Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

Mai 2020

24. Mai 2020

"Sankt Peter ist die Kunst-Station, ein weltweit einzigartiger Ort des Dialogs von Glaube und Liturgie mit zeitgenössischer Kunst und neuer Musik. Der spätgotische Kirchenraum, der im Lauf der Jahrhunderte immer wieder neue Gestalt gefunden hat, ist heute weitgehend befreit von Bildwerk und Gestühl – ein leerer Raum der Spiritualität. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler gestalten diese Leere aus ihrer Ideenkraft heraus immer wieder neu..." so die Kölner Gemeinde St. Peter in der Selbstdarstellung. Daher nicht verwunderlich, dass hier oft nicht nur eine Ausstellung geboten wird, oft auch zwei gleichzeitig. Eine der drei derzeitigen Ausstellungen ist die von Simon Morley EX LIBRIS  - das gemalte Wort - unten Beispiele, bis zum 29. Juni 2020. 
Das faszinierendste ist die Stelle in der Kirche unten links, ein steinernes Gedächtnis: Umformungen nach Umbauten oder Zerstörung im Laufe der Jahrhunderte. Im Original erhalten und nicht unter Putz versteckt. Romanischer Westturm, gotischer Kirchenbau auf den Resten römischer  und romanischer Vorgängerbauten, mal Kirche, mal Klosteranlage oder auch nur Pferdestall in der napoleonischen Zeit.

23. Mai 2020

71 Jahre alt wird das Grundgesetz heute; es gab in den letzten Tagen Demonstranten, die das Grundgesetz und gar die Demokratie am Ende sahen, weil sie 1,50 m Abstand und Mundschutz bei Demos ablehnen ... Heute werde ich das selber einmal wieder testen:

"Kundgebung am 23.05. von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr auf dem Roncalliplatz in Köln. Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages der Seebrücke rufen wir gemeinsam mit befreundeten Initiativen zu der Kundgebung “Lager evakuieren – sowohl in Köln als auch auf den griechischen Inseln!” auf.

Corona ist tödlich – besonders für diejenigen, die sich nicht davor schützen können. Die seit Jahren bekannten katastrophalen Zustände in Lagern und Sammelunterkünften für Geflüchtete sind angesichts der aktuellen Bedrohung durch die Pandemie nicht länger hinnehmbar. Da der empfohlene Mindestab-stand und die Hygienevorschriften dort nicht umgesetzt werden können, sind die Menschen dem Virus schutzlos ausgeliefert – ob in Griechenland, auf dem Balkan oder in deutschen Massenunterkünften.

Deswegen rufen wir diesen Samstag erneut zu einem Aktionstag auf. Lasst uns gemeinsam unseren Protest gegen die menschenunwürdige Politik der EU wieder auf die Straßen tragen und ein Zeichen für Solidarität setzen. Gestaltet Plakate mit euren Forderungen und Slogans wie #LeaveNoOneBehind, #DefendSolidarity, #WeHaveSpace und #EvacuateNow und kommt um 16:00 Uhr zum Roncalliplatz. Fordert mit uns die Evakuierung aller Lager und eine dezentrale Unterbringung der Menschen!

Angesichts der aktuellen Situation gibt es einige Auflagen, damit bei unserem Protest niemand gefährdet wird. Wir bitten euch daher dringend, die folgenden Schutzmaßnehmen bei der Teilnahme an unserer Kundgebung zu beachten:
– betretet nur zu zweit den als Kundgebungsort markierten Bereich
– haltet 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden
– verlasst einzeln und geordnet den Kundgebungsort
– tragt eine Mund- und Nasenbedeckung. Diese könnt ihr gern mit #LeaveNoOneBehind oder anderen solidarischen Slogans verschönern!

Wir sehen uns auf der Straße! Solidarität mit Geflüchteten – Lager evakuieren! #LeaveNoOneBehind"

... und so friedlich können Demos aussehen, mit Abstand, Mundschutz usw. ...

