Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

April 2022

30. April 2022

Endlich konnten wir ("Willkommen im Severinsviertel") heute eine neue Schulung für 'Mentoren und Mentorinnen für Flüchtlingsfamilien' durchführen, unsere 11. Schulung. Zwei Jahre hatten wir pausieren müssen. Doch auch jetzt tagten wir vorsichtshalber in Zugluft ;-)

'Saufen für eine bessere Welt' - der Slogan der originellen Karnevalsgesellschaft Ponyhof  "Zum zweiten Mal dürfen wir in Kölns schönster Location – dem Innenhof der Kartäuserkirche – zu Gast sein und dort einen malerischen Weingarten für euch aufbauen. Ab dem 29. April  2022 sind wir täglich ab 17 Uhr im Herzen der Südstadt für euch da und füllen euch für die gute Sache ab. An 300 lauschigen Plätzen bieten wir euch eine kleine Auswahl an Weinen und auch Kölsch oder Wiess aus der Flasche. Auch die Kulinarik kommt nicht zu kurz. Alle Einnahmen werden nach Abzug der Kosten an verschiedene karitative Projekte gespendet. Jede Arbeitsstunde ist ehrenamtlich. Unterstützt uns und kommt vorbei, trinkt möglichst viel und helft damit den Menschen die es bitter benötigen im Moment. Wir freuen uns auf gutes Wetter, weinselige Abende und helfen zu können. Eure KG Ponyhof e.V."  Und wirklich angenehmes Ambiente; bis 22 h. Werde ich in wenigen Tagen mal wieder besuchen, bevor am 14. Mai alles vorbei sein wird. Nicht nur der Wein, auch der Käseteller empfehlenswert ...

29. April 2022

Vitalic im Luxor ...  das war mal wieder ein Spaß - und vor allem ein Ohrenschmaus! "Vitalic feiert sein 20-jähriges Jubiläum mit einer einzigartigen Live-Show! Im April kommt der französische Produzent im Rahmen seiner 20 Years Tour für sechs Shows nach Deutschland! Soweit er sich zurückerinnern kann, wollte Vitalic (geboren als Pascal Arbez-Nicolas) schon immer elektronische Musik machen, um in die Fußstapfen seines Idols Jean-Michel Jarre zu treten... "  so das Luxor auf seiner Seite ...   Hier ein Hörbeispiel 'Poison lips'

28. April 2022

Nach den Berichten in Aspekte und ttt über die diesjährige Biennale in Venedig freue ich mich um so mehr auf die Woche dort mit den Freunden der letzten Jahre ...

"Ukraine“ bedeutet „Grenzland. Welche Auswirkungen Grenzziehungen – gesellschaftliche, politische oder individuelle – auf die Identität von Gesellschaften, Gruppen und den Einzelnen hat, verarbeitet Futur3 seit vielen Jahren in der künstlerischen Arbeit und in deutsch-ukrainischer Kooperation in dem mehrteiligen Projekt BORDERLANDS.

Seit Februar 2022 haben sich diese Themen und Fragestellungen verschärft und (endlich) eine breite Aufmerksamkeit gewonnen. Diese neue Aufmerksamkeit möchte Futur3 in konkrete Hilfe wandeln und macht deswegen in den letzten Wochen immer wieder aufmerksam auf Spendensammlungen und auf Forderungen zur Unterstützung der Ukraine. Für Futur3 bedeutet konkrete Hilfe auch, mit dem Theater und aus der Perspektive der Kunst tätig zu werden: Wir knüpfen an gemeinsame Projekte mit ukrainischen Kolleginnen an, setzen diese fort und halten das Thema wach. Futur3 greift auf ein breites und internationales Netzwerk von Kulturschaffenden zurück um mit Kolleg*innen und anderen Initiativen gemeinsam berufliche Perspektiven für ukrainische Geflüchtete zu schaffen. Wir finden Wege und Möglichkeiten, um mit Kolleginnen in der Ukraine auch neue Projekte zu beginnen. Danke an alle Kolleg*innen, mit denen Futur3 gemeinsam an Initiativ-Projekten arbeiten und Hilfe realisieren kann."

