Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

Juli 2021

31. Juli 2021

Am 23. Juli hatte ich gepostet, dass Hater Stimmung gegen Flüchtlinge machen  -  sie würden nur Geld abgreifen, aber den Hochwasseropfern nicht helfen. Die Forderung, dass bestimmte Teile der Gesellschaft helfen müssten, ist schon absurd. Doch jetzt veröffentlicht der SPIEGEL heute in Wort und Video das Gegenteil. Allerdings wird das sicherlich bei Hatern, NPD und AfD nicht ankommen ...

Das ursprünglich für heute angekündigte Regenwetter wurde offensichtlich auf morgen verschoben. Also gab es keinen Grund, die geplante Tour auf der Balkanroute zu verschieben. Mit der Bahn ab Hbf. Köln bis Remscheid-Lennep und dann über 45 km zurück zum Rhein. Eine Fahrradroute über eine stillgelegte Industrie-Eisenbahnlinie, über Brücken und durch Tunnels ... 'bergab' 

30. Juli 2021

Bekannt ist, dass das Ausgeben von fremden Geldern für eigene Zwecke leicht fällt - im Gegensatz zu eigenen Mitteln, die für Fremde ausgegeben werden ... Das ist insbesondere beim WDR zu beobachten. Nach nur 43 Jahren "musste" das Filmhaus in der Kölner Innenstadt, auf teuerstem Grund, wg. 'veralteter Technik' und 'Mängeln im Brandschutz' fast abgerissen werden, um es dann für geplante 69 Mill. € wieder aufzubauen. Derzeit rechnet man mit 148 Mill. € ... doch 2023 soll es ja erst fertig gestellt werden. Und was es dann kosten wird, werden wir hoffentlich dann erfahren - sicherlich eher 200 Mill. €!? Da fragt man sich, warum Privatleute, die mit eigenem Geld eigene Immobilien finanzieren, nicht auch zum Schluss das Dreifache zahlen müssen.

So unerfreulich dieses Thema ist, so erfreulich ist auf der anderen Seite, dass Köln nun ein zweites Weltkulturerbe beherbergt !!

Da die UNESCO den Niedergermanischen Limes ausgezeichnet hat, ist Köln gleich mit drei Römerstätten dabei:

das Praetorium unter dem spanischen Bau des Kölner Rathauses  (Foto unten), das Deutzer Römerkastell Divitia und das Flottenlager 'Alteburg' im heutigen Stadtteil Marienburg.

29. Juli 2021

Jetzt sind mehr als 50 % der Bevölkerung vollständig geimpft, das Wetter ist eher corona-feindlich, doch die Zahl der Neu-Infizierten steigt - gegenüber der Vorwoche um 30 %. Angesichts dieser Zahl und der Tatsache, dass nun der Reiserückkehrgipfel vor der Tür steht, gibt es immer noch Widerstände gegen eine Testpflicht für Rückkehrer ... erstaunlich? Das Tempo der Impfungen hat ja auch schon stark nachgelassen ... unverständlich!

Auf dem Weg zum Cineplex kam ich am Rudolfplatz bei "meet & eat" vorbei - hatte ich schon fast vergessen, den donnerstäglichen Treffpunkt  ... 

"Generation Beziehungsunfähig" ist unterhaltsam -  flotte Sprüche, spritzige Dialoge und komische Situationen! Kritiken weisen auf geringe Tiefe hin ... aber das ist ja auch etwas der Generation geschuldet, die hier im Fokus steht. Dafür spielt der Film im realen Köln und nicht irgendwo oder vor einer Kulisse ... das gibt jedem Film für mich dann das EXTRA, wenn ich die Straße, die Fassade, das Viertel erkenne ...ob das Büdchen am Neusser Platz neben der Agneskirche, ob die Ringe oder die Bahnpassagen an der Geldernstraße oder am Eigelstein bis hin zum Heliosturm, ganz real!