22. Mai 2020

Heute ist der erste Ausgabetag für unsere Organisation 'Bürger machen Landwirtschaft' - wir, das sind 125 Teilhaber, die jeden Monat die Kosten übernehmen und dafür den entsprechenden Anteil an der Ernte haben. Nun holen wir uns also jede Woche am festgelegten Tag nachmittags aus einem der Depots die morgens geernete Feldfrüchte. Frischer geht's gar nicht. Alles in Demeterqualität ... in zwei Radieschen fand ich heute Abend frische Lebenswesen, die ich dann vom Abendessen ausschließen musste. Und ich habe heute zum ersten Mal "Eiszapfen" gesehen und gegessen. Eine gute Idee übrigens ist die "Tauschbörse". Nicht jeder mag alles oder kann so viel von einer Sorte verbrauchen. Dann wandert das in die "Tauschkiste". Aus der kann man sich dann natürlich auch beliebig bedienen. Ein schöner Tag, eine gute Idee - und ich habe heute an meinem Depot auch nette Leute kennengelernt.

Nicht verschweigen möchte ich, dass ich es geschafft habe, bei einer Radtour zu einem Grilltreffen mit den Kindern (wg. Vatertag) einen eisernen Müllcontainer noch so zu streifen, dass ich im benachbarten Eduardis-Krankenhaus um Desinfizierung bitten musste - dazu reichten dann auch einige Nadelstiche, um am Unterarm alles wieder festzuzurren. Aber jetzt ist es lästig, wenn man mit einer Mülltüte am erhobenen Arm beim Duschen das Wasser ableiten muss. Schließlich soll der Verband ja trocken beliben ...

21. Mai 2020 

"Vatertag", na gut, ein freier Tag. Aber auch ein guter Tag für die Bewohner der Siedlung an der Egonstraße in Köln-Stammheim, nur wenige Meter vom Schlosspark Stammheim entfernt. Hier gab es 80 Bungalows, erbaut in den 50-er Jahren von der Stadt, sehr einfach, 50-er Jahre-Stil eben. Aber besonders preiswert. Das führte dazu, dass die Mietverträge "vererbt" wurden, so sagt man hier. Später baute die Stadt das große Klärwerk, keine 500 m entfernt. Und da sich die Stadt sich satzungsmäßig so festlegte, müssen zwischen Klärwerk und Wohnhäuser mindestens 500 m Distanz liegen - daraus machte die Stadt dann die Notwendigkeit, die eigenen Häuser abzureißen, ersatzlos. Bei 30 der 80 Häuser ist ihr das trotz des Widerstands der Bewohner gelungen. Jetzt wurde der Druck von Bewohnern immer größer, dass sich nach und nach alle Parteen, außer der FDP, hinter die Forderung der Bewohner stellten. Nun ist also beschlossen, dass die Mietvereinbarungen unbefristet gelten und keine weiteren Häuser abgerissen werden.

Heute habe ich mich dort noch einmal umgeschaut ... ein friedliches grünes Viertel. Die Stadt kassiert zwar eine kleine Miete, doch den Aus- und Umbau der Häuser haben die Bewohner sein Jahrzehnten selbst finanziert; kein Wunder, dass sie die Egonstraße nicht verlassen wollen.

Archive: Nothing Else in neuer Version ist seit einigen Tagen im Netz, mit neuem Video; hörenswert, sehenswert ... wie immer ein Archive-Meisterwerk!

20. Mai 2020

So langsam kehrt das alte Leben zurück - auch wenn es jetzt heißt: "Es wird niemals mehr so sein wie vor Corona!" ... aber in der Kunststation St. Peter ist wieder das alte (Kunst-)Leben eingezogen. Unten links der Osterleuchter von Klaus Simon, eine zwei Meter hohe Turmskulptur mit 25 Hölzern aus verschiedenen Erdteilen, darauf eine Osterkerze. Rechts 'der graue Spiegel' von Gerhard Richter. 

"Der „Graue Spiegel“ ist Richters raumbezogene Antwort auf die Anfrage, die Wand, auf der gewöhnlich das Bild „Kreuzigung Petri“, das letzte und persönlichste Spätwerk von Peter Paul Rubens (1638/40), zu sehen ist, zu gestalten. Das Altarbild wird zurzeit in einer Werkstatt vor Ort auf der Empore restauratorisch untersucht." ... bis November. Schon eine außergewöhnliche Kirche, eben auch eine Kunststation.

Und heute ganz neu im Netz, Thom Yorkes "Tomorrow's Modern Boxes Live" ... akustisch und optisch wieder ganz vorn! Ähnlich wie schon Ende Oktober 2019 "Last I Heard (... He Was Circling The Drain)" - der optische Leckerbissen überhaupt ...

