Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

November 2020

30. November 2020

Als ich heute durch Mülheim kam, bin ich noch kurz einen Umweg über die Hafenstraße und den Auenweg gefahren, an vielen ausgehobenen Baugruben vorbei und an den letzten Zeugen (besser: Ruinen) des industriellen Zeitalters zwischen Deutz und Mülheim. In den nächsten zehn Jahren wird hier viel gebaut ... werde ich wohl noch öfter vorbeifahren, zumal es regelmäßig Presseberichte über Raum 13 gibt - bleibt abzuwarten, ob sich hier die Kulturszene oder der Investor durchsetzt ...

29. November 2020

Heute habe ich meinen Gästen und mir Lammtagine mit getrockneten Aprikosen und Pflaumen gegönnt (in einer geheimnisvollen Sauce plus Thymianzweigen) ... eben libanesisch-mediterrane Küche aus dem Bethlehem am Lenauplatz. Wenn ich dort schon zur Zeit nicht essen kann, dann kann ich mir wenigstens dort etwas abholen und kurz plaudern - bis wieder bessere Zeiten kommen. 

Den Tatort habe ich erst ab 21.45 h auf One geschaut. Hier treffen sich die Dortmunder Fahnder doch tatsächlich in der Kölner Kulisse Cafe Franck (Gürtel/Ecke Eichendorfstraße 30) in Ehrenfeld einige hundert Meter neben dem Bethlehem am Lenauplatz ... mit Aylin Tezel als Noar Dalay, eine meiner Lieblingsschauspielerinnen.

28. November 2020

Als mir die Nachbarkinder stolz die ersten Lebkuchenplätzchen zum Kosten vorbeibrachten, hatte ich mir gleich vorgenommen, selbst wieder die Backsaison einzuläuten. Gestern den Teig vorbereitet  - mit Ingwer, Kardamon, Zimt und Nelkenpulver, über Nacht im Kühlschrank, dann heute ausgerollt und flott die ausgestochenen Kreise auf die Backbleche - nicht zu dicht, weil Backpulver drin .. gut, dass ich mich erinnert habe. 5 - 10 Min. Backzeit, da lohnt es sich ja nicht, den Timer zu stellen. Nach bestimmt erst 20 Min. fiel mir der Backofen wieder ein. Nun sind die Lebkuchenplätzchen leider sehr hart geworden und schmecken doch nicht so, wie sie sonst eigentlich schmecken ... 'Auf ein Neues' sagt man da ...

27. November 2020

Einen ziemlich düsteren Ort habe ich heute endlich aufgesucht ... den ehemaligen Friedhof in Köln-Lindenthal. Seit 1917 ist hier (fast) niemand mehr beerdigt worden, nur noch hier und da jemand beim längst verstorbenen Ehepartner - bis 1928, so die Grabtafeln. Alte verwiitterte Skulpturen:  Eine Madonna, bei der das Gesicht schon nicht mehr zu erkennen ist; ein Jesus-Skulptur ohne Hände ... ein alter, dunkler und ruhiger Park mitten in Köln - unwirklich!

26. November 2020

"Spontan" war der "Spaziergang" in Hildburghausen, das ich bislang nicht kannte. Gesungen haben die rund 400 Teilnehmer, u.a. 'Oh, wie ist das schön'. Sie sind endlich Spitzenreiter in der Hotspottabelle, die höchste bislang gemessene Inzidenz: 602 !!! Daher besondere Maßnahmen wie Schulschließungen und Ausgangssperre usw. "Hinweise auf einen rechten Initiator gebe es derzeit aber nicht," beeilte sich die Sprecherin der Landespolizeiinspektion Suhl, Julia Kohl, gegenüber dpa zu berichten.

Jeder Vierte wählt hier AfD, da reichten kurze Hinweise auf Telegramm und Facebook, wie später herauskam. Die Spaziergänger hielten keine Abstände und trugen selten Masken, seien aggressiv gewesen und hätten die Polizei beschimpft. Auf den professionell gestalteten Transparenten stand "Hände weg von unseren Kindern" und "Friede, Freiheit, Demokratie" ... nach knapp zwei Stunden von der Polizei tatsächlich den Spaziergang mit Hilfe von Pfefferspray aufgelöst. Thüringen ist ja nicht Sachsen! Hier Filmberichte von t-online und von Stern

25. November 2020

Erschreckenden Zahlen am heutigen „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“:

2019 wurden laut der aktuellen BKA-Statistik insgesamt 141.792 Personen (Vorjahr: 140.755) Opfer versuchter und vollendeter Gewalt (Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, sexuelle Übergriffe, Bedrohung, Stalking, Nötigung, Freiheitsberaubung, Zuhälterei und Zwangsprostitution) - 81,3% davon sind Frauen von Partnerschaftsgewalt betroffen.

