31. Dezember 2025
Der legendäre Geisterzug wird 35 Jahre alt - und feiert das am Schluss in Odonien! So die Nachricht am Ende des Jahres … was für ein Ausblick! "Das wollen wir direkt im Anschluss an den Geisterzug am 7. Februar 2026 in Odonien feiern - mit Bands, Sambagruppen, Bars, Foodtrucks, Feuertonnen und jeder Menge gute Stimmung. Kommt vorbei, tanzt, trommelt und feiert mit uns drei Jahrzehnte gelebten Widerstand, Musik und Zusammenhalt im Kölner Straßenkarneval!"
Der Abschluss des Jahres im Odeon mit Sektempfang. Auch diesmal wieder mit ausverkauften Sälen! "Manchmal begegnet man einem Film, der nicht nur erzählt, sondern heilt. „Hamnet“, das neue Werk von Chloé Zhao, gehört zu diesen seltenen Filmen. Es ist kein Historiendrama im klassischen Sinn, sondern eine meditative Erfahrung über Liebe, Vergänglichkeit und die schöpferische Kraft des Erinnerns. Basierend auf Maggie O’Farrells gefeiertem Roman, verwandelt Zhao die bekannte Legende um William Shakespeares Familie in ein universelles Gleichnis über das Menschsein. Schon in ihren früheren Filmen hat Zhao ein außergewöhnliches Gespür für die leisen Bewegungen des Lebens gezeigt. In „Nomadland“ fand sie Poesie in der Einsamkeit, in „The Rider“ Würde im Scheitern. Mit „Hamnet“ gelingt ihr nun ihr bisher intimstes Werk. In seinem Kern ist Hamnet ein Film über die Entstehung von Kunst. Er fragt, wie ein Mensch mit Verlust umgeht, wie aus Schmerz Schönheit werden kann und was Erinnerung im Innersten bedeutet. Doch Zhao gibt keine Antworten. Sie lässt Raum. Kunst, so scheint sie zu sagen, entsteht dort, wo Worte fehlen, aus dem Bedürfnis, das Unsagbare zu bewahren. Es ist ein Film, der einen nicht mitreißt, sondern mitnimmt. Der bleibt, lange nachdem das Licht wieder angeht," so Mia Pflüger in der Kino-zeit. Es stimmt!
30. Dezember 2025
Heute einmal eine Doku. Neugierig wurde ich auf Ostpreußen einmal dadurch, dass ich dort noch nie war, nur davon gehört habe. Auf der anderen Seite weiß ich, dass meine Mutter am Ende des 2. Weltkriegs in der 'Wolfsschanze' (Tarnname für das militärische Lagezentrum des Führungsstabes der deutschen Wehrmacht) dort als 'Fernschreiberin' dienstverpflichtet war. Sie hat mir in ihren letzten Jahren mehrmals von ihren Erlebnissen dort berichtet. In Erinnerung geblieben sind mir die Ereignisse um den 20. Juli 1944 … "Sie haben uns die Texte aus den Maschinen gerissen". Nach dem Zusammenbruch des Putsches seien wieder die dann vorgelegten Texte entfernt worden … Nachdem meine Mutter 'Hochzeitsurlaub' (21. Dezember 1944) bekommen hatte, musste sie nicht mehr zurück nach Ostpreußen. Heute dann die Doku: Ostpreußen - Entschwundene Welt Anhand von historischen Film- und Tonaufnahmen aus der Zeit von 1912 bis 1945 gibt es zahllose Dokumente aus öffentlichen und privaten Archiven - auch historische Landschaften und Dorf- und Städteaufnahmen.
29. Dezember 2025
Ein ganz düsteres Kapitel Kölner Geschichte: Heute vor 222 Jahren, am 29. Dezember 1803, soll Peter Joseph Schäffer, der "Vampir im Priestergewand“, hingerichtet.worden sein. "Im „hillije Kölle“ soll sich Anfang des 19. Jahrhunderts ein unfassbarer Skandal abgespielt haben: Der katholische Pastor der Pfarrei Maria in der Kupfergasse, eigentlich Hüter von Moral und Glauben, führte offenbar ein geheimes Doppelleben. Gleich zwei Frauen lebten an seiner Seite, mit einer der beiden war der Gottesmann sogar heimlich verheiratet. Als die Wahrheit ans Licht zu kommen drohte und die Frauen sich weigerten, den Pastor zu verlassen, eskalierte die Situation und es kam zu einem Doppelmord auf den Poller Wiesen," so berichtet der Chronist … Das wäre heute etwas für die Medien gewesen!
Eigentlich sind Sci-Fi-Dramen nicht mein Ding - und Netflix ist nicht die Marke, zu der ich mich hingezogen fühle. Aber als ich den Namen der Hauptdarstellerin bei Planet B las, war ich überzeugt: Adèle Exarchopoulos - auch Hauptdarstellerin in 'Blau ist eine warme Farbe' ('La Vie d'Adèle'). Die Kritik von filmstarts.de: "Aude Léa Rapin („Helden sterben nicht“) zeigt die Demokratie und Meinungsvielfalt an einem toten Punkt. Einen Austausch scheint es nicht mehr zu geben. Nur noch ein Abstecken von Dominanzen. In „Planet B“ greift die französische Regisseurin Krisenstimmungen, Extreme und Protestbewegungen in Europa auf und strickt daraus ein düsteres Zukunftsszenario, das in seinen Überzeichnungen nur allzu real und naheliegend erscheint. Ihr von Streamingdienst Netflix mitproduziertes Sci-Fi-Drama zeigt, welche Methoden und Gestalten ein politisches System entwickeln und annehmen kann, um alle Widerworte, die seinem Status quo gefährden könnten, auszuschalten. Im Jahr 2039 ist man hier überaus erfinderisch geworden, um unliebsame Kräfte aus dem Weg zu räumen … Fazit: Aude Léa Rapin gelingt ein interessanter Twist im Genre des Gefängnisfilms, der komplexe Fragen rund um politische Ausgrenzung und Protest-Wahrnehmungen eröffnet. „Planet B“ vergräbt sie jedoch immer weiter in zähen Charaktermomenten, Konfrontationen und Erklärungen, die keine sonderlich mitreißende Form für die Facetten und Dimensionen ihrer dystopischen Welt finden." Interessante Ideen, doch nach wie vor ist Sci-fi nicht mein Genre.
