Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

An dieser Stelle notiere ich jetzt jeden Tag ein Thema, das mich bewegt, interessiert, geärgert oder gefreut hat, das mir begegnet ist ... 

Tagebuch 

⁹19. April 2026

Unter der Überschrift: "Heimat für Generationen - An diesem Ort wird Hoffnung wahr," berichtet SPIEGEL Wissen. Besondere Häuser stehen in Baden-Württemberg, in Leonberg. Hier leben Einheimische und Geflüchtete zusammen - finanziert von einer privaten Stiftung. "Das Projekt macht der Politik vor, was ihr selbst nicht gelingt," so SPIEGEL Wissen am 19.04.2026. Davon habe ich immer geträumt. Unser Projekt vor vielen Jahren ist damals leider gescheitert … keine bezahlbaren Grundstücke - und dann nach den "Silvesterereignissen" sprangen auch noch einige Investoren ab. Geschichte. Um so besser, dass es andernorts geklappt hat.

„Vier minus drei“, da bleibt halt noch einer übrig, möchte man naiv antworten, wenn man den trügerisch harmlosen Titel der autobiografischen Erzählung von Barbara Pachl-Eberhart zum ersten Mal hört. Aber es steckt nicht nur mehr dahinter, sondern sogar Unvorstellbares: „Vier minus drei“ steht für eine Familie, die Eltern und zwei Kinder, von denen innerhalb eines Moments nur noch die Mutter übrig ist. Ein unbeschrankter Bahnübergang und plötzlich ist da nur noch schier unendliches Leid – und die Frage, wie das überhaupt gehen soll mit dem Weiterleben … Fazit: Es wird sicherlich nicht wenige geben, die die zwei Stunden von „Vier minus drei“ mehr oder weniger durchheulen – aber das ist es absolut wert," schreibt filmstarts.de. Wirklich keine leichte Kost! Aber eine starke Story!

Ganz anders der Höhepunkt des Frühlings hier: Noch blüht der Sauerkirschbaum, schon blüht der wilde Apfelbaum (ein Monat vor dem 'richtigen' Apfelbaum) und auch der goldgelbe Ginster sieht nie schöner aus als heute. Und dann der Löwenzahn auf unserer Steuobstwiese ...

18. April 2026

Heute Vernissage an einem außergewöhnlichen Ort, in der Kunststation St. Peter … die portugiesische Künstlerin Luísa Jacinto, Jahrgang 1984, zeigt Objekte aus verschiedenen Materialien wie Faden, Stoff, Metall, Sprüh­farbe, Aquarellfarbe, lose Pigmente und Gummi­membran. "Für den Kirchen­raum, den sie vor zehn Jahren erstmals besuchte und erkundete, gestaltet sie eine darauf bezogene, fließende Arbeit, die zunehmend die Grenzen zwischen Malerei, Skulptur und Installation verschwimmen lässt. Unter dem Titel „gleich-zeitig“ fordert Luísa Jacinto das Publikum dazu auf, sich auf ein Spiel aus Beobachtung, Wahr­nehmung und Aufmerksamkeit einzulassen, um neue Grenzen des Sehens zu erkunden," so die Ankündigung.
Und ansonsten ist dieser Kirchenraum immer einen Besuch wert … freue mich schon auf das nächste Freitagabendkonzert oder Lunchkonzert samstags um 13 h …

17. April 2026

Auf dem Weg zwischen Köln und Waren an der Müritz komme ich durch das brandenburgische Dorf Frehne, egal, ob ich die Autobahn über Bremen oder Hannover nehme, oder gar Luftlinie Hannover, Celle, Uelzen, Ludwigslust fahre. Und ich habe mit angewöhnt, immer bei der gleichen alten Dame (mit Rollator) Eier zu kaufen (3,50 €) . Die alten Schachteln mit handgeschriebenen 3,50  habe ich dann immer zurückgebracht. Doch diesmal war der Stand auf der Hinfahrt verschwunden. Auf der Rückfahrt heute das gleiche Bild. Die Rolladen waren immer noch runter. Kurzentschlossen habe ich heute bei einer Nachbarin, einige Häuser weiter, meine Eier gekauft.  Und mal schauen, was sonst noch im Angebot sein wird - saisonales Obst und Gemüse, auch schon einmal Honig, oft Marmeladen. 

16. April 2026

Heute der letzte von sechs intensiven Gartentage zu Beginn des Gartenjahres. Dabei ist mir wieder einmal aufgefallen, dass ich die Beikräuter ganz unterschiedlich behandel. Keine Gnade für Giersch - dan Kampf kann man aber nicht gewinnen, muss ich zugeben! Andere sind da einfacher zu beseitigen. Und Pflege für den wilden Majoran, das Highlight  für alle Insekten - ähnlich wie Borretsch ... der kommt ja immer von allein. 

Und der übliche Besuch ist wieder da. Einmal die erste Wespe in der Küche und dann der gold-grün glänzender Rosenkäfer, der unter Naturschutz steht. 

15. April 2026

Schon vor Jahren habe ich damit gerechnet, dass der alte Kirschbaum abstirbt: immer Rinde bricht ab  (Foto oben) ... doch auch in diesem Jahr 'fette' Blüten, wohin man schaut (unten)

14. April 2026

In der letzten Ausgabe der ZEIT unter der Überschrift: "Wer stoppt die Raserei?"  schreibt Bernd Ulrich: "Die Trump-Versteher sind gescheitert. Europa braucht einen neuen Umgang mit dem US-Präsidenten ... Loben, beschenken, schleimen, reden lassen, Preise erfinden - alles wurde probiert, nichts hat gegen Trump geholfen." Und das wird noch unterstrichen durch die KI-Komödie mit Trump als Messias. Aber es geht bestimmt noch schlimmer!

Wieder eine Nacht bei 2° und tagsüber gerade mal über 10°, das ist schon 'hartes Brot' bei der Gartenarbeit. Zur Belohnung gab's heute mal wieder Erwärmendes in der Feuerschale ... 

13. April 2026

Immer wieder viele positive Kommentare: Heute ein doppelt glücklicher Tag. Einmal die Arbeit im Garten. Es geht voran. Dazu immer wieder positive Kommentare nach dem Ergebnis in Ungarn. Unten die aktuelle Karikatur von Tomicek ... ein Volltreffer!

12. April 2026

Aufatmen bei allen Demokraten in ganz Europa: Orban ist abgewählt! Die Demokratie kehrt nach Ungarn zurück, die Quertreiberei, die Sabotage der EU sind Geschichte! Die Unterstützung der überfallenen Ukraine ist gesichert. 

Und auch bei den OB-Wahlen in McPomm sind die demokratischen Parteien vorn. Nach aktuellem Stand ist die AfD nur in Wismar in die Stichwahl gekommen, weit abgeschlagen mit 20 % hinter dem SPD-Bewerber (42 %).