Jetzt hat der Kölner KulturraFutur3 ausgezeichnet mit einem Sonderpreis:

Angesichts der aktuellen Lage hat die Jury des Kölner Kulturrats beschlossen, einen Sonderpreis zu verleihen: Als Reaktion auf die großartige Unterstützung für Geflüchtete und Menschen in der Ukraine durch die Kölner Kulturszene wird das Theaterkollektiv Futur3 als "Initiative Ukraine" ausgezeichnet. "Danke an alle Kolleg*innen, mit denen Futur3 gemeinsam an Initiativ-Projekten arbeiten und Hilfe realisieren konnte. Wir bedanken uns für den Preis, welcher direkten Hilfen für die Ukraine und ukrainischen Künstler*innen zugute kommen wird." so Futur3

27. April 2022

Gleich drei interessante Künstler stellen bei Horbach aus: 

Andreas Kremer mit 'Last Resort' (unten links) mit Gegensätzen von typischen Stadt- und Landschaftsszenen; dann Michael Schulz mit 'Undinge' .. Collagen mit einem kalauernden Witz und schließlich Thomas Gerats mit 'Scheinheilig' ... verstörende Altarbilder: muss man gesehen haben. Noch bis zum 1. Mai zu sehen ...

26. April 2022

Heute die Nachricht, dass Putin Polen und Bulgarien den Gashahn zudreht ... die Lage eskaliert zusehens. Nun hoffe ich, dass die Befürworter der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine etwas ruhiger werden. Wenn bei uns die Gasheizungen ausfallen, dann bin ich nicht nur betroffen, sondern auch gespannt, was dann Leute wie Söder und Merz propagieren werden.

Aber heute auch mein erstes Konzert seit 25 Monaten, das vom 26.11.2021 verlegte Konzert von GusGus in der Kantine. Mehr zu GusGus und dem Konzert auf der Seite 'Musik' in Kürze ... Hier eine Hörprobe zu GusGus - Higher ft. VÖK (Official Music Video)

25. April 2022

Auf meiner Rückreise von Waren nach Köln habe ich mich wieder für die kurze Route entschieden; Landstaße fast Luftlinie bis Hannover, 555 km statt 626 km. Das drückt natürlich den Dieselverbrauch von 5,2 l/100 km auf 4,3 l - doch gespart habe ich wohl nichts, denn bei Stuer bin ich geblitzt worden. Dort ist für einige 100 Meter 70 statt 100 km/h; bei ca. 90 km/h hat es geblitzt ... selber schuld.

Heute ist für mich (Brief-)Wahltag gewesen. Der Stimmzettel ist fast einen Meter lang, denn 29 Parteien bewerben sich sich und ein Einzelkandidat - wieder Martin Josef Przybylski, diesmal mit der Berufsangabe 'Tellerwäscher'. Er will wohl der Partei 'Die Partei' Konkurrenz machen. Neu - für mich - sind die Parteien 'Partei für Kinder, Jugendliche und Familien - Lobbyisten für Kinder -', dann die 'neo. Wohlstand für alle', 'Die Urbane. Eine HipHop Partei', die 'Europäische Partei LIEBE', DSP (Deutsche Sportpartei' ... die anderen kannte ich bereits von früheren Wahlen.

24. April 2022

Mehrmals wurde das 'Unglaubliche' wahr: 

Trump wurde Präsident, der Brexit bekam eine Mehrheit, Putin greift tatsächlich die Ukraine an ... aber nun hat der Albtraum Le Pen nicht gewonnen und auch der rechtsextreme Orban-Freund Jansa ist in Slowenien unterlegen. Erleichterung!