28. Dezember 2025
Die Nachrichten sind kaum verändert … Hoffnung zum Jahresende, aber ich kann es mir einfach nicht vorstellen. ZEIT-online schreibt eben: Wolodymyr Selenskyj trifft heute Abend in Florida US-Präsident Donald Trump, um eine überarbeitete Version des US-Friedensplans zu besprechen. Der ukrainische Präsident bezeichnete Sicherheitsgarantien der USA als Schlüssel zu einem Frieden. Russlands Präsident Wladimir Putin warf der Ukraine vor, den Krieg nicht beenden zu wollen.
Eine interessante dpa-Meldung heute: "Juli Zeh sieht Brandmauer gegen AfD gescheitert"
Die Schriftstellerin und Juristin Juli Zeh hält das Konzept der «Brandmauer» gegenüber der AfD für gescheitert. «Der Versuch, mit der Brandmauer die AfD kleinzuhalten, hat in den letzten zehn Jahren nichts gebracht», sagte sie im Interview mit der «wochentaz». «Die Prozente der AfD steigen ja immer weiter.» Der Begriff Brandmauer steht für eine klare politische Abgrenzung zur AfD. Auch ein Verbotsverfahren der AfD ist aus ihrer Sicht nicht der richtige Weg. «Wenn Sie einen halbwegs cleveren AfD-Funktionär fragen, was auf seinem Wunschzettel für 2026 steht, dann sagt der wahrscheinlich: Ich wünsche mir ein Verbotsverfahren», führte sie aus. «Allein der Versuch, sie zu verbieten, würde der AfD krass nutzen.» Zeh wohnt seit langem in einem Dorf in Brandenburg. Seit Jahren streiten sich verschiedene Parteien, ob man mit einem Verbotsverfahren gegen die AfD vorgehen sollte. Sie gilt in Teilen als rechtsextrem. Aktuell liegt kein offizielles Verbotsverfahren beim Bundesverfassungsgericht vor. (© dpa-infocom, dpa:251227-930-470567/1)" Und Juli Zeh nehme ich ernst!
27. Dezember 2025
Heute wieder Treffen mit den 'letzten Mitarbeitern des Weinhauses Kyffhäuser Keller' (1981 - 1995) … kleine Besetzung, denn es ist ja Wintersportzeit … da müssen wir uns für 2026 etwas einfallen lassen!
Es ist eine dynamische Krippe geworden, die in der kleinsten der 12 romanischen Kirchen in der Kölner Innenstadt, die 'Milieukrippe' in St. Maria Lyskirchen ganz nah am Rhein. Inzwischen ist die meterlange Krippe auf 35 Personen angewachsen und wird regelmäßig umgebaut, aktualisiert. Die Personen erzählen Geschichten … z.Zt. eine Muslima im Kopftuch hält den Kölner Express in der Hand mit der Überschrift: "Stadtbild-Diskussion: Was hat das mit Zuwanderung zu tun?" Neu in diesem Jahr der Mann mit dem Hirtenstab: Nikolaus Groß, Kölner Widerstandskämpfer, vor 80 Jahren hingerichtet. Oder ein Figur aus dem letzten Jahr mit einem Bürger, der den Stadtanzeiger liest mit der Überschrift: "2024: 18.035 Kinder Opfer sexueller Gewalt". Tolle Details - ob das Innere einer Apotheke oder einer Kneipe. Großartig! Eine ganz neue Perspektive!
26. Dezember 2025
Mancher fragt sich: Was wird das Jahr 2026 bringen?
Interessantes SPIEGEL-Interview mit Daron Acemoğlu, Jahrgang 1967. International bekannt machte ihn sein gemeinsam mit James A. Robinson verfasster Bestseller »Warum Nationen scheitern«, in dem er die historischen Ursprünge von Wohlstand erforscht hat. 2024 wurde er mit dem Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet.
SPIEGEL: Wird 2026 das Jahr der Umwälzungen?
Acemoğlu: Ich weiß nicht, ob Umwälzen das richtige Wort ist. Ich würde sagen: turbulent. Ich habe nie ein so hohes Level an Unsicherheit gesehen. Alles steht irgendwie infrage, alte Gewissheiten zählen nicht mehr, neue Technologien werden auf die Weltbühne katapultiert, die geopolitische Balance ist in Gefahr. Von der demografischen Entwicklung nicht zu sprechen.
SPIEGEL: Welches Problem ist das drängendste?
Acemoğlu: Ich bin gespannt, was die Menschheit zerstört: die Cleverness der künstlichen Intelligenz oder die Dummheit von Donald Trump.
SPIEGEL: Wenn Sie wählen müssten?