Und mein Tag war komplett 'Gartentag' bein mittleren einstelligen Temperaturen. Und es hat wieder Spaß gemacht, obwohl man im Garten ja nie fertig wird. Aber ich freue mich über die Frtschritte bei der Arbeit und in der Natur. Unten zwei Beispiele für die Frühstarter: links der ungeduldige Rhabarber, links der Liebstöckel auf dem Weg zu neuen Höhenrekorden.

11. April 2026

Erster Urlaubstag an der Müritz. Mein erster Trip gleich wieder an die Feisneck, mein Lieblingssee in McPomm; ein Klarwasserseen mit bis zu 8m 'Durchblick', weil "nährstoffarm", wie gelesen habe. Man sieht dort immer bis zum Grund ... und das in bildhübscher Umgebung. Die Einweihung des neuen Stegs am Donnerstag habe ich leider verpasst. Hier schwimme ich im Sommer am liebsten. 

10. April 2026

Alle Jahre wieder: der Winter ist vorbei, die "Müritz-Saison" beginnt ... heute war.die Temperatur im Ferienhaus gerade bei 9°. Im Vergleich zur Kölner Wohnung (konstant 23 °) frostig. Und die Temperatur draußen ungewohnt für Kölner. In dieser Nacht wird es an der Müritz wieder frieren (- 2°). Und morgen 8° ist auch nicht der Hit. Aber nach 5 Monaten Winterschlaf bleibt im Haus genug zu tun. Schrecksekunde bei der Ankunft: wo ist der Hausschlüssel? Im alten Auto hatte er einen festen Platz. Aber im neuen Wagen? Gut, dass mein Reserveschlüssel im Schuppen über Zahlenschloss erreichbar war. 

9. April 2026

Das sind die Fakten: Fast 25 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte leben hier. Das sind 29,7 % der Bevölkerung bei rund 84 Millionen Menschen. Und das erklärte AfD-Ziel ist: „20–30 % weniger Menschen in Deutschland“ (Björn Höcke; Chef AfD-Thüringen), d. h. runter auf „60 Millionen“ (Lena Kotré; AfD-MdL Brandenburg). Wer immer noch meint, die AfD wolle „nur Kriminelle loswerden“, sollte rechnen: 84 Millionen heute, 60 Millionen als Ziel – fast 25 Millionen Menschen fallen dabei raus. Die Zahlen passen haargenau.  Das ist kein Zufall. Das ist Ziel. (Quellen:   1) YouTube / @ Weichreite TV, 22.01.2026. 'Martin Sellner & Lena Kotré: AfD „Remigration“';  2) YouTube / @ Weichreite TV, 12.12.2023. 'AfD Stammtisch Gera)

Köstliche Begleitung beim üblichen abendlichen Schriftverkehr heute Abend im WDR das französische  "Coming-of-Age-Drama" mit großer Finesse: Frühling in Paris aus 2020  .. wieder etwas aus der Liste 'Leider verpasst' gestrichen …

8. April 2026

"Nur 88 Minuten vor Ablauf eines eigens gesetzten Ultimatums, bei dem er drohte, Iran auszulöschen, rief er den Stopp der Kampfhandlungen aus. Eine von Pakistan vermittelte zweiwöchige Waffenruhe trete unmittelbar in Kraft, Verhandlungen mit Teheran würden folgen, so der US-Präsident," nach Berichten von Spiegel-online. Gerade hatte Trump noch mit massiven Kriegsverbrechen gedroht, er wolle die gesamte Zivilisation sterben lassen …  Seine Kritiker sprechen von "Taco" (Trump always chickens out) … Trump sei in gewohnter Manier einfach eingeknickt. Erfreulicherweise sind die Rohölpreise kräftig eingeknickt und die Preise an den Zapfsäulen nicht weiter gestiegen!

Eigentlich wollte ich längst in Waren an der Müritz aufschlagen, Haus und Garten aus dem Winterschlaf holen, alles für die "Müritz-Saison" vorbereiten, Freunde treffen, weiter erkunden … doch zwei Gründe sprechen dagegen: Einmal sind die Temperaturen in Köln gestern und heute auf über 20° gestiegen (und in der Nacht bin ich selten draußen). Anders im Norden an der Müritz: Höchsttemperaturen gestern/heute/morgen/übermorgen: 13°/13°/11°/9°! Tiefsttemperaturen: -2°/-1°/-1°/-1° … erst am Samstag friert's es nicht mehr: + 5°! Da fängt für mich der Frühling im Norden an!

Die "geschenkte" Zeit in Köln habe ich gleich heute für einen Besuch im Schlosspark Köln-Stammheim genutzt … Gesine Grundmann habe ich in diesem Jahr vergeblich gesucht, aber viele neue Skulpturen entdeckt! Und schöne alte Skulpturen wiedergefunden. Leider hat es auch in diesem Jahr wieder Vandalismus gegeben … wie dumm muss man sein, um sich an Kunstwerken in einem öffentlichen Park zu vergehen?

7. April 2026

»Creepy Don« versetzt die Welt in Angststarre," titelt Spiegel-online heute: "Nach Donald Trumps Rückkehr ins Präsidentenamt gratulierte AfD-Chefin Alice Weidel öffentlich und schrieb: Die Wahl sei ein »gutes Signal für Deutschland«, nicht »das woke Hollywood« habe entschieden, »sondern die arbeitende amerikanische Bevölkerung«"…. heute Abend droht Trump mit Kriegsverbrechen. »Eine ganze Zivilisation wird heute Abend sterben« (hier mehr) … zurück zur AfD. Die nächsten Landtagswahlen in Deutschland finden am 6. September in Sachsen-Anhalt statt. Der AfD-Spitzenkandidat dort, Ulrich Siegmund, sagte schon vor zehn Jahren, seine Politik sei »gegen eingefahrenen Politikfilz, Mauscheleien, Steuerverschwender und ideologische Scheuklappen« gerichtet. Das Donald-Trump-Playbook auf Sächsisch sozusagen. Nun hat Siegmund nicht die Wirkmacht eines Donald Trump. Aber wohin es führt, wenn Amateure einfache Antworten versprechen und deshalb demokratisch ins Amt gewählt werden, lässt sich gerade täglich auf Friedhöfen und Tankstellen begutachten." Nur schade, dass die schlichten Gemüter solche Zusammenhänge nicht durchschauen können …