Bei Vergewaltigung, sexuellen Übergriffen und sexueller Nötigung in Partnerschaften sind die Opfer zu 98,4% weiblich, bei Bedrohung, Stalking, Nötigung in der Partnerschaft sind es 88,5%. Bei vorsätzlicher, einfacher Körperverletzung sind es 79,9%, bei Mord und Totschlag in Paarbeziehungen sind 77% der Opfer Frauen.

Die Statistik für 2019 beinhaltet noch eine weitere alarmierende Zahl: 234 Frauen wurden durch Partnerschaftsgewalt getötet (durch Mord, Totschlag und Körperverletzung mit Todesfolge). Eine 

Dunkelzifferstudie kommt zu dem Ergebnis, dass jede dritte Frau einmal im Leben von Gewalt betroffen ist.Statistisch gesehen sind das mehr als 12 Millionen Frauen.

Unten eine Installation, die auf Gewalt an Frauen aufmerksam macht (Münsterplatz in Bonn; danke für das Foto, Ute)

24. November 2020

Gleich zweimal ausgezeichnet: Das neue Wohnquartier an der Kölner Holsteinstraße (GAG). Einmal Nordrhein-westfälischen Architekturpreis, zum anderen Deutscher Bauherrenpreis; Stichworte "Hohe Qualität" und "tragbare Kosten im Wohnungsbau" ... das hatte mich neugierig gemacht, schließlich klingt ja alles sehr positiv: "Der neu errichtete Gebäudekomplex liegt in Köln-Mülheim auf dem Gelände des im Jahr 2014 aufgegebenen und in der Folge abgerissenen Redemptoristenklosters. Das Areal ist stark durchgrünt und liegt – durch einen Friedhof abgeschirmt – in der Nähe einer vielbefahrenen Bahnstrecke. Der markante Bau der Klosterkapelle wurde als wichtiger Identifikationsort für die Anwohnerinnen und Anwohner erhalten und wird zukünftig als Veranstaltungsort und interkulturelle Begegnungsstätte für das gesamte Quartier genutzt; in den Erweiterungsbau der Kapelle wurden Glaskunstwerke des ehemaligen Klosters integriert. Die Stärkung der Nachbarschaft ist zentrales Element des Projektes: Erhalt und Umnutzung des sakralen Bauwerks sind das Ergebnis der intensiven Kooperation zwischen Bauherrin und Anwohnerschaft im Vorfeld der Baumaßnahme. Zahlreiche Einzelmaßnahmen wie größtenteils identische Fenstermaße, minimierte Strangleitungen und sich wiederholende Betonfertigteile haben zu den günstigen Baukosten beigetragen. Beispielgebend ist die herausragende Gesamtkonzeption mit historischen Bezügen, konsequent umgesetzten kostensenkenden Maßnahmen, qualitätsvoller Architektur und hohem städtebaulichen und sozialen Anspruch." Da nun auch die meisten Blätter gefallen sind, konnte ich heute auch mal einige Fotos schießen ...  und hier alles mit Bildern als Tondokument.

23. November 2020

Raubtiere in Köln ... seit 1957 im Wildpark Dünnwald (Buslinie 154 bis Haltestelle Wildpark, Eintritt frei und ganzfährig geöffnet). Hier grasen u.a. Wisente, Damwild und Wildschweine - und dazu viel Wald, seit 1961 ein 'Arboretum' von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. ... Hätte ich wohl ohne Corona nicht unbedingt kennengelernt. Aber man muss ja auch schon mal an die frische Luft. 

Ganz erfreulich außerdem, der neue Auftritt von Rezo im Netz zum Thema Querdenker, zu ihren Demos und zu der unzureichenden Reaktion der Polizei ... er hat mir aus der Seele gesprochen!