28. Juli 2021

"Flüchtlinge haben dauerhaft keine nachhaltige Lobby", stellt Andreas Kossert am heutigen Weltflüchtlingstag im Deutschlandfunk fest, 70 Jahre nach Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention. "Mehr als 82 Millionen Menschen sind laut UNO Flüchtlingshilfe auf der Flucht, sie fliehen vor Krieg, Hunger, Folter, Sklaverei und den Folgen des Klimawandels. Noch nie wurden so viele Flüchtlinge registriert wie in den letzten Jahren. Heute, am Weltflüchtlingstag rufen viele Organisationen zu Solidarität mit Menschen auf der Flucht auf."

Innerhalb von 10 Jahren hat sich die Zahl der Flüchtlinge weltweit verdoppelt. Doch diejenigen, die wir hier in den Zielländern als Asylsuchende wahrnehmen, sind ja nur eine kleine Minderheit - die meisten Flüchtlinge leben noch im eigenen Land oder im Nachbarstaat, in der Hoffnung, bald wieder in die Heimat zurückkehren zu können - oft Jahrzehnte vergeblich, wie die Lage der Palästinenser in Jordanien und im Libanon zeigt. Hier eine Stellungnahme des Kölner Flüchtlingsrats.

Wie sich in den vergangenen Jahren gezeigt hat, wird die Integration gut gelingen, wenn die hier zugewiesenen Flüchtlinge von Mentoren oder Mentorinnen begleitet werden - so auch unser Konzept bei "Willkommen im Severinsviertel"

27. Juli 2021

Jetzt nimmt die Olympiade langsam für den deutschen Daumendrücker Fahrt auf ... gerade wird die 2. Goldmedallie in Tokio im Radio gemeldet. Deutschland ist damit im Medallienspiegel auf Platz 10 vorgerückt; es herrscht erste einmal Freude, auch wenn erwartungsgemäß Japan, China, USA und Russland vorn liegen. Wenn man venünftigen Menschen glaubt, dann wären die Investitionen wohl besser angelegt im Breiten- und Schulsport. Da erinnere ich nur an Studien zur Fettleibigkeit, auch schon in jungen Jahren. Aber was meckere ich hier. Irgendwann wird sich die Vernunft schon durchsetzen, oder?!

Am 12. März 2020 war ist zum letzten Mal auf einem Konzert; im Artheater hörte ich Klangstof und postete nach Mitternacht Fotos auf Google Maps. Und das Foto unten fand sich später auf der Website des Clubs wieder - kein Wunder, dass nun die Nachricht kam: "Glückwunsch - 900.000 Aufrufe". Das ist natürlich schon eine Hausnummer, denn andere positiv platzierte Fotos dümpeln immer noch im 5-stelligen Bereich ...

26. Juli 2021

"Gaza mon amour ist vieles zugleich: unter anderem eine kurzlebige Liebeskomödie, Gesellschaftssatire und Porträt eines Schelms. Scheinbar blauäugig stolpert Issa von einem Fettnäpfchen ins andere. Vielschichtig verkörpert Salim Daw, israelischer Staatsbürger mit arabischen Wurzeln, diese Figur, deren Gelassenheit, gewisse Naivität und das Fehlen jeglichen Argwohns sie äußerst sympathisch macht. Alle Figuren in der Geschichte wirken authentisch und unmittelbar. Ihnen fehlen Fassaden des Wohlstands oder einer Machtstellung, hinter der sie sich verstecken können." so die Kino-Zeit zutreffend. Und das alles vor einem Hintergrund, der mitschwingt: Explosionen in Gaza, Militär und Polizeiapparat, bittere Armut, Verzweiflung. Doch dazwischen eben auch "Amour".Jetzt fehlt nur noch das Odeon, und dann habe ich dieses Jahr alle wichtigen Kölner Kinos besucht ...

25. Juli 2021

Heute laufen auf Radio 1 vom rbb echte zehn Stunden lang die "besten 100 Lieder der 80-er Jahre" - nach Meinung einer ca. 170-köpfigen Jury von Musikfachleuten aller Couleur ... dabei muss ich mir natürlich viel anhören, was ich damals schon nicht mochte - von Madonna und Prince über Michael Jackson und 'neue deutsche Welle' bis hin zu Rick Astley ...

