Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

An dieser Stelle notiere ich jetzt jeden Tag ein Thema, das mich bewegt, interessiert, geärgert oder gefreut hat, das mir begegnet ist ... 

Tagebuch 

5. März 2026

   ...   in Vorbereitung ...

4. März 2026

Mein zweiter Gartentag in diesem Frühling - draußen auf unserer großen Streuobstwiese sind wieder die fleißigen Baumpfleger des BUND unterwegs, auch wieder mit interessierten Praktikanten. Ich selber war wieder motiviert, weil meine Schwester Sabine sich wieder um Baum- und Sträucherschnitt bei mir kümmerte … also habe ich mit der Dachterrasse angefangen. Mein großes Problem hier: der Ahorn, der sich vor Jahren überraschend unter einem meiner Holztröge prächtig entwickelt hatte. Doch nun stelle ich fest, dass er sich tief im Untergrund festgesetzt hat - mögliche Schäden in der Terrassenabdichtung wahrscheinlich. Die Platten waren so stark verkantet, dass sie nicht mehr zu bewegen waren. Da warten noch mehr Arbeit.

3. März 2026

Treffpunkt Rautenstrauch-Joest-Museum … noch rechtzeitig! Nur noch bis zum 15. März ist

Amazonia - Fotografien von Sebastião Salgado zu sehen, die Deutschlandpremiere des Blicks auf den Regenwald und die indigenen Gesellschaften, die ihn prägen und bewahren. Mehr als beeindruckend die zahlreichen Portraits von Mitgliedern indigener Völker. Die Probleme der indigegen Völker werden kaum angesprochen, aber darüber kann sich jeder schnell im Netz ein Bild machen … Massaker, weitgehende Ausrottung, die Sünden des kurzen Bolsonaro-Regimes. Ein Trauerspiel!

2. März

Der dritte Kriegstag und langsam werden die Folgen immer deutlicher sichtbar. Zwar jubelten einige, als diverse Köpfe des Mullah-Regimes fielen. Doch damit gibt es noch keine Freiheit fü die unterdrückten Iraner. Aber Börsenkurse geben nach, die Spritpreise steigen, und ein unerwarteter Kriegsgewinnler: Putin, weil er jetzt mit steigenden Einnahmen aus Öl- und Gasverkäufen rechnen kann … Und was Trump & Co. noch so planen - oder in was sie unbeholfen oder größenwahnsinnig noch reinschlittern - wer weiß!? Und interessant die Frage in der Lanz-Runde: 'Was muss in den "Epstein-files" geschwärzt sein, dass Trump jetzt so zuschlägt, um davon abzulenken …'

"Leichen, Schnecken und die Last des Lebens," so die Überschrift zur White Snail-Filmkritik von kino-zeit.de : "Die Geschichte einer Annäherung zweier randständiger Figuren bleibt vage, fragmentarisch und widersprüchlich. So wie der Titel selbst, der sich wie ein kaum greifbarer Schleier über die Handlung legt … Kremser und Peter gelingt mit White Snail ein stiller, sperriger Film über das prekäre Verhältnis von Nähe, Kontrolle und Flucht in einer Welt ohne verlässliche Strukturen. Das Ergebnis ist ein Werk von hoher gestalterischer Konsequenz, das sich jeder Form von Emotionalisierung entzieht. Doch in seiner radikalen Zurückhaltung riskiert der Film auch, sich von seinen eigenen Figuren zu entfremden – und vom Publikum gleich mit."

1. März

Woher ich die Idee hatte, das weiß ich leider nicht mehr. Aber die Daten waren beeindruckend: Ein Salat zu leicht erwärmten geräucherten Forellenfilets. Nämlich hauchdünn gehobeltes Wurzelgemüse (Pastinaken o.ä.) in der Pfanne kurz geröstet und zu einer Vinaigrette aus Olivenöl, Apfelessig, Honig und Ahornsirup, Meerrettich und viel kleingehacktem Blattpetersilie. Schließlich noch eine Birne in dünnen Scheiben dazugemischt … eine köstliche Mischung! Muss nur noch überlegen, wie ich das zu einem kleinen Happen für 'Käse&Wein'  verarbeiten kann.

K49 Finissage Die Ausstellung zum 10jährigen Bestehen des Kunstraums K49 in der Goltsteinstraße 49 … Hautnah! "Haut und Nähe lassen unmittelbar an Berührung denken." Ausgestellt hatten  Helmut Brandt (unten: 'Faltung 2' .. Acrylfarbhäute auf Leinwand), Kalle Paltzer und Brigitte Mekelburg (unten: 'Entrüstung' .. Beton, Stahl, Blech). Dies meine Favoriten …

28. Februar 2026

Zwei Tage Streik bei der KVB … nicht einfach, mit dem Auto ersatzweise einen Termin in der Innenstadt einzuhalten. Heute bin ich gescheitert, jedenfalls beim Versuch, das Lunchkonzert in St. Peter um 13 h zu besuchen. In Neumarktnähe gab es nicht einen einzigen freien Parkplatz für mich.