Im Garten werde ich seit einiger Zeit von einer rabenschwarzen Katze beobachtet. Jetzt konnte ich sie erstmals fotografieren. Seit gestern blühen auch die Tulpen in McPomm - in Köln schon lange. Aber in den letzten 2 Jahren konnte ich ja erst Ende Mai einreisen ... hatte ich schon fast vergessen, dass der Norden mehr als 14 Tage hinter dem Rheinland hinterherhinkt. 

23. April 2022

Heute meine erste Rundfahrt in diesem Jahr in McPomm: nach Norden östlich von Greifswald nach Hanshagen, Kemmnitz, Ludwigsburg, Loissin, Wusterhusen, Lubmin und Neu Boltenhagen. Viele optische Highlights, auf die ich mich schon gefreut hatte. Unten einige Fotos, mehr demnächst unter Rundreisen in 'McPomm'.

22. April 2022

Erst das Volk der Virologen, jetzt das der Militärsachverständigen und der Ruf nach schweren Waffen. Alle können offensichtlich da mitreden, nur ich bin mir da nicht so sicher.

Und jetzt auch noch ständig diese FakeNews ... im Schutz der Anonymität des Internets. Gerade lese ich, dass der Großvater von Olaf Scholz SS-General gewesen sei ... gut dass es Organisationen wie 'correktiv.org/faktencheck' gibt, die ständig Aufklärung betreiben und publizieren. 

Heute hat die Saat begonnen: Rote Beete, Spinat, Ruccola, Petersilie, Zwiebeln und 'Saatbänder' mit 3 Sorten Salat waren der Anfang

21. April 2022

Erstmals im April die 20°-Marke gerissen, neuen Apfelbaum gepflanzt, neuen Gartennachbarn kennengelernt - verdammt schwarz, der Kerl!

20. April 2022

Wenn man aus dem frühlingswarmen Köln kommt (bis 23°), dann muss man den Frühling in Waren suchen (bis 13°). Aber der zweite Blick stimmt hoffnungsvoll.

19. April 2022

Nachtfahrt an die Müritz mit Röyksopp-Konzert 'live' und den zahllosen Remixes ... 

18. April 2022

Viel gelacht heute, viele Vorurteile bestätigt gefunden, gerade, was Gymnasien angeht ...  Richtige Kino-Kritiker sehen das natürlich anders: "Die feine Entlarvung von Charakteren, zu der das Kammerspiel fähig ist, wird hier geopfert, um einen Paukenschlag nach dem nächsten abzugeben — und davon trifft noch dazu kaum einer richtig. Damit haben Sönke Wortmann und Drehbuchautor Jan Weiler einiges an Potenzial verschenkt, die dieser Geschichte durchaus innewohnt. Aber man hat zumindest das Gefühl, dass sie sich stets bemüht haben, etwas Gutes zu schaffen. Was das heißt, weiß ja jeder, der sich etwas mit Zeugnissen auskennt."

17. April 2022

Russische Propaganda strauchelt wieder einmal: "Auf dem Schiff sei bei einem Unfall ein Feuer ausgebrochen und daraufhin Munition explodiert, hieß es vom Moskauer Verteidigungsministerium. Das schwer beschädigte Schiff sei beim Abschleppen in stürmischer See gesunken ... Die Stimme von Talkshowgast Wladimir Bortko im staatlichen TV überschlägt sich vor Aufregung. Der Untergang der Moskwa, Russlands wichtigstes Marineschiff, sei ein Kriegsgrund, ruft der ehemalige Duma-Abgeordnete und bekannte russische Filmemacher wütend. Die Spezialoperation sei beendet, nun gebe es einen echten Krieg. Bortko geht offenbar davon aus, dass die Ukraine für den Verlust der Moskwa verantwortlich ist - so wie es die Ukraine auch für sich in Anspruch nimmt." Ansonsten bleiben Massengräber; es sind die Gräber von Zivilisten in der Ukraine.

Riga ist nicht nur die Stadt der modernen Architektur, der Jugendstilpaläste und der originären baltischen Holzhäuser, sondern auch das Zuhause alternativer Kulturstätten und Lebensentwürfe ...