Nach der Kritik hätte ich mir möglicherweise den Film nicht angeschaut: "Klar, diese Fish-Out-Of-Water-Konstruktion verspricht jede Menge komödiantisches Reibungspotenzial. Haha, dieser abgehängte alte weiße Mann; hihi, diese übersensiblen Student:innen mit ihren Pronomen… Das sorgt für allerlei komische Situationen – jedenfalls behauptet der Film, dass wir es mit Komik zu tun haben. Doch dafür mangelt es an Unterbau. Das reine Benennen von in Klischees verpackten generationalen Unterschieden wird hier bereits selbstgenügsam als Gag verkauft, dem es jedoch in den allermeisten Fällen an einer wirklichen Pointe mangelt. Weil Ein fast perfekter Antrag also unsere Realität nicht nur ignoriert, sondern sich ihr verweigert, hier zwei konkrete Zahlen: Laut Bundeskriminalamt hat 2024 (aktuellstes Lagebild Häusliche Gewalt) fast jeden Tag ein Mann versucht (oder es geschafft), eine Frau zu töten. Weniger als alle vier Minuten(!) erfährt eine Frau Gewalt durch ihren Partner oder Ex-Partner. Dieses strukturelle Problem hängt oftmals mit Trennungen und Ablehnungen zusammen, also eigentlich damit, dass Männer ein „Nein“ nicht akzeptieren. Angesichts dieser Realität sollte durchaus die Frage erlaubt sein, ob es das wert ist, auf dem Boden dieser Tatsachen ein paar fade Klischees für eine Handvoll müder Lacher wieder aufzuwärmen. Dass sich der Film dann auch noch anschickt, zu einem kritischen Kommentar auf die berufliche Austauschbarkeit von Frauen in patriarchalen Systemen anzusetzen, wirkt in Anbetracht der vorangegangenen Ignoranz recht zynisch."

6. April 2026

Heute im Energiemonitor der ZEIT gefunden: Es geht voran, denn die Anteile der Energieträger an allen Baugenehmigungen verändert sich rasant in die richtige Richtung: zwischen April 2022 und September 2025 stieg der Anteil der Wärmepumpen von 51 % auf 66 %. Fernwärme stieg von 26 % auf 30 %. Gas verlor von 18 % auf unter 3 %. Sonstiges (Öl, Pellets, Strom, Kohle usw.) sank von 6 % auf 5 %.  Ein gutes Zeichen …

"In den ersten Minuten ahnt man noch nicht, dass das nicht nur der Einstieg, sondern Prinzip des ganzen Films ist: Ethan Hawke als Lorenz Hart am Bartresen und dort, obwohl am Rand stehend, stets im Mittelpunkt des Geschehens. Im Monologisieren gewaltiger Wortgefälle, immer treffend, immer voller Anspruch, immer auf den Punkt – „Punkt“. Sprache und sprachliche Form sind dieser Figur, das wird schon in der ersten Sequenz deutlich, das Allerwichtigste. Er will nicht inhaltslos daherreden oder gefällig formulieren, sondern die Dinge über die Kunst der Sprache in ihrem Wesen und in ihrer Komplexität, auch in ihrer Widersprüchlichkeit erfassen," so Verena Schmöller zum Film Blue Moon in der Kino-Zeit. Habe noch nie erlebt, dass jeder 5. Besucher den Kinosaal verließ. Es war wirklich 'wortlastig' … bestimmt nicht für jeden akzeptabel, ein "Monolog de Force".

5. April 2026

Ostersonntag … erst 'Angrillen', dann der sprichwörtliche  Ostersonntagspaziergang und schließlich Eier & Co. suchen der Enkel im Garten. Der Spaziergang in Köln-Sürth erst zu den Lamas und dann zum Rheinufer. Es macht Kindern einfach immer Spaß, Steine ins Wasser zu werfen! Und die Erwachsenen zeigen ihnen, wie man flache Steine so wirft, dass sie mehrfach 'auftitschen'. Vom letzten Hochwasser sind immer noch in den Sträuchern und Bäumen 'Andenken' in den Zweigen zu finden.

Am Abend dann Kino. Eigentlich sind Märchenfilme nicht mein Genre, aber da in der Scifi-Komödie Sandra Hüller spielt, habe ich mir ihn mir heute angeschaut. Fazit von filmstarts.de:: "Eine rührende Buddy-Komödie im All! „Der Astronaut“ entpuppt sich trotz seines fatalistischen Weltuntergangsszenarios als ansteckend-optimistische Erzählung über Solidarität und Gemeinschaftssinn. Nach den schier überwältigenden Weltraum-Panoramen bekommt man zudem fast selbst Lust auf einen Ausflug zu den Sternen. Oder um es mit den Worten einer der Hauptfiguren zu sagen: „Staunen, Staunen, Staunen!“ Einige nette Gags, auch schöne Bilder … aber ich bin mir sicher, dass ich mir keine weitere Märchenfilme anschauen werde - es sei denn, die Enkel sind dabei! Das Filmplakat oben in der Collage.

4. April 2026

Die Vorschau versprach Spannendes, Lustiges, Dramatisches. Die Kritiken waren eher negativ: "Das Drama - Nochmal auf Anfang …  Fazit: Interessante Prämisse (die nicht verraten werden darf), dazu zwei charismatische Stars – doch am Ende bleibt „Das Drama“ trotzdem ein eher unbefriedigendes Kinoerlebnis," so filmstarts.de"Das Drama ist kein ernsthafter Film. Er ist eine unausgegorene schwarze Komödie, die mal richtig unangenehm sein will, dann aber doch wieder zum Schenkelklopfen, etwa als die Klischeefigur eines nervigen Hochzeits-DJs auftritt, und dann wieder zur großen Gesellschaftsanalyse auszuholen meint," schreib die Kino-Zeit. Ich gebe zu, dass ich mich hier oder da gefragt habe, wie der Film bei Franzosen oder Italiener wohl ausgesehen hätte. US-Amerikaner haben eben andere Ambitionen … "Aufmerksamkeitsökonomisch wird Borgli (der Regisseur) damit vermutlich ein großer Coup gelingen. Denn wer der Anziehungskraft der beiden Stars folgt und sich auf eine romantische Promihochzeit auf der Leinwand freut, wird einige böse Überraschungen erleben. Die ersten sicherlich eingepreisten wenn nicht gar bewusst provozierten Skandalrufe und Negativschlagzeilen in Boulevardmedien sind bereits erschienen. Der Regisseur ist also gar nicht so anders als seine Figuren" … schreibt die Kino-Zeit weiter. Sie hat den Durchblick!

Gut, dass es am Abend noch Gelegenheit gab, den neuesten 'Wilsberg' in der Mediathek zu sehen. Was gibt es Netteres am Rande einer Steuererklärung  ...  'Wilsberg' ist einfach eine ganz andere Welt!

