Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

Februar 2022

28. Februar 2022

Friedensdemo statt Rosenmontagszug ... statt Karnevalstouristen 250.000 Kölner mit selbstgemalten Plakaten gegen den Überfall Putins auf die Ukraine. Ein Ausschnitt aus der Tagesschau vom 4. Dezember 1994 zeigt die Gutgläubigkeit der westlichen Staaten und das falsche Spiel Russlands Putin. Was soll man künftig von solchen Verträgen halten?

27. Februar 2022

Mein inneres Kind und ich - ein Dokument von individuellen Zeitreisenden So der Titel des Projekts und der Ausstellung der Michael-Hobach-Stiftung in der Wormser Straße (bis zum 3. März). Ein kleines, altes Foto aus Kindertagen unten rechts. Dazu ein Brief des inzwischen Gealterten an sich selbst, ein Rückblick, eine Zwiesprache. Und ein Foto des Gealterten. Die Portraits sind vielschichtige Spiegelungen - es sind irgendwelche Äußerlichkeiten, die das jeweilige Portrait beeinträchtigen, verwirrend. Mit dabei auch das 'Napalm-Mädchen von Vietnam' von Nick Ut, Pulitzerpreisträger, der damit das Ende des Vietnamkrieges dokumentierte. 

Da werden Fantasien freigesetzt angesichts der Russlandkrise - ich freue mich auf die morgige Friedensdemo auf dem Weg des letzten Rosenmontagszuges.

26. Februar 2022

Köln vor 31 Jahren. Schon damals fiel der Rosenmontagszug aus, eigentlich alle 'vaterstädtischen' Veranstaltungen in Köln. Stattdessen: "Der Tod zieht durch die Stadt. Seine Augen sind dunkel und eingefallen, sein Gesicht schneeweiß. Mit ihm eine Parade mit Gasmasken ... Bunt sind nur die Kostüme derjenigen, die trotz Golfkrieg und Rosenmontagsabsage nicht aufs jecke Treiben verzichten wollen und  sich dem kuriosen Umzug angeschlossen haben. Es ist der 11. Februar 1991."  Und auf den mitgeführten Plakaten stand:  "Vögeln statt Schießen" oder "Lieber rheinische Frohnatur statt politischer Starrsinn"  so die Kölnische Rundschau damals. Das war die Geburtsstunde der Geisterzüge - einfach alternativer politischer Karneval. Auch in diesem Jahr fällt der Geisterzug aus - nicht nur wg. der Pandemie, sondern auch aus Solidarität zur Ukraine. Mehr dazu hier ... Unten ein Sreenshot aus der Rundschau vor 31 Jahren. Und hier gute zwei Minuten aus dem Jahr 2015.

25. Februar 2022

Das war schon interessant, was Wagenknecht heute zu ihren Aussagen von Sonntag eingestehen musste. Und Gysi wirkte echt betroffen ob seiner Fehleinschätzung. Eine nach wie vor unglückliche Figur macht Ex-Kanzler Schröder ... schade, wie er sich da verstrickt hat. Er scheint da auch nicht mehr rauszukommen. Aber den Vogel hat Trump abgeschossen: Putin sei 'genial', seine Aktionen seien 'schlau'. "Das könnten wir an unserer südlichen Grenze gebrauchen." Keine Frage, da könnte Putin auch ganze Arbeit leisten. Heute erst eine Putin-Rede gegen die drogenabhängigen Politiker in Kiew, die Nazis usw. .... mit großer Mehrheit in demokratischen Wahlen ins Amt gekommen. Dann das Gesprächsangebot an die ukrainische Regierung ins Minsk. Einfach unterirdisch. Wer will ernsthaft irgendetwas noch glauben, was Putin von sich gibt? Einfach weghören ...

Gerüchte und fragwürdige Informationen zum Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine, aber auch schon vorher, verbreiten sich rasch in Sozialen Netzwerken. Es gibt da ein sehr engagierte Truppe von Putinfans, vor allem über Telegram. Was dahinter steckt, und welche Behauptungen auch in Deutschland kursieren, ist von Faktencheckern dokumentiert. Gute Arbeit, lesenswert!

Nun gibt es also nicht nur keinen Rosenmontagszug, auch keine Ersatzveranstaltung, sondern am Montag eine Demo wg. der Ereignisse in der Ukraine. Klasse!

Heute erschien planmäßig das neue Album von Flora Fischbach (Fishbach) 'Avec les yeux'. Einige Stücke waren vorher über die sozialen Medien gestreut an die Fans verbreitet worden, so Presque beau oder Dans un fou rire (Live) Paris, Studio 104 ...  ("Fishbach interprète son dernier single "Dans un fou rire" qui figurera sur son nouvel album "Avec les Yeux" (à paraitre le 25 Février 2022) dans le cadre d'un concert Triple Affiche animé par Laurent Goumarre au Studio 104 de la Maison de la Radio et de la Musique à Paris et diffusé en direct sur France le 4 Février 2022."