Mehr Glück hatte ich bei der Parkplatzsuche in der Nähe der Filmpalette in Ebertplatznähe, für 10 € Parkgebühr war ich dabei! Eine ergreifende Doku zum Thema 'toxische Beziehungen und Gewaltfolgen'. Vier realen Erfahrungsberichten wurden zu einer Geschichte verdichtet, um die Anonymität der Frauen zu wahren. Nichts erfunden, alles real … Sandra Hüllers Stimme erzählt die Geschichte einer Frau, die aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung ausbricht, sowie von einem politischen und gesellschaftlichen System, das lieber wegschaut. Der Film zeigt, welche Machtstrukturen hinter den Fassaden stecken und wie der Staat Frauen unzulänglich schützt: "Ein Tanzpaar erschafft in einer Blackbox Bilder einer Beziehung, hochästhetisch, physisch, poetisch und lässt somit Raum für Vielschichtigkeit und Komplexität solch einer Beziehung. Den klassisch dokumentarischen Rahmen bilden Experteninterviews, die klar und sachlich die Machtverhältnisse und Beziehungsstrukturen einordnen. „...In FASSADEN geht es um Kontraste zwischen Innen und Außen, Privatem und Öffentlichem, Glauben und Fakten, Emotionalität und Objektivität, psychischer und physischer Gewalt. All diese Aspekte sollen nicht bebildern, vielmehr sollen Assoziationsräume entstehen, die mit präzise kadrierten, sachlichen Experteninterviews in Kontrast stehen. Tanz wird als nonverbale Darstellungs- und Ausdrucksform genutzt, um innere Gefühlszustände oder Paardynamiken zu beschreiben. In der ästhetisch-expressiven Inszenierung des Körpers und einer Formung der Bewegung sehe ich Möglichkeiten die eigenen physischen Grenzen, Energien, Gefühle, Gedanken, Vorstellungen, innere Einstellungen und Erinnerungen auszuloten, die ohne Worte in Bewegung „versetzt“ werden können. Die Rolle der Animation - haptische Papierdrucke - spiegelt den mentalen Zustand der Frau wider: manipuliert und surreal," so programmkino-ost.de.

27. Februar 2026

Heute viel Zeit für die ZEIT, denn unter der Überschrift "Wie, auch schon 80?" gab's die Geburtstagsausgabe zum 21. Februar 1946. Zeit heute, weil ich ein 6-Stdn.-"Babysitten" zugesagt hatte ... also ganz viel über 80-Jährige wie Obermaier und Lindenberg, über die Uno und Tupperware. Und die eher bescheidene erste Ausgabe der ZEIT im Original.

Heute endlich einmal ein Besuch beim Italienischen Kulturinstitut in Köln und der Ausstellung “Come il vento“ - eine Entnahme aus „No Place like Home“, der größten Überblicksausstellung zur italienische Fotografie seit „Viaggio in Italia“ aus dem Jahre 1984: "Es werden rund 60 Werke von 10 italienischen Fotografinnen und Fotografen präsentiert, die sich auf individuelle Weise mit dem Medium der Fotografie auseinandergesetzt haben und in einer besonderen Beziehung zu Guido Guidi, einem der wichtigsten Vertreter der neuen italienischen Fotografie, stehen. „Come il vento“ untersucht die sogenannte „Fotografie der Orte“, die Guido Guidi zusammen mit Luigi Ghirri, Gabriele Basilico und Olivo Barbieri als neue künstlerische Entwicklung in der Italienischen Fotografie seit den späten 1970er Jahren etabliert hat. Diese Herangehensweise wurde von den nachfolgenden Generationen neu interpretiert. In der „Fotografie der Orte“ konzentrierten sich die Fotograf*innen in ihrer Arbeitsweise auf die Betrachtung von Fotografie als Wiedergabe der materiellen Objekte, welche die von den Menschen bewohnten Räume bestimmen. Mit der „Fotografie der Orte” haben diese Fotografen versucht, ein besonderes Gefühl der Zugehörigkeit und Nähe zum eigenen Territorium und insbesondere zu den Gebieten zwischen Stadt und Land herzustellen. Für diese Künstler ist die Fotografie also weniger ein Mittel der bildlichen Darstellung, sondern richtet sich mehr auf die Räume, in denen sich das Leben der Menschen konkret abspielt. Die hier gezeigten Fotograf*innen eint die geistige und sinnliche Auseinandersetzung mit dem Ort als kollektives Gedächtnis. Obwohl es in Italien keine einheitliche Schule der Fotografie an einer Kunstakademie gab, haben die meisten der hier gezeigten Autor*innen bei Guido Guidi an der Accademia di Belle Arti in Ravenna oder der Universität von Venedig studiert. In ihrer klaren Bildsprache erschaffen sie beeindruckende Werke voller Poesie und Reflexion, abseits aller Klischees von „Dolce Vita“ und „Bella Italia“. Ein Gedicht!

26. Februar 2026

Immer mehr Mediziner kommen aus dem Ausland, so die aktuellen Zahlen. Im Jahr 2024 arbeiteten insgesamt 121.000 aus dem Ausland zugewanderte Ärztinnen und Ärzte in der Human- und Zahnmedizin. Das sind rund ein Viertel der gesamten Ärzteschaft. Ein Teil von ihnen besitzt inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft. 42 Prozent leben seit weniger als zehn Jahren in Deutschland. Jeder achte Arzt in Deutschland hat keinen deutschen Pass. Der Anteil ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zugleich wächst der Bedarf, weil viele Mediziner in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. In Deutschland arbeiten zunehmend Ärztinnen und Ärzte mit ausländischer Staatsangehörigkeit. 2024 hatten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 64.000 Mediziner keinen deutschen Pass. Das entspricht etwa 13 Prozent. Zehn Jahre zuvor waren es noch 30.000 oder sieben Prozent. Für mich selbst gilt Ähnliches. Nachdem mein Hausarzt nach Jahrzehnten in den Ruhestand ging, bin ich nun bei seinem Nachfolger - mit indischen Wurzeln. Gar nicht vorzustellen, was im Falle eines AfD-Wahlsiegs sein würde … Remigration? Muss ich dann zum Arztbesuch ins Ausland?