3. April 2026

In diesem Jahr wird Ostern ein Kino-Wochenende sein. Heute der Anfang mit dem Film-Portrait über Siri Hustvedt  "…  eine herausragende Schriftstellerin, Wissenschaftlerin und Symbol für weibliche Selbstbestimmung, widmet sich ihrem offenen Umgang mit körperlichen "Gebrechen" und ihrer Erforschung der jahrhundertealten Stigmatisierung von weiblichen Krankheitsbildern als "Hysterie". Der Film taucht ein in ein komplexes Labyrinth aus Geschlechterkampf, Krankheit, Sexismus und Verblendung. Siri Hustvedt hat sich einen Namen gemacht, indem sie gesellschaftliche Tabus bricht und unbequeme Fragen stellt. Das Film-Porträt gibt Einblicke in ihr Leben und Werk, und zeigt ihre inspirierende Auseinandersetzung mit körperlichen und psychischen Herausforderungen. Es beleuchtet auch ihre kritische Betrachtung der Geschlechterdynamik und die weitverbreitete Tendenz, weibliche Krankheitsbilder als Ausdruck von Hysterie abzutun,"  so die Ankündigung des Odeon. Morgen wird "Das Drama - noch mal auf Anfang" folgen, Ostersonntag "Der Astronaut - Projekt Hail Mary" mit Sandra Hüller. Montag bin ich noch unentschieden, aber Dienstag bin ich bei "Ein fast perfekter Antrag" im Weißhauskino verabredet … kaum noch Karten zu bekommen, und das schon um 15 h!!

An der Dieselpreisfront gibt es nur schlechte Nachrichten …  es scheint tolle Absprachemechanismen zu geben. Ich habe heute zum ersten Mal 'vollgetankt', tanken müssen. 117 € statt 83 € früher.

2. April 2026

Erster Donnerstag im Monat … also Kulturabend mit interessierten Flüchtlingen. Heute vor allem, damit sie sehen, was in ihrer neuen Heimat vor 2000 Jahren los war. "Das Römisch-Germanische Museum geht zurück auf die zusammen mit dem Runderlass zum Schutz der Bodenaltertümer vom 25. April 1807 eingerichtete „kölnische Altertums-Sammlung“ des Arrondissement de Cologne  und die von der Stadt Köln übernommene Sammlung römischer Altertümer von Ferdinand Franz Wallraf, aus der die Römische Abteilung des 1861 neu eröffneten Wallraf-Richartz-Museum hervorging." Im Vergleich zum alten Museum neben dem Dom ist es jetzt ja nur eine bescheidene Ausstellung (im Belgischen Haus). Aber immerhin!

1. April 2026

Meine Tankanzeige sagt mir, dass ich noch etwa 120 km fahren kann. Also werde ich mich jetzt wieder mit meiner App auseinandersetzten. Mein letzter Blick um Mitternacht zeigte mir als günstigsten Preis für Diesel 2,31 € in 5,6 km Entfernung. Alle schauten dann auf 'High Noon'. Überraschung. Es gab eine Tankstelle, die nicht erhöhte (SVG, Am Eifeltor 1, 50997 Köln) … dort blieb es beim Preis von 2,23 € Diesel. Um Mitternacht haben sich viele Tankstellen bis auf 2,26 € angenähert. Mal sehen, was sich bis 12 h am 2. April tut …

Ostern ist immer eine besondere Zeit. Es sind Osterferien - einige freuen sich auf die letzten 'richtigen' Wintertage (mit Skifahren), andere ziehen den Sommer vor wie in der Collage unten, beim Schnorcheln in Ägypten. Und bei mir ist jetzt der Garten 'startklar'. In der Collage die sprießenden Weinstöcke - und zu meiner Überraschung habe ich im letzten Herbst eine Rebe übersehen. Sie ist jetzt total vertrocknet, starr. Daneben die Sprösslinge … Jedenfalls ist der Garten in Köln jetzt dank der Mitarbeit meiner Schwester Sabine "fertig".

31. März 2026

Heute habe ich es geschafft, mit drei von vier Kindern ins Kino zu gehen - und wäre nicht das 4. Play-off-Spiel des KEC gewesen, wären alle vier dabei gewesen. Leider hat der Film die Erwartungen nicht erfüllt. So schreibt jetzt auch 'filmstarts.de' im Fazit: "Is This Thing On?“ ist trotz starker Besetzung und viel Sorgfalt bei der Schilderung des Stand-up-Milieus leider oberflächlich in seiner Analyse moderner Beziehungen. Das wirkt trotz der vielen schrulligen New Yorker wie ein Woody-Allen-Film, nur mit weniger Biss, weniger Witz und weniger psychologischer Tiefe."  Schwacher Start, schließlich aber auch ein halbwegs versöhnlicher, humorvoller Abschluss.

Anne und Karsten hatten natürlich beim KEC einen ganz aufregenden Abend. Nach den regulären 60 Minuten stand es 1 : 1. Dann gab es drei Verlängerungen ... und nach 104 Minuten siegte der KEC und zieht nun ins Halbfinale ein. 104 Minuten reine Spielzeit - Beginn war 19.30 h, das 2 : 1 fiel um 23:38 h ... 4 Stunden brutto also voller Spannung! Kompliment!

30. März 2026

"Der CDU-Chef will gegen die AfD punkten", titelt heute Spiegel-online trefflich: "Mit der Konzentration auf die Flüchtlingsfrage hofft Merz, die in Teilen rechtsextreme AfD zu bekämpfen. Ob das aufgehen wird, ist fraglich. Im Verlauf des Montags versuchten Vertreter der Partei rund um den Besuch Sharaas, den Kanzler mit maximalen Forderungen vor sich herzutreiben. Bei den Gesprächen mit der syrischen Regierung sei »der Zusammenhang zwischen künftiger Unterstützung mit einer vollständigen Kooperation bei der zeitnah zu lösenden Rückkehrfrage klarzustellen«, so der innenpolitische AfD-Sprecher, Curio. Der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Frohnmaier, kritisierte gleich jegliche Hilfen an Syrien. »Keine deutsche Wiederaufbauromantik für Damaskus, keine neuen finanziellen Zusagen und keine wirtschaftspolitischen Luftschlösser«. Wer Syrien stabilisieren wolle, müsse dafür sorgen, dass Syrer aus Deutschland in ihre Heimat zurückkehrten und ihr Land selbst wiederaufbauten. Klar wurde einmal mehr, die AfD operiert in der Syrien-Frage nach dem Motto: Genug ist längst nicht genug." Merz kann sich bemühen wie er will, die AfD treibt ihn mit Maximalforderungen vor sich her … und jeder 4.  Wähler wird anschließend trotzdem die AfD wählen, "wetten, dass…?"

Heute im Odeon Calle Málaga – Ein Zuhause in Tanger: "Durch das offene Balkonfenster dringen die Rufe der Händler in die gemütliche Wohnung von María Ángeles, gelegen im spanischen Viertel von Tanger. Die marokkanische Hafenstadt ist ihr Zuhause. Die 79-Jährige versteht sich gut mit ihren Nachbarn und liebt ihre vier Wände, die gefüllt sind mit alten Möbeln, Erinnerungsstücken und jeder Menge Küchenutensilien. Als ihre Tochter Clara unangemeldet auftaucht und das Apartment möglichst umgehend verkaufen will, ist sie schockiert. Die Alternativen, entweder zu ihrer Tochter nach Madrid, oder in ein Seniorenheim zu ziehen, sind für María keine Option. Sie rebelliert – mit Grazie und Gewieftheit." Zum ersten Mal bin dabei in das 'Strickkino' gekommen, so das neue Format im Odeon … stark gedimmtes Licht, aber nicht dunkel. Und natürlich 90 % Frauenanteil.