19. Mai 2020

Schreck am Vormittag! Hat der Kommunalwahlkampf begonnen? Und gleich mit einem AfD-Flyer in meinem Briefkasten?! Ich lese: "Volkes Stimme? Wie in der Schweiz! Direkte Denokratie statt Parteienklüngel." und "Abschaffung des freiheitsfeindlichen 'Antidiskriminierungsgesetzes'" und mehr aus dem AfD-Wahlprogramm "Verteidigung der Demokratie in Deutschland" ... Als Wahltermin der 24. September? ist die Kommunalwahl nicht für den 13. September geplant?

Und da stellt sich heraus, dass meine Nachbarn und ich mit Flyern von der Bundestagswahl 2017 eingestimmt werden sollen. Mehr noch: "Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende ..." Oder war es nur der Scherz eines Verwirrten? 

Aber ein Schritt in den Garten bringt mich da doch gleich in eine andere Gefühlslage - unten links ein Blick auf den merkwürdig blühenden Perückenstrauch "Royal Purple" - hatte ich mir seinerzeit notiert -  oben rechts eine gelbe Taglilienart und unten die blühende Weigelie "Bristol Ruby". Da habe ich mich vor vier Jahren richtig beraten lassen, stelle ich anerkennend fest!

18. Mai 2020

Joy Division - ein Band, die nur von 1976 bis 1980 existierte - kennt heute wohl kaum noch jemand. Nur ein kleiner Kreis von alten Fans ... Heute vor 40 Jahren hat sich der Sänger und Gitarrist von Joy Division das Leben genommen, er litt an Epilespsie, Kontrollverlust ... wie der Film über die Band eindringlich zeigt. Für einige Freunde und mich waren Alben wie Closer mit dem traurigsten Song aller Zeiten -  Decades - aus dem Jahr 1980. Und ich erinnere mich, dass in der Filmdose (Zülpicher Straße Ecke Kyffhäuser Straße) der Klang der mächtigen Boxen das Stück optimal genießen ließen.Jetzt ist zum 40. Jahrestag sogar eine Bucherinnerung herausgekommen: Jon Savage: Sengendes Licht, die Sonne und alles andere (Heyne Verlag, München 2020, 384 S., 20 €), in der Spiegel-Bestseller-Statistik Platz 18 am 5. Mai 2020 (Sachbuch). Es war eine ganz andere Zeit .. gerade läuft auf Raidio 1 zur Erinnerung Isolation, so ein Zufall ... 

17. Mai 2020

Natürlich schaffe ich nie das volle "Gartenbauprogramm", das ich mir für den Tag oder die Woche vorgenommen habe. Aber irgendwann ist dann Aufbruch und Zeit für die Fahrt Waren - Köln ... 'corona-bedingt' diesmal, wie schon die Hinfahrt, erstaunlich flott bei moderaten Geschwindigkeiten in gerade sechs Stunden. Und guter Musik dank Spotify nur ausgesuchte, beste Stücke ...

16. Mai 2020

Wenn Gäste kommen, dann gibt es eigentlich nur drei Alternativen - die herkömmliche 'Fleisch-Grill-Variante' oder das Gegenteil, die 'Räucherfisch-Variante' ... fußläufig gibt es das Fisch-Kaufhaus der Müritzfischer mit Riesenauswahl. Oder die 'Fisch-Grill-Variante' unten als Fischpäckchen. Einfach frischer Fisch - hier Lachs - pfeffern und salzen, mit Zwiebel-, Knoblauch- und Zitronenscheiben belegen und Möhren beispielsweise begleiten. Mit der Haut auf die Alufolie legen und das Päckchen so verschließen, dass nichts raustropfen kann. Da lässt niemand etwas übrig, auch die Bio-Zitrone isst man mit ... köstlich. 

15. Mai 2020

Als ich heute den Spruch unter von einem Freund erhielt, habe ich ihn spontan bei Facebook geteilt ... klar: was die eigene Meinung widerspiegelt, das gefällt (mir, wahrscheinlich geht es anderen ebenso). Doch es gibt in meinem erweiterten Bekanntenkreis tatsächlich jemanden, der empfänglich scheint, zumindest für einige Verschwör-theos. Unsere Konversation über Whatsapp hat etwas länger gedauert ... aber wir werden sehen, was aus den Verschwörungstheorien von Ken Jebsen oder Attila Hiltmann in einigen Monaten übrig bleibt! Aber eigentlich ist dazu schon alles gesagt - ganz witzig die Heute-Show.