Father Mother Sister Brother ist in Form eines Triptychons aufgebaut. Die drei Geschichten handeln alle von den Beziehungen zwischen erwachsenen Kindern, ihren etwas distanzierten Eltern (oder einem Elternteil) und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart und jedes in einem anderen Land. FATHER spielt im Nordosten der USA, MOTHER in Dublin, Irland, und SISTER BROTHER in Paris, Frankreich. Der Film ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – eine Komödie, die jedoch von Melancholie durchzogen ist. "Geschwister reden miteinander, Kinder mit ihren Eltern, sehr viel mehr passiert in „Father Mother Sister Brother“ nicht. Jim Jarmusch, der Meister des Minimalismus, zeigt in seiner mit dem Goldenen Löwen ausgezeichneten Tragikomödie, wie zärtlich er sein kann," so Martina Knoben in der SZ. Unten in der Collage auch die Filmlegende Charlotte Rampling mit gerade 20 und mit fast 80 Jahren!

25. Februar 2026

Das Landgericht Hamburg hat sich festgelegt: "Man darf sagen, dass der Molkerei-Unternehmer Theo Müller die AfD unterstützt. Diese Äußerung verletze nicht sein Persönlichkeitsrecht und sei eine zulässige Meinungsäußerung, weil es »tatsächliche Anknüpfungspunkte« dafür gebe," so der SPIEGEL, dem die Urteilsbegründung vorliegt. Müller hatte die Plattform Campact verklagt, nachdem diese im September eine Kampagne gegen sein Unternehmen gestartet hatte. Anlass waren seine wiederholten Sympathiebekundungen für Alice Weidel, Chefin der rechtsextremen AfD. Im August hatte der SPIEGEL über die pompöse Geburtstagsfeier Müllers berichtet, bei der Weidel anwesend war, zusammen mit anderen aus dem extrem rechten Spektrum. Während der Kampagne wurden laut Campact 28.000 Plakate in 14 Großstädten aufgehängt, außerdem mehr als 2,2 Millionen Sticker an mehr als 100.000 Haushalte verschickt. Auch wurden die Motive »Alles AfD, oder was?« – eine Anspielung auf den Müllermilch-Werbeslogan »Alles Müller oder was?« – sowie »Jetzt mit AfD Geschmack« an 18 Orten deutschlandweit auf Gebäude projiziert. Übrigens: neben Müllermilch stammen auch die Produkte von Landliebe, Weihenstephan und Sachsenmilch zum Müller-Imperium, auch die Soßen von Homann und der Fisch vom Fastfood-Anbieter Nordsee im Supermarkt kommen aus seinen Fabriken … muss man wissen!

Konnte mir heute Abend nicht verkneifen, noch einmal die deutsch-finnische Tragikomödie "Fallende Blätter"  aus dem Jahr 2023 anzuschauen (Goldene Palme beim Filmfestival in Cannes) … zwei einsame Menschen, die sich zufällig begegnen und versuchen, ihre erste, einzige und letzte Liebe zu finden. Sie sind schon mittleren Alters und leben in einfachen Verhältnissen von Tätigkeiten am unteren Ende der sozialen Skala.

Heute der erste richtige Frühlingstag im Rheinland, mit fast 19° schon richtig warm in der Sonne. Also ein erster Arbeitstag im Garten … mit Überraschungen. Tatsächlich ein Amselnest in der Hecke! Also ein weiteres Verschieben des dringend notwendigen Heckenschnitts. Dazu eine weitere Überraschung: der selbstausgesäte Ahorn auf der Dachterrasse (fast 3 Meter inzwischen groß), hat seinen Holztrog verlassen und ist wohl jetzt fest im Fundament der Dachterrasse verankert. Das wird Ärger geben!

24. Februar 2026

Eine klare Botschaft von Amnesty International: "Am 24. Februar 2022 startete Russland seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die gesamte Ukraine. Seitdem erreichen uns aus der Ukraine jeden Tag kaum zu ertragende Nachrichten und Bilder von schwersten Menschenrechtsverletzun-gen. Menschenleben, Lebensgrundlagen, Häuser und Infrastruktur wurden zerstört und Familien auseinandergerissen. Millionen von Menschen sind auf der Flucht. Amnesty International hat ein Muster von Kriegsverbrechen durch russisches Militär dokumentiert. Russische Truppen greifen wahllos Wohngebiete, Krankenhäuser und Schulen an und erschießen gezielt Zivilpersonen auf offener Straße. Die Verantwortlichen für diese Taten müssen vor Gericht gestellt werden. So auch heute die Botschaft der Demo vor dem Kölner Dom … hier einer der Karnevalswagen des Düsseldorfer Satirikers Tilly.

Solche Untersuchungen schätze ich: Eine Forsa-Umfrage unter 1014 Frankfurtern im Auftrag der F.A.Z.! „Ausländer, Asylpolitik, Flüchtlinge“, so fasste Forsa alle von den Befragten genannten Probleme rund um die Zuwanderung zusammen: Nur ein Prozent der Grünen- und der Linken-Anhänger sehen dies als eine der größten Schwierigkeiten in Frankfurt, drei Prozent der SPD-Anhänger und 13 Prozent derjenigen der CDU; … alles keine hohen Werte. Im Schnitt aller Befragten: gerade einmal neun Prozent. Ganz anders aber schauen die AfD-Anhänger auf die gleiche Stadt, die gleichen Stadtteile, die gleichen Menschen in ihrer Umgebung: 47 Prozent von ihnen zählten diesen Themenkomplex zu den größten Problemen Frankfurts. Sie sind verpeilt, die AfD-Wähler. Aber nicht umsonst gibt es für sie ja die 'Alternative für Dumme'. Und unten noch ein humorvoller Beitrag des satirischen 'Postillon' zum Thema …

23. Februar 2026

Das Trump'sche Schmierentheater geht in die nächste Runde: Erst schickt er ein Lazarettschiff nach Grönland - neue Suche nach Konfrontation. Und dann nach seiner Niederlage vor dem Supreme Court zum Thema Zölle - wieder neue Zölle für alle, erst 10 %, dann 15 % einen Tag später … nun warten auf weitere Überraschungen!

