Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

An dieser Stelle notiere ich jetzt jeden Tag ein Thema, das mich bewegt, interessiert, geärgert oder gefreut hat, das mir begegnet ist ... 

Tagebuch 

2. September 2026

Wieder ein richtiger 'Müritz-Tag' ... arbeiten im Garten, lange Pausen unterm Sonnenschirm, wieder arbeiten im Garten, kühle Getränke, 18h-Sonnenbad auf der Terrasse, dann der obligatorische Salat mit Räucherfisch (hier kein Foto) und schließlich ein Lese- und TV-Abend mit Schorlebegleitung und Käsehäppchen ... heute wie oft dann auch mit einem kleinen Feuer auf der Terrasse. Ausklang eines Urlaubstages im eigenen Garten.

1. September 2026

Den ganzen August, insgesamt 30 Tage ohne den Garten an der Müritz,  eigentlich unvorstellbar. Doch heute Wirklichkeit. Inzwischen haben die Schnecken in den Hochbeeten ganze Arbeit geleistet ... ab morgen Schadensbegrenzung.

Was mich aber privat umtreibt: die Katastrophe, die sich gerade abspielt. Eine der Familien, die ich bei der Integration begleite,  hatte Asyl bekommen, da der Vater als 'Ortskraft' Asyl erhielt. Doch bei der Ausreise waren die beiden ältesten Söhne gerade volljährig geworden und mussten in Afghanistan bleiben. Jetzt sind sie von Nachbarn an die Taliban verraten worden und auf der Flucht (mittellos, Mitte 20). Heute wurde der Familienvater angesichts der Nachrichten todkrank in die Intensivstation eingeliefert ... wir fürchten um sein Leben und das seiner beiden Söhne. Es ist ein furchtbares Trauerspiel .. und wir sind hilflos!

31. August 2026

Sie erhielt die höchste Auszeichnung ihres Berufsstandes, den Pulitzerpreis. Beeindruckende Fotos heute Abend. Filmaufnahmen, Archivaufnahmen in 3sat. Anja Niedringhaus hat ein Vierteljahrhundert an vorderster Front über Kriege berichtet, aber nicht so wie Männer. Es sind völlig andere Aufnahmen … mir fällt es schwer, aus dem Pool 'das Foto' für mich herauszufinden. Zu viele Aufnahmen beeindrucken nachhaltig, ob in Kuwait, Sarajewo, Bagdad, Afghanistan - bis sie dort 2014 ermordet wurde; ihr Mörder wurde hingerichtet ... Was ich bislang gar nicht auf dem 'Schirm' hatte, sie war auch Sportfotografin! Großartige Aufnahmen!

Unten eine Karikatur aus dem 'Hohlspiegel' heute: Sollte die Wahl in Sachsen-Anhalt einen AfD-MP sehen, kann man jetzt schon vorab die beiden zentralen Entschuldigungen notieren ... Aber ich bleibe Optimist ... es kann nicht sein, dass die Mehrheit dumm ist, oder?

30. August 2026

Kleiner Zwischenbericht bei Spiegel-online aus Magdeburg von Ann-Katrin Müller heute um 18.13 h. "Ähnlich begeistert zeigten sich viele, als Bundesvorstand Dennis Hohloch ihnen sagte, dass Deutschland nicht mehr Wohnungen, Schulen, Kitas, Sozialpädagogen und Lehrer benötige. Denn: »Wir als Bevölkerung schrumpfen«, so Hohloch. Und die AfD sage ganz klar: »Deutschland braucht keine 80 Millionen, es kann auch mit 60 Millionen leben – und wir brauchen diese Zuwanderung nicht«. Der Jubel war groß. Der Satz und die Reaktionen darauf zeigen, welches Verständnis von Staatsvolk es in AfD und »GD« (=Generation Deutschland) gibt. Denn inzwischen nutzen einige in der AfD diese oder ähnliche Zahlen, etwa der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke oder sein bayerischer Kollege Stephan Protschka. Letzterer sagte schon 2022, dass es ja »nur noch 60 Millionen Deutsche in etwa« gebe – »oder weniger, da ja die mit der deutschen Staatsbürgerschaft mit Migrationshintergrund nicht extra aufgeführt werden«. Völkischer geht es kaum." Aber kaum einer merkt es …

Letzter Tag der Ausstellung "Die Magie des Stillens" heute in den Kunsträumen der Horbach-Stiftung in der Wormser Straße … Schon das Plakatfoto ein Highlight: "Sie ist bekannt für ihre mitfühlende und einfühlsame Herangehensweise an die menschliche Situation, wobei sie stets das Gesamtbild im Blick behält," so die Würdigung der Fotografin Alixandra Fazzina im Katalog der Stiftung. Im Interview führte sie seinerzeit aus, dass sie das Foto in Badachhshan aufgenommen hat, einer Provinz im Nordosten Afghanistans mit der höchsten Müttersterblichkeit weltweit. Es gibt 6.500 Todesfälle auf 100.000 Geburten. Frauen werden sehr jung verheiratet, und es ist so abgelegen, dass es fast unmöglich ist, professionelle Gesundheitsversorgung zu bekommen – es dauert zwei oder drei Tage auf einem Esel, um das nächste Krankenhaus zu erreichen. "Ich bin 2008 dorthin gegangen, um ein Projekt für Oxfam zu drehen, und habe viele Waisen gefunden, deren Mütter während der Geburt gestorben waren … Ihr Name war Hanifa und ihre Tochter Siamoy saß dort und stillte in diesem wunderschönen Licht. Meine Bilder beginnen oft mit einem Gespräch oder einer Tasse Tee, statt mit dem Objektiv: Ich glaube nicht, dass ich automatisch das Recht habe, von jemandem ein Foto zu machen, und ich hasse die Vorstellung, ein Foto zu stehlen. Erst nach einer Weile habe ich meine Kamera in die Hand genommen … Aber ich war nie wieder in Badakhshan. Ich wollte es, aber 2010 begannen die Taliban, NGO-Mitarbeiter in der Region anzugreifen. Jetzt ist es fast nicht mehr möglich." So die Geschichte allein zu diesem Foto.