24. Februar 2022

Da wacht man morgens auf und will sich einfach noch einmal auf die andere Seite legen - doch dann der Einmarschbefehl Putins per Eilmeldung auf's Handy. Gestern hatte ich noch die unten dargestellte "Eilmeldung" in den Status gestellt - mit dem Hinweis, dass ich jetzt wohl meine lateinischen Sprachkenntnisse auffrischen bzw. italienische Kenntnis erst noch erwerben muss ... aber im Ernst: Jetzt hat Ex-Kanzler Schröder seinen Freund Putin aufgefordert, den Krieg zu beenden, Ungarns Orban sagt sogar die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine zu, nicht nur Deutschland ...

Das Feiern an Weiberfastnacht ist nicht mehr unbeschwert ... die Gespräche sind ruhig, die Betroffenheit groß. Feiern nicht mehr so wie früher! Aber noch ein wenig. Die üblichen Bilder - hier der Rudolfplatz mit Mannschaftsbus und Rettungswagen, unten ein Schaufenster mit traditionellen Kölner Karnevalstrachten.

Dass angesichts des Russlandkriegs dann auch die 'ausgefallenste Stunksitzung'  des WDR abends um 22.15 h ausfiel - nach dem Ausfall aller Stunksitzungen seit Dezember 2020 - das war dann zu erwarten.

23. Februar 2022

Heute wird bekannt, dass der Karstadt-Komplex in der Innenstadt abgerissen und irgendwie wieder neu aufgebaut werden soll ... Ein florierendes, modernes Warenhaus soll abgerissen werden - das kann man kaum glauben. Allerdings wenn man weiß, dass der Galeria-Karstadt-Kaufhof-Eigentümer der Immobilienmogul René Benko ist, dann weiß man, dass es ihm weniger um den Einzelhandel geht, sondern vielmehr um die Immobilien. Und irgendwie wird er schon wissen, wie man hier Geld verdienen kann. René Benkos Immobilien-Gesellschaft “Signa Prime Selection AG” hat ihr Immobilien-Vermögen in nur 10 Jahren von 750 Millionen € auf über 15 Milliarden € im Jahr 2020 gesteigert ...

Heute der erste richtige Frühlingstag, 9 Stdn. Dauersonne! Nachtfröste eher ausgeschlossen ... also mit Hilfe von Nachbar Thomas das Hummelhaus vorm Haus 'eingerichtet' - war außerdem auch sein Geburtstagsgeschenk! Und da die Stürme vorbei sind, hängt jetzt das alte sanierte Vogelhaus planmäßig im Kirschbaum!

22. Februar 2022

Heute ist also der Tag, an dem sich eigentlich tausende Heiratswillige das Ja-Wort geben wollen - in den Ringen steht dann: 22.2.22. Und die Presse wird darüber sicherlich ausführlich berichten. Genau wie über die sensationelle Rede des Martin Kimani, Kenias Vertreter im UN-Sicherheitsrat. Sein zweiminütiger Beitrag ging in den sozialen Medien viral – vor allem wegen des Vergleichs zwischen dem Handeln Putins und mit dem der früheren Kolonialherren in Afrika. 

Pandemiebedingt können nur 8.800 Menschen einen Rosenmontagszug im RheinEnergieStadion erleben ... so groß sind die Abstände. Klar, ein normaler Rosenmontagszug mit weit mehr als eine Million Menschen eng zusammen am Straßenrand wäre ein Supergau unter Omikron ...  Da hat sich die kölsche Gaffel-Brauerei etwas mit ihren zahlreichen Wirten einfallen lassen: den „Jecker Wanderweg“:  Ab 11.11 h können Rosenmontagszugfans selber auf den Spuren des ausgefallenen Zugs die zahllose Kneipen aufsuchen - zwischen Chlodwigplatz und Dom.

Klar gilt die Regel überall in Köln: Neben der Impfung und dem Genesenen-Status brauchen die kölschen Wandersleute einen negativen Test oder eine Booster-Impfung. In den Lokalen müssen auch Geboosterte einen aktuellen negativen Schnelltest vorlegen. So ist das in der Brauchtumszone Köln! Rechtzeitig kam heute die "Rosenmontagszeitung" heraus - auch mit der Vorstellung der originellen  Rosenmontagswagen ...

21. Februar 2022

Nun hat Putin die Unabhängigkeit der pro-russischen Separatistengebiete in der Ostukraine anerkannt. Er unterzeichnete heute ein entsprechendes Dekret. Zugleich schloss er mit den Vertretern der beiden prorussischen Separatistenrepubliken einen Vertrag über "Freundschaft und Beistand", also auch eine Stationierung russischer Soldaten dort ist möglich. Und die Russland-Krise kann weiter gehen ...