Ausgesuchte 27 Orte: 'Kunst an Kölner Litfaßsäulen': "Ivy Touch" der Kölner Künstlerin Freya Hattenberger - bis zum 20. April besondere Fotodrucke … Efeuranken, die aus der Haut einer Frau wachsen. "Mir ging es darum, die unsichtbaren Spuren, die jede Berührung hinterlässt, sichtbar zu machen," so die Künstlerin im Interview des KStA. Der Efeu symbolisiere für Hattenberger die Dualität der Beziehungen: sowohl Heilpflanze als auch toxisches Gewächs. Und dazu passend auf jeder Säule der QR-Code mit Links zu den städtischen Hilfs- und Beratungsangeboten für Betroffene der häuslichen Gewalt.

22. Februar 2026

Am Dienstag um 19 h die große Kundgebung auf dem Roncalliplatz neben dem Dom: Vier Jahre russische Vollinvasion … veranstaltet vom Blau-Gelbe Kreuz e. V. zusammen mit dem Lew Kopelew Forum e. V. und Pulse of Europe. "Eingeladen sind Vertreterinnen und Vertreter demokratischer Parteien, des konsularischen Corps in Nordrhein-Westfalen, der Kirchen sowie der Zivilgesellschaft. Ihre aktive Teilnahme haben u.a. die Bürgermeisterin von Köln, Derya Karadag, die stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Mona Neubaur, und Nathanael Liminski MdL, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei zugesagt. Die ukrainischen Musikerinnen Mariana Sadovska, Tamara Lukasheva und Laura Marti werden einen musikalischen Beitrag leisten," so die Ankündigung! Breiter Konsens in der Gesellschaft - ohne die Alternative für Dumme, also ein gutes Zeichen.

Ein Duft von Italien am Chlodwigplatz … schon mehrfach wollte ich Massimos Tipp folgen und In Piazza besuchen: "Mein Bruder Antonio LoCoco hat beste Pizzeria in Köln!" So das Credo meines Ex-Schülers! Und tatsächlich: Fast ausschließlich italienisches Publikum, nur italienische Bedienung, echte italienische Kost … was will man mehr! Unten mein Fischgericht! Ein Genuss!

21. Februar 2026

Die Bären wurden heute bei der Berlinale in Berlin verliehen: Beide Filme standen bereits auf meiner "To-see-Liste": Gelbe Briefe (Gold), und Rose (Silber)

Heute wieder ein Kinotag im Odeon: "Mit „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ gelingt Simon Verhoeven eine hinreißend komische und zugleich melancholische Tragikomödie über jugendliche Selbstfindung. Zwischen absurdesten Schauspielschul-Exzessen und dem liebevoll-skurrilen Alltag zweier vom Alter gezeichneter Großeltern entfaltet der Film eine große erzählerische Präzision, getragen von pointierten Nebenrollen, einer präzisen Ausstattung und sicherem Timing. Verhoeven hält die Balance zwischen Klamauk und sanfter Traurigkeit souverän und schafft so eine der lustigsten deutschen Komödien der letzten Jahre – warmherzig, klug und emotional überraschend tief!" so das klare Fazit von filmstarts.de!

20. Februar 2026

Treffen im Ateliertheater: "Drama, Drama, Drama. Tamika Campbell zieht das Drama an, wohin sie auch geht. Als wäre sie ein Magnet und die Dramen würden sie jederzeit suchen und finden. In ihrem neuen Soloprogramm fühlt sie den Dramen auf den Zahn und zeigt uns, wie sehr man auch über Dramen lachen kann. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn wir nicht lachen könnten, wäre das Leben an sich schon ein Drama. Wer einen Abend mit Tamika verbracht hat, kann nicht mehr aufhören zu lachen. Tamika Campbell wurde in New York City geboren und hat als erste Sprache Arabisch gesprochen und geschrieben. Daraus entstanden ist eine Künstlerin mit einem ganz eigenen Blickwinkel und eine Sprachakrobatin, die mit Comedyprogrammen auf Arabisch, Hindi, Türkisch, Englisch und natürlich Deutsch, weltweit die Bühnen erobert." Nicht zu viel versprochen ... und dazu noch einige Überraschungen: Ein GesangDebut von Amara und ein erster Auftritt einer Freundin von ihr. Am Ende stellte sich die Freundin vor und auf Befragen: "Ich bin 40 Jahre alt und habe Krebs" ... und wir haben gelernt, dass man das dann auch alles mit Humor nehmen kann. In einem Jahr ist hier ihr nächster Auftritt - wir werden sicherlich wieder dabei sein.

19. Februar 2026

Alice Schwarzer, in den 70er Jahren eine Ikone der Frauenbewegung, bekannt durch Bücher und TV. Als eine der ersten setzte sie sich für das Recht auf Abtreibung ein und kritisierte bestehende Machtverhältnisse. Aber heute: sie glaubt, "AfD-Chefin Weidel wäre als Kanzlerin „trotz allem“ ermutigend für Frauen,." so in einem Interview mit Markus Feldenkirchen. Immerhin auch: Reichinnek sei eine Bereicherung, Wagenknecht nicht … soweit der SPIEGEL. Im Tagesspiegel dann später: „Ich habe auf die Frage des Kollegen Feldenkirchen, ob eine Kanzlerin Weidel ermutigend für Frauen wäre, geantwortet, das sei schwierig zu sagen, aber vermutlich trotz alledem Ja“. Dass sie persönlich eine Kanzlerin Weidel nicht ermutigend finde, dürfte bekannt sein, erklärte sie. „Ich finde ja die gesamte AfD eine Katastrophe und bedaure, dass sie durch eine in Teilen unrealistische Migrationspolitik so wachsen konnte.“ So viel zum Thema: Fragen an (alte) Prominente. Antworten sind nur dann interessant, wenn sie von den Erwartungen abweichen. Vergessen wir Schwarzer, o.k.?!