29. August 2026

Gestern Abend der Bundesligastart mit Bayern gegen VfB Stuttgart (5 : 1) … Spiegel-online feierte München bereits als Deutscher Meister 26/27. Und ich dachte mir nur: so hoch verliert der FC zuhause nicht gegen Hoffenheim. Also der FC noch nicht Schlusslicht am 1. Bundesliga-Spieltag …Und zu meiner Überraschung gewinnt der FC sogar noch 3 : 2. Das scheint wieder ein aufregendes Fußballjahr mit unserem Kick-Tipp zu werden!

Heute ist Spiegel-online schon wieder auf Kurs: Seit Wochen ist eigentlich klar, dass in Sachsen-Anhalt die AfD mehr Sitze bekommen wird als CDU, SPD und Grüne zusammen. Lediglich die Unterstützung durch die Linken kann dieser Koalition zu einer Mehrheit verhelfen. Doch seit Jahrzehnten eiert die CDU herum … keine Zusammenarbeit mit AfD und Linken. Dabei singt heute die AfD die DDR-Hymne bei Parteiveranstaltungen - im Gegensatz zur Linken. Das soll noch einer nachvollziehen können! 

28. August 2026

Der Sperrbildschirm auf meinem Handy zeigt Hiddensee bei der Rückfahrt zur Insel Rügen im Sonnenschein, der sich im Wasser ganz weit spiegelt - im letzten Sommer war ich dort. "Hiddensee, eine Insel zwischen Ostsee und Horizont, steht im Zentrum einer Jahrhundertreise durch deutsche Geschichte. Der Dokumentarfilm verbindet Landschaft und Zeitgeist: In den goldenen 1920er Jahren zieht es die Berliner Avantgarde auf die Insel, weil hier Ruhe, Austausch und neue Ideen möglich scheinen. Die Idylle wirkt wie ein Versprechen auf Freiheit - ein Ort, an dem Kunst und Denken atmen können. Doch die Geschichte bleibt nicht stehen. Der Film legt Schicht um Schicht offen, wie sich gesellschaftliche Umbrüche auch auf Hiddensee auswirken." so das Kölner Weißhauskino in der Ankündigung. Oben mein Handybildschirmfoto und das Filmplakat.

Wurde von Nasrin und Hadya mit selbst zubereiteten Bolani überrascht! Ein afghanisches Gericht, das ich nicht zum ersten Mal esse. Typisch die Füllung mit Kartoffeln, Lauchzwiebeln, Knoblauch, Pfeffer, getrocknetem Dill und Koriander … dazu eine Joghurt-Sauce, die etwas an Zaziki erinnert.

27. August 2026

Das beruhigt doch: "Die große Mehrheit der Bundesbürger lehnt die zentralen Positionen der AfD ab. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv hervor," so t-online. Ganz deutliche Ablehnung der AfD-Aussagen zu ausländischen Fachkräften: Nur 17 Prozent der Befragten stimmten der AfD-These zu, ausländische Ärzte seien wegen "Sprachschwierigkeiten" und ihrer "anderen kulturellen Herkunft" oft kaum geeignet, die deutschen Bürger richtig zu behandeln. Unter AfD-Anhängern lag die Zustimmung bei 52 Prozent. Ähnlich verhält es sich bei der Aussage, die Anwerbung von Fachkräften "aus fremden Kulturen" gefährde etwa im Gesundheits- und Pflegesektor "das Wohl der Patienten": Nur 16 Prozent der Bundesbürger stimmten zu, bei AfD-Anhängern waren es 49 Prozent. Mehr als 80 Prozent der Gesamtbevölkerung lehnten beide Aussagen ab.

Heute habe ich mir zum ersten Mal meine fast verheilten OP-Narben ansehen können … sind ja schon echt heftig! Gut, dass meine Haare fast alles verdecken … kleine Kinder werden also keinen Schock bekommen.

26. August 2026

Mit Witz, einfühlsam, der Bericht über einen Sonderling in der DDR, der sieben Jahre und neun Monate braucht, um seinen Traum verwirklichen zu können. "Der sich auf stille Art in eine Besessenheit steigert – und für den die DDR, Mecklenburg, Rostock immer Heimat bleiben wird. Als er es in den Westen schafft, stellt er gleich klar: Er ist kein Flüchtling. Er ist ein Reisender, der zurückkehren will. Die akribischen Vorbereitungen kontrastieren mit der ganz naiven Denkweise, dass eine Heimkehr so leicht sei," so die Kino-Zeit zum Spaziergang nach Syrakus (oben das Odeon-Plakat). Historisches Vorbild, originelle Zusammenhänge … und Rückkehr im Augenblick des Mauerfalls.