14. Mai 2020

Dieses Jahr verlief zum Saisonauftakt anders - coronabedingt durfte ich als "Nicht-Einheimischer" erst spät einreisen. Während meine "Erstwohnsitznachbarn" ihren Garten schon fast fertig hatten, fing ich erst an - aber eine gute Seele hat mir mit eigenen Überschüssen ausgeholfen, hier zwei der Kisten mit Ergebnissen seines Treibhauses.

13. Mai 2020

Das Gerüst für mein drittes Hochbeet, diesmal nur wenig hoch, hatte ich schon im letzten Herbst mit fachkundiger Hilfe (und Gerätschaft) gebaut und mit Teichfolie ausgelegt. Halbvoll mit ungesiebten Kompost hatte ich es schon gefüllt und bei meiner Ankunft dicht mit 'Naturkräutern' bewachsen vorgefunden - leider kein Foto geschossen, ärgerlich! Nur mein Lieblingsnaturkraut Borretsch habe ich am Rand für die Bienen stehen lassen. Anschließend bekam ich riesige Kübel gesiebten Kompost, sogar mit Hornspänen versetzt. Und als Krönung habe ich endlich echten Hühnerdung erhalten, den ich künftig statt des granulierten Kuhdungs verwende ... 

12. Mai 2020

So sehen die jungen Zucchini- und Kürbis-Pflanzen aus, die ich in Köln vorgezogen habe. In zwei Monaten freue ich mich dann über jeden, der sich über Zucchinis und Kürbisse aus meinen Hochbeeten freut, denn so viel kann niemand allein essen  ...

11. Mai 2020 

Leider war der Internetempfang in Waren an der Müritz diesmal so schlecht, dass ich mit dem Handy schon eine halbe Stunde gebraucht habe, bis ich dieses einzige Bild hochgeladen hatte ... da habe ich die Einträge auf heute, Montag, verschoben. Unten ein Blick ins Wohnzimmer mit einem Gruß aus der Natur von meinen ersten Gästen ... Kinder pflücken ja zu gern Blumen. Da ist man ja schon erstaunt, was da alles im Garten wächst, bevor man zum ersten Mal überhaupt im Garten etwas gearbeitet hat. 

10. Mai 2020

"Hier sollten Sie unbedingt gewesen sein" ... so las ich 2019 in der Beilage der ZEIT Nr. 17. Keine schlechte Idee, aber es hat über ein Jahr gedauert, bis ich das erste Ziel, die Bruder-Klaus-Kapelle in der Eifel besucht habe ... hier mehr! Hoffe das nächste Ziel noch dieses Jahr zu sichten ...

9. Mai 2020

Der Virus scheint nicht nur Lungen zu befallen, bei einigen aber auch die Hirne - oder, wie sie wohl sagen würden: sie sind zu neuen Erkenntnissen gelangt, diese Erkenntnisse werden auch

Verschwörungstheorien genannt. Die Palette reicht von "gezielter Bevölkerungsreduzierung" über "Inszenierung dunkler Mächte" bis hin zur "Abschaffung der Demokratie am 15. Mai 2020", so der Koch Hildmann, der mit einigen hundert Anhängern gerade, wo ich dies schreibe, vor dem Reichstagsge-bäude demonstriert.  Tilmann Steffen hat dazu heute in ZEIT-online eine Analyse vorgestellt: 

"Sie wollen sich anstecken dürfen ... Demos, Mahnwachen, eine neue Partei: Der Corona-Protest verstetigt sich, Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker mischen mit. Sie fordern ein Recht auf Infektion..." Dazu hier Faktenchecks zu den unterschiedlichen Verschwörungstheorien ...

Dabei sollte heute eigentlich Europatag sein, den am 9. Mai 2020 jährt sich die Rede des französischen Außenministers Robert Schuman zur Gründung der Montanunion zum 70. Mal - und heute vor 75 Jahren begann eine nie gekannte Friedenszeit in Europa ...

8. Mai 2020

Eigentlich hätte ich mir heute in Demmin die jährliche Nazi-Demo angeschaut ... Wollte immer schon wissen, was das für Menschen sind, die den 8. Mai als Niederlage verkaufen, die die Deutschen als "Opfer" der Aliierten darstellen. Dass sie überhaupt demonstrieren dürfen, das verdanken die Jung- und Alt-Nazis unserer Demokratie - freie Meinungsäußerungen hat es in den zwölf Jahren des "Dritten Reiches" nicht gegeben ...