Acemoğlu: Trump.
SPIEGEL: Weil Sie nicht an KI glauben?
Acemoğlu: Oh, ich glaube an KI. Schauen Sie sich doch um. Diese Technologie ist überall um uns herum. Und sie ist wundervoll. Aber sie wird falsch gebraucht und falsch entwickelt, wie viele großartige Sachen.
Wahrscheinlich hat er Recht, Trump wird uns noch mehr als bisher auf den Nerv gehen und Unheil verbreiten. So fühlt es sich für mich an. Unberechenbarkeit, 'alternative Fakten', verheerende Deals, menschenverachtende Gewalt (gegen Flüchtlinge, Minderheiten, Andersdenkende). Keine gute Mischung: Dummheit und Dreistigkeit.
25. Dezember 2025
Die ZEIT hat 25 gute Nachrichten des Jahres 2025 veröffentlicht … nichts für Pessimisten, Jammerer und Nörgler. Dies waren die interessantesten:
- Das Ozonloch war in diesem Jahr kleiner und hat sich früher geschlossen.
- In Gaza ist ein Waffenstillstand in Kraft getreten und der UN-Sicherheitsrat unterstützt einen Friedensplan. Israelische Geiseln wurden freigelassen, Palästinenser erreicht humanitäre Hilfe.
- Saubere Energie boomt: Neue Datenanalyse zeigen, Solar- und Windstrom sind weltweit so schnell gewachsen: sie decken die zusätzliche Stromnachfrage und können Kohle ersetzen.
- Chinas CO2-Emissionen steigen seit 18 Monaten nicht mehr an.
- Die Impfung gegen Gürtelrose kann auch vor Alzheimer und Demenz schützen. Das zeigen neue Untersuchungen – und: Präventionsmaßnahmen wirken auch hier.
- Im Herbst waren in Deutschland so viele Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt wie noch nie, und die Beschäftigungsquote von Ausländern hat einen Rekordwert erreicht.
- Es werden mehr Biolebensmittel gekauft als je zuvor, und auch die Anbauflächen für Biogemüse werden hierzulande größer.
- Die Lebenserwartung in Deutschland ist wieder so hoch wie vor der Pandemie
- Die Anzahl der Rauchenden geht weltweit zurück
- In den vergangenen 20 Jahren hat sich der Anteil von Professorinnen an deutschen Hochschulen verdoppelt. Aktuell halten Frauen 30 Prozent der Professuren.
- Deutschland ist bei den Patentanmeldungen auf Platz zwei in der Welt. Mit Abstand die meisten Erfindungen wurden in den USA beantragt. Erstmals war die Computertechnologie das führende Gebiet der Anmeldungen.
Nach einem weiteren feudalen Weihnachtsmahl gab es heute einen ganz besonderen Kriminalfall im Kino: "Rian Johnson beweist mit „Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery“, dass sich auch nach zwei gefeierten Vorgängern noch neue Wege für Benoit Blanc finden lassen. Unter anderem gelingt ihm das, indem sein düsterer, gleichzeitig aber ungemein witziger und sensationell aussehender Krimi dieses Mal besonders stark von einer einzelnen Figur getragen wird – und das ist nicht Blanc, sondern ein von Josh O'Connor hervorragend verkörperter Priester unter Mordverdacht," so das Fazit von filmstarts.de. Was ich nicht wusste: Der 2. Teil der Trilogie mit dem Privatdetektiv Benoit Blanc (Daniel Craig) lief am späten Abend im Ersten; also wurde es mal wieder eine lange Nacht..
24. Dezember 2025
"Die US-Regierung werde »exterritoriale Zensur« nicht länger tolerieren und Einreiseverbote gegen »führende Persönlichkeiten des globalen Zensur-Industrie-Komplexes» einführen. Man sei bereit, die Liste zu erweitern, wenn es keine Kurskorrektur gebe." So die US-Regierung … Ein aberwitziges Schauspiel: "Die beiden Geschäftsführerinnen von HateAid – einer gemeinnützigen Organisation, die sich seit Jahren gegen Hass und Hetze im Netz engagiert – sehen mit dem Vorgehen der Regierung von US-Präsident Donald Trump eine neue Eskalationsstufe erreicht: »Die US-Regierung stellt damit die europäische Souveränität infrage.« Sie versuche mit allen Mitteln zu verhindern, dass sich US-Konzerne in Europa an geltendes Recht halten müssen. »Wir lassen uns von einer Regierung nicht einschüchtern, die Zensurvorwürfe instrumentalisiert, um diejenigen, die sich für Menschenrechte und Meinungsfreiheit einsetzen, mundtot zu machen«, heißt es in der Stellungnahme. HateAid werde seine Arbeit als Beratungsstelle mit aller Kraft fortsetzen. »Wir solidarisieren uns mit allen weiteren Betroffenen und allen, die nun ähnliche Maßnahmen befürchten müssen.« HateAid bietet Menschen, die im Internet bedroht oder angegriffen werden, psychologische und rechtliche Unterstützung an," so Spiegel-online heute. Die Lüge, Hass und Hetze sind in der Politik und im Netz in den USA Mainstream. Und wer dagegen ist, passt nicht ins Weltbild. Am Rande: Im Oktober 2025 erhielt Anna-Lena von Hodenberg, neben Josephine Ballon Geschäftsführerin, für ihre Arbeit das Bundesverdienstkreuz - so muss es sein!
