9. Dezember 2025
... in Vorbereitung ...
8. Dezember 2025
Heute jährt sich zum ersten Mal der Sturz des syrischen Diktators Baschar al-Assad. 50 Jahre Assad-Diktatur waren plötzlich zu Ende, unzählige zuvor gefolterte Gefangene kamen frei - ich erinnere mich an die Freude meiner syrischen Freunde und Bekannten, Flüchtlinge in Deutschland. Sie haben alle noch Kontakte nach Syrien - oft Großeltern und kranke Verwandte. Doch bald kam Ernüchterung, denn die meisten Flüchtlinge in Deutschland sind Kurden, Alleviten, Jesiden, Drusen … also Minderheiten. Schon bald war allen hier klar, dass sie nicht zurückkehren wollten. Die Nachrichten aus der alten Heimat waren zu negativ. Keine Perspektive für Flüchtlinge, die jetzt seit einigen Jahren hier zur Ruhe gekommen sind und eine Perspektive in ihren Jobs haben - und integriert sind. Und dabei hatte ich sie auch seit Jahren unterstützt. Schön zu sehen, dass sie jetzt zu ihrer neuen Heimat stehen.
Das Außentermometer an der schattigen Nordseite zeigt satte 16° und darunter lautes Insekten- und Bienensummen rund um die blühenden Schneerosen (Christrosen) neben der Haustür. Krass, der Gegensatz: Drinnen ist die Weihnachtsbäckerei voll in Gang. Nach den Schokoladenkeksen mit Kardamon und Salz gestern habe ich mich heute mit den Schoko-Pistazien-Keksen und den Ingwer-Schokoladen-Plätzchen beschäftigt, jeweils die dreifache Menge der Rezepte aus dem ZEIT-Magazin.
7. Dezember 2025
"Diese Unterwürfigkeit macht einmal mehr sprachlos, " schreibt Christian Stüwe. "Die Gala zur Auslosung der Vorrundengruppen bei der Fußball-WM im kommenden Jahr steht ganz im Zeichen der Selbstinszenierung von Fifa-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump. Der kuriose Höhepunkt der Anbiederung des Fußball-Weltverbands ist die Auszeichnung Trumps mit dem 'Fifa-Friedenpreis'." Infantino hielt eine Lobrede auf Trump, bei der man sich wunderte, dass er sich nicht noch auf der Bühne vor dem US-Präsidenten in den Staub warf. Peinliche Anbiederung und Selbstbeweihräucherung … zum Fremdschämen.
Wer den ersten 'Stromberg' gesehen hat, der will auch den Nachfolger sehen. Doch der Focus schreibt: Knallhartes Fan-Urteil nach „Stromberg“-Premiere: „War noch nie so enttäuscht“
Etwas konkreter dann filmstarts.de: "Der Film wirkte leider sehr hektisch und zerfahren, die Story hat mir persönlich nicht gefallen und hatte eben nichts mit "Wieder alles wie immer" zu tun. Nichts desto trotz habe ich im Kino Tränen gelacht, die Charaktere waren immer super und sind es über weite Strecken auch geblieben und der klassische Stromberg-Humor war vorhanden." Fremdschämen kann auch Spaß machen - zu peinlich die meist frauenfeindlichen Sprüche!
6. Dezember 2025
Nun wird es höchste Zeit, mit der Weihnachtsbäckerei anzufangen. Gestern und heute habe ich fünf verschiedene Plätzchensorten gebacken - alles neue Rezepte mit der Thermomix. Hat erstaunlich gut geklappt: Walnussplätzchen, Haferkekse, Geröstete Kokos-Makronen, Zimtsterne und Aniskekserl. Aber in den nächsten Tagen kommen die 'traditionellen Plätzchen' dran.