Und tatsächlich, sieht man mal von Prince ab, so landeten vorn die typischen 80-er Hits, die auch heute noch hörbar sind! Vor allem hat es mich gefreut, dass Kate Bush so weit nach vorn gekommen ist - war damals schon ein Paradiesvogel. Ein Wiederhören gab es  erfreulicherweise mit

- Visage (Fade zu gray)

- Talk Talk (u.a. mit It's my life)

- Killing Joke (u.a. mit Love like blood)

- nicht weniger als 6 x The Cure 

- The Smith auch 3 x

Da macht sich schon bemerkbar, dass es Musikjournalisten waren und nicht Verkaufs-zahlen oder manipulierbare 'Klicks'. 

Visage und Killing Joke waren da heute schon eine echte Überraschung - lange nicht mehr gehört!

Und der 'Sieger' Joy Division war lange Jahre meine "Nummer 1", damals, als das Album Closer mit Decades herauskam. Wenn ich mir das Stück damals in der 'Filmdose' beim Plattenaufleger gewünscht habe, hat er stets die Augen verdreht! Und schließlich kam dann 2009 auch noch der Film über Joy Division in die Kinos...

24. Juli 2021

" ... mit jeder Minute, die verstreicht, beginnt Daniel zu realisieren, wen er vor sich hat. Es steuert auf eine dramatische Konfrontation zwischen zwei Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten zu, die an einem Ort aufeinander treffen ... " Was im Film Nebenan erst so dahinplätschert, das treibt auf einen tollen Höhepunkt zu ... muss man erlebt haben. Unterstrichen wird das durch zwei Musikstücke, die zum Ende und beim Abspann zu hören sind:

meine 'Neuentdeckung' Siriusmo mit Ego. Zum anderen Joseph Loiband mit  "(Adv - 16)" (excerpt)

23. Juli 2021

Im Januar 2021 haben wir noch im Waldbadviertel Unterschriften gesammelt für das "Bürgerbegehren: 100 % Ökostrom bis 2030 - Da simmer dabei!" der Klimawende.Köln. Den Ausstieg hatte Rhein-Energie allerdings erst für 2040 versprochen. Offensichtlich hatte die Initiative so viele Unterschriften bekommen, dass die Rhein-Energie jetzt einem Kompromiss zugestimmt hat: 2035 soll die Klimaneutralität erreicht sein, auch für die Stadt Köln selber. Immerhin.

Ich hätte es nie erfahren, aber einer meiner "Freunde" auf facebook hat dies (unten) geliked. 

Ein Lehrstück für fakenews und rechte Hetze ... 

"Millionen starker junger Männer" - erste Lüge - aber macht Eindruck beim Heer der Ahnungslosen. 

Dann gleich die Unterstellung: 

sie helfen nicht den Katastrophenopfern, sie seien nirgends zu sehen. 

Das genügte, um allein bei diesem "Aufklärer" zustimmende Kommentare im 5-stelligen Bereich zu generieren. Sie überboten sich mit Unterstellungen wie "die lassen es sich hier nur gut gehen" bis zu zu echt strafbaren Äußerungen ... Nun frage ich mich, wie ich mich meiner "Freundin" gegenüber verhalten soll. Aus der 'Freundesliste' streichen?

Und so die Wirklichkeit in Wort und Film ...

Lauterbach via Twitter: Beeindruckend. Diese syrischen Flüchtlinge wollen helfen aus Dankbarkeit. Das hebt sich ab von leeren Reden im Wahlkampf.                     @dw_politics   23. Juli

"A group of Syrian men who came to Germany as refugees six years ago are helping people affected by the floods in the western part of the country. They answered a call on social media and traveled to the disaster area from all parts of Germany."

22. Juli 2021

Jahrestag, Trauertag in Norwegen - vor 10 Jahren ermordet ein Rechtsradikaler 77 Menschen, überwiegend Jugendliche aus der sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Noch heute ist Norwegen geschockt, schließlich sind solche Morde dort unbekannt - in Deutschland bekanntlich nicht. Zwischen Januar 1919 und Juni 1922 ermordeten Rechtsradikale 354 Politiker (vgl. Die ZEIT, 15. Juli 2021, S. 13, von Mathias Erzberger bis Walther Rathenau ...)

