An dieser Stelle notiere ich jetzt jeden Tag ein Thema, das mich bewegt, interessiert, geärgert oder gefreut hat, das mir begegnet ist ...
19. Januar 2026
... in Vorbereitung ...
18. Januar 2026
Da wache ich morgens auf … und ich muss feststellen, dass der Alptraum weitergeht. Jetzt will Trump alle Verbündeten bestrafen, die bei Grönland nicht 'mitziehen', die sich seinen Plänen entgegenstellen. Höhere Zölle Heute scheint die Reaktion der Europäer ermutigend, sie knicken nicht ein. Frankreich hatte signalisiert, die Aktivierung des sogenannten Anti-Coercion Instrument (ACI) beantragen zu wollen. Das Gesetz ermöglicht, Vergeltungszölle auf den Import von US-Waren zu verhängen. Wie inzwischen zu erfahren ist, tragen deutsche Exporteure die bisherigen Zölle nur zu 4 % selber (durch Preisermäßigungen). Fast alle Zölle zahlen die US-Importeure - die Ware verteuert sich in den USA. Warten wir ab …
Heute Besuch der Passagen im Machwerkhaus in der Dillenburger Str. 95 … interessante Designer, kreative Handwerker. Besonders positiv aufgefallen sind mir die Gestalterin Lena Richter, der Designer Mael le Guenic (die Vasen oben in der Collage) und der 'Textilfärber' Cosmaki: Simon (Modedesigner), Athenea (Fotografin) & Cosmo (Upcycler) "Wir widmen uns der Kunst der Naturfärbung. Mit Pflanzen, Mineralien und Reststoffen aus der lokalen Gastronomie entstehen Farben, die lebendig sind, sich verändern und Charakter tragen. Unser Atelier bewegt sich zwischen Handwerk, Design und Kunst. Wir färben Kleidung, Heimtextilien und Accessoires – in Kleinauflagen, mit Sorgfalt und ohne synthetische Zusätze. Jede Arbeit trägt Spuren der Natur und macht Wandel sichtbar.
Cosmaki steht für eine Haltung: Textilien neu zu denken – nicht als Wegwerfprodukt, sondern als Begleiter. Unsere Projekte reichen von Auftragsfärbung und Beratung bis hin zu eigenen, kleinen Editionen." Wirklich empfehlenswert!
17. Januar 2026
Heute ein Abend im 'Küngelpütz', ein Kellertheater wie das Ateliertheater, bei #reporterleben. Es ist ein Format des Journalisten Frank Überall, Chefreporter der Kölnischen Rundschau. Er interviewte drei Persönlichkeiten, die Köln ein kleines Stückchen vielfältiger, interessanter und bunter machen. Jana und Sergey waren hier schon mehrmals - ich kann mich nur schwach an ein Kabarett mit einem Ehepaar Hertrapp oder ähnlich erinnern - muss Jahrzehnte her sein. Es waren drei wirklich interessante Frauen: Welche Chefredakteurin kommt schon auf den Gedanken, mit 66 Jahren ein freiwilliges soziales Jahr in der Diakonie Michaelshoven zu beginnen und dann auch noch zu verlängern? Besonders beeindruckend für mich Christina Bacher, Herausgeberin (DIE LETZTEN HIER), Schriftstellerin und nebenbei auch Chefredakteurin des Kölner Straßenmagazins 'Draussenseiter'. Das Blatt kannte ich noch gar nicht. Kompliment!
Jetzt wird es immer ernster mit der ausländerfeindlichen Politik der AfD. Martin Sellner, führender Rassist aus Österreich, soll jetzt Deutschlands Rassisten auf die Sprünge helfen ...
Und Lena Kotré, "die sich „remigrationspolitische Sprecherin“ der Brandenburger AfD-Fraktion nennt, äußert sich inhaltlich ähnlich wie Sellner. Etwa im September 2024 verbreitete sie ein Video, das sie bei einem Wahlkampfauftritt zeigt. Wenn eingebürgerte Staatsbürger „unsere Werte hier nicht anerkennen“, hätten diese „dieses Land, ganz genau wie die anderen auch, zu verlassen“, sagte sie damals. „Wir müssen Einbürgerungen hinterfragen. Erfolgte Einbürgerungen.“ Ausführlich zum Hintergrund der Bericht in der 'Welt' …
16. Januar 2026
Seit heute wieder die "Passagen" bis zum 22. Januar 2026 in Köln ('Interior Design Week Köln') … auf dem Weg zur Filmpalette (s.u.). Sicherlich werde ich in den nächsten Tagen mehrmals bei einigen der dezentralen Ausstellungsorten auftauchen. Die Pattenhalle in Ehrenfeld (Christianstr. 82) ist sicherlich wieder dabei, dazu im Rechtsrheinischen die Design Post (in der Deutz-Mülheimer-Str 22a) und das Machwerkhaus (in der Dillenburger Str. 71 - 79). Vielleicht reicht's auch noch für die versnobte Körnerstr. in Ehrenfeld.
"Wild und frei: Mit SMALLTOWN GIRL empfiehlt sich Regisseurin Hille Norden als neuer Stern am Himmel des jungen deutschen Kinos. Mit radikalem Stilwillen verknüpft ihr autobiographischer Film die heutige Lebensrealität von jungen Menschen mit zeitlosen Fragen zu Traumata, die durch die Generationen hallen. Ihr Film schafft Räume des Erinnerns, die in dieser schonungslosen Ehrlichkeit und einfühlsamen Präzision nur das große Kino möglich macht. Ein mitreißender Trip von Film, der unterhält und sich trotzdem dorthin traut, wo es weh tut," so eine zutreffende Film-Kritik. Und Regisseurin Hille Norden dazu:: "Wie eine Traumatisierung entsteht und wie sie heilen kann, davon wird nicht selten erzählt. Aber ich wollte eine andere Perspektive, und zwar die persönliche Perspektive der Betroffenen. Nore braucht halt ziemlich lange, um sich einzugestehen, wie es ihr geht. Etwas wahrhaben zu wollen, ist die eigentliche Herausforderung – und wenn es länger dauert, dass das Publikum Risse in ihrer Realität erkennt, dann liegt es daran, dass auch Nore ihre gesamte Kraft darauf verwendet, bestimmte Erzählungen aufrecht zu erhalten, um sich selbst, aber auch um den Täter zu schützen".