Von Xavier Naidoo sprach auch schon lange niemand mehr. Aber jetzt, nach einer Demo am Dienstag gegen Kindermissbrauch in Berlin: jetzt spricht er in die Mikrofone, dass er dort sei, weil es nicht um "normales Sex-Trafficking und Frauen" gehe, sondern um "Menschenfresser". "Die fressen unsere Babys, verdammt nochmal!" In den Videos ist zu sehen und zu hören, wie Naidoo weiter ausführt, dass er sich sicher sei, dass alle Anwesenden schon mal "Menschenfleisch gegessen" hätten, unwissentlich. Kannibalen sei es das Allerwichtigste, dass "wir alle Kannibalen werden, mit ihnen zusammen, damit wir alle in die Hölle runterfahren." Des Weiteren unterstellte er einem US-amerikanischen Unternehmen "embryonales Gewürzmittel" auf Chips zu streuen. Und Wirres mehr! Quintessenz: Die Meinungsfreiheit geht gegen unendlich! Noch nie wurde mehr Unsinn erzählt und geglaubt als heute!

Aber auf die Frage: "Haben Sie das Gefühl, dass man heute in Deutschland seine politische Meinung frei sagen kann, oder ist es besser vorsichtig zu sein?" … "besser vorsichtig" sagen 44 %. Das kann ich nachvollziehen, wenn ich mir anhören muss, was Naidoo & Co. von sich geben …

18. Februar 2026

Was für ein Spaß … am Aschermittwoch von einem Trödel zum nächsten zu ziehen, von einem Secondhand zum nächsten. Und dann zum Schluss noch der aktuelle Kinofilm von den drei ???  (Die Toteninsel) im Metropolis. Strahlende Kinderaugen!

Dagegen habe ich gar keine Sehnsucht nach dummen, bierseligen Politikersprüchen zum 'politischen Aschermittwoch', weder vom Wurstfluenzer, noch vom Aiwanger-Bruder. Werde ich auch morgen in der Zeitung allenfalls überfliegen.

17. Februar 2026

Der schöne Abschluss der Karnevalstage ist der Südstadtzug. Zwar waren wir nicht ganz pünktlich da, aber wir kamen ja dem Zug entgegen und standen diesmal Kartäuserhof/Severinstraße - gar kein schlechter Standpunkt in der Kurve. Nach anfänglichem Fremdeln mit der großzügigen Gastfreundschaft der Zugteilnehmer, haben meine Gäste aus dem Norden sich dann doch anstecken lassen. Und sie waren erfolgreich! Angeblich wird die Hälfte der Beute bereits am kommenden Wochenende bei der Rückfahrt an die Müritz dem Appetit zum Opfer fallen!

16. Februar 2026

Der Rosenmontag bis auf drei Sonnenscheinstunden während des Zuges verregnet, erst recht der Abend. Aber dann gab es ja für eine Hälfte der Bevölkerung olympisches Schlitten- und Skifahren nonstop, für die andere Hälfte Karneval aus Köln im Ersten, für andere Dialekte in den Dritten. Aber für mich gab's einen französischen Klassiker von Claude ChabrolZwei Freundinnen (Les Biches) aus 1968. Eine eher einfach strukturierte Dreiecksgeschichte mit dem Bonmot: "Deine Liebe widert mich an." … aber mit drei typischen Vertretern der Zeit: Jean-Louis Trintignant, Jacqueline Sassard und Stéphane Audran. Wunderbare Bilder aus den 60-er Jahren. Die Zeit der Filme von Bernardo Bertolucci und Pier Paolo Pasolini … aber auch die Zeit der zahllosen Django-Filme …

15. Februar 2026

Treibhausgase sind auf Basis zahlreicher wissenschaftlicher Studien als Luftverschmutzung und Gefährdung der Gesundheit von Menschen eingestuft. In den USA war das die Grundlage dafür, dass die Umweltbehörde die Gase laut eines zentralen Luftreinhaltegesetzes überhaupt regulieren darf - dem "Clean Air Act". Nun erklärte Trump diese Gefährdungsfeststellung von 2009 für ungültig, einfach so. Dabei gehören die USA zu den größten Treibhausgas-Verursachern weltweit. Der Pro-Kopf-Ausstoß lag im Jahr 2024 bei durchschnittlich 14 Tonnen. Das ist deutlich mehr als etwa in China mit 8,7 Tonnen und in Deutschland mit 6,8 Tonnen. Er hofft zwar, dass das die US-Unternehmen entlasten könne, allerdings bestenfalls im Inland. Im Handel mit allen anderen Staaten müssen sie die allgemeinen Standards erfüllen … ein weiteres Selbsttor. Und jetzt halten auch noch die Mehrheit der Amerikaner Biden für den besseren Präsidenten im Vergleich zu Trump! Da kann Trump nur noch kontern, indem er den Umfrageinstituten vorschreibt, welche Werte 'richtig' sind und welche 'falsch' sind.

Ausgefallen, der Film: Triegel trifft Cranach - Malen im Widerstreit der Zeiten. "Es gibt durchaus unterhaltsamere Dinge, als im Kino Künstlern dabei zuzuschauen, wie sie ihre Arbeit verrichten, Skizzen anfertigen, Farbe auf Leinwände auftragen, am Ende ihre Schöpfung stolz, manchmal auch etwas selbstkritisch bestaunen. Michael Triegel bildet da eine Ausnahme. In seinen präzisen Pinselstrichen, dieser Engelsgeduld, mit der er Haare, Gesichter, Hände und Stoffe malt, liegt etwas ebenso Kontemplatives wie Faszinierendes, dem man mit größter Freude zuschaut," so die Kino-ZeitSpannend, die Fortschritte zu begleiten, ein unerwartetes optisches und emotionales Erlebnis. 