29. März 2026

Sonntagabends nach ttt sehe ich mir zum Tagesabschluss gern die Sendung Druckfrisch mit Denis Scheck an. Ich liebe seine scharfzüngigen Kommentare. Heute hat er wieder zugeschlagen: Auf Platz 2 der Spiegel Bestsellerliste 'Sachbuch' ist Sophie Passmann gelandet, bekannt für lockere Sprüche … vor allem gegen alte weiße Männer. Oft liegt sie da richtig, doch jetzt geht ihr aus meiner Sicht langsam der Stoff aus und sie konzentriert sich auf ihren eigenen Bauchnabel. Da war Schecks Stunde geschlagen: "Was soziale Medien in einem Kopf ohne echte Bildungsressourcen anrichten, in dieser intellektuellen Desasterzone von einem Buch lässt es sich besichtigen. „Ich denke über die Frau nach, die ich sein könnte, wenn ich einen schöneren Bauchnabel hätte“, schreibt Sophie Passmann. Sie auf diesen Denkbewegungen zu begleiten, ist ein schwerer Gang. Wie ein Wellensittich in seinem Käfig nur einen Blick für sein eigenes Abbild im Spiegel hat, so kreist Passmanns Schreiben unablässig um ihren eigenen Nabel. Bin ich schön? Bin ich attraktiv? Werde ich geliebt? In Passmanns Versuch, diesen Narzissmus zu reflektieren, kommt lediglich Narzissmus 2.0 heraus: Wasserstandsmeldungen aus den Seichtgebieten eines trüben Bewusstseins."

‘Toni Servillo verleiht Marianos Verbohrtheit in jeder Szene Ausdruck,’ schreibt Cineville"Bald endet Mariano De Santis‘ Amtszeit als italienischer Präsident, und es gibt noch wesentliche Dinge zu regeln: Ein Gesetz zur Sterbehilfe steht aus, ebenso wie zwei heikle Gnadengesuche, die ihn moralisch vor ein Dilemma stellen. Was die Sache kompliziert macht, ist Marianos eigene Befangenheit. Die Last der Entscheidung drückt so sehr auf seinen Schultern, dass sein ganzes Dasein ihm plötzlich leer und qualvoll erscheint. Vor allem seit dem Tod seiner geliebten Frau Aurora fällt es ihm schwer, Freude und Schönheit im Alltag zu erkennen, und selbst die Zuneigung und Bewunderung seiner Tochter Dorotea prallen wirkungslos an ihm ab."  'La Grazia ist ein echter 'Italiener', mit all den schönen Bildern von italienischen Häusern, Straßen, Palästen. Und grandios: Toni Servillo (bester Darsteller bei den Filmfestspielen von Venedig 2025) …

28. März 2026

Da lese ich gerade, dass der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in Köln schon weiter steigt: Von 38 % auf 43 %  innerhalb von 10 Jahren. Und nun frage ich die Befürworter des Themas 'Remigration", wie sie sich die Realität vorstellen? Es tut mir leid: Ich sehe mich nicht in der Lage, mit Remigrationsbefürwortern in einen ernsthaften Dialog zu treten. Für mich sind das Rassisten, also Hirnlose.

Doch noch geschafft: Finissage der Eröffnungsausstellung bei Grevy in den neuen Räumen (Zülpicher Str. 351) … "Viele Künstler:innen aus der Grevy Kunst-Community kommen zusammen und geben Einblick in ihre Arbeiten, ihre Handschriften und ihre Sicht auf Kunst. Fotografie, Malerei, Objekt und Mixed Media stehen gleichberechtigt nebeneinander.  Die Vielfalt der Positionen ist gewollt … "  so die Ankündigung. Mit in dieser "Kunst-Community" sind neben meinem Nachbarn Ralf Kardes auch Willi de Vries (unten mit dem Trump-Werk "Der rote Tropfen höhlt den Stein" (Eitempera und Öl auf Leinwand),  Helmut Stürtz mit "hast du verstanden" (Acrylfarben-Druck-Mischtechnik auf Papier-Kastenleinwand, unten in der Collage … leider schon verkauft) und schließlich Maria Pich mit "Jeder hat seine Geschichte" (Digitale Collage auf Leinwand - oben in der Collage). Insgesamt sind 31 Künstler mit der Galerie Grevy verbunden!

27. März 2026

Eigentlich hatten wir uns ohnehin heute im Käthe-Kollwitz-Museum verabredet. Beim Frühstück fand ich dann im Stadtanzeiger einen großen Artikel. Denn ab heute wird eine neue Sonderausstellung zu sehen sein: "Louise Stomps - Konturen des Inneren" (bis zum 28. Juni 2026). Nie gehört, aber echt beeindruckend! Starke Aquarelle, Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien viele Werke sind im 2. Weltkrieg zerstört! Unten links "Dryade" (aus Sandstein), rechts "Trauernde" aus Erle. Dabei ihr bevorzugtes Material: Eichenholz aus dem Inn, teilweise seit Jahrzehnten im Flusswasser gelegen.

26. März 2026

Es ist einfach eine schlimme Erfahrung: "Mit seiner Äußerung während der Regierungsbefragung reagierte Merz auf die Frage einer Abgeordneten nach den Vorhaben der Regierung zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Die aktuelle Diskussion darüber ist nach der SPIEGEL-Berichterstattung über den Fall Collien Fernandes entbrannt. Den Vorwurf, dass er sich zum Thema digitale Gewalt nicht selbst äußere, wies Merz zurück. Er wolle »festhalten, dass nicht nur die Frauen in diesem Land über dieses Thema diskutieren und sprechen, sondern auch viele Männer – und ich gehöre dazu«. Es gebe eine »explodierende Gewalt« in der deutschen Gesellschaft, sowohl im analogen wie im digitalen Raum, so der Kanzler. »Und dann müssen wir auch ansprechen, dass ein beachtlicher Teil dieser Gewalt aus den Gruppen der Zuwanderer in die Bundesrepublik Deutschland kommt.« »Das war ein typischer Merz«, sagt mein Kollege Christian Teevs über den Auftritt des Kanzlers im Bundestag. »Immer wieder rutschen dem Kanzler solche provozierenden Sätze heraus. Vielsagend war die begeisterte Reaktion der AfD-Abgeordneten. Ich unterstelle Merz keine ausländerfeindlichen Ressentiments, aber so ungeschickte Äußerungen sollten einem Kanzler nicht so häufig passieren.«"  Genau das ist der Grund für meine Einstellung: Merz sagt oft das, was AfD-Leute goutieren … komisch.

Heute wieder einmal ein "Käse&Wein-Abend" hier … diesmal mit "Petersilienwurzel-Birnensalat auf Räucherforelle", meine Neuentdeckung.