Doch nun ist carona-bedingt die Nazi-Demo abgesagt und ich bin daher auch nicht in Demmin. Unten zwei Bilder des Kölner Fotografen Walter Dick aus 1945, die in meinem Arbeitszimmer hängen. Links ein unbekanntes Liebespaar am Deutzer Ufer vor der gesprengten Hohenzollernbrücke und dem Dom ... es ist Frieden, das Leben kann wieder beginnen. Auch die Schule beginnt wieder ... hier sitzen glückliche Schüler im Frühsommer ohne Schuhe; es müssen mindestens 50 Schüler da gesessen haben, das war damals so üblich. So sieht für mich der 8. Mai 1945 aus.

In einem 10-Minuten-Film hat Spiegel-online die Situation am 8. Mai 1945 zusammengefasst - mit der Vorgeschichte. Sehenswert. Die Inhalte sind heute leider oft in Vergessenheit geraten, auch weitgehend die Opfer der Deutschen - von über 60 Mill. Toten sind 27 Mill. Menschen der UdSSR - in Deutschland waren es etwas mehr als 6 Mill. Tote - und 6 Mill. ermordete Juden aus Deutschland und Europa.

Mir fällt immer wieder auf, dass es uns Deutschen eigentlich ziemlich gut geht, dass die Menschen in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion dagegen überwiegend noch heute in schwierigen Verhältnissen leben. Und ich glaube, dass sie heute wenig Verständnis für die unterschiedlichen Lebensumstände haben, auch angesichts der Geschichte. Und vor dem Hintergrund, dass heute in allen Ländern der 8. Mai gefeiert wird, als Tag des Sieges über die Nationsozialisten. Zurecht, schade dass die Feiern sich bei uns in Grenzen halten.

Bliebe hier nur noch an einen neuen und an einen alte Song zu erinnern:

Wolfgang Niedeckens BAO mit Ruhe vor'm Sturm und Trettmanns Stolpersteine.... dass es solche Musik gibt, täglich am Radio zu hören ... das macht mich zuversichtlich!

7. Mai 2020

Grauer alter Beton wird bunt. Und nicht einfach so, sondern mit einer Botschaft ...  (Kreuzung Mauenheimer Gürtel/Ecke Kempener Straße)

6. Mai 2020

Lange hat so wie unten ausgesehen, hier das Haus Müller im Severinsviertel ... Im Eingang vor Restaurants ein Tisch und zwei Tafeln ... man konnte Essen bestellen und später abholen oder wie hier, sein Glück sofort versuchen. Jetzt hat Weimar heute bereits die Gastronomie wiederbelebt, NRW gibt den Startschuss für den kommenden Montag - unter Auflagen natürlich.

5. Mai 2020

Köln hat einen sehr alten Park - im Stadtteil Köln-Stammheim. In jedem Jahr bin ich mindestens einmal hier. Den dortigen Schlosspark gibt es seit fast 200 Jahren - viele Bäume dort sind weit über 200 Jahre alt. Und ziemlich laut ist es im Park - offensichtlich ist die Vogelpopulation hier größer als anderswo. 

Die Besonderheit ist jedoch noch nicht so alt, der Skulpturenpark

"Die ständige Skulpturenausstellung im Schlosspark Stammheim ist ein Projekt der Initiative Kultur Raum Rechtsrhein (KRR). Sie wurde im Jahre 2002 eröffnet. 
Ausgangspunkt und Antrieb des Vorhabens war und ist die Idee seiner Initiatoren, den 80.000 qm großen historischen Park in einzigartiger Lage am Ufer des Rheins in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln dauerhaft mit zeitgenössischer Kunst zu beleben, dem rechtsrheinischen Kölner Raum neue Akzente zu verleihen und den Kunststandort Köln durch Projekte in Verbindung mit regionalen Kunstgruppen zu bereichern. 

Darüber hinaus fördert und erweitert die Ausstellung das kulturelle Bewusstsein der Bevölkerung in Verbindung zum Lebensumfeld im Wohnort. Der Bezug zum Ausstellungsort stärkt das Selbstbewusstsein, mit dem Schlosspark auf etwas Besonderes im Ort hinweisen zu können.

Ferner wird angestrebt, durch die Belebung des alten Schlossparks als Naherholungsgebiet direkt am Ufer des Rheins und die Erhöhung seiner Attraktivität durch die ausgestellte Kunst auch zur Verbesserung interkultureller Unterschiede beizutragen: Über die Kunst kann der Park wieder stärker zu einem Ort der Begegnung und Kommunikation für alle Einwohner im rechtsrheinischen Köln werden.