14. Februar 2026

Die heute-show bringt es wie immer auf den Punkt! t-online schreibt ganz sachlich: "Dobrindt hat gleich zu seinem Amtsantritt die sogenannte Migrationswende ausgerufen. Er setzt auf Abschiebungen und Abschreckung. Viele seiner Maßnahmen sind reine Symbolpolitik. Häufig bedienen sie vor allem die Gefühle jener, die in den vergangenen Jahren den Eindruck hatten, Deutschland habe die Kontrolle verloren. Symbolpolitik ist nicht per se schlecht; auch die Stimmung im Land ist ein relevanter Faktor bei der Ausgestaltung von Politik. Sie darf nur nicht der einzige sein. Es drohen unabsehbare Folgen. Die Sparmaßnahme bei Integrationskursen greift hier aber eindeutig zu kurz. Denn sie dürfte auch Folgen für Menschen haben, die weiterhin an den Kursen teilnehmen dürfen, wollen und sollen. Der Deutsche Volkshochschul-Verband bemängelte bereits, dass künftig keine neuen Kurse eingerichtet werden könnten, weil die Mindestzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht erreicht wird. Dobrindt Sparmaßnahme träfe dann auch diejenigen, die dauerhaft in Deutschland bleiben dürfen und die Kurse dringend brauchen. Sollte das so eintreten, wäre das ein Treppenwitz. Auch beim Koalitionspartner  SPD regt sich Widerstand gegen das Vorhaben. Neuen Streit in der Koalition kann Deutschland gerade ebenfalls nicht gebrauchen. Die Zeiten sind angespannt, innen- wie außenpolitisch. Ja, von den Kursen profitieren aktuell auch Menschen, die Deutschland bald wieder verlassen. Und ja, das bedeutet, in Kauf zu nehmen, dass nicht jeder Euro sinnvoll ausgegeben wird. Selbstverständlich gilt die Verpflichtung, mit Steuergeld verantwortungsvoll umzugehen. Doch an dieser Stelle hat Dobrindt sich in der Kosten-Nutzen-Rechnung verkalkuliert." So weit, so richtig. Mir fällt es schwer angesichts der Anbiederung Dobrindts an die Ziele der AfD, noch sachlich zu bleiben. Warum Integrationskurse, wenn die Union die AfD schließlich durch Anbiederung an die Macht gebracht hat, und diese dann mit der Remigration beginnen will?! Da wäre jeder Kurs 'herausgeschmissenes Geld'! Und schließlich stehen die Dobrindts da und verweisen auf den fehlenden Integrationswillen der Migranten … habe ich doch auch schon gehört. Wie kurzsichtig! Wie heuchlerisch!

13. Februar 2026

Es geht wieder aufwärts - nach drei Tagen mit Pfefferminztee & Co. und Gemüsebrühe habe ich mich an festere Nahrung gewagt - anscheinend gewonnen. Warten wir ab.

Eigentlich hatte ich mich schon auf die heute-show gefreut - doch am Karnevalsfreitag ist ja traditionell der Mainzer Karnevalsabend; vor Jahrzehnten schon mal gesehen. Erfreulich der lustige, politische Touche. "Faru Klöckner, wo ist denn Jörg Pilawa ... wir wollten heute den Hochzeitstermin erfahren" oder "Das Durchschnittsalter ist heute im Saal deutlich gesunken, Phillipp Amthor ist unter uns". Erfreulich insbesondere die klare Absage an Antisemitismus, an Rassenhass und Remigration ...

11. - 132 Februar 2026

Das war ja ein echter Knockout für mich. Am Montag hatte ich erfahren, dass etwas unternommen werden hinsichtlich meiner Prostata. Nun, einverstanden, gleich los damit. Beim Verlesen möglicher Nebenwirkungen habe ich schnell gemerkt, dass da kaum etwas fehlt. Aber es blieb bei der 'flotten Lotte', daher habe ich mich 48 Stunden in der Nähe der Toilette aufgehalten. Auch an Weiberfastnacht … ersatzweise habe ich aber eine Menge Karnevalsfotos und mitfühlende Kommentare erhalten. Unten eine kleine Auswahl von Narrenselfies... natürlich hab ich was verpasst !

10. Februar 2026

Thema Korruption: Alexandra Herzog, Vorsitzende von Transparency Inetrnational Deutschland, erklärt:  „Korruption ist weltweit auf dem Vormarsch. Besonders beunruhigend ist, dass von diesem negativen Trend auch gefestigte Demokratien, also Länder mit eigentlich robusten Antikorruptionsstrukturen betroffen sind. In Ländern, in denen Rechtsextreme und populistische Parteien an die Macht gekommen sind, werden Schutzmechanismen gegen Korruption meist massiv abgebaut. Dort, wo der Rechtstaat geschwächt, die Freiheit der Medien und der Zivilgesellschaft beschnitten werden, breitet sich Korruption rasch aus, weil es keine Kontrollinstanzen mehr gibt. Das zeigt sich besonders deutlich in Ungarn, das 15 Punkte verloren hat seit 2012 und auch dieses Jahr weiter abgestiegen ist auf die bisher niedrigste Punktzahl von 40, die niedrigste Punktzahl innerhalb der EU.“  So habe ich das auch nicht anders vermuten.