Heute sind Menschen mit Migrationshintergrund Ziel von rechtsradikalen Mördern. Außerdem gibt es Listen von potentiellen Opfern, 57 von ihnen sind in einer Wanderausstellung in diesen Tagen auf dem Ebertplatz zu sehen! 23.000 Personen stehen allein auf der Todesliste der Terrorgruppe 'Nordkreuz' ...

Mehr dazu bei CORRECTIV

21. Juli 2021

Roger Willemsen in seinem titelgebendem Buch „Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.“ 

"Was werden zukünftige Generationen über uns denken, wenn wir bereits Geschichte sind? In WER WIR WAREN blicken wir auf den gegenwärtigen Zustand der Welt und fragen uns im Geiste von Willemsens Vermächtnis, ob sie an uns verzweifeln werden. Sechs Denker*innen und Wissenschaftler*innen reflektieren die Gegenwart und blicken in die Zukunft.

Produzent, Regisseur und Autor Marc Bauder begleitet seine Gesprächspartner*innen in die Tiefen des Ozeans, über das Dach der Welt, bis in die Weiten des Weltraums und beleuchtet dabei die unglaublichen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns, einen globalen Wirtschaftsgipfel, das Erbe der Kolonialisierung und die Gefühle eines Roboters.

Dieser inspirierende Blick auf unsere Welt hält eine hoffnungsvolle Botschaft für uns alle bereit: Wir selbst haben es in der Hand wer wir sind, wenn wir unsere Verbundenheit, unsere Gemeinsamkeit, unser ›Wir‹ erkennen. WER WIR WAREN ist ein intensives Treffen mit sechs bedeutenden Denker*innen und Wissenschaftler*innen unserer Zeit: Alexander Gerst (Astronaut), Dennis Snower (Ökonom), Matthieu Ricard (Molekularbiologe und Buddhist), Sylvia Earle (Ozeanologin), Felwine Sarr (Ökonom, Soziologe und Philosoph) und Janina Loh (Philosophin und kritische Posthumanistin)." so die Filmankündigung.

20. Juli 2021

Wieder einmal ein Gedenktag - für mich aber bedeutend, weil ich den Gegensatz zwischen den Widerstandskämpfern auf der einen Seite und den Mitläufern und den Speichellecker auf der anderen Seite sehe.

Bereits mehrere Attentatsversuche auf Hitler gescheitert ... "Pläne, den Diktator zu töten, haben hohe Militärs schon seit September 1938, als Hitlers Politik in der Sudetenkrise auf Krieg hinauszulaufen scheint. Aber die Einigung mit England und Frankreich auf der Münchner Konferenz vereitelt die Pläne vorerst.

Auch in den folgenden Jahren scheitern zahlreiche Attentatsversuche: Im November 1939 explodiert eine Bombe im Münchner Bürgerbräukeller, die der Schreiner Georg Elser versteckt hat, erst, nachdem Hitler bereits gegangen ist. Im Juni 1940 wird in Paris eine Parade abgesagt, auf der Offiziere den Diktator erschießen wollen. Im März 1943 will sich ein Offizier mit Hitler in die Luft sprengen - doch der verlässt die Ausstellung, bevor der Attentäter handelt." Gut, dass der NDR in einem Beitrag daran erinnert hat.

Das Rheinhochwasser schwemmt jetzt auch die Baumstämme und anderes Schwimmbares aus den Katastrophengebieten an der Ahr den Rhein herunter. Das Hochwasser vom Wochenende geht sichtbar zurück und der Tourismus kommt langsam wieder in Gang.

19. Juli 2021

Kaum aus Waren zurück in Köln, hält der Briefkasten eine Überraschung bereit: 

Ich erhielt eine Rechnung über 10.000 € (oder besser gesagt: eine Zahlungsaufforderung, s.u.). Was zuvor geschah, muss ich jetzt schnellstens in der Kurzgeschichte Nr. 38 "Jeder ist ein Künstler" veröffentlichen. 

