Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

Retzow

Als ich um das Jahr 2000 zum ersten Mal in Retzow vorbeikam, war es ein kaum zu übertreffender Gegensatz - auf der einen Seite ein leerstehendes Schloss, genau gegenüber ein DDR-Plattenbau (unten), wie die Westdeutschen sagen, ein Neubau, so sagen die Einheimischen. Links vom Schloss ziemlich heruntergekommene einstöckige Reihenhäuser und rechts noch mehr verkommene Ställe, kurz vor dem Zusammenbruch.

Der um 1800 erschaffene klassizistische Bau wurde schon vor dem 2. Weltkrieg von der Luftwaffe als Lehranstalt der deutschen Luftfahrt übernommen, war bis 1951 Flüchtlingsunterkunft, dann Altersheim. Ab 1994 stand das riesige Haus leer.

Bei meinem zweiten Besuch 2012 waren die Sanierungsarbeiten in vollem Gang. Der dänische Unternehmer Lars Fogh erwarb das Gelände und das klassizistische Herrenhaus und ließ es unter der Regie von Manfred Achtenhagen zu einer Luxusherberge herrichten. 

Hier einige Fotos aus der Zeit der Grundsanierung

Oben die Ställe im Jahr 2000, unten zehn Jahre später saniert diese Ställe saniert neben dem Hotelhauptgebäude. 

Oben das kaum noch bewohnte Nebengebäude 2010, unten dieses Gebäude nach der Sanierung 2020 als Teil des Hotelkomplexes. 

Besonderheit wenige hundert Meter weiter:

Das Denkmal an der Stelle des ehemaligen Frauenkonzentrationslagers - hier in Retzow, weil es in unmittelbarer Nachbarschaft einen Flughafen gab. Dort wurden Zwangsarbeiter(innen) eingesetzt.

Unten die Fundamentreste einer der Lagerkasernen. 

Das Lager zeigt viele Dokumente oder persönliche Informationen über die Insassen, meine Betroffenheit ähnelt fast der, die ich im NS-Dokumentationszentrum in Köln (EL-DU-Haus) erlebt habe. 

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© Klaus Kirschbaum