"Neues deutsches Autorenkino – kraftvoll, berührend und von großer emotionaler Klarheit

Was als Geste des Mitgefühls beginnt, wird zur gefährlichen Versuchung, sich als Retter zu fühlen. In Ungeduld des Herzens verlegt Regisseur Lauro Cress Stefan Zweigs zeitlose Geschichte von Mitleid und moralischer Überforderung in die Gegenwart – ein intensives Psychodrama über die Sehnsucht nach Nähe, die Grenzen von Empathie und die Unmöglichkeit, für andere zu leben. Ausgezeichnet beim Max Ophüls Preis 2025 (Bester Spielfilm, Bester Schauspielnachwuchs), ist der Film ein herausragendes Beispiel für das neue deutsche Autorenkino – kraftvoll, berührend und von großer emotionaler Klarheit. Ein Bowlingabend, ein Missverständnis – und ein Moment, der zwei Leben verändert. Der junge Bundeswehrsoldat Isaac will der Schwester imponieren, als er die mürrische Edith zum Spielen auffordert. Erst als sie schlaff zu Boden sinkt, erkennt er den Rollstuhl an der Seite. Von Scham getrieben sucht Isaac die Nähe der Frau, die er verletzt hat. Zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche Beziehung – voller Mitgefühl, Hoffnung und wachsender Abhängigkeit. Doch je stärker Isaac versucht, Edith „zu heilen“, desto tiefer verstricken sich beide in ein Geflecht aus Schuld, Selbsttäuschung und Sehnsucht. Mit eindrucksvollen Bildern und großer emotionaler Präzision erzählt Ungeduld des Herzens von der gefährlichen Grenze zwischen Liebe und Mitleid – und davon, wie leicht Hilfe zur Bevormundung werden kann," so wfilm zum Film, der  frei nach dem Roman von Stefan Zweig entstanden ist.

9. Februar 2026

USA: ICE-Menschenrechtsverletzungen stoppen! Das ist die aktuelle Forderung von Amnesty International (AI): "In verschiedenen Landesteilen der USA begehen Angehörige der Einwanderungsbehörde ICE derzeit großflächig und ungestraft Menschenrechtsverletzungen wie außergerichtliche Hinrichtungen, Masseninhaftierungen und großangelegte Abschiebungen. Besonders betroffen sind die Städte Minneapolis und St. Paul im Bundesstaat Minnesota. Am 7. Januar 2026 erschossen ICE-Angehörige in Minneapolis Renee Nicole Good, die als ehrenamtliche Rechtsbeobachterin die Aktivitäten der Einwanderungsbehörden in ihrer Gegend beobachtete. Am 24. Januar wurde der Krankenpfleger Alex Pretti erschossen, als er einen ICE-Einsatz filmte und einer Person helfen wollte, gegen die die ICE-Angehörigen vorgingen." Und wer auf die 'Mitmachseite' der Urgent Actions geht, der wird viele weitere Menschenrechtsverletzungen finden, die hier dokumentiert sind. Und AI fordert zum Mitmachen auf. Und da mach ich jetzt seit mehr als 3 Jahrzehnten mit … Der Kreis der Staaten ohne Menschenrechtsverletzungen wird immer kleiner … Seit Trump und ICE sind die USA auch nicht mehr dabei.

8. Februar 2026

Kritik an der Freistellung des Sohnes der MV-Justizministerin (Die Linke). Ministerin Bernhardt nehme die Schulpflicht sehr ernst, teilte ihr Ministerium auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Ein Sprecher schrieb: »Die Ministerin hat ihr Kind ausnahmsweise am letzten Schultag vor den Ferien beurlauben lassen. Aus organisatorischen Gründen hat Ministerin Bernhardt bereits im Februar ihren Familien-Jahresurlaub genommen.« Der Reisezeitraum sei vom Reiseveranstalter vorgegeben worden.(???)  »Der Antrag wurde der Schule des Sohnes vorgelegt und von der Schule genehmigt.« (Wehe, wenn nicht). Bekannt wurde der verfrühte Ferienbeginn des Sohns übrigens wegen eines Fotos im WhatsApp-Profil der Ministerin, so berichtet es der NDR. »Totaler Stillstand! Flüge fallen aus!«, soll Bernhardt dazu geschrieben haben. Die Familie strandete wegen des Eisregens am Berliner Flughafen BER. Die Befreiung war auch noch vergeblich …

Eine noch unglaublichere Geschichte liefert die AfD in Sachsen-Anhalt: Explizit verboten ist laut Gesetz zwar nur das Anstellen der eigenen Familienmitglieder. Doch ein solches System des „Über-Kreuz-Anstellens“ läuft diesem Gesetz ebenfalls zuwider, wie uns Stimmen aus dem Landtag bestätigen: So fließt über das Gehalt der Mitarbeitenden wohl auch Steuergeld direkt zurück in die Familien. Im Landtag Sachsen-Anhalt werden die Beschäftigungen nun geprüft.

Im Zentrum des Systems stehen die Bundestagsabgeordneten Thomas Korell und Claudia Weiss, sowie die Landtagsabgeordneten Tobias Rausch, Matthias Büttner und der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl und Fraktionsvorsitzende, Ulrich Siegmund. Alle stammen aus dem Landesverband Sachsen-Anhalt. Der Vater von Ulrich Siegmund hat bereits seine dritte Anstellung bei einem AfD-Abgeordneten: Nach CORRECTIV-Informationen arbeitete er zunächst beim heutigen Landtagsabgeordneten Matthias Büttner aus Stendal, dann beim Bundestagsabgeordneten Martin Reichardt. Aktuell wird er von Thomas Korell im Bundestag beschäftigt. Das ZDF hatte über die Korell-Anstellung zuerst berichtet. Demnach soll der Vater des Spitzenkandidaten üppige 7.725,00 Euro für seinen Mitarbeiter-Job erhalten. Laut ZDF-Bericht sind außerdem die Eltern des Landtagsabgeordneten Büttner für das Büro von Korell tätig. Mal sehen, wie die Geschichten ausgehen …

7. Februar 2026

Seit 1991 gibt es ihn wieder, den 'Geisterzug' am Samstag vor Karneval … und heute war es wieder so weit! Einer der traditionellen Karnevals-Höhepunkte. Gespenstische Figuren, geisterhafte Gesichter, fantasievolle Gebilde, bevorzugte Farben sind weiß und schwarz, bevorzugte Musikinstrumente: alle Arten von Schlagzeug …  Er zog in diesem Jahr quer durch Nippes und endete in Odonien, wo eine 35-Jahr-Feier stattfinden sollte. Doch bevor ich mich entschieden hatte, ob oder ob nicht, war die Feier schon ausverkauft. So endete für mich der Zug in der L'Osteria in netter Begleitung. Die bessere Alternative.