25. März 2026

Seit vielen Jahren laden das Forum für Willkommenskultur und die Melanchthon-Akademie Kölner Engagierte in der Geflüchtetenarbeit zu regelmäßigen Vernetzungstreffen ein. Meist bin ich dabei gewesen. Heute interessierte mich die Arbeitsgruppe zum Thema: "Aufenthaltssicherung effektiv begleiten" … denn den Flüchtlingen mit 'subsidiären Schutz' droht die Abschiebung, weil nach Meinung eines Teils der Politik beispielsweise Syrien neuerdings als 'sicheres Herkunftsland' eingeschätzt werden soll! Das würde für Jesiden und andere Minderheiten bedeuten, dass sie zurück ins Land ihrer Peiniger müssen. Unglaubliche Vorstellung! Vor allem auch schon deshalb, weil gerade diese Flüchtlinge sich ganz überwiegend in Deutschland eine Existenz aufgebaut haben - die Erbwerbstätigkeitsquote syrischer Männer liegt höher als bei deutschen Männern. Jedenfalls wenn sie länger als 5 Jahre in Deutschland leben (vorher sind ja auch erst Sprachkurse erforderlich). Unten der 'Werbeblock' des Forums für Willkommenskultur in Köln - und darunter der Hinweis auf  unseren 'Engagement-Markt' am 6. Mai 2026 um 18 h im VHS-Zentrum am Neumarkt.

 

 

Engagier dich für ein Köln aus Vielen!

Drei mal drei Stunden beim WelcomeWalk,
ein wunderbares Jahr bei
 KöKiPAT – Kölner Kinder-Patenschaften,
punktuell als ehrenamtliche Sprachbegleitung bei
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24. März 2026

Auf dem Weg zur Physio komme ich regelmäßig an zwei antiken Bauwerken vorbei und bin jedes Mal begeistert. Einmal der letzte der 19 Türme aus der Römerzeit (z.Zt. eingerüstet wg. Sanierung). "Besonders das Zierwerk aus weißem Kalkstein und grauen Trachyt, eingebettet in die roten Sandsteine, verdeutlichen, dass die Stadtmauer nicht nur defensive Funktion inne hatte, sondern ebenso als repräsentatives Bauwerk diente. Die römischen Türme der Stadtmauer waren, von vier bekannten Ausnahmen abgesehen, alle nach einer Norm errichtet. Diese sah ein starkes Fundament vor, worauf der ca. 7,80 m hohe Turm errichtet wurde,"  so nachzulesen bei 'Kölntourismus'.  Und 120 m weiter steht eine andere Turmruine, der Helenenturm (Straßenecke Helenenstraße und St.-Apern-Straße, Collage unten), sie stammt aus dem Mittelalter (der untere Teil stammt aus der Römerzeit). Der 10 m hohe Turm gehörte Jahrhunderte zum Gebäudekomplex des 1802 aufgelösten Klarissenklosters. Er wurde erst zum Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt und freigelegt. Heute ist der Halbturm ein echter Hingucker in einem kleinen Park.

23. März 2026

Kenne kaum jemanden, der so konstruktiv und engagiert gegen Antisemitismus, gegen flüchtlingsfeindliche Vorfälle und für die Opfer rechter Gewalt arbeitet wie die Amadeu-Antonio-Stiftung - benannt nach einem der ersten Opfer rechter Gewalt nach der Wiedervereinigung: Am 24. November 1990 wurde er von Neonazis in Eberswalde ermordet.

"… über 200 Projekte zum Schutz unserer Demokratie stehen vor dem Aus. Die Regierung will ihre Förderung von Demokratiearbeit drastisch kürzen – ausgerechnet jetzt, wo rechtsextreme Gewalttaten auf einem Höchststand sind. Das trifft auch uns. Bei der Amadeu Antonio Stiftung stehen zentrale Projekte auf der Kippe: Hilfe für Betroffene rechtsextremer Gewalt, Unterstützung für engagierte Menschen vor Ort, Aufklärung und Gegenstrategien zu Hass und Rechtsextremismus im Netz. Und die AfD? Die lacht sich ins Fäustchen. Seit Jahren versucht sie, die demokratische Zivilgesellschaft einzuschüchtern und auszutrocknen.   Aber das lassen wir nicht zu. Wir stehen weiter an der Seite der Menschen, die bedroht werden. Wir stärken diejenigen, die sich für Demokratie einsetzen. Wir machen sichtbar, wie Rechtsextreme vorgehen …"  so die Pressemitteilung der Stiftung heute!

Nachdem in den letzten 10 Jahren mein Binsenkaktus sich so stark entwickelt hat, wird es Zeit, mal ans Vermehren zu denken. Schließlich klappt es bei der Aloe Vera auch so gut, und bei der Grünlilie (Chlorophytum). Mal sehen, was daraus wird!

22. März 2026

Wahlergebnis in Rheinland-Pfalz … wieder ein bitterer Tag für uns Sozialdemokraten. Aber so ist das in einer Demokratie. "20 % für die AfD … was ist da los?" fragt mich mein Nachbar in Waren an der Müritz. Dort steht die AfD nach Umfragen bei 36 %  … oft Gesprächsthema zwischen uns am Gartenzaun. Interessant die Auswertung der Wahlentscheidungen der Wähler unter 25 Jahren: Die Tiktok-Parteien sind dort überdurchschnittlich präsent: AfD + 1 % gegenüber der Gesamtergebnis, die Grünen plus 2 %, die Linke (insgesamt 4 %)  bringt es bei den jungen Wählern auf 19 %. Unterdurchschnittlich: die SPD bei den Jungen minus 9 %, bei der CDU sogar minus 16 % (gegenüber dem Gesamtergebnis)!

Heute letzter Tag der Ausstellung "Haut ab" in der Veranstaltungshalle im Kunsthaus Rhenania. "Der Titel dieser Ausstellung spielt bewusst mit Bedeutungsbrüchen. 'Haut ab' meint Abstreifen und Freilegen, aber auch Zumutung und Exponiertsein. Die Ausstellung verhandelt die fragile Zone zwischen Außenhaut und Innenleben – zwischen Zugehörigkeit und Ausgrenzung, Schutz und Verletzbarkeit, Sichtbarkeit und dem, was entzogen bleibt. Die Haut hat zwei Seiten. Wird sie abgezogen, kippt Oberfläche in Empfindsamkeit. Mit dieser Dialektik leben wir – und genau hier setzen die Arbeiten an: sinnlich, räumlich, konzeptionell," so der ziemlich abstrakte Einladungstext. Unten in der Collage Werke von Brigitte Mekelburg ('Konkretion II und IV, M

etall, Gips, Kaseinfarbe und Lack; bei IV auch noch Nerz), oben von Helmut Brandt 'Mibutt und 'Fragment'; jeweils Acrylfarbenhaut … in seinem Atelier hatte ich mir vor einiger Zeit die Entstehung solcher Haut angeschaut).