Experimentelles Kino heute im Filmhaus in der Maybachstraße mit "The Garden“ (1990) - "ein subjektiver, höchst sinnlicher Strom von Bildern, der kühn die Möglichkeiten des Kinos austestet. Der Experimentalfilm kommt ohne Dialoge aus, lyrische Erzählstimmen und ein betörender Soundtrack von Simon Fisher-Turner bestimmen die Tonspur. Derek Jarman (1942-1994) verhandelt darin nicht nur die eigene Sterblichkeit, er klagt auch wütend das repressive Klima gegen Schwule und Lesben unter der Regierung Margaret Thatchers in der Hoch-Zeit der Aids-Krise an – und hinterfragt kritisch die Rolle der katholischen Kirche in der Jahrhundert-langen Homosexuellen-Verfolgung. Derek Jarman arbeitet in seinem Garten im englischen Dungeness. Um ihn liegt eine karge Küstenlandschaft, im Hintergrund ein gewaltiges Atomkraftwerk. Bilder von Blumen und Kies, dem Meer und dem Himmel. Es folgen Episoden einer Passionsgeschichte: Ein schwules Liebespaar wird festgenommen, gedemütigt und gekreuzigt. Die Zwölf Apostel treten als alte Frauen auf, die am Tisch sitzen und Glasmusik machen. Eine Madonna wird von maskierten Paparazzi bedrängt. Jesus muss den Niedergang der Welt mit ansehen. Alles mündet in eine kämpferische Totenrede auf die verstorbenen Freunde."

20. Februar 2022

Die Olympiade ist vorbei, die Russland-Krise dauert an, die Queen hat Corona und nach Ylenia und Zeynep besucht uns jetzt Antonia ... also immer noch zu früh, um das gut 60 Jahre alte Vogelhäuschen rauszuhängen - jetzt frisch von David restauriert und von Merle mit einem künstlerischen Dach versehen.

19. Februar 2022

Nach über 30 Jahren habe ich heute auf 3sat noch einmal Paris, Texas gesehen. Mitte der 80-er Jahre hatte das deutsche Kino einen weiteren Tiefpunkt erreicht ("die Supernasen"), da kam Wim Wenders und drehte in Deutschland und Frankreich einen Film, der in Texas spielt. Die Musik ist ebenso schlimm wie die Bilder - einfach öde. Andere sehen das anders: "Statt deutscher Enge lockte die amerikanische Weite, und statt teutonischer Bedeutungsschwere gab es hier Einsamkeit, Entfremdung und Melancholie pur, Stimmungen, die für das Heranwachsen mindestens ebenso wichtig waren wie die Lektüre von Hermann Hesses Steppenwolf." Gelungen die Umsetzung des eigentliche Anliegen des Films - doch schwer zu ertragen: die Bilder einer kulturlosen Konsumgesellschaft. Selber 2 x in den 80-er Jahren in Augenschein genommen - Wiederholung ausgeschlossen.

Ganz Köln ist Karneval eine "Brauchtumszonen" - darüber schmunzeln alle ... Zwar wird die Maskenpflicht ausgesetzt, aber alle müssen geboostert sein - im Freien. Und wer in einer Kneipe feiern will, der benötigt einen tagesgültigen Negativtest. Und bei Großveranstaltungen (mehr als 750 Teilnehmer) bleibt die Maskenpflicht. So ist es nun halt - und die traurigen Bilder aus der Februar-Ausgabe der Stadtrevue (in meiner Collage unten) dürften nicht ganz so negativ ausfallen.

18. Februar 2022

Heute Mittag wurde ein Freund von mir beerdigt, ein ehemaliger Kollege, der schon vor längerer Zeit in den Ruhestand verabschiedet wurde. Ihm begegnete ich aber immer wieder, u.a. bei Kieser-Training. Selten habe ich einen so ausgeglichenen und positiven Menschen erlebt. Pandemiebedingt hatten wir bis zuletzt gesellige Treffen im größeren Kreis immer wieder verschoben. Aber er bleibt präsent.

"In Das Mädchen mit den goldenen Händen“ wirft Schubert den Blick zurück auf die Zeit vor der Jahrtausendwende und erzählt die Geschichte einer verbitterten Mutter, die die Vergangenheit nicht loslassen und ihrer Tochter nur wenig Wertschätzung entgegenbringen kann," so 'Filmstarts'.

Eine Komposition aus Ostalgie, Westkritik um die Jahrtausendwende, ein Mutter-Tochter-Konflikt, der erst mit Blick in die Vergangenheit verständlich wird. Und schließlich großartig:  Corinna Harfouch - schnippisch und spröde - und die sensible Mimik von Birte Schnöink in der Rolle der Tochter.

17. Februar 2022

"Skepsis der Deutschen bei Zuwanderung nimmt ab", so die Überschrift zu einer neuen Studie der gemeinnützigen Bertelsmann Stiftung. "Im Kern zeigt unsere Umfrage, dass skeptische Haltungen gegenüber Zuwanderung in Deutschland zwar immer noch verbreitet sind, in den letzten Jahren aber weiter abgenommen haben", so Ulrike Wieland, Co-Studienautorin der Bertelsmann Stiftung: "Gleichzeitig sehen heute mehr Menschen die möglichen Vorteile von Migration; vor allem für die Wirtschaft. Bei der Wahrnehmung von Integration zeigt sich, dass mehr Befragte als in den Jahren zuvor Chancenungleichheit und Diskriminierung als bedeutende Hindernisse betrachten."

Auf dem Weg zum jährlichen Check beim Hausarzt fiel mir dieses Plakat am Ebertplatz auf ... die Künstlerkolonie hat immer wieder was Neues drauf!

