen für 

1934 Stimmen oder: Als mein Mann das große Glück hatte, dem Führer im Tempelhofener Flughafenrestaurant eine Erfrischung reichen zu dürfen

Das freie Theaterkollektiv Futur3 hat mit 'Freihandelszone - Ensemblenetzwerk Köln' eine sensationelle Performance geboten - kein Wunder, dass alle Karten ausverkauft waren. Thema: "Warum ich Nationalsozialist wurde" auf der Grundlage der 'Abel-Collection', eine einzigartige Dokumentation aus den 30-er Jahren. Alle 10 Minuten hatte man die Chance, auf einem Parcour von vielen Stationen schauspielerische und/oder multimediale Aufführungen individuell zu erleben - sozusagen 'eins zu eins' - kaum zu erwarten, dass man so etwas noch einmal erleben darf. Und das bei einem so sensiblen Thema ... und passend an diesem Ort, dem NS-Dokumentationszentrum im EL-DE-Haus.

12. September 2020:

Historische Ereignisse prägen persönliche Schicksale - ob iranische Revolution, Jugoslawienkriege, der Nationalsozialismus oder die Diaspora. BODY OF TRUTH ...  "Die Künstlerinnen Marina Abramović, Sigalit Landau, Katharina Sieverding und Shirin Neshat stammen aus vier verschiedenen Kulturen  und wurden durch ihre persönlichen Erfahrungen mit Krieg, Gewalt und Unterdrückung in ihren Heimatländern geprägt und politisiert. Diese Erfahrungen verwandeln sie in aufrüttelnde und bewegende Kunst und setzen dabei als Ausdrucksmittel das Persönlichste ein, das sie haben: ihren eigenen Körper." so die Kritikerin Bianca Rauch in der Kino-Zeit. Ein außergewöhnlicher Film.

11. September 2020

Heute erstmals wieder eine Veranstaltung im E-Werk .... 'Stunk und Freunde' zeigten fast drei Stunden ein abwechslungsreiches Programm, Spitze wieder Martina Klinke und Biggi Wanninger. Aber auch  zwei Neuentdeckungen - für mich jedenfalls: Barbara Ruscher und William Wahl haben begeistert!

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© Klaus Kirschbaum