16. April 2022

Riga, 20 km Fußweg bei 7° kein Problem. Alte und moderne Gebäude und riesige Markthallen ... vor allem auch Fisch, in allen Variationen!

15. April 2022

In den baltischen Staaten gibt es kaum weniger Furcht vor einem russischen Einmarsch als es ihn in der Ukraine gab, nur mehr Hoffnung, dass die NATO das verhindern kann. 

Unten die russische Botschaft unter Polizeischutz ... dort ein riesiges verfremdetes Portrait von Putin und rundherum blau-gelbe Flaggen und Forderungen. Ein Rundgang durch Riga bietet zahllose Zeugnisse der 'abwechslungsreichen' Geschichte ...

14. April 2022

Das war für mich die Nachricht des Tages:

"Russische Weltkriegs-Überlebende kämpft gegen Putins Invasion»Damit dieser Wahnsinn aufhört« ...  Eine Million Menschen starben, als die Wehrmacht Leningrad aushungerte – Ljudmila Wassiljewa hat überlebt. Heute protestiert die 80-Jährige gegen Putins Ukraine-Feldzug, dreimal wurde sie schon festgenommen." (Spiegel- online)

Ab Köln Hbf., ankomme Riga. Erst im 3. Versuch pandemiebedingt ins Baltkum geschafft ...

13. April 2022

Heute zwei interessante Studien:  "So viel Schaden hat der Mietendeckel in Berlin angerichtet", das Angebot an Mietobjekten ist um 60 % gesunken ... Aber es gibt immer naive Träumer, die glauben, dass man dem Markt mit Regulierung beikommen kann. Es gilt eben immer wieder 'Angebot' und 'Nachfrage'.

Dann die Nachricht "Reiches Heilbronn, armes Gelsenkirchen" - "Im Schnitt kommt demnach jeder Heilbronner, auch dank Schwarz (Lidl-Gruppe), auf ein jährliches Einkommen von 42.275 Euro – nach Abzug aller Steuern und Abgaben, wohlgemerkt. Pro Monat entspricht das einem Nettoeinkommen von 3.523 Euro. ... Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 23.706 Euro im Jahr oder 1.975 Euro im Monat. Auf den letzten beiden Plätzen der insgesamt 401 Landkreise liegen mit Duisburg (17.741 Euro) und Gelsenkirchen (17.015 Euro) zwei Orte im Ruhrgebiet. Hier sind die Nettoeinkommen im Schnitt nicht einmal halb so hoch wie in den Spitzen-Landkreisen." Kaum zu glauben, diese Unterschiede ... Köln liegt eher im unteren Mittelfeld: 23.339 €

Jetzt ist die Zeit, um Sonnenblumen eine Zukunft zu geben. Vor 4 Wochen hatte ich die Kerne von meinen größten Sonnenblumen des letzten Jahres ausgesät und heute vereinzelt. Einige sind jetzt im Garten und in den Trögen der Dachterrasse ausgesetzt, einige warten noch auf ihren neuen Standort ...

12. April 2022

Nicht erst seit Wochen fällt der ukrainische Botschafter in Berlin, Melnyk, durch seine markigen Sprüche auf, schon seit Jahren steht er in der Kritik wegen seiner Nähe zum ukrainischen NS-Kollaborateur Stepan Bandera und zum ultranationalistische Regiment Asow.  

Damit gehört er zu denen, zu den Nationalisten, auf die sich Putin bei seinem Angriffskrieg bezieht. Ungeschickt ist da schmeichelhaft. Mehr als bedauerlich ist die Ungeschicklichkeit des ukrainischen Präsidenten mit seiner Absage an den Steinmeier-Besuch. Selbst das Handelsblatt schreibt gerade:

"Ein Land unter Druck wie die Ukraine hat alles Recht, laut zu schreien, zu fordern und anzuprangern. Aber es sollte nicht den Fehler begehen, jetzt die Einheit durch überzogene Kommentare zu gefährden – nicht gegenüber Politikern in der Ukraine selbst und nicht gegenüber Politikern im Westen. Denn es geht um Haltung und Widerstand gegenüber Russland, nicht um Haltungsnoten wie in diplomatisch besseren Zeiten."