Schon die Vorschau hat mich neugierig gemacht … "emotionales Theater mit großer Klarheit und Feingefühl," schreibt die Kino-Zeit. Es geht um Theater, Schauspielerei, Film und das ganze Umfeld, und ein altes Haus, das mehrere Generationen erlebt hat. Mehr wird nicht verraten. " … Nicht bloß Nostalgie, sondern die Traurigkeit über das, was war, und die zarte Hoffnung auf das, was noch sein könnte. Eine Liebe, die nicht verschwunden ist, sondern sich nur versteckt hat. Ein Zuhause, das nicht mehr spricht, aber noch zuhört. Eine Rolle, in die man erst noch hineinwachsen muss. Und vielleicht muss man das nicht allein tun. Denn manchmal reicht es, es einfach zu versuchen. Und das, sagt Trier, ist der radikalste Akt überhaupt. Kein Wunder also, dass Sentimental Value bei den Filmfestspielen von Cannes mit einer 19-minütigen Standing Ovation gefeiert wurde – der bisher drittlängsten in der Geschichte des Festivals. Der Film wurde schließlich mit dem Grand Prix ausgezeichnet. Es ist eine Auszeichnung für einen Film, der nicht laut sein muss, um zu berühren." Wieder ein Film, der zu den besten des Jahres gehört und den ich wohl irgendwann noch einmal sehen werde.
5. Dezember 2025
Seit einigen Jahrzehnten mache ich mit bei den Urgent Actions von Amnesty International. Es ist "die denkbar schnellste und effektivste Form des Eingreifens, um das Leben akut bedrohter Menschen zu schützen." Wer mitmachen möchte, erhält regelmäßig Berichte über Missstände und dazu Empfehlungen für Schreiben an die Verantwortlichen. Es sind in der Regel verantwortliche Personen in Autokratien. Hier der Anfang des Briefes, den ich heute erhielt: "Die venezolanischen Behörden verweigern Emirlendris Benítez, María Auxiliadora Delgado und Juan Carlos Marrufo, die aus politischen Gründen willkürlich inhaftiert sind, die medizinische Versorgung. Emirlendris Benítez wurde im August 2018 festgenommen und verbüßt eine 30-jährige Haftstrafe im INOF-Gefängnis in Los Teques, Caracas. Sie muss dringend medizinisch versorgt werden, um die Folgen von Folter und geschlechtsspezifischer Gewalt zu behandeln, die sie nach ihrer unbegründeten Festnahme erlitten hat. María Auxiliadora wird im selben Gefängnis festgehalten und …" Es ist immer der Blick in furchtbare menschliche Abgründe … und auf kaum nachzuvollziehendes menschliches Leid.
Nach einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt am Stadtgarten gestern stand heute ein Treffen auf dem Markt am Hafen (am Stand mit der Feuerzangenbowle) auf der Tagesordnung …
4. Dezember 2025
Tolle Diskussion heute bei Lanz: Christoph Werner (dm) und Raoul Rossmann (Rossmann)
zum Thema "Verband der Familienunternehmen" und AfD Frage: 'Was ist los, wenn Faschisten an die Macht kommen?' Und Frage: Was ist dann, wenn 'Remigration' gefördert wird? Überzeugende Auftritte!
Heute mein erster Besuch auf dem Weihnachtsmarkt am Stadtgarten - Treffen mit BKaL-Koll. … interessante Diskussionen zu Themen von 'Migration' bis 'Remigration'. Als der Markt "plötzlich" geschlossen wurde, mussten wir ins 'Umleitung' ausweichen… wenn ich mich richtig erinnere, dann war dies nicht das erste Mal.
Der Markt selber ist wirklich total differenziert, breites Spektrum, originelle Angebote!
3. Dezember 2025
Überrascht war ich heute, als ich per Post unerwartet ein Buch meines ehemaligen Schülers Michael erhielt: "Was bleibt von den 68.ern?" Es ist nicht sein erstes Buch, so habe ich gegoogelt. Daher habe ich mich heute mit ihm verabredet - in 14 Tagen sehen wir uns bei mir. Bin neugierig, was seit seinem Ausbildungsabschluss so alles passiert ist in seinem Leben.