16. Februar 2022

Als der große Sturm angekündigt wurde, da habe ich meinen Außen-Weihnachtsbaum nach 7 Wochen dann doch mal von den 700 LED-Lichtern befreit und an den Straßenrand gelegt - etwas verkeilt, damit der Sturm nichts anrichten kann. Es waren noch fast keine Nadeln gefallen - dank Wassertank im Ständer. 

Es war wohl ein Riesenzufall, dass Künstler in den ehemaligen Räumen der KHD in Köln ca. 400 Akten gefunden haben. "Besondere Begründungen der Notlage" ... Mitarbeiter der KHD hatten ihre Wohnsituation geschildert, um eine bessere Wohnung vermittelt zu bekommen. Und drei Künstler haben diese historische Situation, die sicherlich krasse Wohnsituation im zerstörten Köln, dokumentiert und künstlerisch verarbeitet. Einige Dokumente sind bis Sonntag in der Michael-Horbach-Stiftung zu sehen (Wormser Straße) ... oder auch eine Doku dazu auf Youtube. Unten zwei Originalbeispiele und darunter eine alte Abschrift. Das ist Zeitgeschichte pur..

15. Februar 2022

Dem kann nichts mehr hinzugefügt werden, so deutlich sind die Worte, die die Jesidinnen im Bericht in ZEIT-online finden. Es war der 15. August 2014, als die Terrormiliz des sogenannten "Islamischen Staats" eines der Dörfer überfiel, die Männer erschoss und die Frauen und Kinder verschleppte. 1.100 Frauen und Kinder überlebten den Genozid, weil sie in Baden-Württemberg aufgenommen und betreut wurden ... ein beeindruckender, ein bedrückender Bericht.

Viele Informationen treffen bei mir erst dann ein, wenn das eigentliche Ereignis schon vorbei ist, so auch heute. Erst in den Nachrichten gegen 1 h morgens sah ich die Bilder vom weltweiten "Aktionstag gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen*" ... "Solidarität gegen die Ausbeutung von Frauen*. Erhebt euch! Mischt euch ein! Vernetzt euch! Jede 3. Frau* ist von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen. Das ist 1 Milliarde (engl.: one billion). Um das sichtbar zu machen, gehen viele Millionen Menschen weltweit auf die Straße und tanzen, um gemeinsam Stärke zu zeigen und ein Ende der Gewalt zu fordern. Solidarische Menschen aller Geschlechter sind herzlich willkommen!"

14. Februar 2022

Heute wurde ich zufällig Zeuge einer Anti-Corona-Demo auf dem Hohenzollernring. Eine Gegendemo hatte ich vor Wochen am Neumarkt gesehen. Damals eher ein Schweigemarsch mit einigen Plakaten. Heute ein ganz anderes Bild. Vorn und hinten jeweils ein 'Einpeitscher' mit Megafon: "Freiheit" oder auch "Wir sind stolz und ungeimpft", um ihn herum jeweils Gleichgesinnte, die lautstark und energisch den vorgesagten Text wiederholten ...  Die übrigen Begleiter waren entweder 'Flaschbiertrinker', die sich privat unterhielten - für ne Demo eher untypisch - oder andere, die irgendwie auch froh waren, dass sie sich unter Gleichgesinnten befanden. Kann ich nachvollziehen, die Situation von sich selbst Ausgrenzenden.

Eigentlich wollte ich ja in den Kurzfilm "The human voice" (30 Min.) von Pedro Almodóvar ins Filmhaus in der Maybachstraße sehen. Doch 'ausverkauft' ...  Als nächstes stand KIMI auf meiner "to see-Liste": "Oscar®- Preisträger Steven Soderbergh führt in seinem neuesten Thriller Regie, in der Hauptrolle ist Zoë Kravitz zu sehen. KIMI ist eine spannungsgeladene Geschichte rund um das Thema der Überwachung in der digitalen Welt," so WarnerBras! Zutreffend! Unten die beiden Filmplakate und ein Foto des futuristischen Kinosaals Nr. 6 im Cineplex ...

13. Februar 2022

Die Inflation ist hier derzeit ein Thema - die Energiepreise treiben die Lebenshaltungskosten bei uns auf fast 5 %. In der Türkei stiegen sie im Januar um fast 50 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wenn man dazu noch registriert, dass wg. der Versorgungsengpässe den Unternehmen nun Strom- und Gaslieferungen für Tage ganz untersagt wird, dann kann man gespannt sein, welche Nachrichten in den nächsten Wochen dazu noch aus der Türkei kommen.

Ob das Erdogan politisch überleben wird?

Beschwingt erzählter und liebevoll beobachteter Episodenfilm mit lebensbejahender Botschaft. Der neue Film von Karoline Herfurth erzählt von fünf Frauen, die jede für sich eine Antwort auf die Frage suchen, was Schönheit eigentlich ist. Und welche Bedeutung sie in unserem Leben einnimmt. Auf leichtfüßige Art gelingt Karoline Herfurth ein berührender und hoch unterhaltsamer Blick auf eine ewige Frage,"  so Cinema-Arthouse zum dritten Film unter der Regie von Karoline Herfurth. Anschließend hätte ich gern darüber spekuliert, wie das Thema wohl im französischen oder im italienischen Kino bearbeitet worden wäre. 