15. Januar 2026
Meine neueste Erkenntnis: Translater vollbringen wahre Wunderdinge. Man spricht etwas rein, sieht seinen Text dann auch noch und dazu die Übersetzung. Der Gegenüber kann sogar Analphabet oder blind sein, denn den Text kann man in der Fremdsprache vorlesen lassen. Heute habe ich davon ausführlich Gebrauch gemacht, denn meine Farsi-Kenntnisse sind "gleich null", und die Deutschkenntnisse von meinem neuesten Mentee bewegen sich im Raum von A1. Aber so klappt die Kommunikation bestens.
Wieder ein interessantes Kino-Thema … Pflanzen entwickeln ein Eigenleben: "Mit zweieinhalb Stunden Laufzeit ist Silent Friend kein leichtes Kino. Manche Episoden enden abrupt, zwei der drei Geschichten bleiben ohne klare Auflösung. Aber auch das entspricht der Haltung: Das Leben kennt selten perfekte Schlüsse. Am Ende bleibt das Gefühl, ein Stück Weg mit diesen Figuren gegangen zu sein. Für manche mag das ermüdend sein, für andere ist es vielleicht eines der poetischsten Werke des Jahres: Eine Einladung zum Innehalten in einer Welt, die sich immer schneller dreht. Enyedi hat keinen politischen Film gedreht, sondern einen Rückzugsraum geschaffen, in dem Fragen nach Zugehörigkeit, Vergänglichkeit und Verbundenheit leise gestellt werden. Dass dies gerade jetzt, in Zeiten der Unsicherheit, eine besondere Wirkung entfaltet, ist kein Zufall. Am Ende steht dieser Baum. Verwurzelt in Marburg, größer gemacht durch Spezialeffekte, aber immer doch er selbst. Er überdauert Generationen, Ideen, Ideologien. Während die Figuren kommen und gehen, forschen, lieben, scheitern, wächst er einfach weiter. Silent Friend ist damit mehr als nur ein Film über Natur: Es ist ein Film über unser Menschsein, über unsere Fragilität und unsere Sehnsucht, irgendwo dazuzugehören," so die kino-zeit.de.
14. Februar 2026
Bin zwar in der letzten Woche auf der Stunksitzung gewesen, aber in den zentralen Karnevalstagen selber sehe ich mir die Sitzung gern immer noch einmal im WDR an, nämlich an Weiberfastnacht (12. Februar) von 22.15 h - 00.35 h. Ein Genuss! Heute lese ich, dass die Sitzung sogar in der ARD-Mediathek ab 30. Januar zu finden ist. Das ist ja noch komfortabler!
Heute habe ich mir endlich Zeit genommen, den Rest der 22 Ableger meiner großen Aloe Vera umzutopfen - alle sind inzwischen 'angewachsen', fünf habe ich schon verschenken können. Hätte gar nicht gedacht, dass man dabei so ins Schwitzen gerät! Aber das Umtopfen geschieht im Keller, gewässert wird in der Küche und dann auf drei Etagen verteilen …
Auf dem Weg zum monatlichen Treffen mit den Mentorinnen der 'ersten Stunde' im Bethlehem bin ich heute Abend ganz vielen FC-Fans begegnet. Gegen den Tabellenführer zuzusehen, wie der FC geschlagen wird? Zu meiner Überraschung bin ich ausschließlich Optimisten begegnet! Als ich wieder nach Hause kam, sah ich das Ergebnis: der FC hatte 3 : 1 verloren. Wie ich die FC-Fans kenne, sind sie trotzdem nicht unglücklich, schließlich 'hätte der FC auch gewinnen können'. Ob nun der Schiedsrichter daran Schuld hat oder wer auch immer - das interessiert allerdings nicht wirklich …
13. Januar 2026
Die Problematik ist bekannt, die Meldung ist klar und ein Hoffnungsschimmer - zu deutlich sind die Ungerechtigkeiten des bisherigen Rechts. "Die SPD will Medienberichten zufolge die Erbschaftssteuer reformieren und Erben großer Vermögen stärker besteuern. Ein Konzeptpapier sieht vor, dass gleichzeitig die Weitergabe kleinerer Beträge steuerlich entlastet werden soll. Darüber berichteten das ARD-Hauptstadtstudio und die „Bild“-Zeitung. Aus der Union kam scharfe Kritik an den Plänen. Demnach soll es künftig einen Lebensfreibetrag von einer Million Euro geben, der steuerfrei geerbt werden kann – nach Informationen der ARD sind 900.000 Euro für Erbschaften aus der Familie und 100.000 Euro von nicht oder entfernt verwandten Personen vorgesehen. Nicht betroffen wäre demnach ein selbst genutztes Eigenheim. Die Partei wollte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht zu dem Konzept äußern. SPD-Fraktionsvize Wiebke Esdar sagte der ARD-„Tagesschau“: „Wir wollen darüber hinaus selbstverständlich auch im Blick behalten, dass wir Arbeitsplätze in Deutschland sichern und werden dafür auch vorschlagen, dass wir mit sehr weitreichenden Stundungsregelungen die Möglichkeiten geben, dass anfallende Steuern auf 20 Jahre gestreckt werden.“ Eigentlich ein interessanter Lösungsvorschlag. Doch ich bin sicher, dass er auf den erbitterten Widerstand der Union und der AfD treffen wird - und der Linken nicht weit genug geht. In dieser Situation glaube ich manchmal, dass man gleich das Feld Union und AfD überlassen sollte. Sie werden dann alles an die Wand fahren können. Aber kann man dieses Risiko wirklich eingehen?