22. November 2020

Das war ein toller Tipp von Franz. "Mit Mut, Mörtel und ohne Millionen", eine Serie mit sechs Folgen jetzt auf Youtube zu sehen. Die habe ich mir heute angeschaut, während ich mich gleichzeitig in Ruhe um die "Ablage" kümmerte - da hatte sich in den letzten Monaten einiges angesammelt. Bin eingetaucht in die Welt der verfallenen Gutshäuser in McPomm. Habe einige Stationen der Sanierung der Häuser in Rensow, Dersentin, Dölitz u.a. miterlebt - nur in Vilz, Kobrow, Kowalz und Sommerfeld bin ich noch nicht gewesen, das wird 2021 folgen. Unten ein Blick auf as Gutshaus in Rensow während der Sanierung.

21. November 2020

In diesen Tagen wird häufig die Frage gestellt, welche Nachteile die aktuelle Pandemie-Situation für uns hat, für die aktuellen Erstsemester, die als Laptop-Studierenden keine richtige Hörsaal-Atmosphäre kennen, für die aktuellen Schüler, die sich nicht locker in der großen Pause mit ihren Freunden austauschen können, für die aktuell beschäftigungslosen Solo-Selbständigen, für einen Beamten, der als Lehrer gezwungen wird, mit Mundschutz zu unterrichten  ...

Da fällt mir zufällig ein, wie die Situation in Pandemiezeiten für andere Gruppen ist ... z.B. für einen dreijährigen Jungen in einem Flüchtlingslager auf einer der griechischen Inseln, der seit seiner Geburt kein anderes Leben kennengelernt hat, für eine 17-Jähige in einem Flüchtlingslager in der Türkei, die sich erniedrigenden Traditionen verpflichtet fühlt, für einen 20-Jährigen dunkelhäutigen Jungen in einem US-Guetto, für eine 70-Jährige Witwe in Afghanistan, die gerade einen Teil ihrer Familie verloren hat ... das muss man erst einmal weiterdenken ...

 

Aber während ich noch nachdenke, kommt die Meldung rein: "Von der AfD im Amt bestätigt. Björn Höcke sagt "Ja, auch zu Querdenken" ... "Er unterstütze "friedliche patriotische Bürgerbewegungen" wie etwa Pegida oder den Verein "Zukunft Heimat", der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft wird. "Ich sage 'Ja' auch zu Querdenken", fügte Höcke mit Blick auf die Proteste der sogenannten Querdenken-Bewegung gegen die Corona-Auflagen der Bundesregierung hinzu. Die Querdenker leisteten eine "wertvolle Basismobilisierung".  Warum wundert das nicht? Alle zusammen ...  von Storch mit Trump-Mund-Nase-Schutz, Glückwünsche der AfD an Trump, nachdem er sich als Sieger erklärt hat, Leugnen der Corona-Pandemie trotz steigender Zahl der an Covid-19 Verstorbenen und wieder die Demos der Corona-Leugner. Eigentlich sind mir die Aktivisten egal, aber sie haben ja auch Einfluss auf eher Unbedarfte - das ärgert mich sehr. Da muss ich mich wohl noch etwas ins Zeug legen, um einige verlorene Seelen zu retten.

Um den Ärger erst einmal loszuwerden, habe ich mir dann auf 3sat erst den "König von Köln" angesehen, den ich seinerzeit verpasst hatte, und dann noch einmal den US-Thriller 'Chloe', hatte mir damals schon sehr gut gefallen ...

20. November 2020

Heute - statt des jährlichen Gänseessens im Sion im Schäfer in der Dürener Straße - Gänsebrust mit Orangensauce, Rosenkohl mit Cranberry, Apfelrotkohl und Rosmarinkartoffeln in ganz kleinem Kreis ... ist auch o.k. ...  aber eigentlich schade ...

19. November 2020

Da war ich ja erstaunt, als ich den Newsletter des Käsegeschäftes meines Vertrauens erhielt:

Nur 2 Kunden dürfen das Geschäft betreten; wenn nun ein weiterer Kunde eintritt, dann kostet das den Kunden bereits bis 250 €, für das Geschäft im Erstfall bis 1.000 €, im Wiederholungsfall 25.000 €. Da wird es verständlich, dass man nun die Möglichkeit der Online-Bestellung hat und entweder selber kurz abholt oder bringen läßt ... da fehlt ja nur noch der intensive Käseduft im Hause Wingenfeld, schade.

18. November 2020

Wunderbares Wetter und Spaziergang am Rhein in Rodenkirchen ... der sechs Wochen alte Enkel Nils hat davon wohl nicht viel mitbekommen, demnächst beim Forstbotanischen Garten wird es nicht anders sein. Aber das wird sich in einem Jahr schon ändern ...