Unter der Überschrift "Zauberhafter Solotanz" machte mich schon Wolfgang Höbel in der Spiegel-Ausgabe vom 2. April 2022 auf "Wo in Paris die Sonne aufgeht" neugierig. "Auf Instagram sieht das Leben der Menschen, von denen hier berichtet wird, sonnig und gelungen aus, im realen Leben packt sie manchmal eine jähe Traurigkeit ... vermutlich entsteht der Zauber dieses Films gerade aus der Vereinzelung, die sein Thema ist. Im Glück und im Unglück und sogar beim Sex scheinen die Menschen, von denen hier erzählt wird, in ihren Egos eingekerkert zu sein, wie zerbrechlich oder robust die auch sein mögen. In ihren Affären und Plaudereien wahren sie stets einen Rest von Distanz." 

Sehenswert dazu auch der Trailer zum Film. Und hörenswert zum Auftakt Rone - Opening (taken from Les Olympiades Original Motion Picture Soundtrack) und zum Abspann Substance (Original Mix) von Carlos Lima & DJ Clima sowie Rone - One Month Later (taken from Les Olympiades OST).

Das war schon akustisches Highlight, verstärkt durch die optischen Reize. Schon ein Lichtblick des Kino-Jahres 2022.

11. April 2022

Gestern das 'Einschießen' von März und anderen AfD- und CDU-Politikern auf Anne Spiegel ("Wenn Heinen-Esser wegen 9 Tagen Mallorca-Urlaub zurücktritt, dann muss Spiegel wegen 4 Wochen erst recht zurücktreten") ... Dann gestern Abend ihr emotionaler Auftritt und heute der Rücktritt nach einer Grünen-Vorstandssitzung ... Bitter für das junge und feminine Bild des aktuellen Kabinetts. Doch zwei Vorgänge haben mich bei aller Sympathie verunsichert:  Warum ging es am Anfang der Affäre um "Wording"? Das deutete für mich schon an, dass es Ungereimtheiten geben würde. Dann die falschen Angaben zur Online-Teilnahme an Kabinettssitzungen im Urlaub ...  das war das Aus.

Und jetzt die Aasgeier, allen voran der frühere CSU-Social-Media-Stratege Armin Petschner-Multari

Aber auch Erfreuliches lässt sich nicht leugnen: Neben dem Dauerblüher Rosmarin und dem farbenfrohen Ginster jetzt rechtzeitig zu den kommenden Sonnentagen das Blühen der Kirschbäume - da werden Bienen & Co. ganze Arbeit leisten.

10. April 2022

Als ich heute nach dem zweiten Hagelschauer meine Gartenarbeit unterbrochen haben, sagte mir meine Wetter-App, dass es auch in der zweiten Tageshälfte durchregnen würde. Das wollte ich nicht überprüfen ... daher habe ich mir eine nette Route für die Rückfahrt nach Köln ausgesucht - u.a. über Ludwigslust. Dort steht einer der Paläste der mecklenburgischen Großherzöge ... ein besonders  bemerkenswertes Schloss. Offensichtlich hatten die Großherzöge kein Geld für Marmor. Daher wurden die Säulen mit bemaltem Papier umhüllt, das Marmor täuschend ähnlich sieht - muss man gesehen haben!

9. April 2022

Manchmal wundert mich nichts mehr:

Eine Rakete schlägt in einem ostukrainischen Bahnhof ein, wo gerade hunderte Menschen mit dem Zug fliehen wollen, viele Tote und Verletzte ... es ist auch von Verschleppungen aus Mariopol nach Russland die Rede, davon, dass 170 Mitarbeiter aus Tschernobyl gewaltsam nach Russland verbracht wurden ... wer die Bilder von Butscha oder Borodjanka gesehen hat, der glaubt schließlich solchen Nachrichten der internationalen Presse und nicht denen eines Kreml-Sprechers ... 