Interessantes und wichtiges Seminar heute: „Gemeinsam – solidarisch – stark - Was tun bei extrem rechten Angriffen und Bedrohungen?“ Körperliche Gewalt gegen Andersdenkende gibt es überwiegend in den neuen Bundesländern - es sind rassistische Auswüchse verwirrter Menschen mit rechtsextremer Einstellung; Gedankenrichtung: Remigration. Aber auch bei uns, im eher toleranten Rheinland, sind wir besonderen Angriffen ausgesetzt, zuletzt die Initiativen in Köln-Mülheim durch NIUS, dank Reichelt und seiner Hinterleute inzwischen eine Schmutz-, Hass- und Hetze-Schleuder unvorstellbaren Ausmaßes. Unser Hauptaugenmerk: Störungen an Infoständen, diffamierenden Berichte auf Online-Portalen und rassistischen Bemerkungen bei Veranstaltungen … Wir müssen uns sensibilisieren, wir müssen uns auf demokratiefeindliche, extrem rechte und rassistische Angriffe vorbereiten, wir müssen wissen, wie man im Ernstfall reagieren muss. Nach dem heutigen Seminar glaube ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
12. Januar 2026
Eigentlich buche ich ungern Konzerttickets ein ganzes Jahr im voraus. Doch eben habe ich das Ticket für Anne Clark im Gloria am 27. Januar 2027 gekauft. Aber das musste jetzt sein. Dazu am 7. März 2026 Tinlicker in der Carlswerke Victoria und am 22. April 2026 Modeselektor live in der Stadthalle Köln … und wenn es klappt, dann bin ich auch am 18. Juli 2026 bei Feine Sahne Fischfilet im igapark in Rostock
Im Kino heute Jetzt. Wohin. – Meine Reise mit Robert Habeck - ein Wiedererinnern an die Zeit des Bundestagswahlkampfs 2024/2025, dokumentiert vom Filmemacher Lars Jessen, Freund von Robert Habeck. Spannend für mich war damals die Diskursverschiebung durch die AfD (nach mehreren Morden/Attentaten durch Asylbewerber) als auch die resultierende, anhaltende Spaltung der Gesellschaft. Habeck und die Koalition hatten damals keine Chance, und auch schon vorher, während der Hexenjagd zum Thema Heizungs-Hammer. 'BILD' und Verbündete haben systematisch durch Falschaussagen die öffentliche Meinung desinformiert. Durch die Unterstützung der damaligen demokratischen Opposition, CDU/CSU, wurde dies erst möglich. Und das gemeinsame Abstimmen von Union und AfD zur Asylfrage kurz vor der Wahl leitete dann den weiteren Aufstieg der AfD ein. Und ein andauerndes Trauerspiel bis heute. Nach der Wahl stieg der Anteil der potentiellen AfD-Anhänger von der Bundestagswahl (20,8 %) auf jetzt 26 %..
11. Januar 2026
Beim Thema Kinderfilme bin ich schon lange nicht mehr zuhause. Doch es wird Zeit, dass ich mich damit beschäftige, zumal die Enkel jetzt ins frühe Kinder-Kino-Zeitalter kommen. Und die Urteile über 'Bibi Blocksberg' sind sehr positiv, jedenfalls in der kino-zeit.de: "Der Film hat Tempo, ohne hektisch zu sein. Er appelliert an Freundschaft, Freigeistigkeit und das Vertrauen in die Jugend. So entsteht Familienkino mit Herz, das seiner Hauptfigur mit amüsiertem und solidarischem Blick durch jedes Chaos und durch jede Herausforderung folgt." Enkel Nils und beide Nachbarkinder waren begeistert, daher habe ich das Kinderprogramm fest im Blick. Und ich bin auch nicht während des Film eingeschlafen … vor vielen Jahren ist mir das bei einem Kinderfilm tatsächlich passiert!
Doch noch Gelegenheit die Gemeinschaftsausstellung im K 49 in der Goltsteinstraße zu besuchen. Hier ist mir vor allem Agnete Sabbagh ins Auge gefallen mit ihrer Mixed Media Art, speziell der Photoencaustic (meist auf Holz) :"Das aus der ägyptischen Antike stammende Medium der Enkaustik (Bienen- und künstliche Wachse und Harz, mit und ohne farbige Pigmente) stellt eine Verbindung zwischen den Kunstformen das: Die Arbeit mit heißem Wachs fasziniert Agnete Sabbagh in mehrfacher Hinsicht: sie ermöglicht ihr, die analogen, klassischen Techniken … mit moderner Fotomalerei zu kombinieren, indem sie in verschiedenen Schichten Papiere collagiert oder mit Strukturen, geschnitzten Elementen oder Texturen arbeitet. Das Spiel mit der partiellen Unschärfe erzeugt eine malerische, geheimnisvoll anmutende Tiefe in den Bildern, durch die wächserne Versiegelung entsteht zugleich gewisse Distanz," so ihrem Prospekt zu entnehmen. Schon von einfache Fotografien - wie die Hände unten - haben eine besondere Faszination.
10. Januar 2026
David Bowie starb am 10. Januar 2016. Gestern schon kam eine der zahlreichen Erinnerungen in 'Aspekte' .. Bisher war davon ausgegangen worden, dass er an den Folgen seiner schweren Krebserkrankung verstorben sei. David Bowie hat bei seinem Tod Sterbehilfe in Anspruch genommen. Das gab die Autorin seiner Biographie nun in einem BBC-Interview bekannt. 10 Jahre nach dem Tod von David Bowie heute Erinnerungen an seine Musik: Sunday (live)
Heute wieder ein Versuch in 'Deutsche Komödie' - gelungen, Kompliment! War auch nicht so sehr schwer, einmal wegen der Darsteller, zum anderen wegen des Themas … köstlich, auch wenn das Fazit bei filmstarts.de zu Extrawurst nicht ganz so positiv klingt: "Wer wissen will, wie Deutschland wirklich tickt, sollte einmal an einer Vereinssitzung teilnehmen – oder sich eben alternativ „Extrawurst“ ansehen! Allerdings versucht Regisseur Marcus H. Rosenmüller dabei erst gar nicht, seiner Leinwandadaption des Bühnen-Megahits eine großartig „filmische“ Dimension hinzuzufügen. Stattdessen verlässt er sich ganz auf den Stoff und die Stars – und auch, wenn ihn beides keinesfalls im Stich lässt, wäre da mit mehr Mut zum Kino sicherlich mehr drin gewesen." Und weil es ein Preview gewesen ist, waren auch die Hauptdarsteller anwesend: Kerkeling und Herbst.
9. Januar 2026
Nach 42 Jahren wieder eine Erinnerung an ein musikalisches Highlight: Die Band Propaganda mit dem Hit Dr. Marbuse … mit einem für damalige Verhältnisse außergewöhnlichem Musikvideo!
"Doch trotz der komplexen Emotionen und der thematischen Schwere bleibt „Schwesterherz“ – und das ist eine weitere große Stärke – zurückhaltend, nüchtern und vor allem neutral. Fischer wertet zu keinem Zeitpunkt. Stattdessen blickt sie voller Empathie auf die Beteiligten sowie ganz ohne Sentimentalität oder künstliche Betroffenheit auf die Ereignisse. Zwischen Loyalität und einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn schwankend, beweist Rose am Ende Standhaftigkeit und beachtlichen Mut. Darin zeigt sich dann schließlich auch eine der Kernbotschaften des Films. Denn „Schwesterherz“ lädt (ganz ohne moralischen Zeigefinger) dazu ein, Ereignisse immer ganzheitlich in Augenschein zu nehmen, also alle Seiten zu betrachten. Und: überlegt zu reflektieren, statt die eigenen Überzeugungen voreilig über Bord zu werfen …" Fazit von filmstarts.de: „Schwesterherz“ ist ein behutsam und nüchtern inszeniertes, konsequent aus der Perspektive der weiblichen Hauptfigur erzähltes Drama über eine komplexe Geschwisterbeziehung ..." Eine schmerzhafte und erschütternde Entwicklung – neutral beobachtet und hervorragend gespielt!