Die "Kunde vom Stammheimer Skulpturenpark" hat sich mittlerweile weit über die Stadtgrenzen Kölns hinaus herumgesprochen. Mit der Dauerausstellung wurde zunächst für Künstler aus Köln und den umliegenden Regionen, inzwischen sogar aus Österreich, der Schweiz und den USA, eine neue Präsentationsplattform geschaffen. Ganz im Sinne der KRR spricht das breite Angebot von Kunst, Kultur und Natur alle Bevölkerungsschichten aus den verschiedensten sozialen, kulturellen, gesellschaftlichen und nationalen Bereichen an und wird von diesen auch wahrgenommen," so die Organisatoren vom KRR 

4. Mai 2020

Dass Anja musikbegeistert ist, dass sie seit Jahren im Chor 'Because' singt und diverse Auftritte hatte, das wissen alle. Dass sie solo singt und auch auf Youtube zu finden, zu hören ist, das wissen wohl nur wenige - hier: Halleluja

Dass sie aber jetzt sogar eigene Komposition singt, das hat mich jedoch heute umgehauen! Hier ist sie: Cuba Rose ... unten Anja in Aktion! Klasse!

3. Mai 2020

Hier meine Sämereien für die Hochbeete ... grüne Zucchini 'Easy Pick Green', gelbe Zucchini 'Atena Polka' und diesmal neben Hokido-Kürbisse erstmals auch 'Muscat de Provence'. Da lass ich mch überraschen, wie viele Pflanzen letztlich übrigbleiben.

Zuviel Gemüse ist das allemal, aber estens kann ich 7 x hintereinander Zucchini essen - jedesmal ein anderes Rezepz. Und bei Kürbissuppe habe ich auch mindestens 5 verschiene Rezepte. Und es sind ja auch immer unterschiedliche Gäste da...

2. Mai 2020

Heute Mittag gab es bei Spiegel-Online eine aufschlussreiche Nachricht über ärgerliche Zustände:

Die strengen Corona-Lebensbedingungen gelten offensichtlich nicht für alle. Am wenigsten für rumänische Werkvertragsarbeiter, "Subunternehmer", Mitarbeiter bei Müller Fleisch in Pforzheim, in prekären Abhängigkeitsverhältnissen. Nun sind 300 von 900 Mitarbeiter, die im Monat zwischen 1200 und 1500 € verdienen, mit Corona infiziert. Jetzt halten sich die Infizierten nicht mehr zu 16 Personen in ihren abgehalfterten Vier-Zimmer-Wohnungen auf (gemietet von einem anderen Subunternehmer), sondern in von der Stadt gemieteten Unterkünften (Hotels und Reha-Klinik) auf Kosten der Allgemeinheit ... Quarantäne.

Heute im Spiegel eine kleine Enttäuschung für mich: Vor einer Woche tauchte Franz Meurer, der bekannte Kölner Pfarrer von St. Theodor in Köln-Vingst, mit seinem neuen Buch "Glaube, Gott und Currywurst" in der Spiegel-Bestseller-Liste auf Platz 16 als bester Neueinsteiger auf - 5 Plätze hinter Michelle Obama, 4 hinter Woody Allen ... In dieser Woche waren alle drei Autoren nicht mehr zu finden, sondern drei neue Schriftsteller. War wohl etwa sein zehntes Buch inzwischen, zwei davon hat er mir vor Jahren mal geschenkt ... schon echt ein Original! Schätze ihn sehr!

1. Mai 2020

Im ZEIT-Magazin gestern ein leckeres Risottogericht mit grünem Spargel. Also kaufte ich die Zutaten und wollte heute kochen - doch als ich das mühsame Prozedere las ... immer wieder einkochen und ewig rühren, suchte ich nach einer Alternative in einem meiner ersten Kochbücher aus den 80-er Jahren "Italienische Küche - 300 italienische Spezialitäten zum Selbermachen" und wurde fündig ... (weiter unten mein 'überkrustetes' Spargel-Risotto, wie man an der Farbe sieht ohne Safran, dafür aber mit Weißwein und Knoblauch) ... und während des Kochens fand ich ein akustisches Highlight, die mir bis dahin unbekannte Ane Brun mit Don't run and hide

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