Heute hatte ich mal den richtigen Riecher. War von 9 bis 13 h im Garten, dann gab's drei Stunden Schneeregen und Hagel ...

8. April 2022

Muss man gesehen haben: das helle Licht, die schnellen Wolken, der blaue Himmel, die immer wieder verschwindende Sonne  -  und dazu die Weite der Müritz.

7. April 2022

Keine Impfpflicht, gar keine Regelung mit einer Mehrheit. Die FDP will sich profilieren für die anstehenden Landragswahlen, will die AfD nicht als einzige Anti-Impf-Partei. Die Union ist zwar für die Impfpflicht, will aber die Ampel als gespalten darstellen. Einfach peinlich

Nach den angekündigten Regen mit Sturm gegen 16 h schon wieder  Sonnenschein und Wolken im Wechsel. Kräftig wachsen Liebstöckel und Rhabarber... 

6. April 2022

"Massenzustromrichtlinie" ... ein Segen, dass es zu Beginn des Zustroms klare Regeln und wieder große Hilfsbereitschaft gibt. In der letzten Nacht habe ich mir noch eine interessante Doku dazu angeschaut. Unsere Initiative "Willkommen im Severinsviertel"  freut sich über die vielen Interessenten, die jetzt an unseren Schulungen für 'Mentoren für Flüchtlingsfamilien" teilnehmen wollen ... die nächste Schulung ist am 30.4.

Unten mein erster Eindruck von Waren in der Vorsaison 2022. Ich war sprachlos, wie lange Schwäne kopfüber am Grund der Feisneck - wo ich im Sommer gern bade - nach Nahrung suchen.

5. April 2022

Trotz Regen und Kälte heute meine erste Touran die Müritz. Diesmal nicht Autobahn über Hamburg, sondern ab Hannover Landstraße über Celle, Uelzen, Neustadt-Gleve und Parchim. 555 km statt 625 km. Zeitgemäß nun auch mit 4,7 l/ 100 km statt 5,3 l/100 km. Und dann nur 5,6° im Haus bei der Ankunft ...

Rechtzeitig wieder 9 kg Müsli gemixt mit dem Schwerpunkt Trockenfrüchte incl. Zitronat und Orangat  sowie Nüsse und Kerne. Das reicht bis Jahresende ...

4. April 2022

Unbeabsichtigt aktuell ... "Paradise Circus" eine neue Installation des mit dem CREO Preis 2022 ausgezeichneten Künstlers Dennis Josef Meseg, die jetzt bis zum 30. April 2022 in der Stage Gallery in der St. Apern Straße 17 - 21 zu sehen ist. "Die Basis für Reichtum und Macht ist Gewalt, ist der Krieg, in all seinen hässlichen Formen. Ob Wirtschaftskrieg, feindliche Übernahmen oder Feldzüge - der Sieger nimmt sich, was er haben will. Und das Volk macht Urlaub." Dazu hat Dennis Josef Meseg 15.000 kg Munitionshülsen in die Gallerie fahren lassen und darauf seine Schaufensterpuppen drapiert. 

Derweil bestreiten die russischen Kriegsherren, dass es irgendwelche Massaker in der Ukraine gegeben habe - es seien Fake News. Sicherlich wird sich auch noch Trump zum Thema Fake News zu Wort melden. 

3. April 2022

Die schlimmen Bilder aus dem Vorort von Kiew, aus Butcha, zeigen gefesselte Zivilisten erschossen. Wie nicht anders zu erwarten, wischen die Aggressoren das als Propaganda beiseite. Hoffe, dass es genügend unabhängige Zeugen gibt, damit Kriegsverbrechen nicht ungesühnt bleiben.

Mit Vucic in Serbien und Orban in Ungarn werden wohl mit ihrer populistischen Politik weitermachen können. Wunder dauern länger - vor allem, wenn die Presse nicht mehr frei ist.