17. November 2020

Interessanter Bericht von Pro Asyl heute: "Ihr erinnert euch noch an den sogenannten BAMF-Skandal in Bremen? Wochenlang war er in den Medien, Horst Seehofer himself schaltete sich ein. Die Leiterin im Bremer Bundesamt und letztlich sogar die BAMF-Chefin mussten gehen.

Nun wurden die Anklagepunkte wegen angeblichen Betrugs und rechtswidrigen Asylanerkennungen heimlich, still und leise vor Gericht eingestellt. Mehr dazu findet ihr in dem verlinkten Text vomFlüchtlingsrat Niedersachsen

Drei Dinge möchten wir aber hier herausheben.

- Besonders pikant: Ein ehemaliger Ermittler berichtet davon, dass entlastendes Material absichtlich nicht zu den Akten gegeben wurde. Die Ermittelnden seien »verzweifelt« gewesen, weil sich die mit großem Trara erhobenen Vorwürfe nicht bestätigen ließen. Schließlich war hier die größte Ermittlungsgruppe, die es in einem Bremer Kriminalfall jemals gab, tätig.

- Besonders ironisch: Nun gibt es wegen der Vorwürfe gegen die Ermittler*innen in diesem »Fall« ein Verfahren in die andere Richtung. Allerdings ermittelt die Bremer Staatsanwaltschaft damit jetzt quasi gegen sich selbst...

- Besonders verheerend: Mit dem angeblichen Skandal wurde massiv Stimmung gegen Geflüchtete gemacht und das gesellschaftliche Klima vergiftet. Einer der Anwälte der Beschuldigten sagte schon Ende 2018, die Falschmeldungen hätten »ganz erheblich die Saat gesät, die in Chemnitz aufgeblüht ist«. Von vielen, die damals an der Speerspitze der medialen Meinungsmache standen - wie Innenminister Seehofer - hört man heute nichts mehr dazu. Sie haben ihr Ziel ohnehin bereits erreicht: Immer weniger Flüchtlinge erhalten in Deutschland Schutz, obwohl sich die Situation in ihren Herkunftsländern nicht verbessert hat.

DANKE, wenn ihr bis hierhin gelesen oder unseren Beitrag angeklickt habt - und vielleicht dabei helft, dass die nächsten medialen Vorverurteilungen kritischer betrachtet werden." Der Bericht von Pro Asyl auf facebook wird leider nicht die erforderliche Resonanz haben können. Die Einstellung des Verfahrens zeigt aber, dass Presseberichte noch sorgfältiger hinterfragt werden müssen, denn bei den Verbreitern der Meldung war nicht nur die Bild beteiligt, sondern auch gemeinhin als seriös geltende Blätter wie die Süddeutsche ...

16. November 2020

Nun habe ich am Wochenende etliche Seiten auf meiner Homepage zu Rügen gefült. Dabei hatte ich drei Kurzurlaube und deren Fotoausbeute als Grundlage. Das hat nicht nur dazu geführt, dass ich mir mal wieder den Hering vorgenommen habe (Rote Beete-Heringssalat mit Äpfeln und Lauchziwebeln in einer Meerettich-Joghurt-Sauce). Außerdem habe ich mal ganz optimistisch einen Kurzurlaub auf Rügen im April 2021 gebucht ... diesmal in Putbus.

15. November 2020

Wenn man die Nordsüd-Fahrt in Köln entlang fährt, dann begegnet man irgendwann dem WDR mit einer "Bauruine" - hier wird ein gerade einmal 45 Jahre altes Bürogebäude teilweise abgerissen und modernisiert ...

"80 Millionen Euro hatte der Sender im November 2015 für die Sanierung des 45 Jahre alten Gebäudes zwischen Tunisstraße und Appellhofplatz angegeben. 65 Millionen für die Baukosten, 15 für die Planung. Die Gesamtkosten sollten 130 Millionen Euro betragen. Vier Jahre später ist von 240 Millionen Euro die Rede – fast doppelt so viel! Und auch die Fertigstellung soll sich um vier Jahre bis 2024 verzögern." so schrieb die Presse vor einem Jahr! Es soll einmal das Nonplusultra entstehen, folgt man den Ankündigungen der Architekten. Und das ist noch nicht die Endsumme, die 2024 oder später gennnnt werden wird ...