Meine Pläne in diesem Jahr sind jetzt schon mehrfach durcheinandergewirbelt worden. Vor allem fällt gerade meine dritte Fahrt an die Müritz aus ... wenn ich jeden zweiten Tag zur Kontrolle der OP-Narben zur Ambulanz muss. Und das geht eben vor. Heute beginne ich damit, meinen Italienurlaub zur Disposition zu stellen. Geplant, gebucht vom 13. bis 29. September. Stornierungesmöglichkeiten der 5 Stationen: 11.9., 11.9., 13.9., 17.9. und 20.9. ... so die booking.com-Daten. Motto heute: Überraschung!

25. August 2026

Eigentlich, so könnte man meinen, ist das Thema 'Mutter-Tochter-Beziehung' gar kein Thema für einen Mann oder speziell für mich. Doch weit gefehlt! Nicht nur die jeweilige Beziehung meiner bisherigen Ehefrauen zu ihren Müttern, diese Beziehungen von früheren Freundinnen zu ihren Müttern … nicht selten ohne Einfluss auf meine Beziehungen selber! Und auch die Beziehung meiner Töchter zu ihren Müttern habe ich interessiert beobachtet. Vielschichtig, kompliziert, mit mehr oder weniger Auswirkungen … Filmstarts.de kommt bei 'Im Spiegel meiner Mutter' zu folgendem Fazit: "Vom beinahe lyrischen Beginn bis zum überraschenden Schluss wird hier eine Mutter-Tochter-Beziehung in einer Atmosphäre zwischen Psychothriller und analytischem Drama verhandelt. Das ist sehr gut gelungen – nicht als Monument einer möglicherweise feministisch zu nennenden Filmsprache, sondern als mit weiblichem Scharfblick beobachtete Bestandsaufnahme einer Entwicklung, die noch lange nicht abgeschlossen ist." Aus meiner Sicht nur ein vages Herangehen an diese Problematik, aber o.k. … ist ja wirklich ein ganz komplexes, aber interessantes Problemfeld.... oben das Filmplakat im Odeon.

24. August 2026

Als ich heute nach der Wundkontrolle im Krankenhaus Holweide wieder ins Auto stieg, lief ein Musikstück, das ich gleich erkannte, aber ewig nicht mehr gehört hatte. Noch bevor ich shazamen konnte, vorbei! Aber heute kann man ja schlicht im Netz nachfragen "SWR3 Playlist 24.8.26 um 13.57 h" das reicht heute tatsächlich. Bin sprachlos. Sonique - It Feels So Good (hier das offizielle Video)

Dabei geht es heute um Poliça, die Band um die Sängerin Channy Leaneagh und den Produzenten Ryan Olson. Dazu kommen der Bassist Chris Bierden und die beiden Schlagzeuger Drew Christopherson und Ben Ivascu - schon eine besonders auffällige Konstellation. Gern sehe ich das Video Alive - sensationell in jeder Hinsicht, und auch gute Begründung für zwei Schlagzeuge! Erinnere mich an den provokanten Song von Michel Polnareff aus den 60-er Jahren: "J'aim'rais simplement faire l'amour avec toi" Da ist heute Channy Leaneagh deutlicher: "I want to fuck" … aber letztlich geht es auch nur am Rande um die Texte. Tolle Aufführung heute im Club Bahnhof Ehrenfeld ... oben eine Collage 

23. August 2026

Heute eine weitere Sendung auf Radio1: Best Of The Best – Die 100 besten Songs aller Zeiten und überhaupt "Ein Song, der Grenzen sprengt und Generationen begeistert: Von Rock über Oper bis zur Ballade vereint "Bohemian Rhapsody" von Queen alles, was große Musik ausmacht,"  so der Sender …Nach meiner unmaßgeblichen Meinung hat Rosalia im letzten Oktober das Queen-Werk längst getoppt - sowohl musikalisch als auch vom Video her. Sie landete ein Dutzend Plätze weiter hinten. Und nur Platz 22. für Led Zeppelin: 'Stairway to heaven', mein Favorit zu diesem Thema.

Mit meinen Neu-Kölner Freunden mal einige Runden auf dem Riesenrad gedreht - war ich schon lange nicht mehr - so die Collage oben. Ganz neue Perspektiven!

22. August 2926

Christophs Geburtstagsfeier heute am Rheinufer in Rodenkirchen in den Räumlichkeiten des Rodenkirchnener Rudervereins (Collage des Rheinausblicks oben), tolle Location, leckeres Essen, Live-Auftritt von Björn Heuser zum Mitsingen, köstliche Videos - was will man mehr. Und dann war ich der erste Gast, der gegangen ist ... Sonntagmorgen wartet der tägliche Kontrolltermin im Krankenhaus Holweide ... da gibt es keine Diskussionen.

Heute ein Nachholtermin ... beim Tag der offenen Ateliers in der Delmenhorster Str. 20 war ich im Krankenhaus 'nicht abkömmlich'. Dafür heute eine ausführliche Besprechung vor Ort im Atelier von Anna Bilman, eigentlich besser, als es hätte sein können ... Eintauchen in eine ganz neue Welt!

21. August 2026

Fünf Wochen vor den Wahl in Sachsen-Anhalt die Erklärung vom strahlenden AfD-Kandidaten Siegmund, dass ein namhaftes CDU-Mitglied Großspender der AfD geworden sei. Jetzt, drei Wochen vorher, outet sich ein Dorfbürgermeister Prange (Seehausen in der Altmark), er habe noch einmal 5000 € gespendet und er rufe zur Wahl der AfD auf, "mit tiefer Sorge um unser Land". …  o.k., ein Überläufer zur AfD, der auf seinen Rausschmiss wartet. Das eigentliche Problem aber sind die möglichen Überläufer nach der Wahl! Der AfD fehlen vielleicht nur 2 oder 3 Sitze zur Absoluten Mehrheit … die sollen dann von der CDU kommen. Ich wette drauf!