8. Januar 2026
Nach zwei richtigen Wintertagen mit Minusgraden nun heute kräftiger Regen bei plus 2 bis 5 Grad. In McPomm dagegen Wintersturm, fette Minusgrade und morgen keine Schule. Das ist der Grund, weshalb ich im Winter dort nur ungern auftauche ...
In Cannes 2025 mit der Goldenen Palme für den Besten Film ausgezeichnet: Ein einfacher Unfall: Vahid, ein aserbaidschanischer Automechaniker, wurde einst vom iranischen Regime inhaftiert und dort immer wieder mit verbundenen Augen verhört. Eines Tages betritt ein Mann namens Eghbal seine Werkstatt. Das Quietschen seiner Beinprothese lässt Vahid glauben, in Eghbal einen seiner früheren Peiniger wiederzuerkennen. Dem iranischen Meisterregisseur Jafar Panahi gelang trotz seines langjährigen Berufsverbots erneut gelungen, "einen Film zu schaffen, in dem Humor und Ernsthaftigkeit eine Geschichte über den heutigen Iran und über jene erzählen, die es wagen, Widerstand zu leisten. Sein Gewinn der Goldenen Palme ist nicht nur ein künstlerischer Triumph, sondern auch ein bedeutender Sieg für die Meinungs- und Redefreiheit. Panahi hat in diesem Film auch seine eigene Haft-Erfahrung verarbeitet. Am selben Tag, an dem er mit drei Gotham Awards ausgezeichnet wurde, teilte sein Anwalt mit, dass er im Iran in Abwesenheit für „Propaganda gegen den Staat“ erneut für ein Jahr Haft verurteilt wurde," so Polyfilm.at. Starker Film, klassisches Ende.
7. Januar 2026
Heute der Höhepunkt des Kölner Karnevals - für mich: die Stunksitzung! Wieder ein toller Abend im E-Werk. Allerdings war die Sicht durch große Menschen mit Kopfschmuck so, dass wir uns fürs nächste Jahr etwas einfallen lassen müssen! Für mich der Höhepunkt des Abends: die Lanz-Parodie.
6. Januar 2026
Heute die Ergebnisse der Prostata-Biopsie in der Uniklinik. Dank der langen Wartezeit zwischen Bestelltermin und dem Gespräch bin ich mit Hilfe von Google das 'Pathologisch-anatomisches Gutachten' durchgegangen. Die Gleason-Score-Werte des Azinären Adenokarzinoms lagen zwischen 7a und 9. Also sollte mir mitgeteilt werden, dass nach Überprüfung des aktuellen PSA-Wertes weitere Überlegungen angestellt werden sollen. So war es dann auch.
Vor meinem Kinobesuch wieder Gelegenheit für eine Zwischenmahlzeit im Fischrestaurant Hembsch gegenüber vom Odeon … zu meiner Überraschung dann ein Aufzug auf der Severinstraße … jede Menge uniformierte offizielle Karnevalisten, 'Gardisten' mit farbigen Uniformen, die sich selbst für den Inbegriff des Kölschen Karnevals halten. Warum knapp tausend uniformierte Menschen daher gezogen kamen? Tags drauf stand's in der Zeitung ... das Karnevals-Dreigestirn wurde zur 'Hofburg' geleitet ... dort wohnen die drei Oberkarnevalisten jetzt bis Aschermittwoch.
"Bon Voyage - Bis hierher und noch weiter" … eine erste echte Sterbehilfekomödie! Und ja, Franzosen können das tatsächlich! "Über ein so ernstes Thema wie den krankheitsbedingten Freitod eine wirklich vergnügliche Komödie zu inszenieren, erfordert viel Mut und Einfühlungsvermögen. Das gelingt Enya Baroux mit leichter Hand – dank einer wunderbaren Hauptdarstellerin und einem originellen Drehbuch," so urteilt filmstarts.de. Während des Films mehrmals der Klassiker 'Yoyage, voyage' von Desireless und beim Abspann die noch flottere Version von Barbara Pravi. Das sagt alles.
5. Januar 2026
Eine Frage beschäftigt nicht nur mich: "Wo lässt Trump noch einmarschieren, noch entführen?" Eine andere Frage ist geklärt: "Ich habe deine Plätzchen innerhalb von einer Minute gegessen," so die kleine Anna, die jedes Jahr auch eine Tüte Weihnachtsplätzchen von mir bekommt. Die Portion war wohl zu klein gewesen.
"… „Der Medicus 2“ krankt an einem vollgestopften Drehbuch und einer im zweiten und dritten Akt allzu fahrigen, fast gestressten Inszenierung. Als hätte man versucht, in die ohnehin schon üppige Laufzeit von fast 150 Minuten mit Gewalt noch mehr hineinzustopfen. Fazit: „Der Medicus 2“ ist ein erlesen ausgestattetes, visuell berauschendes Historien-Abenteuer mit gut aufgelegtem Cast. Schauwerte und gute Schauspieler*innen machen aber noch lange keinen guten Film – vor allem, wenn es an Charakteren mit Tiefgang und Identifikationsfiguren mangelt. So bleibt die recht freie Fortsetzung der ersten filmischen Adaption des Weltbestsellers insgesamt ziemlich blutleer und thematisch nicht dringlich genug. Und die Versuche, Horror-Elemente inmitten eines gediegenen Reise-, Abenteuer- und Medizin-Settings zu etablieren, scheitern krachend," so filmstarts.de sehr kritisch. Dabei ist es eigentlich nur ein Märchenfilm - freigegeben ab 12 Jahre, also noch zu früh für meine Enkel. Und zu spät für mich. Aber man kann ja mal eine Ausnahme machen.