Dass inzwischen die Sanierung von Kölner Oper und Schauspielhaus teurer als die Elbphilharmonie wird, stand schon vor zwei Jahren fest: "Die Sanierung von Kölner Oper und Schauspiel kostet inklusive Zinsen, Interim und Gutachten 841 Millionen Euro. Keine Überraschung!" 

Es ist in Köln wie anderswo, wenn man für sich planen kann und andere zahlen müssen, ohne dass sie sich wehren können. Wen juckt es, wenn der Landesrechnungshof in einigen Jahren irgendetwas rügt!

14. November 2020

Seit heute hängt auch wieder ein Vogelhaus im Vorgarten ... meine Stammgäste, die drei Kohlmeisen, sind auch schon sofort zum Testen gekommen. Mal sehen, welche anderen Vögel sich noch hierher verirren ... Natürlich habe ich mir auch etwas Gutes getan:

Glühweinerwärmer waren diese Woche bei Aldi im Angebot. In den letzten Jahren hätte ich ein solches Gerät schon gebrauchen können. In diesem Jahr vorerst nicht, aber einmal gebe ich die Hoffnung nicht auf, zum anderen sagt mir die Gebrauchsanweisung, dass man z.B. auch Suppen warmhalten kann Sogar Einkochen klappt damit, aber das muss ja nicht unbedingt sein ...

13. November 2020

Für mich ist die Saison an der Müritz ja längst vorbei ... außerdem weiß ich von früheren Reisen, dass es dort im Winter eigentlich nur nass und kalt ist - im Vergleich zum Rheinland. 

Jetzt waren Freunde von mir aus dem nahen Berlin in Waren an der Müritz, Tagesausflug, denn Übernachtungen sind ja nicht mehr gestattet. Hier drei ihrer Fotos ... alles menschenleer. Unglaublich, wenn man Waren im Sommer kennt! 

12. November 2020

Es ist so: Wenn ich die neue ZEIT aus dem Briefkasten hole, schaue ich erst einmal nach dem neuen Rezept im ZEIT-Magazin ...

Heute wieder ein interessantes Rezept von der Autorin Elisabeth Raether, auch vom Text her, deswegen füge ich ihn bei ;-)

 

Allerdings gibt es den Kuchen erst am Wochenende, da für heute und morgen der Backofen schon verplant ist.

11.11.2020

Nun ist 11.11 h sang- und klanglos vorbeigegangen. Haben früher auf dem Altermarkt Zehntausende mit dem Dreigestirn die 5. Jahreszeit eingeläutet, gesungen und geschunkelt - mit viel Kölsch - so ist coronabedingt alles verboten, vor allem Alkohol ...

 

"Trump-Anhänger glauben weiter an Verschwörung und Wahlbetrug" (FAZ, 8.11.2020),

Trump-Anhänger: "Ich glaube nicht, dass es vorbei ist" (Tagesschau, 9.11.2020),

Rangeleien in Pennsylvania: Wütende Trump-Anhänger wollen "weiterkämpfen" (ntv, 8.11.2020)

... so lauten die Überschriften in diesen Tagen. Der Kölner- Stadtanzeiger schrieb heute, dass 70 % der Trump-Anhänger glauben, dass bei der Wahl nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist.  Auch wenn noch keine Beweise dafür vorliegen, so reicht das tägliche Getwitter doch, um Unbedarfte dies glauben zu machen... Das kann der fruchtbare Boden für Unruhen sein. Und wenn es dann zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen sollte (wie bei den Protesten nach dem Polizeimorden vor einigen Monaten), dann kann diesmal das Militär eingreifen. Denn der bisherige Verteidigungsminister Espen ist ja gerade vor wenigen Tagen von Trump abgesetzt worden - er hatte sich seinerzeit geweigert, Militär einzusetzen. Und wenn Trump mit Hilfe des Militärs 'für Ruhe und Ordnung sorgen muss', dann lassen sich auch Gesetze und andere Regelungen außer Kraft setzen ...  Trump wird nichts unversucht lassen!