12. Februar 2022

Vom "vorläufig letzten Mann auf diesem Posten" las ich mehrmals heute. Mit Steinmeier wird morgen also der letzte Mann als Bundespräsident gewählt - danach erst einmal ausschließlich Frauen, so habe ich das verstanden, oder? War Merkel die vorläufig letzte Frau als Bundeskanzlerin?

Dank David ist die 'Italienische Tür' der Malerin Anja Brachmann in Köln eingetroffen und auch schon fertig montiert ... 

11. Februar 2022

Eigentlich hatte ich gedacht, dass es Pat Benatar war, die "Bette Davis Eyes" gesungen hatte. Aber es war damals offensichtlich Kim Carnes. Heute las ich, dass Bette Davis 77-jährig gestorben ist - und ihre Augen habe ich bis heute nicht bewusst gesehen. Eben habe ich erst gegoogelt. Damals war es eines meiner Lieblingslieder.

Bis heute möchte ich noch keine Pläne für Karneval machen, zu unsicher sind die Aussichten. Aber immerhin gab es heute ein Video im Netz zum Thema Geisterzug. 59 Sekunden verkünden den Geisterzug online, die 30. Ausgabe des Geisterzugs im Jahre 2022. Na, wenigstens etwas ... unten eine Collage vom letzten Geisterzug aus dem Jahr 2020.

10. Februar 2022

Das hat mich doch noch nachdenklicher gemacht, aber genau betrachtet, hätte ich es wissen müssen: "Die Demokratie ist einer aktuellen Studie zufolge weltweit auf dem Rückgang. Wie die britische »Economist«-Gruppe in ihrem jährlichen »Demokratieindex« ermittelte, lebten 2021 45,7 Prozent der Weltbevölkerung in irgendeiner Form einer Demokratie. Das waren noch einmal deutlich weniger als 2020 mit 49,4 Prozent. In einer »vollständigen Demokratie« lebten sogar nur 6,4 Prozent, ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (6,8 Prozent). Weit mehr als ein Drittel der Menschen lebt in einer Diktatur – 37,1 Prozent bedeuteten ein leichtes Plus zu 2020. Der Anteil der autoritär regierten Staaten ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Spitzenreiter bleibt Norwegen. Die Studie gab dem skandinavischen Land in drei der fünf Kategorien die Bestnote. Dahinter kletterte Neuseeland vom vierten auf den zweiten Platz, gefolgt von den übrigen nordischen Staaten  Schweden, Finnland, Island und Dänemark. Deutschland liegt mit derselben Punktzahl wie im Vorjahr auf dem 15. Platz und gehört zur höchsten Kategorie der »vollwertigen Demokratien«." Die restlichen Ergebnisse kann man sich denken ...

Überraschung für mich heute morgen in der Comedia - seit langem war ich dort nicht mehr. Und heute morgen habe ich eine Aufführung für Kinder ab 6 Jahren gesehen, weil ich meine Übernachtungsgäste begleitet habe. Leider habe ich mir die vielen lustigen Wortspiele nicht merken können, aber den Kindern hat's Spaß gemacht. 

9. Februar 2022

Zwar Bundesgesetz, aber was interessiert mich das ... so bisher Querdenker, Impfgegner, Corona-Leugner. Und jetzt auch Söder ... einfach ein Opportunist, ein Intrigant. Treffliche Karikatur aus dem Kölner Stadtanzeiger heute.

Die einen sagen, es sei ein gelungener Coup, andere schreien auf: Jennifer Morgan, bislang Greenpeace-Chefin, soll Staatssekretärin im Auswärtigen Amt werden und sich um Klimapolitik kümmern. Jetzt muss man gar nicht mehr ausführen, wer sich verpflichtet fühlt, jetzt laut und empört herauszuposaunen ...

"Ene Besuch em Zoo" ... so ein altes Kölner Lied, gern im Karneval gesunden. Heute war ich auch einmal wieder dort, weil meine Gäste ganz neugierig drauf waren. Aber nach fast 10 km zu Fuß hatten wir natürlich noch nicht alles gesehen. Aber wir waren müde ...

8. Februar 2022

Zum Thema Olympia nur mein Hinweis auf die Bobbahn, die nach Olympia nie mehr genutzt wird:

"Auch er kann keine finale Klarheit in den Pekinger Kostendickicht bringen. So schätzen Kritiker der Spiele die Kosten für das Yanqing National Sliding Center auf horrende 2,5 Milliarden US-Dollar (gut 2,2 Milliarden Euro). Zum Vergleich: Das sind gut zweieinhalb Hamburger Elbphilharmonien und gut und gerne elf Schalker Veltins-Arenen." Wenn man umrechnet, was jede einzelne Bobfahrt den chinesischen Staat gekostet hat, dann kommt man den unfassbaren Preis von einer halben Mill. €. Ist das Größenwahn? Oder was?