4. Januar 2026
Eigentlich unfassbar, aber nun doch Realität: Trump kennt keine Tabus, auch die Entführung von Venezuelas Diktator Maduro ist Realität. "Diese Entwicklungen stellen einen gefährlichen Präzedenzfall dar“, erklärte Stéphane Dujarric, Sprecher des UN-Generalsekretärs, in einer Stellungnahme. Und das kann Schule machen: "Analog zu dem Vorgehen der USA in Venezuela kann sich Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew ähnliche Entführungsaktionen gegen andere Staats- oder Regierungschefs vorstellen, unter ihnen Bundeskanzler Friedrich Merz . "Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein", sagte Medwedew, aktuell Vizevorsitzender des nationalen Sicherheitsrats in Moskau, in einem Gespräch mit der Staatsagentur Tass. Und Merz 'eiert rum' … hatte eine rechtliche Einordnung des US-Angriffs zunächst nur als "komplex" bezeichnet. Wenigstens Klingbeil stellt klar: "Das Völkerrecht ist zu achten. Das gilt auch für das Handeln der USA."
Heute habe ich mir ein Stück Weltliteratur angeschaut. Nach einigen Vorgängern heute die 2025-er Version von François Ozon: „Der Fremde“ von Albert Camus - ein Hauptwerk des Existenzialismus und eines der meistgedruckten französischen Bücher des 20. Jahrhunderts! Filmstarts.de ist etwas zurückhaltend in der Beurteilung mit diesem Fazit: "Mit „Der Fremde“ hat sich François Ozon einen der größten französischen Romane überhaupt vorgeknöpft – und enttäuscht trotz teils einnehmender Atmosphäre und einigen hübschen Schwarz-Weiß-Bildern als etwas zu sehr an seinem Ausgangsmaterials klebendes Literaturkino." Allerdings fand ich den Film gelungen; sehenswert!
3. Januar 2026
Felix Blume, alias Kollegah, macht wieder von sich reden. Nun gar nicht meine Musik, aber politisch interessant. In seinen neuen Ergüssen ("Kanzler (Frührentnertape vol.1") reimt er. "Die Lage ist ernst, die Taschen sind leer, die Steuern sind hoch, die Angst wird mehr, Psychos stechen Menschen ab, Pädophile lauern am Spielplatz … " Und überhaupt sei früher alles besser gewesen, früher konnten Kinder noch lachen. So das Szenario in seinen Songs. Er bleibt also in jenen Regionen, als er noch dichtete: "Mein Körper ist definierter als von Auschwitzinsassen." Die 'taz' bezeichnet ihn als "feuchter Traum der Neuen Rechte". Lob aus AfD-Kreisen sind überliefert (Krah).
Heute zum Start ins Neue Jahr: Schluss mit Schlosser - Der total bescheuerte Jahresrückblick … "Krisen, Krisen, überall Krisen. Würde Torsten Schlosser sich in seinem Jahresrückblick an der Realität orientieren, könnte sich das Publikum für danach schon mal einen Termin beim Psychologen machen. Allerdings sind freie Plätze dort schwer zu bekommen. Deswegen streift der Kölner Grenzgänger zwischen Comedy und Kabarett die vermeintlich wichtigen Themen des Jahres nur sporadisch und völlig willkürlich. Ein höchst vergnüglicher und total bescheuerter Jahresrückblick, wie man ihn noch nie erlebt hat!" Das konnte ich mir auch dieses Jahr nicht entgehen lassen. Schön, dass es noch mehr davon gibt. Mal wieder ausverkauft …
2. Januar 2025
Unter der Überschrift "Ein furchtbar netter Verfassungsfeind" bringt Spiegel-online eine interessante Recherche zu Protokoll: "Ulrich Siegmund könnte in Sachsen-Anhalt der erste AfD-Ministerpräsident werden. Er gibt sich freundlich, tritt zuweilen auf wie ein Animateur im Ferienlager. Doch seine Ansichten sind extrem. Ulrich Siegmund hat auf TikTok 600.000 Follower. Damit ist er zweifelsohne ein Influencer. Nur leider beeinflusst er seine Fans mit ziemlich radikalen Thesen und billigen Pauschalierungen (hier mehr (S+) ). Klimaschutz? »Braucht niemand«. Menschen mit Migrationsgeschichte? »Kontrolldruck massiv erhöhen«. Schulpflicht und Demokratieprojekte? Gehören abgeschafft. Zumindest in Sachsen-Anhalt könnte Siegmund, dem seine Anhänger bei Veranstaltungen mit dem unseligen »Sieg« zujubeln und dann »Mund« hinterherschieben, seine Pläne womöglich umsetzen. Wenn die AfD bei der kommenden Landtagswahl die absolute Mehrheit holen sollte, wird er wohl Ministerpräsident. Meine Kollegin Ann-Kathrin Müller und mein Kollege Peter Maxwill haben den Populisten lange begleitet. Auf einem Sommerfest rief er Familien zu: »Wir stehen zusammen, wir halten zusammen, weil wir alle ein Ziel haben.« Seins ist es offenbar, die Demokratie abzuschaffen, wie Sachsen-Anhalt sie seit 36 Jahren kennt." … es wird sicherlich spannend …
Heute ein Top-Kino-Abend zuhause in der ARD: Contra, eine tagesaktuelle Komödie aus dem Jahr 2020. Auf der einen Seite Christoph Maria Herbst als zynischer Jura-Prof. Dr. Richard Pohl, auf der anderen Seite die selbstbewusste Jura-Studentin mit Migrationshintergrund Nilam Farooq als Naima Hamid … » Das Dialogfeuer toppt gekonnt das Original « … eine gelungene deutschen Komödie, ein seltener Fall, ein Genuss auch in der Wiederholung!
Und dann noch : Anatomie eines Falls, das preisgekrönte französische Psychodrama aus 2023 mit der großartigen Sandra Hüller. Und so kann man lesen: "In der Filmpreissaison 2023/24 wurde Anatomie eines Falls für mehr als 200 Film- und Festivalpreise nominiert, von denen das Werk mehr als 90 gewinnen konnte."
Draußen Wintereinbruch - sogar in Köln eine Andeutung vorm Haus auf der Streuobstwiese und - 2°; drinnen wohnliche 23°.
1. Januar 2026
Heute wieder die jährliche radioeins-Hörer-Charts auf Radioeins vom rbb. Von 9:00 bis 19:00 Uhr genau die 100 Titel, die man einen Monat lang online wählen konnte. Im letzten Jahr lag ich mit Nick Cave mit 'Wild God' als Tipp für Platz 1 genau richtig. In diesem Jahr war Rosalia mit 'Berghain' mein Favorit … überraschend nur auf Platz 2, geschlagen von einem Berliner Lokalmatador Tristan Busch: 'Vierzehn'. Auf dem 3. Platz immerhin Paul Kalkbrenner mit Stromae: 'Que ce soit clair'.