Warum die Kreissparkasse Köln das Käthe-Kollwitz-Museum drei Jahre lang renoviert hat, das bleibt ein Rätsel - es hat sich eigentlich nichts geändert. Es sind lediglich einige neue Werke hinzugekommen, überwiegend verworfene Entwürfe neben der letzten Fassung. Jetzt habe ich wieder einmal einen Rundgang durch die Kollwitz-Epochen gestartet … die Website bietet einen guten Einblick in die Sammlung. Eindringliche Werke!
2. Dezember 2025
Was für ein Ergebnis: Die ZEIT hat in der letzten Ausgabe das Thema "Schlafprobleme" untersuchen lassen. Einmal keine besonderen Unterschiede bei der Untersuchung 'männlich/weiblich', auch beim Alter wenig Unterschiede. Doch dann bei der Frage nach der Parteipräferenz der Knaller! Die wenigsten Schlafprobleme haben SPD-Wähler, nur 16 %. Auch CDU-Wähler schlafen überwiegend gut, nur 22 % schlecht, genau wie Wähler der Linken (20 %) oder der Grünen (26 %). Doch ganz anders die AfD-Wähler - 44 % haben Schlafprobleme. Das wird nur noch von den Nicht-Wählern übertroffen: Bei ihnen haben 55 % Probleme beim Schlafen. Nun würde mich interessieren, ob dafür auch die Gründe irgendwann herausgefunden werden …
Wieder ein ernstes Thema aus dem Nahen Osten heute im Cinenova: "Der Film veranschaulicht, was generationsübergreifende Traumata anrichten können, wehrt sich aber gegen eine durchweg pessimistische Sicht und ist nicht daran interessiert, Hass zu schüren. „Menschlichkeit ist eine Form des Widerstands“, heißt es in einer Szene. Durch die komplex gezeichneten Figuren, die voller Angst sind und dennoch die Hoffnung nicht aufgeben wollen, wird Im Schatten des Orangenbaums zu einem mitreißenden Film," so die kino-zeit.de. Aber bedrückend bleibt die Geschichte der Palästinenser allemal. Und die aktuellen Gräuel gegen sie im Westjordanland … wie schon in "No Other Land" dokumentiert. Und Fazit von filmstarts.de: „Im Schatten des Orangenbaums“ ist ein gewaltiges Epos über den Verlust von Heimat und menschliche Stärke – und damit ein herausragender Kandidat für die anstehende Oscar-Saison!".
1. Dezember 2025
Das ist schon ein Handikap, wenn man nach einem Vorhofflimmern täglich zweimal Blutverdünnertabletten nehmen muss. Denn als ich mich beim Kochen ganz blöd in den linken Zeigefinger geschnitten haben, war klar, was folgt. Das Bluten ist einfach kaum zu stoppen. Harte Pflaster, beim Duschen ein Plastikhandschuh … heute war ich mal in einer Apotheke und habe nach einer Lösung gefragt. Nun versuche ich es mal mit einem Stick, den ich auf die Wunde streiche ('mit adstringierender Wirkung'), bevor ich wieder ein oder zwei Pflaster drüber klebe. Und vorsichtshalber lasse ich jetzt mal erst für einen Tag den Verdünner weg.
Heute dann der 'Tipp von Eva' bei Cineville, mit dem Untertitel ‘Punk-Attitüde und ein auffällig guter Soundtrack:’ "Eine „Villa Kunterbunt“ für spätpubertäre Teenager in einer unsanierten Altbauwohnung in Berlin – das ist die betreute Wohngruppe der vier Heldinnen von DANKE FÜR NICHTS. Mit dem windigen Sozialarbeiter Ballack haben sie einen Deal: Leben und leben lassen. Aber als Katharina das mit dem Leben lieber lassen will, gerät alles aus den Fugen. Nun müssen sie und ihre Mitbewohnerinnen Malou, Vicky und Ricky, die sich als „große WG-Schwester“ um alle kümmert, darum kämpfen, sich ihre Insel der Freiheit noch eine Weile länger zu bewahren, ehe das Erwachsensein sie einholt."