Am 4. Juli 2020 begann in Lelkendorf in Mecklenburg-Vorpommern eine interessante Geschichte. Unter anderem wurde ich bei der Staatsanwaltschaft Rostock wegen Sachbeschädigung angezeigt ... bei einer Kunstausstellung hatte ich ein 'Kunstwerk' beschädigt, indem ich Hakenkreuze als solche unkenntlich gemacht hatte. 

Die Presse berichtete darüber und die Staatsanwaltschaft stellte mit Schreiben vom 11. August 2020 die Ermittlungen gemäß § 170 Abs. 2 StPO ein.

 

... bald mehr an dieser Stelle ...

18. Juli 2021

"Wüste Kirche" ist der Begriff für eine ehemalige Kirche, die irgandwann einmal erbaut und dann irgendwann zerstört wurde. McPomm ist da führend, weil nichts verschwindet - und heute wieder saniert wird, auch wenn es nur die Ruine ist. Hier unten ist die Wüste Kirche Domherrenhagen - zwischen Moltzow; Rambow und Ulrichshusen. Erbaut in Zeiten, als der Ziegelstein noch nicht erfunden war, mit Feldsteinen. Irgendwann ist das Dorf 'untergegangen' und der Chronist berichtet, dass am Ende des 30-jährigen Krieges die Kirche zerstört war (1648). Erst Mitte der 90-er Jahre wurden die oberen Steine wieder befestigt - niemand muss sich also fürchten. Heute finden hier für ein kleines Publikum Konzerte und Lesungen statt. Bestimmt bald wieder die ersten nach der Pandemie. 80 Personen haben dann Platz ... eine unheimliche Atmosphäre! Immer wieder Ziel für mich, wenn ich Besuch bekomme, wenn ich in Waren bin.

17. Juli 2021

Meine ständigen Begleiter - im Haus und draußen...

16. Juli 2021

Jährlicher Besuch in Neuenkirchen bei Neubrandenburg . Stand der Restaurierungsarbeiten am alten Speicher neben dem ehemaligen Gutshaus, das ebenfalls noch einige Sanierungsarbeiten vor sich hat ... dazu gehört schon eine Menge Zeit, Geduld, Geld, Energie und ein dickes Fell ... aber es geht zügig voran, Kompliment!!!

15. Juli 2021

Aufruhr nördlich von Waren ... offensichtlich plant ein Agrar-Investor hier eine industrielle Hühnermastanlage. Da bin ich jetzt leider nicht informiert, obwohl ich regelmäßig den hiesigen Nordkurier lese ...

14. Juli 2021

Besuch mit Freunden bei Winfried Duwentester in Görzhausen (Atelier, Werkstatt, Skulpturenweg ...) und in seiner Ausstellung in  Remplin.

13. Juli 2021

Zweiter Tag der Rundreise im Norden zwischen Rostock und Stralsund über Eixen, Leplow, Behrenwalde, Löbnitz und Starkow ... wieder ein Blick in die Geschichte der letzten Jahrhunderte.

Zurück in die Realität: 'ganz zufällig' treffe ich Britta und Sabine mit Tara am Markt in Barth ...

12. Juli 2021

Erster Tag der Rundreise in die Vergangenheit Richtung Ostseeküste vor Darß/Zingst ...

11. Juli 2021

Europäischer Designepreis für die Denkmal-Installation vor der Warener St. Georgskirche:

Bei der Einweihung des Denkmsls am 16.10.2020 war ich dabei. In Waren fang 1989 die erste Montagsdemo in McPomm statt, 400 trauten sich damals ... ein guter Grund sich zu erinnern ...

10. Juli 2021

200 Musterdörfer sollten ab 1957 in der DDR entstehen, jeweils mit einem Kulturpalast. Es ist aber bei dem einem in Mestlin geblieben. Und nun steht im damaligen 750-Seelen-Dorf ein 'Riesenschloss'.

Heute gibt es natürlich ein Erhaltungsproblem, das ein Julturhaus-Verein zu lösen versucht. Bis zum 15.8. zeigen 35 Künstler ihre Position zu Beuys. Jetzt war ich da, weil ich auch einen der Künstler kenne. Mehr über Mestlin demnächst hier im 'McPomm-Teil'.