Heiligabend kann kommen … die Weihnachtsplätzchen sind eingetütet …
23. Dezember 2025
Noch bis zum 18. Januar 2026 zeigt die Horbach-Stiftung die Fotos der weitgehenden unbekannten Ordensschwester Margarita Neiteler, der „Dom-Fotografin" (Jg. 1913) . "Ende des 2. Weltkriegs dokumentierte sie die Schäden und den Wiederaufbau des Doms auf hohem fotografischem Niveau. Ihre einzigartigen Aufnahmen, heute zum Teil im Bestand des Historischen Archivs mit Rheinischem Bildarchiv, zeugen von ihrem Talent und ihrem Blick für historische Momente. Trotz ihrer künstlerischen Bedeutung blieb ihr Lebenswerk lange Zeit unentdeckt und weitgehend unerforscht," so der Ausstellungsprospekt … wirklich erschütternde Ansichten.
22. Dezembe r2025
Nun hat also auch mein Jüngster geheiratet, heute im Standesamt im Kölner Gürzenich … mitten im Weihnachtsmarkttrubel. Gefeiert wurde dann anschließend auch, obwohl die eigentliche Feier am 1. Mai 2026 stattfindet. Offensichtlich sind die gefragtesten Locations auf Monate ausgebucht … Für mich war das ziemlich interessant, denn bei der anschließenden Feier traf ich doch ständig nette Leute von Julian aus den letzten 20 Jahren; Katrin, Linda … . Und dazu kamen eben genau so viele neue nette Menschen aus dem neuen Personenkreis - Freunde aus Schule, Studium und Beruf, Lena, Daria … schon ganz schön interessant!
21. Dezember 2025
Leider war ich bei der großen Verlosung nicht dabei, bei "TomBola" in der Galerie kjubh. Mit dem Losverkauf finanziert die Galerie in der Dasselstraße ihre Jahresmiete … Ein Künstler gestaltet immer ein Kunstwerk für die, die eine Niete gezogen haben. Und ich hatte Glück: Für das erste Los habe ich ein limitiertes Foto von Albrecht Fuchs, einem begnadeten Fotografen, gewonnen: "Brückenmusik 30" aus 2025, Exemplar 1/300, 70 x 100 … Für das andere Los das diesjährige kjubh-Nietenblatt #23 von Margarete Jakschik „my love“, 2025, Inkjet-Print auf AlgroDesign 360 gr., 35,0 x 24,2 cm. Signiert, datiert, nummeriert, im gestempeltem Couvert, 300 Exemplare, + 20 e.a. Bin schon auf die nächsten Ausstellungen gespannt! Unten die beiden Objekte ...
Treffend hat es filmstarts.de auf den Punkt gebracht: „Eddington“ ist eine dunkelschwarz-humorige Corona-Western-Groteske, die den realen Wahnsinn der Lockdown-Monate lange gar nicht so sehr übertreibt, bevor es dann im völlig abgefahrenen Finale fast schon „Rambo“-mäßig knallt. Aster nimmt dabei wirklich alles aufs Korn, was einem zum Jahr 2020 einfällt. Deshalb ist „Eddington“ auch (zu) stolze zweieinhalb Stunden lang geworden – und wird wohl wirklich jeden auf die eine oder andere Art vor den Kopf stoßen … Und Fazit: „Eddington“ ist eine genreübergreifende Psychogroteske – „Fargo“ mit einem blutigen Finale wie auf Crack trifft auf eine sehr genau beobachtete, mit allem und jedem rücksichtslos abrechnende Covid-19-Farce! Nach dem völlig durchgeknallten Psycho(sen)-Trip „Beau Is Afraid“ schraubt Ari Aster zwar die Wahnsinnsschraube zum ersten Mal in seiner Karriere wieder ein wenig zurück, aber „Eddington“ ist trotzdem eine dunkelschwarze Kleinstadt-Western-Satire, bei der sich der Regisseur allenfalls mit der etwas gestreckt wirkenden Laufzeit von 145 Minuten ein Stückweit verhoben hat." Andere Kritiken sind allerdings etwas negativer: "Ein filmischer Tiefpunkt für Regisseur Ari Aster".
20. Dezember 2025
Heute vor 70 Jahren, am 20. Dezember 1955, hatten der deutsche Bundesminister für Arbeit, Anton Storch und der italienische Außenminister Gaetano Martino in Rom das sogenannte Anwerbeabkommen zwischen Italien und Deutschland unterzeichnet. 1956 kamen die ersten italienischen Saisonarbeiter nach Deutschland - unter ihnen auch mein leider verstorbener Freund Mario Ortolan, über den ich später Italien kennen und lieben gelernt habe …
Im 'Freitag' vom 11. Dezember habe ich das Interview mit Christiane Paul und Maxim Leo gelesen: Sie ist eine der beiden Hauptdarsteller in der Romanverfilmung von Maxim Leos "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße"… Interessante Meinungen und Hinweise zu den Hintergründen von den beiden 'DDR-Gewächsen' zu schrägen Ost-West-Bildern ("Das DDR-Bild wird immer karikaturenhafter"). Und kino.de schreibt: "Über 20 Jahre nachdem Regisseur Wolfgang Becker den deutschen Kassenschlager „Good Bye, Lenin“ inszeniert hat, erwartet uns mit „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Maxim Leo sein nächstes Projekt. Leider verstarb der Filmemacher vor der Fertigstellung im Dezember 2024. Seine Freunde haben seinen letzten Film in seinem Andenken beendet … So aufregend die Geschichte auch klingt, der Wahrheit entspricht sie nicht. Die Besetzung ist bis in die Nebenrollen hochkarätig und wird von Charly Hübner („Mittagsstunde“) und Christiane Paul („Es ist nur eine Phase, Hase“) angeführt." Großartige Komödie mit vielen köstlichen politischen Anspielungen …
In t-online gibt Florian Harms gibt am 20. Dezember 2025 einige Fakten zu Protokoll, die leicht im Netz zu überprüfen sind. Eigentlich alles bekannte Fakten:
1. Nach wie vor verfügt D über das größte Bruttoinlandsprodukt in der EU und kann sich als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt mit Giganten wie den USA und China messen.