Tolle Nachrichten aus dem Rheinland ... "Die Stadt Köln und die Karnevalshochburgen Düsseldorf, Bonn und Aachen können an den Karnevalstagen ab Weiberfastnacht Schutzzonen einrichten, in denen der Straßenkarneval gefeiert werden kann. Das ist das Ergebnis eines Gipfeltreffens der Oberbürgermeister von Köln, Düsseldorf, Aachen und mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Düsseldorf. Der organisierte Karneval geht sehr verantwortungsbewusst mit der Infektionslage um. Es sei erklärtes Ziel der Beteiligten, das Schutzniveau in den Bereichen, in denen Karneval stattfinden wird, zu erhöhen.  Man habe sich daher darauf verständigt, in der Anpassung der Coronaschutzverordnung eine Regelung für räumlich abgegrenzte Brauchtumsgebiete innerhalb der Städte für die kommenden Karnevalstage einzurichten, die von den Kommunen rechtssicher und einfach umgesetzt werden kann. In diesen Bereichen gelten wegen der größeren Menschenansammlungen einheitliche höhere Schutzmaßnahmen. Karnevalsumzüge bleiben untersagt. Die Landesregierung wird die genauen Inhalte der neuen Regelungen für Brauchtumsgebiete erarbeiten und in die neue Coronaschutzverordnung aufnehmen. Die aktuelle gilt noch bis einschließlich 9. Februar." so der Bericht des Kölner Stadtanzeigers ... Da bin ich gespannt, wie das Karneval in Köln umgesetzt wird.

7. Februar 2022

Bayern will das Bundesgesetz zur Impfpflicht der Pflegekräfte ab Mitte März nicht umsetzen - zwar mitbeschlossen, aber nun von Söder pressewirksam kaltgestellt. Ob das rechtlich möglich ist, das ist fraglich. Aber 'man kontrolliert' einfach nicht. Und noch eins drauf: Söder wirft der Ampelregierung eine wirre Debattenlage vor - dazu trägt er immer wieder bei. Da kann man sich täglich glücklich schätzen, dass Söder nur in Bayern ist und nicht in Berlin das Sagen hat.

Das jährliche Karnevals-Highlight, die Stunksitzung, fiel aus - aber einige kleine Häppchen gab es in der Volksbühne "Stunk unplugged", sozusagen mit einigen "Best of's" ... Köstlich: Die Roten Funken und ihr Impfzentrum. Und auch "Des Teufels Kardinal" (Woelki) - der Teufel ist mit ihm noch unzufrieden, weil er noch nicht das Niveau seines Vorgängers erreicht hat. "Joachim Meisner war mein Mitarbeiter des Jahrhunderts", so Satans Worte. Angesichts solcher Auftritte kann man nur gespannt sein auf die TV-Sendung an Weiberfastnacht von 22.15 - 23.45 h im WDR 'die ausgefallenste Stunksitzung'.

6. Februar 2022

Wer in einen Laden mit 2G-Regel will, der muss entweder geimpft oder genesen sein; der Genesenen-Status galt früher 6 Monate, jetzt nur noch 90 Tage: "Die Gültigkeitsdauer für den Genesenen-Nachweis wurde auf 90 Tage verkürzt. Das Robert Koch-Institut ist nach Prüfung neuer vorliegender Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass Ungeimpfte nach einer durchgemachten Infektion nun – angesichts der Omikron-Variante – einen herabgesetzten und zeitlich stärker begrenzten Schutz vor einer erneuten Infektion haben als bei der Deltavariante. Durch eine Auffrischimpfung drei Monate nach der Infektion kann aber ein guter Schutz gegenüber der Omikron-Variante erzielt werden. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine solche Impfung." so die Nachricht auf der offiziellen Regierungsseite.

Dagegen hat ein Genesener ein Gericht bemüht: "Das Verwaltungsgericht Osnabrück hat der Verkürzung des Genesenenstatus auf 90 Tage widersprochen. Begründung: Solch eine wichtige Entscheidung könne das RKI nicht mit einem Eintrag auf seiner Webseite treffen. Der Beschluss ist jedoch nicht allgemeingültig und der Streit noch nicht entschieden. Das Verwaltungsgericht in Osnabrück hat die Verkürzung des Genesenenstatus auf 90 Tage durch das Robert Koch-Institut (RKI) für verfassungswidrig erklärt. In dem Beschluss wird der Landkreis Osnabrück dazu verpflichtet, dem Kläger wie bisher einen sechs Monate geltenden Genesenennachweis auszustellen. Das Urteil ist nach Gerichtsangaben noch nicht rechtskräftig und hat auch keine allgemeine Gültigkeit, sondern gilt nur für den Antragssteller. (AZ.: 3 B 4/22)" so die Pressemitteilung des Gerichts. Am Ende gilt das Urteil nur für diesen einen Kläger, wenn es rechtskräftig werden sollte. Jeder andere müsste selber klagen. Und wenn das Gesundheitsministerium eine Verordnung verabschiedet, dann gilt die 90-Tage-Regel wieder für alle. Aber wir leben ja in einem Rechtsstaat. Im Grund würde jetzt eine Impfung reichen ... aber offensichtlich ein Problem für einen Impfgegner bzw. Corona-Leugner.

im strömenden Regen ein kurzer Besuch bei den offenen Ateliers in der 'Wachsfabrik' ... über völlig verschlammte Wege. Mein Favorit wieder miegL - unten ein Blick in sein Atelier.