9. Juli 2021

Nossentin nördlich von Waren/Müritz:

Hier ist seit einigen Jahren alles restauriert, auch diese Hinweise (Foto unten) an den Kirchenbänken als Erinnerung an die Vergangenheit ...  ganz vorn in der ersten Bank der Pächter des Gutes, dahinter dann erst die 'Büdner, dann "Häusler", schließlich  Tagelöhner und zum Schluss die Hofknechte. Vom Altar aus gesehen alle links vom Gang. Und auf der rechten Seite dann das weibliche Pendant ... bis hin zu den 'Dienstmädchen' ganz hinten. Der Gutsherr selber hatte ganz vorn neben dem Altar seine "Patronatsloge", weit ab vom 'gemeinen Volk'.

So die gesellschaftliche Situation bis Anfang des 19. Jahrhunderts ... muss man sich 100 Jahre später mal vor Augen führen. 

8. Juli 2021

Na toll, Stau! Aber zumindest die Staugasse ist vorbildlich... McPomm eben ☺️

7. Juli 2021

Unterschiedlicher hätten die beiden Filme in der Filmpalette kaum sein können:

der Dokumentarfilm Viewing Booth ("die Aussichtskabine") am Montag 

"The Viewing Booth widmet sich in einer laborähnlichen Versuchsanordnung dem Erleben von Bildern und der Frage, was wir als Wahrheit begreifen: Wie konstruieren wir Wahrheit, damit sie zu unseren Überzeugungen passt? Der Regisseur Ra’anan Alexandrowicz, dessen Filme The Law in These Parts (2011) und The Inner Tour (2001) unterschiedliche Aspekte der israelischen Besatzung beleuchten, hat im Internet veröffentlichte Videos der Menschenrechtsorganisation B’Tselem gesammelt und das Material, das die Präsenz des israelischen Militärs in der Westbank dokumentiert, Studierenden einer US-amerikanischen Universität gezeigt. Er filmte ihre Reaktionen und lud eine von ihnen, Maia Levy, sechs Monate später zu einem zweiten Screening ein. Sie sieht sich nun selbst dabei zu, wie sie sich Filmmaterial, das ihren politischen Überzeugungen zuwiderläuft, ansieht. Was hierbei zum Ausdruck kommt, ist vielschichtig, verwirrend, aufschlussreich und geht über den israelisch-palästinensischen Konflikt weit hinaus. Maia Levys freimütige Analyse ihrer eigenen Kommentare wurde fast unverändert übernommen und vermittelt den Zuschauer*innen, dass Sehen nicht immer Glauben heißen muss." 

...  und heute, Mittwoch: Vor mir der Süden ...

"Vor 60 Jahren im Jahre 1959 bereiste der italienische Regisseur und Schriftsteller Pier Paolo Pasolini („Medea“) die gesamte italienische Küste von Ventimiglia bis Triest mit dem Auto. Ein Fiat Millecento und eine Kamera waren seine ständigen Begleiter. Noch heute gilt die Reisereportage als einzigartiges Dokument europäischer Kulturgeschichte, in der der Regisseur mit warnendem Blick auf die Zukunft schaute. 2019 begibt sich Regisseur Pepe Danquart auf die Spuren von Pasolini. „Vor mir der Süden“ zeigt die italienische Küste, deren Bewohner*innen noch immer davon berichten, in einer Krise zu stecken. Touristen scharen sich an den idyllischen Orten, Waren und Flüchtlingsdramen bestimmen nun den Alltag. Im Vergleich der aktuellen Bilder mit denen aus vergangenen Tagen entsteht ein nostalgischer Film, der stellvertretend für Europa steht. Die Route führt erneut von Ventimiglia nach Triest, der Begleiter ist erneut ein Fiat Millecento." Wunderbare Bilder, Erinnerungen an mehr als 30 Urlaubsfahrten nach Italien - und viele Gedanken an Einwanderer, Auswanderer ... da mein Freund Mario - selber aus Italien als Jugendlicher nach Deutschland gekommen, dann nach dem Berufsleben der Liebe wegen nach Mexika ausgewandert - von diesem Film bestimmt noch nichts gehört hat, werde ich ihn mal auf die richtige Spur bringen!