2. Der Lebensstandard ist im globalen Vergleich außerordentlich hoch; im UN-Index der menschlichen Entwicklung belegt Deutschland einen Spitzenplatz.
3. Auch die Lebenserwartung liegt mit 81,4 Jahren weit über dem globalen Durchschnitt.
4. Die Arbeitslosenquote zählt zu den niedrigsten in Europa, auch unter Jugendlichen; das duale Ausbildungssystem gilt als Erfolgsgarantie.
5. Weil deutsche Firmen massiv in Forschung und Entwicklung investieren, liegt die Innovationskraft nicht nur deutlich über dem EU-Durchschnitt, sondern auch über dem Ziel der Europäischen Kommission.
6. Deutschland festigt seit Jahren seine Position als eine führende Exportnation; Abnehmer in aller Welt reißen sich um viele deutsche Produkte.
7. Trotz riesiger Schuldenpakete bleiben die Staatsfinanzen vergleichsweise stabil. Mit einer Schuldenquote unter 65 Prozent steht Deutschland viel besser da als etwa Japan (250 Prozent), Italien (145 Prozent) und die USA (130 Prozent).
8. Einer OECD-Studie zufolge ist D für hoch qualifizierte Fachkräfte besonders attraktiv.
9. Auch bei der Rechtsstaatlichkeit belegt D einen internationalen Spitzenplatz und schneidet in Kategorien wie "Ordnung und Sicherheit" sowie "Ziviljustiz" besonders gut ab.
10. Trotz aller Unkenrufe ist es hierzulande sowohl um die Meinungs- als auch um die Pressefreiheit gut bestellt; in kaum einem anderen Land können sich die Bürger zudem aus einer so vielfältigen Medienbranche informieren.
… und kommt zu dem Ergebnis: "Ohne Schönfärberei sind das trotz aller Krisenstürme gute Voraussetzungen, um den Wohlstand und die freie, stabile Gesellschaft hierzulande zu erhalten." Und jetzt dazu die AfD und die übrigen Scharf- und Miesmacher …
19. Dezember 2025
Gelegentlich gibt's ein Wiedersehen mit Ex-Schülern, so auch heute! Diesmal ein Schüler eines der ersten Jahre meiner Lehrertätigkeit. Doch interessant: Jedes Mal, wenn ich dann aus meinem Lehrerkalender-Archiv das entsprechende Schuljahr und die Klasse herausgesucht habe, fallen mir jede Menge Erinnerungen ein, so auch diesmal! Die Klassenfahrt ging damals nach London - der Englischlehrer McKinnon hatte die Organisation gleich übernommen … Und dann geht es natürlich auch um den jeweiligen beruflichen und den privaten Lebensweg - abwechslungsreich, überraschend und auch von Schicksalsschlägen geprägt! Wir bleiben in Kontakt ...
"Schatten der 'schlimmen Sache," schrieb der Stadtanzeiger gestern: "Eva Victors Regiedebüt 'Sorry Baby' erzählt von den psychischen Folgen sexuellen Missbrauchs". Also habe ich den Film gleich mal für heute online gebucht. Und filmstarts.de schreibt: "Wo bei Agnes’ ästhetischer Neuerfindung die Suche nach einem weiteren Schutzpanzer aufhört und ein davon losgelöster Prozess erwachsener Selbstfindung beginnt – dahingehend lässt Victor zwar bis zum Ende einen Interpretationsspielraum. Für die optimistischere Deutung spricht allerdings, dass „Sorry, Baby“ eben nicht bloß von Leid und bleibenden Narben handelt, sondern auch von Empathie und Wachstum – wie in der warmherzigen Szene mit dem Betreiber eines Sandwichladens (toll: „Fargo“-Star John Carroll Lynch), der Agnes erst aufgrund einer Lappalie anbrüllt, dann aber einfühlsam durch eine Panikattacke führt. Es ist nur sinnig, dass in diesem mehrschichtigen Film Agnes durchs Älterwerden die Reife gewinnt, zu ihrem wahren (modischen) Ich zu finden – Leute dies aber auf Teufel komm raus als Traumabewältigung deuten wollen. Fazit: So sarkastisch und erschütternd wie einfühlsam: Mit „Sorry, Baby“ empfiehlt sich Eva Victor für eine spannende, vielschichtige Regiekarriere." Für mich einer der besten Filme des Jahres! Dazu hatte nicht zuletzt auch das Interview mit der Regisseurin und Hauptdarstellerin Eva Victor im 'Freitag' beigetragen.
18. Dezember 2025
Heute habe ich mich im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen einer Prostata-Biopsie unterzogen … die Risiken von Infektion oder Sepsis seien zwar gegeben (bei 5% bzw. 2 %), doch das muss man wohl in Kauf nehmen. Unangenehm auf jeden Fall. Mal sehen, was die Nachbesprechung Anfang Januar dann für ein Ergebnis bringt.