Heute Abend Geburtstagsfeier von Iris ... Kinder und Enkel haben das Fest professionell ausgerichtet ... und schließlich die Präsentation der Geburtstagstortem diurch Enkelin Lisa ... Alles perfekt!

20. März 2026

Das ist schon extrem: In der Beliebtheitsskala der 20 'wichtigsten' Politiker dominiert Pistorius (4,9) nach wie vor - dahinter Özdemir, Wüst und Schwesig vor Söder (4,0). Am Ende Reiche (3,2) und ganz zum Schluss Merz (2,6). Ich kann die Einschätzung durchaus nachvollziehen. Aber ich glaube, es gibt jemanden, der diese Einschätzung ganz und gar nicht nachvollziehen kann, nämlich Charlotte und Friedrich Merz.

Es ist immer wieder interessant, zwischen den Zeilen zu lesen. Wolfgang Nidecken mag klare Worte - er trifft den Kern, alles ist gesagt. Die Schauspielerin Sandra Hüller und der TV-Star Bill Kaulitz stellen sich offen gegen die AfD – und ernten unverhohlenen Hass. Andere, wie Schauspieler Jan-Josef Liefers oder die Autorin Juli Zeh, betonen dagegen, dass sie viel Verständnis für die normalen AfD-Wähler haben … sie machen sich zu harmlosen Mitläufern. Doch letztlich wird das den normalen AfD-Wähler wenig beeindrucken … schließlich kommen die genannten Personen weder bei 'Bauer sucht Frau' vor, noch im 'Dschungelcamp'.  

19. August 2026

Heute konnte ich endlich den Nachfragern sagen: Ja, bin entlassen (nach 9 Tagen - so lange war ich nie im Krankenhaus), alle Werte positiv, kein Entzündungsherd mehr, alle Proben ohne Befund, keine Anzeichen mehr von Krebs und auch keinerlei Streuungen. Die Fäden sind auf jeden Fall schon mal gezogen.Jetzt nur noch täglicher Verbandswechsel ambulant. Lustig: Überraschungsbesucher, die eben meine Zimmernummer wissen wollten, habe ich nach Hause 'umgeleitet'. Die Überraschung der anderen Art.

Das wird jetzt ganz schwer: über "kriminelle Ausländer" und "Messermänner" haben wir ja schon viel von Weidel & Co. gehört. Der Eindruck, der seit Jahren verbreitet wird, ist durch nichts unterfüttert. Wie hier in Sachsen-Anhalt sinkt die Kriminalität, der Anteil der Ausländer steigt stetig. Wie passt das zusammen?

Es passt nichts zusammen, aber das irritiert den AfD-Wähler nicht, denn die AfD ist die Alternative für Dumme. Da muss nichts zusammenpassen. Niemand merkt es. Jeder fühlt sich in seiner Wut und Hetze wohl.

18. August 2026

Rückblickend ist es nicht mein erster Geburtstag, der ausfällt. Früher sind wir als Familie in den Sommerferien mindestens 5 x nach Eckernförde an die Ostsee gefahren. In einem Jahr jedoch grassierte Masern. Erst waren meine jüngeren Geschwister krank. Als ich dann mich auch angesteckt, ging's zurück nach Hause. Und an meinem Geburtstag war ich dann der einzige, der mit hohem Fieber den ganzen Tag im Bett liegen musste ... heute war ich schon früh zu allem bereit. Sofort Blut kontrollieren lassen, die Werte messen ... Abstriche von den verheilenden Nahtstellen. Antibiotika-Zufuhr ... aber heute von der Entscheiderin keine positive Entscheidung. Später erfuhr ich, dass sie 'zwei Säle operieren' müsse. So der Hinweis, dass nur ein Operateur von einer OPzur nächsten rauscht. Keine angenehme Vorstellung für alle Beteiligten. Also wird der 'spontane Sektempfang' im Einbettzimmer der Höhepunkt des diesjährigen Wiegenfestes sein. Auch gut. Die Ersatzfeier im Oktober wird dann wohl alle Grenzen sprengen. Bislang haben alle zugesagt! Niemand ist in Urlaub und die Herbstferien sind erst fünf Tage später.

17. August 2026

Heute wieder bunte Urlaubsbilder aus allen Himmelsrichtungen. Vom menschenleeren Strand in Soulac sur mer in Frankreich über erklommene Gipfelkreuze (David mit Tochter Merle) und klare einsame Gebirgsbäche bis hin zu Olis 'Badesee im Tessin (unten). Heute aber auch Wetterumschwung. Julia wird es nicht nach Baden zu mute gewesen sein, als sie heute an der Nordsee ankam (oben).

16. August 2026

Es klingt erfunden: nach Mittagessen lese ich in der letzten Ausgabe der ZEIT (print) die Geschichte vor und nach dem Rücktritt von Prof. Jason Arday, sein Aufstieg, sein Fall ... 'wurde akademische Excellenz der woken Identitätspolitik geopfert?' und andere Fragen. Weiter kam ich kaum als mit DER SPIEGEL-online um 15.41 h mitteilt, dass er tot aufgefunden worden. "Der britische Premier Andy Burnham drückt sein Mitgefühl aus ... " Während ich gerade anfange darüber nachzudenken, wie der Fall weitergeht, ist er bereits beendet. Nur die Todesursache steht noch nicht fest. Klar aber dürfte sein, worum der Streit eskalieren wird.