Auch bei den Alben lag Rosalia mit LUX auf Platz 2 hinter Blood Orange mit dem Album 'Essex Honey'
Und da heute 10 Stunden Musik auf Radioeins liefen, habe ich mir auch gleich auf Spotify meine Jahres-Auswertung runtergeladen: 31.223 Minuten lief Spotify(= 23 Tage). Favoriten waren in der Reihenfolge: Röyksopp, Pixx, The Cure, Susanne Sundfor und Flora Fishbach. Und - wenig erstaunlich - sind auf den ersten Plätzen 27 von den 30 Titeln des Album 'Nebulous Nights - An Ambient Excursion into profound Mysteries', und auf Platz 1: Lethargic Shift / The String That Passes Through All Things. Erst auf Platz 35 NTO mit 'No one should walk alone' Neuerdings wird auch aufgrund der Hörgewohnheiten ein "Musikalisches Alter" ermittelt. Demnach bin ich gerade 21 Jahre alt, weil der Schwerpunkt meiner Musik beim Anfang der 2020-er Jahre liegt.
Unten meine Verabschiedung des Jahres 2025 und die Begrüßung des neuen Jahres mit den Nachbarn.
31. Dezember 2025
Der legendäre Geisterzug wird 35 Jahre alt - und feiert das am Schluss in Odonien! So die Nachricht am Ende des Jahres … was für ein Ausblick! "Das wollen wir direkt im Anschluss an den Geisterzug am 7. Februar 2026 in Odonien feiern - mit Bands, Sambagruppen, Bars, Foodtrucks, Feuertonnen und jeder Menge gute Stimmung. Kommt vorbei, tanzt, trommelt und feiert mit uns drei Jahrzehnte gelebten Widerstand, Musik und Zusammenhalt im Kölner Straßenkarneval!"
Der Abschluss des Jahres im Odeon mit Sektempfang. Auch diesmal wieder mit ausverkauften Sälen! "Manchmal begegnet man einem Film, der nicht nur erzählt, sondern heilt. „Hamnet“, das neue Werk von Chloé Zhao, gehört zu diesen seltenen Filmen. Es ist kein Historiendrama im klassischen Sinn, sondern eine meditative Erfahrung über Liebe, Vergänglichkeit und die schöpferische Kraft des Erinnerns. Basierend auf Maggie O’Farrells gefeiertem Roman, verwandelt Zhao die bekannte Legende um William Shakespeares Familie in ein universelles Gleichnis über das Menschsein. Schon in ihren früheren Filmen hat Zhao ein außergewöhnliches Gespür für die leisen Bewegungen des Lebens gezeigt. In „Nomadland“ fand sie Poesie in der Einsamkeit, in „The Rider“ Würde im Scheitern. Mit „Hamnet“ gelingt ihr nun ihr bisher intimstes Werk. In seinem Kern ist Hamnet ein Film über die Entstehung von Kunst. Er fragt, wie ein Mensch mit Verlust umgeht, wie aus Schmerz Schönheit werden kann und was Erinnerung im Innersten bedeutet. Doch Zhao gibt keine Antworten. Sie lässt Raum. Kunst, so scheint sie zu sagen, entsteht dort, wo Worte fehlen, aus dem Bedürfnis, das Unsagbare zu bewahren. Es ist ein Film, der einen nicht mitreißt, sondern mitnimmt. Der bleibt, lange nachdem das Licht wieder angeht," so Mia Pflüger in der Kino-zeit. Es stimmt!
30. Dezember 2025
Heute einmal eine Doku. Neugierig wurde ich auf Ostpreußen einmal dadurch, dass ich dort noch nie war, nur davon gehört habe. Auf der anderen Seite weiß ich, dass meine Mutter am Ende des 2. Weltkriegs in der 'Wolfsschanze' (Tarnname für das militärische Lagezentrum des Führungsstabes der deutschen Wehrmacht) dort als 'Fernschreiberin' dienstverpflichtet war. Sie hat mir in ihren letzten Jahren mehrmals von ihren Erlebnissen dort berichtet. In Erinnerung geblieben sind mir die Ereignisse um den 20. Juli 1944 … "Sie haben uns die Texte aus den Maschinen gerissen". Nach dem Zusammenbruch des Putsches seien wieder die dann vorgelegten Texte entfernt worden … Nachdem meine Mutter 'Hochzeitsurlaub' (21. Dezember 1944) bekommen hatte, musste sie nicht mehr zurück nach Ostpreußen. Heute dann die Doku: Ostpreußen - Entschwundene Welt Anhand von historischen Film- und Tonaufnahmen aus der Zeit von 1912 bis 1945 gibt es zahllose Dokumente aus öffentlichen und privaten Archiven - viele persönliche Aufnahmen, aber auch historische Landschaften und Dorf- und Städteaufnahmen.
29. Dezember 2025
Ein ganz düsteres Kapitel Kölner Geschichte: Heute vor 222 Jahren, am 29. Dezember 1803, soll Peter Joseph Schäffer, der "Vampir im Priestergewand“, hingerichtet.worden sein. "Im „hillije Kölle“ soll sich Anfang des 19. Jahrhunderts ein unfassbarer Skandal abgespielt haben: Der katholische Pastor der Pfarrei Maria in der Kupfergasse, eigentlich Hüter von Moral und Glauben, führte offenbar ein geheimes Doppelleben. Gleich zwei Frauen lebten an seiner Seite, mit einer der beiden war der Gottesmann sogar heimlich verheiratet. Als die Wahrheit ans Licht zu kommen drohte und die Frauen sich weigerten, den Pastor zu verlassen, eskalierte die Situation und es kam zu einem Doppelmord auf den Poller Wiesen," so berichtet der Chronist … Das wäre heute etwas für die Medien gewesen!