Ein Film wie ein Märchen: "Die Regisseurin und ihr Koautor Geoff Cox greifen das Grundmotiv vieler Märchen auf: die Geschichte eines Kindes, das allein in einer grausamen Welt überleben muss, in der Gefahren an jeder Ecke lauern. Es sehnt sich nach Freiheit und Sicherheit und weiß, dass beides ebenso mit Hirngespinsten und Fantasiegebilden verbunden ist, die erst dort ihre ganze Hinterlist offenbaren, wo alles fast zu spät ist. Insofern entpuppt sich Lucile Hadžihalilovićs Kino trotz aller halluzinierender Sogkraft nicht nur als suggestiv verwirrendes, sondern ebenso aufklärerisches, das versucht, dem Zauber der eigenen Bilder zu entkommen. Fazit: „Herz aus Eis“ ist ein weiterer sperriger, rätselhafter, aber höchst stimmungsvoller Märchen-Albtraum von Lucile Hadžihalilović über falsche Idole, die Sinnestäuschungen des Kinos und die Suche einer Heranwachsenden nach einem Anhaltspunkt im Leben," so "mein Tippgeber", die filmstarts.de.
17. Dezember 2025
Es ist jedes Mal ein bewegender Augenblick. Seit heute begleite ich einen neuen Flüchtling bei der Integration - gemeinsam mit einer neuen Mentorin, die gerade an unserer Schulung teilgenommen hat - im Tandem, wie wir es nennen. Wir werden künftig beim Spracherwerb, bei Alltagsproblemen, bei Berufsvorbereitung und Jobsuche, später bei der Wohnungssuche unterstützen … Es ist jedes Mal erschütternd: die Fluchtgründe, die Flucht selber, die Familiensituation, die Verluste, Ängste, Traumata! Aber ein Anfang ist gemacht. Ein positiver Aspekt am Rande: Weibliche Flüchtlinge aus Afghanistan haben jetzt grundsätzlich Flüchtlingsschutz in der EU, also auch in Deutschland. Und wer als Frau bei der Bundeswehr beschäftigt war, wer dazu noch als Trainerin Mädchen und junge Frauen in Kampfsportarten ausgebildet hat, der hat unter den Taliban ganz schlechte Karten. Genauso wie der junge Mann, den ich seit 6 Jahren begleite: Er hat Kulturwissenschaften in Kabul erfolgreich studiert, hat in einer 'gemischtgeschlechtlichen' Theatergruppe gearbeitet. Die Taliban haben die Familie gezwungen, sich von ihm loszusagen, bevor er verhaftet werden sollte. Er ist entkommen und arbeitet nun in Köln …
Heute schon traditionelles Florentiner-Backen mit meiner Ältesten … nun ist die Weihnachtsbäckerei vorbei. Zehn Sorten habe ich geschafft. Denke mal, dass ich genug gebacken habe für die kleinen Geschenk-Tüten, die ich zu Weihnachten immer in Familie und Nachbarschaft verteile.
Ziemlich gestaunt habe ich, was in der Nacht im TV so läuft … In dieser Nacht einmal im ZDF "Danke für nichts", am 1.12.25 gerade im Kino gesehen; und dann zeitgleich der Klassiker "Das weiße Band" im NDR … ein Jahrhundertfilm!
Heute wieder einmal ein Glühweinabend mit Freunden - im Stadtarten! … Nebenbei bin ich auch auf einen besonderen Weihnachtsmarktstand gestoßen: der Stand mit den Karnevalskappen! Das gibt es doch wahrscheinlich ausschließlich in Köln, oder?!
15. Dezember 2025
Heute ein Preview im Odeon: Die jüngste Tochter. "Nicht zuletzt dank der überzeugenden Darstellung der Debütantin Nadia Melliti gelingt es Herzia so, vom langsamen Wandel einer jungen Frau zu erzählen, die vor allem mit Hindernissen zu kämpfen hat, die sie sich selbst in den Weg stellt. Erst als es Fatima gelingt, ihr Muslima-Sein und ihr Lesbisch-Sein als zwei Facetten ihrer Persönlichkeit und nicht länger als unüberbrückbare Widersprüche zu akzeptieren, findet sie (fast?!) ganz zu sich selbst. Fazit: Nicht alles an Hafsia Herzias ambitioniertem Coming-of-Age-Drama überzeugt, vor allem stilistisch und erzählerisch gibt es noch Luft nach oben. Was „Die jüngste Tochter“ aber trotzdem unbedingt sehenswert macht, ist die alle Erwartungen unterlaufende Entscheidung, die Hauptfigur nicht mit äußeren, sondern vor allem mit ihren inneren Hindernissen zu konfrontieren."
Und Alamodefilm.de adelt den Film mit den Worten: "Zum großen Teil mit Laiendarsteller:innen besetzt, mit Zärtlichkeit und Fingerspitzengefühl inszeniert, aber ohne Scheu vor Tabubrüchen, gelingt Hafsia Herzi ein Instantklassiker des Queer Cinema in der Tradition von Abdellatif Kechiches Blau ist eine warme Farbe (La Vie d'Adéle), Céline Sciammas Porträt einer jungen Frau in Flammen und Barry Jenkins Moonlight." Vom 2. Weihnachtstag im Kino dürfte der Film ein Erfolg sein - heute waren im Odeon-Kino 2 fast alle Plätze besetzt. Kein Wunder: Wie zu erfahren war, gibt es in Köln mehr als 1.700 Cineville-Abos ("Kino-Flatrate").