5. Februar 2022

Gestern war die Eröffnung der olympischen Winterspiele in Peking, wie ich heute morgen bei den Nachrichten erst richtig registriert habe. Der kommerzielle Profisport, auch der Olympische, steht mir fern; eigentlich sollte jeder Sport treiben - die dicken Kinder der letzten Jahrzehnte lassen grüßen. Aber ich freue mich, dass jetzt praktisch jede Sendung aus China mit Berichten über die Uiguren in den Internierungslagern, über die Aggressionen gegen Taiwan berichtet, über die Einschränkungen für die eigenen Bevölkerung. Demokratie sieht anders aus ...  Vielleicht auch interessant für einige Anti-Impf-Demo-Teilnehmer, die glauben, sie lebten hier in einer Diktatur.

moon ... bis zum 26. Februar stellt kjubh (Dasselstr. 75) Werke von Thomas von Poschinger aus. In der Collage zeigen Ölpastelle Darstellungen des Mondes "in allen erdenklichen Formen und Farben. Sie variieren von der Sichel bis zum Vollmond. Sie tauchen auf, vergehen, bilden Blitze. Der Mond dient der Entgrenzung des Raumes und wird zur Zielscheibe von anarchischen Eskapaden. Glühende Filmstars, Perlen, gepeinte Aristrokaten, krachende Deckengemälde," so der Ausstellungshinweis vor Ort. Außerdem zwei Fotografien, Moon#1 und Moon#2, mit Bezug zu den Filmen Spencer und Dune. Allein: Auftritt und Outfit des Künstlers verschließen für mich den Zugang, spontan und tatsächlich.

4. Februar 2022

Die US-Demokratie steht vor dem Ende, denn bis auf zwei republikanische Abgeordnete  nennen alle den Angriff auf das Kapitol vor einem Jahr einen 'legitimen politischen Diskurs', so eben Spiegel-online. Den Abtrünnigen, Liz Cheney und Adam Kinzinger, stehen harte Zeiten bevor, ohne Zweifel.

Es geht um Schuld und Sühne, um soziale Zwänge und Unterschiede, aber auch Todesstrafe. "In einem Land mit einem repressiven Regime, das noch vor kürzerer Zeit einen geradezu totalitären Charakter aufwies, kann die Todesstrafe als besonders willkürliches Rechtsmittel gelten. Oder ist es ein Menschenrecht eine Hinrichtung zu verlangen, wie ein Kollege von Reza einmal behauptet? Im Koran stehe, dass Gott diese Kompetenz selbst den Menschen zugesprochen habe. Um die Rechtsordnung zu sichern, seien Hinrichtungen nötig, und dabei müsse man in Kauf nehmen, dass es auch unschuldige treffen könne." (Kino-ZeitDass im Iran eine Frau ohne Mann nicht zählt, dass wussten wir schon. Aber selbst der Sorgerechtsstreit um ihre Tochter gegen ihren Schwiegervater und ihren Schwager scheint aussichtslos. Der Schwager bietet sich dann auch folgerichtig noch als neuer Ehemann an, damit sie ihre Tochter behalten darf. Harte Kost und überraschendes Ende. Und gut, dass es Shazam gibt: Zum Abspann lief das "Streichquartett Nr. 14, d-moll, op. post., D 810" von Franz Schubert aus dem Jahr 1824. Die fast 200 Jahre alte Komposition trifft exakt 'den Ton' im Moment des Endes des Films!

'Zuckerhut' kannte ich früher gar nicht, aber seitdem ich mein Gemüse vom Helmesehof beziehe ("Bürger machen Landwirtschaft"), musste ich nach Rezepten suchen, um dieses Wintergemüse zuzubereiten. Nach zwei nicht so überzeugenden Versuchen habe ich heute dieses Rezept ausprobiert - statt Speck allerdings fettarme pikante getrocknete Würste, wie man sieht - ein Genuss!

3. Februar 2022

Bevor mich heute fast der Blitz getroffen hätte (Post vom Finanzamt ), war die Welt noch in Ordnung. Zum Tee bei Tamara Lorenz, eine vielseitige Fotografin, Künstlerin aus Köln. Vor Jahren hatte ich von ihr das factual erworben. Nun las ich, dass sie ein neues artist book herausgegeben hat:

"In dem Künstlerbuch that this werden zwei komplementäre fotografische Arbeiten zusammen geführt. Gegenpole in schwarz und weiß. Beide grafischen Systeme basieren auf filigranen Konstruktionen, die unter formalen Bedingungen Balance halten. Risikobereit oder sorgfältig, naiv oder progressiv. Innerhalb der einzelnen Bilder, der beiden Bildgruppen und des Buchpaars ist das Gleichgewicht inhärent. Der Raum der Szenarien ist schwer zu fassen und wird von Bild zu Bild neu aufgespannt, verschleiert, ausgelöscht. Durch bewusste kleine Ungenauigkeiten, perspektivischen Versatz oder Überschneidung und eine oft verwirrende Licht- und Schattenführung gehen Fixpunkte fliegen. So entsteht ein grafisch illusionistisches Spiel, in dem die Objekte künstlerisches Bildmaterial sind, als hätten sie nie im Raum existiert. Die zwei Broschüren sind seitlich versetzt Rücken auf Rücken montiert. Gewendet zum Ende der einen, findet sich so der Beginn der anderen."