Eigentlich sind Sci-Fi-Dramen nicht mein Ding - und Netflix ist nicht die Marke, zu der ich mich hingezogen fühle. Aber als ich den Namen der Hauptdarstellerin bei Planet B las, war ich überzeugt: Adèle Exarchopoulos - auch Hauptdarstellerin in 'Blau ist eine warme Farbe' ('La Vie d'Adèle'). Die Kritik von filmstarts.de: "Aude Léa Rapin („Helden sterben nicht“) zeigt die Demokratie und Meinungsvielfalt an einem toten Punkt. Einen Austausch scheint es nicht mehr zu geben. Nur noch ein Abstecken von Dominanzen. In „Planet B“ greift die französische Regisseurin Krisenstimmungen, Extreme und Protestbewegungen in Europa auf und strickt daraus ein düsteres Zukunftsszenario, das in seinen Überzeichnungen nur allzu real und naheliegend erscheint. Ihr von Streamingdienst Netflix mitproduziertes Sci-Fi-Drama zeigt, welche Methoden und Gestalten ein politisches System entwickeln und annehmen kann, um alle Widerworte, die seinem Status quo gefährden könnten, auszuschalten. Im Jahr 2039 ist man hier überaus erfinderisch geworden, um unliebsame Kräfte aus dem Weg zu räumen … Fazit: Aude Léa Rapin gelingt ein interessanter Twist im Genre des Gefängnisfilms, der komplexe Fragen rund um politische Ausgrenzung und Protest-Wahrnehmungen eröffnet. „Planet B“ vergräbt sie jedoch immer weiter in zähen Charaktermomenten, Konfrontationen und Erklärungen, die keine sonderlich mitreißende Form für die Facetten und Dimensionen ihrer dystopischen Welt finden." Interessante Ideen, doch nach wie vor ist Sci-fi nicht mein Genre.
28. Dezember 2025
Die Nachrichten sind kaum verändert … Hoffnung zum Jahresende, aber ich kann es mir einfach nicht vorstellen. ZEIT-online schreibt eben: Wolodymyr Selenskyj trifft heute Abend in Florida US-Präsident Donald Trump, um eine überarbeitete Version des US-Friedensplans zu besprechen. Der ukrainische Präsident bezeichnete Sicherheitsgarantien der USA als Schlüssel zu einem Frieden. Russlands Präsident Wladimir Putin warf der Ukraine vor, den Krieg nicht beenden zu wollen.
Eine interessante dpa-Meldung heute: "Juli Zeh sieht Brandmauer gegen AfD gescheitert"
Die Schriftstellerin und Juristin Juli Zeh hält das Konzept der «Brandmauer» gegenüber der AfD für gescheitert. «Der Versuch, mit der Brandmauer die AfD kleinzuhalten, hat in den letzten zehn Jahren nichts gebracht», sagte sie im Interview mit der «wochentaz». «Die Prozente der AfD steigen ja immer weiter.» Der Begriff Brandmauer steht für eine klare politische Abgrenzung zur AfD. Auch ein Verbotsverfahren der AfD ist aus ihrer Sicht nicht der richtige Weg. «Wenn Sie einen halbwegs cleveren AfD-Funktionär fragen, was auf seinem Wunschzettel für 2026 steht, dann sagt der wahrscheinlich: Ich wünsche mir ein Verbotsverfahren», führte sie aus. «Allein der Versuch, sie zu verbieten, würde der AfD krass nutzen.» Zeh wohnt seit langem in einem Dorf in Brandenburg. Seit Jahren streiten sich verschiedene Parteien, ob man mit einem Verbotsverfahren gegen die AfD vorgehen sollte. Sie gilt in Teilen als rechtsextrem. Aktuell liegt kein offizielles Verbotsverfahren beim Bundesverfassungsgericht vor. (© dpa-infocom, dpa:251227-930-470567/1)" Und Juli Zeh nehme ich ernst!
27. Dezember 2025
Heute wieder Treffen mit den 'letzten Mitarbeitern des Weinhauses Kyffhäuser Keller' (1981 - 1995) … kleine Besetzung, denn es ist ja Wintersportzeit … da müssen wir uns für 2026 etwas einfallen lassen!
Es ist eine dynamische Krippe geworden, die in der kleinsten der 12 romanischen Kirchen in der Kölner Innenstadt, die 'Milieukrippe' in St. Maria Lyskirchen ganz nah am Rhein. Inzwischen ist die meterlange Krippe auf 35 Personen angewachsen und wird regelmäßig umgebaut, aktualisiert. Die Personen erzählen Geschichten … z.Zt. eine Muslima im Kopftuch hält den Kölner Express in der Hand mit der Überschrift: "Stadtbild-Diskussion: Was hat das mit Zuwanderung zu tun?" Neu in diesem Jahr der Mann mit dem Hirtenstab: Nikolaus Groß, Kölner Widerstandskämpfer, vor 80 Jahren hingerichtet. Oder ein Figur aus dem letzten Jahr mit einem Bürger, der den Stadtanzeiger liest mit der Überschrift: "2024: 18.035 Kinder Opfer sexueller Gewalt". Tolle Details - ob das Innere einer Apotheke oder einer Kneipe. Großartig! Eine ganz neue Perspektive!
26. Dezember 2025
Mancher fragt sich: Was wird das Jahr 2026 bringen?
Interessantes SPIEGEL-Interview mit Daron Acemoğlu, Jahrgang 1967. International bekannt machte ihn sein gemeinsam mit James A. Robinson verfasster Bestseller »Warum Nationen scheitern«, in dem er die historischen Ursprünge von Wohlstand erforscht hat. 2024 wurde er mit dem Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet.
SPIEGEL: Wird 2026 das Jahr der Umwälzungen?
Acemoğlu: Ich weiß nicht, ob Umwälzen das richtige Wort ist. Ich würde sagen: turbulent. Ich habe nie ein so hohes Level an Unsicherheit gesehen. Alles steht irgendwie infrage, alte Gewissheiten zählen nicht mehr, neue Technologien werden auf die Weltbühne katapultiert, die geopolitische Balance ist in Gefahr. Von der demografischen Entwicklung nicht zu sprechen.
SPIEGEL: Welches Problem ist das drängendste?
Acemoğlu: Ich bin gespannt, was die Menschheit zerstört: die Cleverness der künstlichen Intelligenz oder die Dummheit von Donald Trump.
SPIEGEL: Wenn Sie wählen müssten?
Acemoğlu: Trump.
SPIEGEL: Weil Sie nicht an KI glauben?
Acemoğlu: Oh, ich glaube an KI. Schauen Sie sich doch um. Diese Technologie ist überall um uns herum. Und sie ist wundervoll. Aber sie wird falsch gebraucht und falsch entwickelt, wie viele großartige Sachen.