10. November 2020

Vor einiger Zeit kam ich in Gremberghoven an der Matthäuskirche vorbei -  schon ziemlich heruntergekommen. Wollte mich eigentlich erkundigen, was da los war. Heute las ich: "Das Ende der Matthäuskirche naht" ... Die 1957 erbaute Kirche wird tatsächlich abgebrochen, nachdem sie schon 2016 'entwidmet' wurde. Wäre der Architekt allerdings Gottfried Böhm gewesen, wie bei St. Gertrud im Agnesviertel, dann würde sie wohl nach wie vor in Betrieb sein, zumindest als Kultureinrichtung. Nun werden, wenn die Bagger fertig sind, 2022 dort 19 bezugsfertige familien- und umweltfreundliche Eigentumswohnungen stehen ... auch nicht schlecht.

Der 9. November 2020 ist der Gedenktag des Beginns der ersten deutschen Republik, der Tag der Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung und der Tag des Falls der Berliner Mauer. 

1918, 1938, 1989

In diesem Jahr erscheint mir der 9.11.1938 im Vordergrund zu stehen - nicht zuletzt wegen der nicht enden wollenden antisemitischen Attentate. Gespannt war ich auf die neue Ausstellung im NS-Dokuzentrum der Stadt Köln mit dem Thema

Einige waren Nachbarn

"Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand adressiert eine der zentralen Fragen zum Holocaust: Wie war der Holocaust möglich? Die zentrale Rolle von Hitler und anderen Führern der NSDAP ist unbestreitbar. Doch die Abhängigkeit dieser Täter von unzähligen anderen für die Durchführung der NS-Rassenpolitik ist weniger bekannt. Im nationalsozialistischen Deutschland und in dem von Deutschland dominierten Europa entwickelten sich überall, in Regierung und Gesellschaft, Formen von Zusammenarbeit und Mittäterschaft, wo immer die Opfer von Verfolgung und Massenmord auch lebten.

Die Ausstellung untersucht die Rolle der gewöhnlichen Menschen im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und Spannungen, die individuelle Handlungsoptionen beeinflussten. Diese Einflüsse spiegeln oft Angst, Gleichgültigkeit, Antisemitismus, Karriereangst, Ansehen in der Gemeinschaft, Gruppenzwang oder Chancen auf materiellen Gewinn wider,"  so der Ankündigungstext der Aussteller.

Nun fällt am 12. November die Eröffnung aus, geplant ist jetzt der Ausstellungsbeginn im Dezember ... also abwarten.

8. November 2020

"Auch eine Zitterpartie kann im Triumph enden. Wenn man tagelang fast keinen Schlaf gefunden hat, wenn einem zwischendurch zum Fluchen und zum Heulen zumute war, wenn es am Ende aber doch gereicht hat, dann wird man die so mühsam und langsam arbeitende Demokratie preisen als das, was sie ist: die zwar anstrengendste, aber doch gerechteste Regierungsform. Schlagartig fällt dann alle Last ab" ... "Wie auf eine Befreiung, so hatten große Teile der Welt auf diese Wahl gewartet. Auf die Befreiung aus einem vier Jahre währenden Albtraum. Dass ein Scharlatan wie Donald Trump ins Weiße Haus einziehen konnte, hat das Vertrauen vieler Menschen in die Vernunft Amerikas zutiefst erschüttert. Seine Präsidentschaft hat die schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Trump hinterlässt eine gespaltene, von Hass und Selbstzweifeln zerrissene Nation" ... so ZEITonline heute ...

Während derzeit alle Welt gratuliert und jubelt, bin ich noch nicht sicher, dass jetzt das schlimmste vorbei ist ... Bis zur geplanten Vereidigung sind es noch mehr als zwei Monate. Bis dahin kann jemand, der sich noch nie mit einer Niederlage abfinden konnte, noch sehr viel Unheil anrichten. Und was Trump jetzt bei Twitter schreibt, das klingt nicht nach Aufgeben.

Ich bin gespannt, wie sich Fox in diesen Tagen äußert, denn in der Vergangenheit saßen dort die Scharfmacher, die, die damit auch noch Geld verdienen  ...

7. November 2020

"Unreif, unklug, übergriffig", so heute ZEIT-online in einem Rückblick auf Trump, nachdem CNN Bidens Sieg in Pennsylania verkündet hatte. Obwohl eine offizielle Bestätigung noch aussteht, so ist doch Anlass zur Hoffnung, dass sich alles zum Guten wendet. Für mich steht Joe Biden für das alte aufrechte Amerika, er will versöhnen und nicht spalten, und Kamala Harris für die nächste Generation, für die Klimawandel und soziale Gerechtigkeit im Vordergrund steht, wie Miley Cyrus berichtete ...