6. Februar 2026

NETZ heißt die außergewöhnliche raumgreifende Installation von Anna Sokolova (bis 8. Februar 2026)  … diagonal über den Altarraum von (Kunststation) St. Peter in Neumarktnähe gespannt. "Die vom Boden bis zur Decke reichende Lichtskulptur wechselt stetig ihr Erscheinungsbild: Als vollständig erleuchtetes Lichtband wirkt es, als würde ein für diese dunkle Jahreszeit unnatürlich heller Lichtstrahl aus den oberen Fenstern auf den Betonboden fallen. Im nächsten Moment bewegt sich ein weißer Lichtbalken über den dunklen Grund des Netzgewebes, ändert langsam seinen Winkel und erzeugt wechselnde geometrische Konstellationen und Lichtverhältnisse im Dialog mit dem Kirchenraum," so der Prospekt. Und was für ein Zufall … als ich dort war, konnte ich gleich dem Orgelspiel des Meisters lauschen, wohl eine Probe auf einer der weltweit berühmtesten Orgeln. (Der berühmte Orgelkritiker Jean-Louis Coignet hat die Orgel der Kunst-Station mit der großen Orgel der Walt-Disney-Hall in Los Angeles verglichen. Die Kölner Orgel schneidet besser ab, weil nicht nur ihre Form futuristisch ist, sondern auch ihr Konzept… Die Orgel ist in Haupt- und Chororgel aufgeteilt, die vorne und hinten aufgestellt sind. Dadurch können „surround“-ähnliche Klänge erzeugt werden)." 

5. Februar 2026

Heute war ich zur Vernissage von Katja Zander in der ACHENER EINSEINS4 verabredet. Die Künstlerin habe ich vor Jahren bei einer Gruppenausstellung im Kunsthaus Rhenania in der Bayenstr. 28 kennengelernt. "Die Ölmalerei steht im Mittelpunkt von Katja Zanders Schaffensprozess. Sie experimentiert mit Unschärfe und Abstraktion, wobei Gruppen von Menschen so weit abstrahiert werden, dass die Farbverläufe den ästhetischen Schwerpunkt bilden. In jedem Werk verändert sie bestehende Szenen, indem sie Personen austauscht, wodurch eine neue Dynamik entsteht. Durch diese Technik untersucht sie die Homogenität von Gruppen und die Veränderung durch den Einfluss Einzelner. Hektik und Ruhe, sowie die Selbstreflexion des Betrachters, sind zentrale Themen in ihrer Kunst," so gibt ihr Portefolio Auskunft. Den Schaffensprozess habe ich dann in ihrem Atelier in Siegburg kennengelernt … werde nach Karneval noch einmal dort auftauchen.  

4. Februar 2026

Thema des Tages heute war natürlich der Weltkrebstag mit vielen Zahlen zu Wahrscheinlichkeiten, zu Sterblichkeit,usw. Inzwischen habe ich die durchschnittliche Lebenserwartung erreicht. Und wenn jetzt meine Diagnose z.B.  'Prostatakrebs' heißt, dann ist meine Überlebensrate in 5 Jahren bei 91 % … optimistisch gerechnet. Mal hören, was bei meinen ärztlichen Checks demnächst rauskommen wird. Auf jeden Fall beruhigt mich der Gedanke an mein Patengrab auf Melaten. Da weiß man, wo man bleibt. Vom Haupteingang auf den Obelisken zu, von dort nach rechts bis zum nächsten Wegkreuzung nach ca. 220 m, dann noch kurz nach links ca. 90 m.

Das war nicht vorherzusehen: Nach meinem netten "Kochkurs-Abend" mit bezaubernden Teilnehmerinnen entdecke ich durch Zufall in der ZDF-Mediathek meinen Film des Jahres 2022Wo in Paris die Sonne aufgeht (Les Olympiades). Habe nichts vergessen: Großartiger 'Franzose', aktuelle Themen, interessante Gesten, aufregende Momente, eine 'echte Beziehungskiste' und sensationelle Filmmusik von Rone, durchgängig; zuerst entdeckt am 12. April 2022.  

3. Februar 2026

Unter der Überschrift: "Hassen und herrschen – die brutale Vision des Stephen Miller" bringt Spiegel-online heute eine sensationelle Recherche zu den Hintergründen der Trump-Mafia. "Er ist der wohl mächtigste ungewählte Mann der USA: Stephen Miller will das Land nach seiner Vision formen, weiß, abgeschottet, autoritär. Hinter den Toten von Minneapolis und dem Angriff auf die Gewaltenteilung steht sein radikaler Plan."

Die Schöpferin von Pippi Langstrumpf, die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren (1907-2002), lernen wir hier als politische Chronistin des Zweiten Weltkriegs kennen.  "Private Krisen gehen einher mit einer katastrophalen Weltlage. In einem äußerst direkten Ton und stets begleitet von kritischer Selbstreflexion schildert Lindgren die zermürbenden Zustände, die sie umgeben und die sie als „herzzerreißend, himmelschreiend, unerträglich“ empfindet. „Jetzt wird wohl bald alles zusammenkrachen“, stellt sie bestürzt fest. Die Schauspielerin Sofia Pekkari verleiht solchen Momenten in den szenischen Abschnitten und als Erzählerin via Voice-Over eine ganz besondere Kraft," so das Urteil der Kino-Zeit über den Film: Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren. Mitmenschlichkeit stirbt durch Populismus und Terror - wie gut, dass regelmäßig daran erinnert wird, nicht nur in Wort, sondern auch in Bild!

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© Klaus Kirschbaum