2. Februar 2022

Der Beschluss fiel Ende Dezember einstimmig durch die zweite Kammer des ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts (Az. 1 BvR 1073/20) ... heute wurde es veröffentlicht: 

Facebook soll Daten von Hetzern an Renate Künast geben. "Die Grünenpolitikerin ist immer wieder Ziel von Beleidigungen im Netz. Nun hat sie vor dem Bundesverfassungsgericht einen Erfolg errungen, der auch die Social-Media-Konzerne unter Druck setzen dürfte. Facebook sollte verpflichtet werden, Daten von Nutzerinnen und Nutzern, die Renate Künast im Netz beleidigt haben, an die Grünenpolitikerin herauszugeben. Das Bundesverfassungsgericht hat in einer am Dienstag verkündeten Entscheidung festgestellt, dass Künasts Auskunftsanspruch gegenüber dem Social-Media-Unternehmen durch zwei Berliner Zivilgerichte zuvor nicht angemessen geprüft und bewertet wurde. Die Entscheidung der Karlsruher Richter ist auch ein wichtiger Fingerzeig zur Abwägung, wo in sozialen Netzwerken die Grenze zwischen Meinungsfreiheit und strafbarer Hetze verläuft. Künast hatte in dem vorherigen Verfahren in Berlin in insgesamt 22 Facebook-Kommentaren Beleidigungen gesehen und wollte von Facebook die Daten der Verfasser bekommen, damit sie gegen diese gerichtlich vorgehen kann. Dabei ging es um Äußerungen wie »Gehirn-Amputiert« und »Pädophilen-Trulla« oder andere, heftigere sexistische Beleidigungen. Zwei Berliner Gerichte sahen nur in zwölf Äußerungen strafbare Äußerungen. Das Bundesverfassungsgericht wertete nun alle 22 als beleidigend. Das Bundesverfassungsgericht sagte zu den Berliner Entscheidungen, dass diese »unter Verkennung von Bedeutung und Tragweite des Persönlichkeitsrechts die verfassungsrechtlich erforderliche Abwägung zwischen der Meinungsfreiheit und dem Persönlichkeitsrecht unterlassen« hätten." so Spiegel-online heute. Eine gute Nachricht, wenn dies so konsequent umgesetzt würde.

Das wäre ein Schlag gegen die zunehmende Radikalisierung der Sprache in den sozialen Medien, gegen HATE-SPEECH ...

The Other Side of the River - eine Doku aus der Zeit des Kampfes der Kurden gegen den IS, den wir in der Presse nur so am Rande mitbekommen haben. "Die 19-jährige Hala entkommt einer arrangierten Ehe, indem sie den Euphrat überquert, um bei einer kurdischen Frauenverteidigungseinheit ein neues Zuhause zu finden – eine Unit, die bald darauf ihre Heimatstadt Minbij vom Islamischen Staat befreit. Für ihre Mitstreiterinnen ist der Feind nicht nur der IS, sondern das Patriarchat im Allgemeinen, mit der Ehe als ultimativer Unterdrückungsinstitution." (Kinokult)

1. Februar 2022

Söder ist außergewöhnlich, und Kretschmer in Sachsen tut es ihm gleich, Lindner ohnehin. Sie rufen kurz vor dem mutmaßlichen Höhepunkt der Pandemie nach 'Lockerungen', nach Öffnung ... das sind nun unsere modernen Propheten! Damit verharmlosen sie die Ansteckungsgefahr und konterkarieren die Bemühungen um eine höhere Impfquote - aber das haben wir im Herbst 2021 ja schon einmal kennengelernt, oder? Und die Folgen spüren wir gerade jetzt. Die Karikatur unten stammt aus der Berliner Morgenpost vom 31.01.2022.

Und kaum hat jemand markig die neue Richtung postuliert, dann gibt es auch jemanden, der die Meinung der Bevölkerung erforscht und subito herausposaunt. Und hier das Ergebnis:

37,2 % sagen "sehr positiv" + 14,7 % sagen "eher positiv" = 51,9 % ... das ist schon jetzt die absolutue Mehrheit: "And the Winner isMarkus Söder" ... (Civey-Umfrage von heute). in Bayern hat die CSU nach der letzten Umfrage gerade einmal auf 36 %. Die Feier ist also zünftig! 

Wir können uns sicher sein: andere werden auf den Siegerzug aufsteigen ... Kretschmer, Lindner ...

Und noch ein Ergebnis heute von FORSA:

Erstmals seit dem 18.8.2021 (mein Geburtstag) hat die CDU/CSU (27 %) die SPD (23 %) wieder in der Wählergunst überholt. Im Gegenzug fiel die FDP im gleichen Zeitraum auf 9 % zurüch (in der Spitze einmal 16 %). Zusammen kommen Union und FDP heute wie zur Bundestagswahl immer auf 36 %. Die Grünen und die SPD haben seit längerem zusammen immer etwa 40 %. 

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© Klaus Kirschbaum