Immer wieder entspannend ist es, neue Songs zu finden (dank Shazam) und ihre Interpreten näher kennenzulernen, zu hören, was sie sonst noch produziert haben. Inzwischen habe ich wohl alles zusammengetragen, was Sevdaliza auf den Markt gebracht hat. Nicht nur Eden, Sirens of the Caspian, Men of Glass und Hear my Pain Heal, sondern auch 5d oder Energ1 ...

Darüber hinaus A Hymn von den IDLES, Nowhere to Hide now von Ghostpoet, Audio, Video, Disco von Justice, Familiar von Agnes Obel, Lie Down in Darkness von Moby, Original von Leftfield

Und gelegentlich finde ich auch längst Vergessenes wie On the Border von Al Stewart, Runaway von Del Shannon, Pictures of Matchstick von Status Quo, About her von Malcolm McLaren, A Forest von The Cure, Lovemachine Part I von Supermax, I Remember von Ultravox, Transmission von Joy Division und Karma Police von Radiohead ... 

6. November 2020

Zu meiner Überraschung kam heute morgen um 10.51 h die Nachricht, dass Biden in Georgia inzwischen knapp vorn liegt. Dann heute Nachmittag um 14.55 h: Biden auch in Pennsylvania in Führung gegangen.

Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet, erst recht nicht Trump und seine Anhänger. Sein Anwalt Giuliani giftet, dass alles drunter und drüber gehe bei der Auszählung"Die Stimmen könnten auch vom Mars sein. Oder Joe Biden kann 5.000 abgegeben haben." An dieser Stelle brach selbst der Sender Fox die Berichterstattung ab. Ebenso später bei Tramp, als er erneut von Wahlbetrug sprach: "Wenn man die legalen Stimmen zählt, gewinne ich mit Leichtigkeit", sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit der Wahlnacht. "Wenn man die illegalen Stimmen zählt, dann können sie versuchen, uns die Wahl zu stehlen." Die Sender ABC, CBS und NBC haben dann die Übertragung der Pressekonferenz abgebrochen.

Das hat mich an die Erzählungen meiner Großmutter erinnert. Als sechsjähriges Kind habe ich, wenn ich bei 'Mensch-ärgere-dich-nicht' zu verlieren drohte, alle Pinne umgeworfen, weil ich mich damit nicht abfinden konnte. Im Laufe der Jahre lernte ich dann, wie fast alle anderen auch, dass man auch schon mal eine Niederlage einstecken muss ..

Doch was ist, wenn man das nicht gelernt hat, wenn man trotz drohender Insolvenz immer wieder neue Kredite bekommen hat? Wenn alle Fauxpas keine Konsequenzen hatten? Wenn er Anhänger hat, denen man verkaufen kann, dass alle lügen, nur er selber spricht die Wahrheit? Wenn man ungestraft die US-Toten in den Weltkriegen als Loser bezeichnen darf ...

Dann kann es eben auch nicht sein, dass man selber ein Loser ist. Dann kann es schon mal sein, dass er Gerichte dazu bringen will, dass Wahlauszählungen zu stoppen sind, wenn er in Führung liegt. Und dass die Auszählungen weiter gehen müssen, wenn er hinten liegt.

Nun beginnt also die Zeit der Legendenbildung:

Biden habe den Sieg gestohlen, denn er, Trump, hatte ja schon in der Wahlnacht den Sieg für sich in Anspruch genommen.

Das erinnert mich spontan an die Dolchstoßlegende nach dem ersten Weltkrieg, viele Jahre lang in meiner aktiven Zeit Gegenstand des Politikunterrichts ...

5. November 2020

Strahlender Sonnenschein heute bis zum Nachmittag, doch bis zum Nachmittag am Rhein dichter Nebel, als ich gerade auf dem Heimweg vom Covid19-Test war. Um 21.31 h kam das Ergebnis: negativ! Da fiel mir natürlich ein Stein vom Herzen ;-) 

Bleibt jetzt viel Zeit in der selbstverordneten Quarantäne ... für die Pflege der Spotify-Playlists, für das Ausprobieren leckerer Gerichte, für die dringende Vervollständigung diverser Seiten hier auf der Homepage - u.a auf bei den Kurzgeschichten und bei den Rundreisen in McPomm usw.

Heute habe ich gleich damit begonnen: Unten ein Blick auf Mangold in Sahne-Knoblauch-Roquefort. Einfach himmlisch ... auch geeignet als Geruchs- und Geschmacksnerventest in Coronazeiten ...