Der letzte Kürbis aus dem letzten Jahr ist nun Geschichte - diesmal mit einer frischen Bärlauch-Note. Die neue Müristz-Saison kann beginnen. Aber für neue Sprößlinge noch zu früh - bitterkalt dort.

2. April 2022

Da fehlen mir einfach die Worte, wenn ich heute morgen auf Twitter vom AfD-Abgeordneten Lindemann lese: "Gestern hat übrigens der #Ramadan begonnen. Und genau gestern wurden die #Corona Einschränkungen beendet. Alles Zufall, oder?" ... einfach weiter schwurbeln ...

Heute ist auch mal wieder ein Jahrestag! "Heute vor 30 Jahren begann die Blockade von Sarajewo - erst nach 973 Tagen wurde sie beendet. Mindestens 11.000 Opfer hatte Sarajevo zu beklagen, weitere 56.000 Verletzte. Dass es nicht noch viel mehr waren, ist vor allem dem Tunnel zu verdanken ..." mehr hier  »Ich habe geschrien: ›Gebt mir meinen Arm zurück!‹« Damals verlor die neunjährige Jasmina Hostert in Sarajewo durch eine Granate einen Arm. Heute ist sie SPD-Bundestagsabgeordnete. Wenn sie fliehende Kinder aus der Ukraine sehe, dann sehe sie sich selbst, so sagt sie im Spiegel

Gestern war Vernissage in der Galerie kjubh in der Dasselstraße, heute war ich dort und traf Jürgen Menten, einen der Initiatoren. Vier großformatige Werke von Ina Gerken"Inmitten der gestischen Krakeleien und Schichtungen formen sich Schlieren, Knäuel, Raster, Strukturen, Muster, Wellen, Wolken, Streifen, Fächer und vieles mehr, deren Konsistenz und Kontingenz sprachlich so gut wie nicht beschreibbar ist." so Gregor Jansen im Skript zur Ausstellung. Statt 'Kontingenz' hätte er auf 'Zufall' schreiben können ...

1. April 2022

Eigentlich ein perfekter Frühlingstag: Die erste Kamelienblüte vor der Haustür, eine ausgewanderte Borretschpflanze blüht viel zu früh in den Steinen am Rand der Terrasse und Bärlauch ist erntereif - hatte ich vor Jahren schon im Garten heimisch gemacht. Doch dann kam der angekündigte leichte Schneeregen. Also gibt's für die Gäste der nächsten Tage Bärlauchbutter.

»L’évè­ne­ment«, in den Kinos unter »Das Ereignis«,  ist die Verfilmung eines auch in Deutschland gefeierten Buchs der Autorin Annie Ernaux.  "Die Kunst der 1940 geborenen Autorin Annie Ernaux ist die kluge, unerbittliche Vermischung von autobiografisch Erlebtem und soziologischer Diagnose. Die Regisseurin Diwan schafft es auf beklemmende Weise, Ernaux’ Arbeitsweise in Filmbilder zu übersetzen. Sie nimmt konsequent und direkt die Perspektive von Anne ein – und durchlebt mit ihr ein herzergreifendes Martyrium," so Wolfgang Höbel im Spiegel.

"Im Film wie im Buch verwandeln sich Ohnmacht und Einsamkeit in einen gefahrvollen Weg der Selbstbestimmung. In beiden wird die sechzig Jahre zurückliegende Gegenwärtigkeit zum erschütternd durchlebten Hier und Jetzt. Und es ist ja auch unglaublich, dass das alles noch gar nicht lange her ist,"  so Katja Nicodemus in der ZEIT vom 24.3.22, S. 52

Unten: nüchtern und grimmig ist der Blick, den die Regisseurin Audrey Diwan ihre Protagonistin auf die Männergesellschaft der Sechzigerjahre in Frankreich werfen lässt - sie gewann nebenbei auch 2021 in Venedig den Goldenen Löwen. Gute Wahl!

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© Klaus Kirschbaum