15. August  2026

Für die einen heutè der Jahrestag 1969, Woodstock ...  das ist echte Nostalgie. Aber heute der schwarze 5. Jahrestag für Mädchen und Frauen in Afghanistan  ... es gab nicht einen positiven Effekt ... allenfalls die geschmückte Innenstadt in Kabul wg. des Sieges über mehr als 50 ausländische Aggressoren. Die vielen afghanischen Flüchtlinge können sich hier kaum über ihre Freiheit freuen. Sie leiden unter Not und Unterdrückung ihrer Familien in der früheren Heimat. Wenn ich in diesen Tagen nach der Heimat frage, dann ist die Antwort immer sinngemäß: "Heimat ist da, wo ich frei leben kann, hier!"

... unter der Screenshot aus dem Kölner Stadtanzeiger (ap)

14. August 2026

Abenteuerlich,  was da aus Sachsen-Anhalt zu uns dringt: BSW-Sahra Wagenknecht stellt Bedingungen: Wenn alle Parteien im Landtag zusammen nicht eine gemeinsame Fachleute-Regierung wählen, dann enthält sich das BSW. Damit gäbe es eine AfD-Alleinregierung! Das hat Höcke so gefreut, dass er die Abwahl der aktuellen Minderheitsregierung in Thüringen betreiben will und Sahra dann zur Ministerpräsidentin mit den Stimmen der AfD. Könnte klappen ... aber ohne den dortigen Rest des BSW, wie schon zu hören war. Irre Zustände ...

Am 31. Juli habe ich die Steuerklärung für 2025 online ans Finanzamt geschickt. Heute ein Hinweis online, das Geld ist auf dem Konto. Kann das mit rechten Dingen zugehen?

12. und 13. August 2026

'Im Osten' gibt es viele mit einem Defekt. Ihr Wahrnehmung ist anderes, andere Vorstellungen vom Zusammenleben, es gibt die guten Deutschen und die schlechten Ausländer ... zunehmnd kommen die Westdeutschen ins Visier der Dummen. Westfernsehen soll abgeschafft werden, doch nicht durch die AfD, sondern durch 'Team Freiheit' um Ex-AfD--Chefin Frauke Pauly u.a. (unten ein ScreeShot in der.Nähe von Malchin).

Nachdem es mir in der Nacht zu gestern und auch gestern nicht gut ging, hat man heute morgen eine kleine Infektion an der OP-Wunde festgestellt ... ich fühle mich schon besser. Es geht aufwärts. Das Fieber ist schon leicht gesunken, die Infektion an der Operationswunde ist gereinigt worden, das Sekret wird untersucht und ich habe Antibiotika bekommen. Ich werde zeitnah überwacht. Allerdings werde ich jetzt erst Montag oder Dienstag entlassen... daher war ich heute den ganzen Tag damit beschäftigt, allen Eingeladenen zu meinen (wie immer drei) Geburtstagsfeiern die Situation  zu erläutern  und abzusagen ... wird nachholt.

10. und 11. August 2026

"Kein Tag für Passfotos" Julias trockener Kommentar zu einem Selfie von mir am Tag nach der HNO-OP ... Aber der Reihe nach: Nachdem ich vergangenen Freitag erfahren hatte,  dass der entfernte Tumor bösartig war, fand ich mich Montagmorgen zur 2. OP in Holweide ein. Nach 4 Stunden war die OP vorüber, nach weiteren 4 Stunden bin ich langsam wieder aufgewacht. Eine sehr betagte Damen im Nachbarraum sorgte für Stimmung. Obwohl sich jeweils mindestens eine Person um sie kümmerte, war sie recht renitent, aber alle ihre Schimpfwörten kannte ich. Als die letzten Begleiter Rosalinde verlassen hatten, rief sie in Abständen immer 'Hilfäää'. Krankenhauspersonal ist in mehrfacher Hinsicht nicht zu beneiden. Ganz anders mein Nachbar im Beobachtungsraum. Ich hing an vielen Schläuchen, angefangen beim automatischen Blutdruckapparat, am normalen Tropf und einem speziellen Kurzzeittropf, über die übliche Wunddrainage und diversen Schläuchen, die Daten für unterschiedliche Darstellungen für den Monitor mittels Plastikklebeteilchen auf meiner Haut sammelten diesmal auch ein Urinsammler mittels Katheter ... ich war auf jeden Fall sprachlos ob der ausgefeilten Technik. Mein Nachbar war auch sprachlos, immer unzufrieden ('meine Tochter ist Arzthelferin, die weiß, wie man Blut zieht' zum Pfleger in der Nacht, der aussah wie Meister Propper, nur ohne die überzeichneten Augenbrauen.) Ich habe meinen Nachbarn nur von hinten gesehenen - eine ovale Kontur am Bettrand. Und auf der Seite lag er mit dem Rücken zu mir. Da sah er aus wie ein Rechteck ... der Bauch war voll nach vorn gefallen. Er hat die ganze Nacht sein Licht angelassen und entweder geschnarcht oder gehechelt wie ein Maraton-Läufer kurz vor dem Ziel.  Aber da ja mein Blutdruck automatisch alle 30 Minuten gemessen wurde, war ich ohnehin ständug wach. Nun genieße ich heute mein Einzelzimmer. Fand endlich Zugang zu Brille und Handy und habe alle 26 Anfragen via WhatsApp bzw. Signal positiv beantworten können. Wusste gar nicht, dass so viele sich Sorgen um mich gemacht haben. Aber ich glaube, dass ich sie alle beruhigen konnte. Nach der Reaktion auf mein Selfie mit der geschwollenen linken Backe und dem inzwischen dunkelrot gefärbten Hängehals habe ich auf die Veröffentlichung an dieser Stelle verzichtet. Julias Kommentar 'kein Tag für Passfotos' hat den ersten Preis bekommen.