14. Dezember 2025
Jetzt ist gerade der Höhepunkt der Glühwein-Saison erreicht … gestern die Feier in der Grimmstraße in Ehrenfeld (toll organisiert, Erik! Collage unten). Offensichtlich gibt es dort eine sehr tolerante Nachbarschaft, denn das Live-Konzert der mir unbekannten Band war ja nicht leise. Und dann alle Getränke und Speisen gesponsert … der Rest finanziert über eine kleine Spendenbox!
Und heute dann bei uns im Waldbadviertel mit den Nachbarn der Punsch-Glühwein-Treff … und für die Kids mit Stockbrot über'm Feuer, selbstgebackenem Weihnachtsgebäck und 'selbstimportierten' Dresdner Stollen.
13. Dezember 2025
Eine ganz nortmale Familiengeschichte ... Großmutter-Enkelin-Begegnungen betreten Pfade, die gesellschaftlich nicht eingeebnet sind. Wie lassen sich eigene Erfahrungen vermitteln, wie die ganz anderen des Gegenübers begreifen? Der oft geforderte Dialog mit Andersdenkenden oder zwischen den Generationen erfordert Toleranz und Neugier." so die Kino-Zeit ..... auch ohne die Hauptdarstellerinnen heute im Odeon ein eindrucksvoller Auftritt!
12. Dezember 2025
Der heutige Kinoabend brachte im Odeon: Dann passiert das Leben "Neele Leana Vollmar, bekannt wegen ihrer Kinder- und Jugendfilme, widmet sich einem Paar kurz vor der Rente. Ist man schon tot, oder hat man füreinander noch Gefühle? Und wie geht man mit der vielen Zeit und der Nähe um? Das fragen sich die müde Rita (Anke Engelke) und der noch eher am Leben interessierte Hans (Ulrich Tukur). Der bis ins Szenenbild feine und mit leisem Humor beobachtetende Film schürt lange die Erwartung, dass er das Arthouse-Schema »Neuer Lebensmut angesichts der Endlichkeit« erfüllt. Doch stattdessen bereichert er seine Tristesse um Drama. Das »Leben« im Titel entpuppt sich als tödlicher Unfall, und für einiges ist es dann eben zu spät. Wer noch keinen NovemberBlues hat, bekommt ihn durch diesen dämmerig dunklen Beklemmungsfilm garantiert," so Cosima Lutz in der Stadtrevue. Typisch für das abgekühlte Nebeneinander nach einer langen Ehe der Dialog: … Rita: Hast du deine Taschenlampe dabei? Oder musst du nicht mehr pinkeln nachts? Hans: Doch, doch. Ich habe sie dabei. Rita: Vielleicht solltest du mal über eine Bettpfanne nachdenken. Hans: Oder ich trage in Zukunft einfach eine Windel. …
11. Dezember 2025
Aktuellen AFP-Berichten zufolge will die Bundesregierung die Einreisegesuche von rund 640 Afghanen, die in offiziellen deutschen Aufnahmeprogrammen registriert sind, zurückweisen, "da kein "politisches Interesse" an ihrer Aufnahme mehr bestehe." Diese Entscheidung folgt auf vorherige Gerichtsurteile, in denen das Auswärtige Amt teils per Zwangsgeld zur Erteilung von Visa an Afghanen mit Aufnahmezusagen verpflichtet wurde, weil die Betroffenen dies eingeklagt hatten. Trotz des generellen Aufnahmestopps oder der Schwierigkeiten wurden in den letzten Wochen weiterhin Afghanen mit bestehenden Aufnahmezusagen nach Deutschland eingeflogen, oft unterstützt durch Organisationen wie die "Kabul Luftbrücke". Beispielsweise landete Anfang Dezember ein Flugzeug mit 192 Personen in Deutschland. Derzeit warten in Pakistan noch rund 1.900 Afghaninnen und Afghanen mit einer Aufnahmezusage auf die Ausreise nach Deutschland. Einfach peinlich, wie sich CDU- und CSU-Minister drehen und wenden, weil sie meinen, der AfD den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Heute der erste Besuch auf dem Weihnachtsmarkt im Volksgarten - veranstaltet von der Karnevalsgesellschaft Ponyhof e.V. … Hier arbeiten alle Mitglieder ehrenamtlich. Der gesamte Erlös geht an ausgesuchte gemeinnützige Einrichtungen. Das ist schon ein Grund für einen Besuch … aber der Ort selber ist einladend, wie alle bestätigten. Nicht der übliche Weihnachtsmarkt-Kitsch … und eine angenehme, unaufgeregte Atmosphäre - und ohne Touristen! Der Spruch auch wieder typisch für die 'Ponys': "Glühwein für eine bessere Welt" ... Im Sommer gab es auch schon einmal eine Weinverkostung mit dem Titel "Saufen für den Frieden!"