6. Juli 2021

 

1. EM-Halbfinale ... sieht schlecht aus für mich - nur auf Platz 4, denn die meisten Spiele sind vorbei ...

die überraschende Niederlage von Dänemark gegen Finnland und der Gruppensieg von Schweden (statt Spanien) ... das hat Uli ganz nach oben gebracht ... mal schauen! Aber ist ja nur ein Spiel, der Kicktipp ...

 

Und heute war auch mein zweite Impftermin ...  planmäßig nach 12 Wochen, weil die Erstimpfung damals mit AstraZeneca war. Doch diesmal hatte jeder die freie Wahl:

Biontech, Moderna oder noch einmal AstraZeneca. Da Lauterbach empfohlen hatte, nach Astra als 2. Impfung Biontech zu nehmen, bin ich seiner Empfehlung gefolgt. Und den digitalen Impfausweis gab's dann anschließend auch noch in der Apotheke. Einfach und praktisch ...

 

Und jetzt ist Sommer  - und ein Blick in den Garten zeigt, dass die Regenmenge doch alles besser hat besser wachsen lassen. Bin echt begeistert.

5. Juli 2021

Überraschender Kunstfund beim Enkelspaziergang am Rodenkirchener Rheinufer - auf der Höhe des Traditions-Bootshauses Alte Liebe an der 'Kölner Riviera' ...  allerdings ist es noch geschlossen, da der Enkel des bisherigen Chefs noch keine Konzession hat. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass er dafür ja viele Monate der Pandemie Zeit hatte ...

4. Juli 2021

Heute endlich Gelegenheit, die MittsommerRemise am 19. und 20. Juni 2021 für meine McPomm-Homepage zu verarbeiten. Dabei ist mir aufgefallen, dass weite Teile zwischen Rostock und Stralsund noch 'Terra incognita' sind - aber einige Highlights habe ich jetzt schon einmal gefunden ...

Da haben einige Nachbarn im Waldbadviertel letzte Nacht wohl einen Schrecken bekommen, als dieser Baum umstürzte ... doch am Mittag war der Weg schon wieder frei. Nur den Schaden hat der Nachbar, denn die Stadt als Eigentümerin kommt nur dann für den Schaden auf, wenn man vorher eine Gefahr gemeldet hat - wie schon, wenn dem Baum äußerlich nichts anzumerken war? Da kann ich froh sein, dass die Bäume auf der Streuobstwiese vor meinem Haus kaum höher als 2 Meter sind ...

3. Juli 2021

Die westlichen Militärs ziehen sich aus Afghanistan zurück und hinterlassen nicht nur große Verunsicherung, sondern extrem gefährdete einheimische Mitarbeiter. Zwar erhalten sie oft ein Einreisevisum, doch wie sie nach Deutschland kommen, das bleibt ihre Sache - ohne Worte, wie dieser Fall zeigt:

"Qais H. hat von 2009 bis 2020 im Camp Marmal in Masar-e-Sharif in Afghanistan für die Bundeswehr als Koch gearbeitet. Aufgrund seiner Tätigkeit für die Bundeswehr wird er von den Taliban als Feind angesehen und bedroht. Er kann nicht länger in Afghanistan leben. Im Rahmen einer Gefährdungsprüfung erteilten die deutschen Behörden ihm, seiner Ehefrau, seinem vierjährigen Sohn und seiner zweijährigen Tochter daher Ende Juni 2021 humanitäre Visa zur Einreise nach Deutschland. Das heißt leider nicht, dass er auch tatsächlich sofort nach Deutschland kommen kann, denn es werden keine Flugtickets bereitgestellt. 

Da Qais ab Mitte 2020 aufgrund der sich ausweitenden Corona-Pandemie nicht mehr als lokaler Koch im Bundeswehr-Camp arbeiten durfte, lebt er seither von seinen Ersparnissen. Um die Kosten für die Flugtickets von Afghanistan nach Deutschland bezahlen zu können, hat Qais selbst nicht mehr genügend Ersparnisse. 