9. August 2026

Eine gute Nachricht: ich habe den Fehler bei der Steuererklärung auf ELSTER für unsere Erbengemeinschaft gefunden und konnte die Prozedur endlich abschließen. ... gerade mal 9 Tage zu spät. So früh war ich noch nie ...

Bei einer solchen Kritik ist es gar keine Frage; man muss den Film einfach sehen! Everytime“ ist extrem präzise beobachtet und gespielt, dabei garantiert zu 100 Prozent kitschfrei. Zugleich präsentiert er sich aber auch als wunderliches Rätsel – und eine schwappende Wasserflasche auf der Brust eines schlafenden Mädchens im gelben T-Shirt ist nur einer von vielen möglichen Schlüsseln. Dass hier irgendwas „off“ ist, spürt man von Anfang an, selbst wenn man das ganze Ausmaß sicher nicht vorhersehen wird. Denn spätestens, wenn auf Teneriffa die quadratische Klötzchen-Sonne (übrigens auch das Motiv des ersten Promo-Posters) aufgeht, ist endgültig klar: So was wie „Everytime“ haben wir auf der großen Leinwand noch nicht gesehen. Es wurde wirklich höchste Zeit! Fazit: Ein mysteriös-zärtliches Kinowunder, das bis zu seiner letzten Einstellung einfach nicht aufhört, sein Publikum immer und immer wieder zu überraschen,"  so filmstarts.de begeistert! Dem kann ich mich anschließen.

8. August 2026

Heute Finissage im K49 in der Goltsteinstraße ... da war ich natürlich dabei, weil ich mein neues Bild abholen wollte. Einen Platz dafür hatte ich gleich 'im Hinterkopf'. Allerdings wird noch der Rahmen geändert. Denn ich habe eine Schwäche für weiße Rahmen - es sei denn, ich kann etwas aus Acrylglas erwerben. Also hier stimmt der Platz, die Höhe muss ich anschlie0end noch klären.

Bin vom Foto immer noch begeistert: Wahnsinnige Farben, extremer Moment dank Auslöser durch Laser - einfach extrem dynamisch. So etwas habe ich weder vorher oder nachher gesehen, auch nicht bei Monika Lusnia, der ich dieses Foto verdanke. Sonnensauer der Name des Fotos.

7. August 2026

Das habe ich auch nicht erlebt: 72 Stunden ohne Haarwäsche ... Nach der OP neben meinem linken Ohr hätte es ja sicherlich Probleme gegeben. Nun habe ich es geschafft, geduscht mit Haaerwäsche ohne an den betreffenden Teil zu kommen. Schwierig, aber letztlich eine Erlösung! Aber nächste Woche die gleiche Prozedur nach der nächsten OP an gleicher Stelle!

Laute Gesänge hunderter Kinder, Riesenjubel zieht rüber aus dem HöVi-Land ins benachbarte Waldbadviertel zu mir … heute ist der letzte Tag der dreiwöchigen Ferienfreizeit für Kinder aus Höhenberg und Vingst (daher HöVi). Passend dazu im Kölner Stadtanzeiger der große Bericht über Pfarrer Franz Meurer, den Initiator von HöVi-Land vor über 30 Jahren. Da lese ich auch, dass der Beitrag je Kind für 3 Wochen Ferienfreizeit immer noch 45 € kostet - Dank vieler Spender und Förderer und fast 200 Ehrenamtler, meist ehemalige Teilnehmer!

Dann heute Abend zum Abschluss der Ausstellung "Gestrandet" in St. Gertrud in der Krefelder Straße ein Konzert: 2 PITOUETTEN, Daniela Mars und Rainer Berger mit ausgefallenen Flöten: flute, altoflute, bassflute und contrabassflute. Ein unglaublicher Klang in dieser fast runden und hohen Kirchengebäude. Jeder Ton hallte noch nach, wenn der nächste Ton gespielt wurde. Ein raumfüllendes Klangerlebnis, das ich nicht erwartet hatte ...

6. August 2026

Das war nun keine gute Nachricht; zwar werde werde ich morgen (vorläufig) entlassen. Aber die Pathologische Untersuchung hat ergeben, dass der Tumor bösartig erscheint, d.h. er könnte in Zukunft streuen. Daher wird jetzt am kommenden Montag eine 2. OP durchgeführt, um die ganze Umgebung zu 'säubern'. Werde nächsten Montagmorgen um 7 h wieder operiert und bleibe dann wieder 2 - 3 Tage zur Beobachtung. Dann erfolgt alle 8 Wochen eine Kontrolle (2 Jahre lang). Rückfallquote in den 2 Jahren bei 20 % (dann erneute OP und/oder Chemo oder Bestrahlung). Ansonsten sind vom Rest 90 % dauerhaft geheilt, so die statistischen Daten. Der Befund ist in einem internationalen HNO-Pool besprochen worden. Uniklinik und Holweide gehören ihm an. Alle Ergebnisse laufen dort weltweit zusammen.  Prof. Maune hatte sich freundlicherweise Zeit genommen, weil ich viele Fragen hatte. Unten ein Selfie ... die Drainage ist raus!