21. März 2026

Meine Häcksler-Aktion war leider ein Flop … die Äste und Zweige waren noch zu frisch. Erhofft hatte ich Rindenmulch, aber tatsächlich hatte ich ständig das Gerät verstopft …

Demozug heute vom Sudermannplatz zum Hohenzollernring: „Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen!“, fordert die Initiative „Köln stellt sich quer“ auf und warnt: „Im Frühjahr und Sommer diesen Jahres finden zahlreiche Kommunal- und Landtagswahlen statt. Die Lage ist bitter ernst: Denn wenn die AfD mitregieren kann und ihr Einfluss größer wird, drohen: schädliches Einwirken auf demokratische Institutionen, Justiz, Sicherheitsapparate, Öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Bildung, Wissenschaft, Eingriffe in die Freiheit von Kunst und Kultur!“ Auf der Seite der 'Initiative Arsch huh' heißt es: „Im Kampf gegen den Rassismus liegt noch ein langer Weg vor uns – aber einer, der es wert ist, gegangen zu werden. Für ein Leben in Würde, in Toleranz und in Vielfalt. Wir sind uns sicher: Diese Vision teilen wir mit euch. Uns es ist genau diese Gewissheit, die uns den Mut und die Ausdauer gibt, laut zu sein und laut zu bleiben“, heißt es auf der Seite von Arsch Huh. Und schön, bei solchen Gelegenheiten immer Bekannte zu treffen!

Weiter zum Cinenova zu einem außergewöhnlichen Film über einen Film: "Jean Seberg (Zoey Deutch) & Jean-Paul Belmondo (Aubry Dullin) sind AUSSER ATEM - in Richard Linklaters Filmhommage NOUVELLE VAGUE. Mit Guillaume Marbeck als Jean-Luc Godard. …   Paris, Ende der 1950er-Jahre: Der 28-jährige Jean-Luc Godard hat als Einziger in seinem Freundeskreis noch keinen eigenen Film gemacht. Mit einem verrückten Team, einem amerikanischen Filmstar und wenig Geld gelingt ihm schließlich unter abenteuerlichen Umständen mit AUSSER ATEM ein Meisterwerk, das in die Filmgeschichte eingehen und das Kino für immer verändern wird. Kult-Regisseur Richard Linklater (BOYHOOD, BEFORE-Trilogie) lässt mit NOUVELLE VAGUE eine ganze Generation junger Wilder wieder lebendig werden: beneidenswert lässig, unverschämt mutig und angetrieben vom unbedingten Willen, alles neu und anders zu machen. Ein Film, der vor Esprit, Dynamik und Humor nur so sprüht und einen dazu bringt, sich wieder kopfüber in das Kino zu verlieben. Seine Weltpremiere feierte NOUVELLE VAGUE beim Filmfestival von Cannes – unter großem Applaus von Kritik, Publikum und von Fans wie Quentin Tarantino," so die kino-zukunft.de

20. März 2026

Mit Fastenzeit hatte ich allenfalls als Kind zu tun. Ramadan und Fastenbrechen habe ich nur am Rande mitbekommen. Heute aber waren wir zum Ende des Ramadan von Tadbeer, Nasrin und Sahar zum Essen eingeladen! Die drei Afghaninnen haben vor einem Jahr erfolgreich einen Asyl-Antrag gestellt und sind danach nach Deutschland gekommen. Seit wenigen Monaten begleiten wir sie bei der Integration. Heute gab es ein besonderes Festmahl:

Gekochte Lauchtaschen "Ashak" (mit Hackfleisch, Lauch, Tomate, Zwiebeln, Knoblauch, Quark gefüllte Teigtaschen) in einer pikanten Joghurtsauce. Dazu als Topping eine "Kichererbsen-Dal" (eine Kichererbsen- und Rote Linsen-Mischung mit Kurkuma, Ingwer, Koriander, Kreuzkümmelsamen, Chili, Knoblauch, Zwiebel und Zitrone). Dazu eine Art Reibekuchen aus Kartoffeln mit diversen Gewürzen mit Schwerpunkt Knoblauch, Pfeffer, Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander mit dem Namen "Kuku"; dazu gab's eine pikante bräunliche Sauce. Schließlich als Nachtisch: "Firnee" … ein cremiger, afghanischer Milchpudding, meist mit Kardamon, Rosenwasser, Pistazien und Mandeln. garniert mit Obst, nicht zu süß. Nicht nur 4 neue Worte gelernt … Jetzt muss ich mir etwas einfallen lassen, um das zu toppen!

19. März 2026

Mindestens drei Mal berichtete der Kölner Stadtanzeiger über den arbeitslosen Bosnier, der trotz der mehr als 100 Straftaten nicht ins sichere Herkunftsland Bosnien abgeschoben wird (keine Papiere) und für seine Familie mehr als 7.000 € Bürgergeld bezieht. Letzte Woche auch noch ein Artikel dazu in der ZEIT … Heute ein Bericht im Stadtanzeiger: "Bosnischer Pflegekraft droht Abschiebung". Integriert, ausgebildete Pflegefachkraft, aber mit Papieren und aus einem 'sicheren Herkunftsland' … Das Verfahren läuft, aber die Lindenthaler Willkommensinitiative, der Arbeitgeber (die Caritas) und ein Rechtsbeistand kümmern sich …

Heute gab's den neuen Weltglücksbericht!  "Die Finnen sind das glücklichste Volk der Erde – mal wieder, muss man sagen. Im neuen Weltglücksbericht des Wellbeing Research Centre an der University of Oxford landen die Nordeuropäer im neunten Jahr in Folge auf Platz eins. Mit Island, Dänemark und Schweden schaffen es drei weitere nordische Länder in die Top 5. Dazwischen mischt sich auf den vorderen Rängen nur Costa Rica (4). Auf den Plätzen sechs bis zehn folgen Norwegen, die Niederlande, Israel, Luxemburg und die Schweiz. Doch auch den Deutschen geht es laut Bericht besser: Von Rang 22 im vergangenen Jahr machte Deutschland einen Sprung auf Platz 17 – und überholte damit Österreich, das um zwei Plätze zurückfiel (19). Zwischen Ost und West gebe es im Übrigen beim Glücksempfinden praktisch keinen Unterschied mehr, sagt Jan-Emmanuel De Neve, einer der Autoren des diesjährigen Weltglücksberichts … Eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos scheint dieses Gefühl zu bestätigen: Demnach bezeichnen sich 72 Prozent der Deutschen als glücklich – ein Plus von acht Prozentpunkten gegenüber dem vergangenen Jahr. Die wichtigsten Glücksfaktoren in Deutschland sind demnach das Gefühl, wertgeschätzt und geliebt zu werden (40 Prozent), Familie und Kinder (35 Prozent) und körperliche Gesundheit (27 Prozent)." Man kann sich vorstellen, wie das Ergebnis gewesen wäre, wenn die jammernden und ständig unzufriedenen AfD-Wähler nicht bei den Befragten gewesen wären. Dann wäre das Ergebnis sicherlich deutlich besser gewesen!