Somit möchten wir hiermit aufrufen, für die Flugtickets für die Familie von Qais zu spenden! Sollten wir unser Spendenziel überschreiten, wird Qais das Geld als Barauszahlung erhalten, um die ersten Wochen in Deutschland überbrücken zu können. Er wird natürlich viel in Afghanistan zurücklassen und benötigt auch für einen neuen Anfang in Deutschland Unterstützung. Hier kann direkt gespendet werden: www.betterplace.org/p97050" so der Aufruf des Kölner Flüchtlingsrat e.V.

Im Rahmen der Photoszene United (Mai bis August 2021) fand ich heute Arbeiten der Künstlerin susebee in der Stage Gallery (St.-Apern-Str. 17- 21) - unten drei besondere Fotoarbeiten: Bewegung und Mehrfachbelichtung.

2. Juli 2021

Irgendwie bin ich begeistert von den Fotografen Mitte des 20. Jahrhunderts ... ob Helmut Newton, Walter Dick oder August Sander ... das sind historische Fotos, Bilder aus einer anderen Zeit - und so auch Seidenstücker ...

"Friedrich Seidenstücker (1882–1966) zählt zu den bedeutenden Chronisten des Alltagslebens im Berlin der Weimarer Republik. Seine atmosphärischen Fotografien, meist entstanden auf seinen Streifzügen durch die Stadt, erzählen von scheinbar beiläufigen Ereignissen und Begebenheiten: vom Sonntagsvergnügen und vom Arbeitsalltag, von Kinderspielen auf der Straße und vom Treiben auf Bahnhöfen und im Zoo. Seidenstücker zeigt, häufig mit humoristischem Blick, die Menschen und das Leben in der Metropole. Seine Aufnahmen machen zugleich die Härten der Großstadtexistenz sichtbar und lassen im Hintergrund immer wieder auch die Gegensätze der sozialen Realität in den Zwischenkriegsjahren durchscheinen... "

100 Werke von Seidenstücker zeigt jetzt das Käthe-Kollwitz-Museum am Neumarkt; ob es sich um  Pfützenspringerinnen, Kleingewerbler wie Kofferträger, Kutscher und fliegende Händler handelt ... Kindermädchen, Müllarbeiter und Zeitungsverkäuferinnen – bei der Arbeit oder beim Ausruhen, ernst oder ausgelassen ... einfach beeidruckend!

1. Juli 2021

"In Seifenhennersdorf in Sachsen muss die Schule gerettet werden, in Großmugl in Österreich droht Lichtverschmutzung und in Leutkirch im Allgäu wird gegen das Land Grabbing gekämpft. Eine Bäuerin, ein Astronom, ein Gastronom und eine Bürgermeisterin sind zutiefst mit ihrer Heimat verbunden und möchten diese retten. Und dafür werden ungewöhnliche Wege gewählt. Kurzum: sie sind „Landretter“. Die unaufgeregte Dokumentation zeigt Menschen, die man als verrückt oder waghalsig, vor allem aber als mutig beschreiben kann. Am Ende versteht der Zuschauer: der Wandel hat bereits begonnen. Er beginnt mit Menschen, die unerschrocken Veränderungen denken und dann umsetzen, die sich Autoritäten widersetzen und unermüdlich weitermachen. Ein Film über Mut und der Verantwortung der Bürger." ... so die Mitteilung des 'Internationales Filmfestival Bad Saarow am Scharmützelsee', das im September stattfindet. Links das Plakat an der Filmdosenfassade - das Hotel gegenüber spiegelt sich im Plakatkasten ...

Der Weg zur Filmpalette führt vom Hbf über den Eigelstein ... diesmal auch an der neuen Heimstatt eines Obdachlosen, der vor einem geschlossenen Einzelhandelsgeschäft Zelt und andere Utensilien ausgebreitet hat - einschließlich der Näpfe für seine Hunde ... 

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© Klaus Kirschbaum