5. August  2026

Der zweite Tag im Krankenhaus Köln-Holweide geht zuende ... das erste Buch ist ausgelesen; Anja hatte es mir vor 2 Jahren geschenkt. Das zweite Buch kam von Maria und Thomas vor 3 Monaten: 'Ein Mann der Kunst' von Kristof Magnusson. Nach den Klappentexten verspricht es viel ... werde mich überraschen lassen.

Ein Krankenhausaufenthalt ohne Whatsapp gar nìcht vorstellbar ... was ich heute alles erfahren habe und selber mitteilen musste! Und zwischendurch auch noch Besuch von Julia mit ihren vielen Geschenken zur Überbrückung der einsamen Stunden im Einzelzimmer! 

4. August 2026

Planmäßig um 7 h (morgens) in der 'Operativen Aufnahme', namentlicher Aufruf, dann Umkleide und Gang zur Anästhesie und dann ... Aufwachen gegen 12.40 h im Aufwachraum - hat tatsächlich lang gedauert, nicht 'ne Stunde wie nach einer Darmspiegelung (bei der ich einmal nicht richtig entschlafen bin, sondern anfangs plötzlich eine Frage hatte zur stark vergrößerten Innenansicht meines Darms auf dem Monitor). Nun, alles normal verlaufen ... und jetzt zwei oder drei Tage 'unter Beobachtung'. Zeit zum Lesen. ZEIT und Stadtrevue hatte ich bereitgelegt. Leider am falschen Ort, denn hier habe ich die Bücher, die ich eingepackt hatte. Zunächst beginne ich mit dem Spiegel-Bestseller 'Vaterländer' von Schauspieler Sabin Tambrea ... zuletzt im Kino gesehen als Franz Kafka in 'Die Herrlichkeit des Lebens'.

Oben eine treffende Karikatur. Der von der AfD forcierte Zeitgeist der allüberlagenden Unzufriedenheit und Wut wird entlarvt. Jetzt wird sogar der Klimawandel den 'Altparteien' in die Schuhe geschoben. Unzufriedenheit wird geschürt, aber Alternativen werden nicht präsentiert. Und wenn doch, dann sind es ungezählte Milliarden, die nötig wären. Doch wo die herkommen sollen, das bleibt ein Geheimnis. Denn die kritisierten Ausgaben für Flüchtlinge und für die Verteidigung der Ukraine würden kaum zum Ausgleich reichen ...

3. August 2926

Auf meine Aleo Vera-Pflanzen kann ich stolz sein. Im vergangenen Jahr hat mir diese 'Mutterpflanze' 22 Ableger beschert, die meisten habe ich verschenken können. Jetzt gibt es wieder 'Nachwuchs' (siehe oben), sogar alte Ableger zeigen inzwischen Nachwuchs. 

Im 'Zweiten' gab es heute wieder eine Folge von Nachtschicht. Neben 'Wilsberg' mein Lieblingskrimi! Immer interessante aktuelle Themen und Probleme, Ausländerhass, Polizeiwillkür auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite Integration, Multikulti, Arbeitsalltag der Polizei ... und das ganz witzg und unterhaltsam. Kompliment!

2. August 2026

Wieder Top-Wetter,  wieder viel Auswahl an Events in Köln. Für mich einmal unbekanntes Terrain: Der Kalscheurer Weiher im Südwesten von Köln, Nähe Köln-Eifeltor/Nähe Äußerer Kanalstraße. Hier hat ein kleiner Verein (Unser Kalscheurer Weiher e.V.) erreicht, dass hier ein kleines Paradies entstanden ist … Tische, Stühle, Boote zum Verleih, ein Kiosk mit großer Auswahl und kleinen Preise sowie kostenloser Toilette. Und heute dazu auch noch eine Band, ohne Eintritt, noch mit Hut zur Pause und zum Ende. Und das in einer wunderschönen Umgebung (oben in der Collage).

Zweite Station: Odonien im Gleisdreieck an der Hornstraße/Innere Kanalstraße. Hier spielten heute mehrere Bands in der gewohnt skurrilen Umgebung mit rostigen Fantasiegestalten aller Art. Allein die Sitzmöbel der Zuschauer schon einzigartig, auch die Theken für Speisen und Getränke. Muss man einfach erlebt haben - oder immer wieder erleben (unten in der Collage).

1. August 2026

Nun haben wir drei Jahre kein Klassentreffen mehr gehabt … es wird immer schwieriger, einen gemeinsamen Termin zu finden. Daher haben wir uns heute im kleinen Kreis getroffen und einen Terminvorschlag für das nächste Jahr gesucht und gefunden. Und uns natürlich zu den üblichen Themen ausgetauscht:  Anekdoten aus der Schulzeit (konnte mich kaum an eine erinnern), Geschichten und Gerüchte über Abwesende. Berichte über den eigenen Gesundheitszustand oder den anderer. Meine Schulzeit ist einfach weit weg; bin erstaunt, wie präsent sie bei anderen ist.