Wahrscheinlich hat er Recht, Trump wird uns noch mehr als bisher auf den Nerv gehen und Unheil verbreiten. So fühlt es sich für mich an. Unberechenbarkeit, 'alternative Fakten', verheerende Deals, menschenverachtende Gewalt (gegen Flüchtlinge, Minderheiten, Andersdenkende). Keine gute Mischung: Dummheit und Dreistigkeit.
25. Dezember 2025
Die ZEIT hat 25 gute Nachrichten des Jahres 2025 veröffentlicht … nichts für Pessimisten, Jammerer und Nörgler. Dies waren die interessantesten:
- Das Ozonloch war in diesem Jahr kleiner und hat sich früher geschlossen.
- In Gaza ist ein Waffenstillstand in Kraft getreten und der UN-Sicherheitsrat unterstützt einen Friedensplan. Israelische Geiseln wurden freigelassen, Palästinenser erreicht humanitäre Hilfe.
- Saubere Energie boomt: Neue Datenanalyse zeigen, Solar- und Windstrom sind weltweit so schnell gewachsen: sie decken die zusätzliche Stromnachfrage und können Kohle ersetzen.
- Chinas CO2-Emissionen steigen seit 18 Monaten nicht mehr an.
- Die Impfung gegen Gürtelrose kann auch vor Alzheimer und Demenz schützen. Das zeigen neue Untersuchungen – und: Präventionsmaßnahmen wirken auch hier.
- Im Herbst waren in Deutschland so viele Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt wie noch nie, und die Beschäftigungsquote von Ausländern hat einen Rekordwert erreicht.
- Es werden mehr Biolebensmittel gekauft als je zuvor, und auch die Anbauflächen für Biogemüse werden hierzulande größer.
- Die Lebenserwartung in Deutschland ist wieder so hoch wie vor der Pandemie
- Die Anzahl der Rauchenden geht weltweit zurück
- In den vergangenen 20 Jahren hat sich der Anteil von Professorinnen an deutschen Hochschulen verdoppelt. Aktuell halten Frauen 30 Prozent der Professuren.
- Deutschland ist bei den Patentanmeldungen auf Platz zwei in der Welt. Mit Abstand die meisten Erfindungen wurden in den USA beantragt. Erstmals war die Computertechnologie das führende Gebiet der Anmeldungen.
Nach einem weiteren feudalen Weihnachtsmahl gab es heute einen ganz besonderen Kriminalfall im Kino: "Rian Johnson beweist mit „Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery“, dass sich auch nach zwei gefeierten Vorgängern noch neue Wege für Benoit Blanc finden lassen. Unter anderem gelingt ihm das, indem sein düsterer, gleichzeitig aber ungemein witziger und sensationell aussehender Krimi dieses Mal besonders stark von einer einzelnen Figur getragen wird – und das ist nicht Blanc, sondern ein von Josh O'Connor hervorragend verkörperter Priester unter Mordverdacht," so das Fazit von filmstarts.de. Was ich nicht wusste: Der 2. Teil der Trilogie mit dem Privatdetektiv Benoit Blanc (Daniel Craig) lief am späten Abend im Ersten; also wurde es mal wieder eine lange Nacht..
24. Dezember 2025
"Die US-Regierung werde »exterritoriale Zensur« nicht länger tolerieren und Einreiseverbote gegen »führende Persönlichkeiten des globalen Zensur-Industrie-Komplexes» einführen. Man sei bereit, die Liste zu erweitern, wenn es keine Kurskorrektur gebe." So die US-Regierung … Ein aberwitziges Schauspiel: "Die beiden Geschäftsführerinnen von HateAid – einer gemeinnützigen Organisation, die sich seit Jahren gegen Hass und Hetze im Netz engagiert – sehen mit dem Vorgehen der Regierung von US-Präsident Donald Trump eine neue Eskalationsstufe erreicht: »Die US-Regierung stellt damit die europäische Souveränität infrage.« Sie versuche mit allen Mitteln zu verhindern, dass sich US-Konzerne in Europa an geltendes Recht halten müssen. »Wir lassen uns von einer Regierung nicht einschüchtern, die Zensurvorwürfe instrumentalisiert, um diejenigen, die sich für Menschenrechte und Meinungsfreiheit einsetzen, mundtot zu machen«, heißt es in der Stellungnahme. HateAid werde seine Arbeit als Beratungsstelle mit aller Kraft fortsetzen. »Wir solidarisieren uns mit allen weiteren Betroffenen und allen, die nun ähnliche Maßnahmen befürchten müssen.« HateAid bietet Menschen, die im Internet bedroht oder angegriffen werden, psychologische und rechtliche Unterstützung an," so Spiegel-online heute. Die Lüge, Hass und Hetze sind in der Politik und im Netz in den USA Mainstream. Und wer dagegen ist, passt nicht ins Weltbild. Am Rande: Im Oktober 2025 erhielt Anna-Lena von Hodenberg, neben Josephine Ballon Geschäftsführerin, für ihre Arbeit das Bundesverdienstkreuz - so muss es sein!
Heiligabend kann kommen … die Weihnachtsplätzchen sind eingetütet …
23. Dezember 2025
Noch bis zum 18. Januar 2026 zeigt die Horbach-Stiftung die Fotos der weitgehenden unbekannten Ordensschwester Margarita Neiteler, der „Dom-Fotografin" (Jg. 1913) . "Ende des 2. Weltkriegs dokumentierte sie die Schäden und den Wiederaufbau des Doms auf hohem fotografischem Niveau. Ihre einzigartigen Aufnahmen, heute zum Teil im Bestand des Historischen Archivs mit Rheinischem Bildarchiv, zeugen von ihrem Talent und ihrem Blick für historische Momente. Trotz ihrer künstlerischen Bedeutung blieb ihr Lebenswerk lange Zeit unentdeckt und weitgehend unerforscht," so der Ausstellungsprospekt … wirklich erschütternde Ansichten.
22. Dezember 2025
Nun hat also auch mein Jüngster geheiratet, heute im Standesamt im Kölner Gürzenich … mitten im Weihnachtsmarkttrubel. Gefeiert wurde dann anschließend auch, obwohl die eigentliche Feier am 1. Mai 2026 stattfindet. Offensichtlich sind die gefragtesten Locations auf Monate ausgebucht … Für mich war das ziemlich interessant, denn bei der anschließenden Feier traf ich doch ständig nette Leute von Julian aus den letzten 20 Jahren; Katrin, Linda … . Und dazu kamen eben genau so viele neue nette Menschen aus dem neuen Personenkreis - Freunde aus Schule, Studium und Beruf, Lena, Daria … schon ganz schön interessant!