18. März 2026

Fast wäre es an mir vorbeigegangen … eine Begleitung zum Jobcenter unter KVB.Streikbedingungen, Verzicht auf Kino und Konzert mangels Parkplatz - aber dafür scheint die Sanierung der Dachterrasse gelungen. Morgen und übermorgen werden noch zwei Holztröge mit alten und neuen Pflanzen bestückt und die alten aufgehübscht. Fast verpasst hätte ich, dass heute erstmals der Tag der deutschen Demokratiegeschichte gefeiert wird. Und dann habe ich gelernt: "Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten (der allerdings gerade in Mittelamerika weilt) soll an die Meilensteine des Ringens um Freiheit, Toleranz und bürgerliche Mitbestimmung erinnert werden. Mehr als 250 Orte und Institutionen beteiligen sich daran – vom Deutschen Bundestag bis zu Schulen, von Kiel über Leipzig bis Konstanz. Spötter mögen darin nur eine Geste staatstragender Didaktik erkennen, den Versuch, dem Gezeter der Populisten die leisen Töne der Geschichte entgegenzusetzen. Doch schon die Wahl des Datums zeigt: Hier geht es um mehr als Symbolik, hier geht es um Aktivierung und um einen gesellschaftlichen Aufbruchsimpuls. Der 18. März ist eine Chiffre deutscher Freiheitsbestrebungen, für das oft gescheiterte, aber nie verlorene Projekt der Demokratie. Er erinnert an 1793, als in Mainz die erste Republik auf deutschem Boden ausgerufen wurde – ein kurzes, von französischen Revolutionstruppen gestütztes Experiment, das den Gedanken der Volkssouveränität erstmals manifestierte. Er steht auch für die blutigen Barrikadenkämpfe in Berlin 1848, die den preußischen König zwangen, sich vor den aufgebahrten "Märzgefallenen" zu verneigen – den Moment, in dem die schwarz-rot-goldene Fahne zum Symbol der demokratischen Nationalbewegung reifte. Und er markiert mit dem 18. März 1990 den Tag der ersten und einzigen freien Volkskammerwahl in der DDR, den triumphalen Akt ziviler Selbstermächtigung nach Jahrzehnten der Diktatur."

17. März 2026

Theo Müller (Müller-Milch) empfiehlt der CDU in Baden-Württemberg eine Koalition mit der rechtsextremen AfD einzugehen … "Vor Kurzem ging der Unternehmer noch gegen die Behauptung vor, er unterstütze die AfD. Nun mischt sich Theo Müller in die Debatte zur Regierungsbildung in Baden-Württemberg ein. Für AfD-Mann Frohnmaier findet er warme Worte. »Die CDU muss sich nicht kleinmachen und Juniorpartner von Cem Özdemir werden«, sagte der 86-Jährige der Zeitung »Welt«. »Sie könnte stattdessen auch mit der AfD regieren oder sich von ihr dulden lassen.« Positive Worte fand Müller auch für Markus Frohnmaier, AfD-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg. »Was der sagt, hat Hand und Fuß. Ich wüsste nicht, was gegen eine CDU-geführte Landesregierung spricht, die mit der AfD von Herrn Frohnmaier zusammen regiert«, sagte Müller," so Spiegel-online heute um 17.45 h. Aber ich habe Hoffnung, dass die Brandmauer noch hält, bis die AfD und ihr Remigrationsprojekt enttarnt ist.

Glück gehabt, direkt vor den Lichtspielen Kalk einen Parkplatz gefunden; damit hatte ich gar nicht gerechnet. Der erste von drei KVB-Streiktagen ist glimpflich verlaufen!

Kristen Stewart hat acht Jahre lang an ihrer Verfilmung der gleichnamigen Autobiografie von Lidia Yuknavitch gearbeitet … "In „The Chronology Of Water“ (2011) erzählt die 1963 geborene Autorin mit einer radikal-fragmentierten Profan-Poesie auf maximal-seelenentblößende Weise u. a. von ihren Missbrauchserfahrungen durch den Vater, ihrer zugleich rettenden und zerstörerischen Schwimmkarriere, ihren Süchten, einer S/M-Schmerztherapie sowie einer Fehlgeburt," so filmstarts.de, und kommt zum Fazit: "Eine kongeniale Verfilmung der Autobiografie von Lidia Yuknavitch – roh, wütend, ehrlich, poetisch, fragmentarisch, überfordernd und zerbrechlich. Sicherlich nicht für jeden, womöglich sogar nur für (sehr) wenige, aber man spürt einfach, dass dieser Film nach acht Jahren Arbeit genau so aus Kristen Stewart heraus und auf die Leinwand musste." Eher das Gegenteil von Mainstream-Kino!

16. März 2026

Morgen ist wieder Streik bei der KVB, also muss ich notgedrungen wieder mit dem Auto unterwegs sein: Zu Kieser, zur Physio und ins Kino. Ob ich dort jeweils einen Parkplatz finde, ist nicht sicher; auf jeden Fall reicht mein Dieselvorrat dafür nicht. Also tanken … um 20.25 h sagte meine App 2,09 € je Liter beim Tankautomat um die Ecke. Als ich dort tanke, wird mir allerdings 2,12 € berechnet. Wird höchste Zeit, dass diese Tricks bald der Vergangenheit angehören …

Überraschend viele Zuschauer im Odeon: Exhibition on Screen: Turner & Constable  "Zwei der größten britischen Maler, J.M.W. Turner und John Constable, waren zugleich erbitterte Rivalen. Anlässlich ihres 250. Geburtstags beleuchtet die Dokumentation das eng miteinander verwobenen Leben und das Vermächtnis der beiden Maler. Nur ein Jahr nacheinander geboren, nutzten beide die Landschaftsmalerei, um die sich wandelnde Welt um sie herum widerzuspiegeln. Nun vereinen sich diese beiden Größen wieder. Die Tate Britain präsentiert von November 2025 bis April 2026 in London eine wegweisende Ausstellung, und Exhibition on Screen hat erneut exklusiven Zugang, um ihre außergewöhnliche Kunst und ihre bemerkenswerten Geschichten auf die große Leinwand zu bringen. Turners strahlende Sonnenuntergänge und erhabene Reiseszenen sowie Constables idealisierte Darstellungen geliebter Heimatorte versetzten das Publikum jener Zeit in einen wahren Begeisterungsrausch. Constable verkörpert das Beste des klassischen Realismus und der pastoralen Nostalgie, Turner hingegen eine aufregende neue Art, Emotionen und traumhafte Eindrücke darzustellen. Kritiker  …  Die Doku zeigt unerwartete Seiten beider Künstler durch intime Einblicke in Skizzenbücher und persönliche Gegenstände sowie durch die Expertise führender Experten," so schreibt Cineville. Mit meiner Begleiterin war ich mir einig: Der Film war auf jeden Fall besser als ein Besuch im Museum. Auf jeden Fall informativer und bequemer!

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© Klaus Kirschbaum