Eigentlich wollte ich mir heute die 'Kölner Lichter' anschauen, das Super-Feuerwerk in der Innenstadt am Rhein. Doch dann hat mein schlechtes Gewissen mich veranlasst, heute kurz vor Mitternacht dann meine Einkommensteuerklärung an ELSTER zu schicken. Morgen - so der Plan - soll dann die für unsere Erbengemeinschaft folgen. Und dann erst einmal Ruhe! Allerdings werde ich noch einen Brief folgen lassen, denn die degiro-Papiere zu KAP sind mir immer noch ein Rätsel.

31. Juli 2026

Fast hätte ich in diesem Jahr meine Steuererklärungen zum Stichtag geschafft. Im Gefühl des sicheren Sieges bin ich jedoch ins Kino gegangen, weil mich 'Bitteres Fest' nach den Kritiken zu sehr gelockt hatte. Wer weiß, wann ich das nächste Mal Zeit für Kino habe: Morgen Klassentreffen und Kölner Lichter, Montag Geburtstag von Kristin und dann drei bis vier Tage Beobachtung nach der OP am Dienstag, anschließend wieder Reise an die Müritz ...  Morgen oder übermorgen werde ich noch einmal alles überprüft haben und Elster auf die Reise schicken.

Nicht annähernd so gut hätte ich es ausdrücken können: "Gewohnt elegant und gekonnt spinnt Pedro Almodóvar in Bitteres Fest die Handlungsfäden und -fährten zu einem Labyrinth der Doppelungen zusammen. Trotz aller Herausforderungen folgt man ihm gerne durch die sich abwechselnden Ebenen. Zugleich aber sorgt gerade die Kühnheit der fein verästelten Konstruktion dieses Spiels zwischen Wirklichkeit und Fiktion dafür, dass die Emotionen es vor diesem Hintergrund schwer haben. So richtig mag man sich auf die Gefühle der Personen gar nicht einlassen, so deutlich, wie sie als reine Fantasiegebilde gekennzeichnet sind. Aber vielleicht ist ja auch das bezeichnend für dieses Alterswerk eines Meisters des Melodrams: Die Gefühle verflachen, das Feuer der Leidenschaft fällt in sich zusammen und übrig bleibt die Frage nach den Zusammenhängen. Auf den Metaebenen, auf denen sich dieser Film bewegt, werden Gefühle zu einer Nebensache," so die Kino-Zeit. Ein Kunstwerk! Bisher bester Film des Jahres für mich!

30. Juli 2026

Wo ich vor Jahrzehnten in Urlaub auf Kreta war, das hatte ich voll vergessen. Aber als ich heute Agia Galini hörte, da ist es mir wider eingefallen … und dazu auch noch Kokinos Pirgos - und was wir da gegessen haben. Natürlich war es ein trauriger Anlass: Waldbrände und zwei tote Feuerwehrleute …

Heute endlich auch Zeit, mir musikalische Neuerscheinungen anzuhören. Vor einigen Tagen etwas Neues von Tricky (Different When It's Silent) … eigentlich wenig Tricky, mehr Mitch Sanders. Das Album ist durchgefallen. Als ich Mono hörte, dachte ich zuerst an Life in Mono,

die Debütsingle des englischen Trip-Hop-Duos Mono, bestehend aus der Sängerin Siobhan de Maré und dem Musiker Martin Virgo aus 1996. Ein echter Kracher! Aber die japanische Band Mono ist eine Stunde wert! Lennart Brauwers von der Stadtrevue hat recht: "Die acht brachialen, monumentalen und epischen Kompositionen leben von der Suche nach etwas, was verloren gegangen ist - allerdings nicht im negativen Sinn …" … zum Beispiel Snowdrop!  Und Gerbera

Schließlich hatte ich noch Zeit, meinen Zimmerpflanzenbestand zu mehren ... schließlich hatte es einen Unfall gegeben und mein Weihnachtskaktus hatte 'bluten' müssen.

29. Juli 2026

Heute Abend zwei Berichte über Afghanistan: Einmal die Dokumentation des ZDF-Auslandsjournal "frontlines: Kabul - die Rückkehr der Taliban" mit Korrespondentin Katrin Eigendorf "2026, fünf Jahre nachdem die Taliban die Macht übernommen haben, reiste die ZDF-Sonderkorrespondentin Katrin Eigendorf erneut nach Afghanistan. Sie berichtet, wie es den Menschen seither geht. Besonders hart sind die Frauen betroffen, deren Rechte massiv eingeschränkt werden." … und dazu weitere Folgen der Dramaserie: Kabul - Flucht aus der Hölle. Es war so schlimm, und für die Betroffenen, die ich in Deutschland kennengelernt habe, sind die Folgen auch heute sichtbar. Tod, Schmerz, Trennung haben ihre Spuren hinterlassen.

Heute im Kino die spanische Tragikomödie So klingt das Leben. Viel auf einmal: Trauerbewältigung, spanische Folklore (die Rondallas), trockener Humor, originelle Charaktere, aber auch viele Handlungsstränge. Für filmstarts.de als Fazit: „So klingt das Leben“ feiert die Wiederauferstehung eines traditionellen Rondallas-Ensembles mit kraftvollen Live-Impressionen und regelrecht berauschenden Musik-Szenen. Der unverkrampft erzählte Film begeistert mit einem gut eingespielten Ensemble und erweist sich insgesamt als vergnügliches Feel-Good-Movie mit Tiefgang. Die mosaikartige Erzählung und die extreme Themendichte tun der spanischen Tragikomödie allerdings gar nicht gut." Den letzte Satz der Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Für filmstarts.de nur 3 von 5 Sternen, für mich 4,5 von 5.

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© Klaus Kirschbaum