4. November 2020

Bis 5 h heute morgen habe ich die Auszählungen verfolgt - live in amerkanischen Sendern und in den Online-Diensten der FAZ und RP.  Als dann Florida und Texas für Biden verloren waren, kam ich nur noch auf maximal 253 Wahlleute für den Demokraten ... und so sieht es jetzt um 12 h auch noch aus. Dabei habe ich schon den 0,2 %-Vorsprung für Biden bei 89 % der Stimmenauszählung in Wisconsin für Biden gerechnet. Es kann also nur schlechter werden. Nun ist heute also ein rabenschwarzer Tag für die politische Kultur in Amerika. Und die europäischen Populisten haben noch einmal Aufwind. 

Doch nicht genug damit  ... eben erhalte ich die Nachricht, dass ein Bekannter, den ich Sonntag getroffen hatte, positiv auf Covid19 getestet wurde. Also wartet morgen auch auf mich ein Test. Vorsorglich habe ich erst einmal alles weitere abgesagt. Na toll ... 

3. November 2020

Schon seit langem wollte ich die Kirche 'Christi Auferstehung' in Köln-Lindenthal besuchen, vor allem seit dem Besuch der Ausstellung im MAKK (27. Oktober) zu den typischen Bauten des Architekten Gottfried Böhm. "Der Bau steht prominent am Ende eines von Bäumen flankierten Kanals und dominiert diesen Standort als monumentale Architekturskulptur mit gemischen Beton- und Backsteinflächen. In dem komplexen aus Kuben gebildeten Raumkörper dominieren die vertikalen Formen, wie zum Beispiel die tragenden Betonsäulen." so Petra Hesse im Handbuch des MAKK. Ist einen Besuch wert ... mehr hier!

2. November 2020

Die Pläne des RWE, trotz des absehbaren Endes des Tagebaus weitere fünf Dörfer - wie ursprünglich geplant - abzureißen, haben mich neugierig gemacht. Ab morgen, 3. Nov., sollen die Bäume der bereits aus dem Verkehr genommenen Landstarße L 277 gefällt werden. Solche Maßnahmen sind natürlich geeignet, die Gegner der Braunkohleverstromung und die Unterstützer der bleibewilligen Einwohner der totgesagten Dörfer herauszufordern. Mahnwachen und friedliche Protestaktionen sind in Vorbereitung - nach der US-Präsidentschaftswahl wird hierüber in der Presse bestimmt mehr zu erfahren sein, es sei denn, Corona bleibt so stark im Fokus ...

Heute habe ich mich auf den Weg gemacht nach Kuckum, Keyenberg, Ober- und Unterwestrich gemacht und Fotos vom aktuellen Zustand geschossen. Unten rechts der Kirchturm von Keyenberg am Rand des großen Tagebaus. Unten links wird deutlich, dass riesige Mengen Erdreich abgebaut werden müssen, bevor die Mrd. Tonnen an Braunkohle gefördert werden können, die dann verbrannt werden, um Strom zu erzeugen. So war das eben schon früher. Die zahlreichen Windanlagen deuten aber schon an, dass die Zeiten sich bald ändern. Es ist spannend, wie sich politische Prozesse entwickeln - bald mehr dazu hier und in der Geschichte 39: Einschntte  ...

1. November 2020

"Einer schöpft Wasser ins sinkende Boot hinein" ... einer von vielen Kommentaren und Meinungen zur US-Wahl am Dienstag, hier die Meinung von Christian Stöcker (Spiegel Wissenschaft online). In der vergangenen Nacht die 5-Stunden-Sendung in der ARD (Die lange Nacht der US-Wahl) ... das wird jetzt 48 Stdn. so weiter gehen. Und dann wird es möglicherweise ein Ergebnis geben, mit dem die Welt nicht glücklich ist und wird. DAS ERSTE beginnt am Wahltag um 22.50 h die Berichterstattung ... und am Mittwoch geht die Berichterstattung von 5.30 h zunächst bis 10 h. Vor vier Jahren bin ich am früher Morgen zufrieden schlafen gegangen, doch war es ein schlimmes Erwachen ... Diesmal möchte ich sicher gehen, dass ich das Ergebnis kenne, wenn ich einschlafe. Mehr bleibt mir nicht.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Klaus Kirschbaum