10. Dezember 2025
Mein kurzes Gespräch heute mit einem AfD-Wähler über seine Rentenperspektive endete mit meinem Statement: Das Rentenkonzept der AfD verspricht ein Rentenniveau von 70 Prozent des letzten Nettogehalts - nicht von 48 %, wie jetzt mit riesigen staatlichen Zuschüssen realisiert. Also müssten die aktuellen Beitragszahler fast doppelt so viel einzahlen … realistisch? Nie! Oder der Staat fast doppelt soviel tragen - realistisch? Nie! Dazu meine ich: Wer der AfD folgt, ist einfach nur dumm. Und Politiker-Aussagen wie: "Wir müssen mit den AfD-Wählern ins Gespräch kommen" müssen in der Kiste 'Bullshit' entsorgt werden. Bei mir endet die Gesprächsbereitschaft ziemlich schnell …
Die italienische Küche ist von der UN-Kulturorganisation Unesco zum immateriellen Kulturerbe gekürt worden. Nicht konkrete Gerichte oder Rezepte oder regionale Spezialitäten wurden nicht in die Liste mit aufgenommen, es geht ums Kochen. "Das Kochen ist eine Geste der Liebe, eine Art, wie wir anderen etwas von uns selbst erzählen und wie wir uns um andere kümmern". so das Mitglied der italienischen Unesco-Kampagne, Pier Luigi Petrillo, gegenüber der ZEIT. Für mich hat eigentlich mein alter Kumpel Mario Ortolan den Zugang zur italienischen Küche eröffnet. Es war die einfach Küche der armen Italiener in der 50-ern. … heute gibt es ein ganz anderes Bild von italienischer Küche. Oft 'Pizza und Pasta' vom Lieferservice. Unten eine Collage aus einem meiner italienischen Kochbücher … Unten links die 'Polpette al suga con Mortadella' gab es zufällig gestern und heute bei mir … Nachdem ein kurzer Bericht zum Thema heute bei Radio lief, folgte ein passender Titel, die Rokes mit
Piangi Con Me aus dem Jahr 1966.
9. Dezember 2025
Das sogenannte »Heizungsgesetz« des ehemaligen Wirtschaftsministers Robert Habeck war immer ein Dorn im Auge der damaligen CDU-Opposition. "Das Heizungsgesetz muss weg!" So der Spruch damals und heute. Eine Alternative ist schon da; es wurde umbenannt. »Es wird künftig Gebäudemodernisierungsgesetz heißen«, so Merz. Was sich inhaltlich ändern soll, das ist allerdings unbekannt. Allerdings setzen die Vorgaben der EU enge Grenzen. Von der EU kommen harte Vorgaben. Deutschland muss bis Mai 2026 einen Plan vorlegen, wie der gesamte Gebäudebestand bis 2050 klimaneutral sein kann. Schon jetzt hinkt der Gebäudesektor den Klimazielen hinterher. Bin gespannt, ob und was sich in 2026 tatsächlich ändert.
Wer mit offenen Augen durch Köln geht, der fragt sich zwangsläufig angesichts des Leerstands in vielen Häusern, wie das sein kann, wenn so starke Wohnungsnot besteht. Unten links ein Haus in Lindenthal in der Nähe der Uniklinik, das mehr als ein Jahrzehnt leer stehen muss. Und unten rechts das Haus, an dem ich auf dem Weg zur Haltestelle Ostheim täglich mehrmals vorbeikomme: Hier wohnt schon seit mehreren Jahren nicht mehr ... ein Ärgernis, die Spekulation!
8. Dezember 2025
Heute jährt sich zum ersten Mal der Sturz des syrischen Diktators Baschar al-Assad. 50 Jahre Assad-Diktatur waren plötzlich zu Ende, unzählige zuvor gefolterte Gefangene kamen frei - ich erinnere mich an die Freude meiner syrischen Freunde und Bekannten, Flüchtlinge in Deutschland. Sie haben alle noch Kontakte nach Syrien - oft Großeltern und kranke Verwandte. Doch bald kam Ernüchterung, denn die meisten Flüchtlinge in Deutschland sind Kurden, Alleviten, Jesiden, Drusen … also Minderheiten. Schon bald war allen hier klar, dass sie nicht zurückkehren wollten. Die Nachrichten aus der alten Heimat waren zu negativ. Keine Perspektive für Flüchtlinge, die jetzt seit einigen Jahren hier zur Ruhe gekommen sind und eine Perspektive in ihren Jobs haben - und integriert sind. Und dabei hatte ich sie auch seit Jahren unterstützt. Schön zu sehen, dass sie jetzt zu ihrer neuen Heimat stehen.
Das Außentermometer an der schattigen Nordseite zeigt satte 16° und darunter lautes Insekten- und Bienensummen rund um die blühenden Schneerosen (Christrosen) neben der Haustür. Krass, der Gegensatz: Drinnen ist die Weihnachtsbäckerei voll in Gang. Nach den Schokoladenkeksen mit Kardamon und Salz gestern habe ich mich heute mit den Schoko-Pistazien-Keksen und den Ingwer-Schokoladen-Plätzchen beschäftigt, jeweils die dreifache Menge der Rezepte aus dem ZEIT-Magazin.
7. Dezember 2025
"Diese Unterwürfigkeit macht einmal mehr sprachlos, " schreibt Christian Stüwe. "Die Gala zur Auslosung der Vorrundengruppen bei der Fußball-WM im kommenden Jahr steht ganz im Zeichen der Selbstinszenierung von Fifa-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump. Der kuriose Höhepunkt der Anbiederung des Fußball-Weltverbands ist die Auszeichnung Trumps mit dem 'Fifa-Friedenpreis'." Infantino hielt eine Lobrede auf Trump, bei der man sich wunderte, dass er sich nicht noch auf der Bühne vor dem US-Präsidenten in den Staub warf. Peinliche Anbiederung und Selbstbeweihräucherung … zum Fremdschämen.
Wer den ersten 'Stromberg' gesehen hat, der will auch den Nachfolger sehen. Doch der Focus schreibt: Knallhartes Fan-Urteil nach „Stromberg“-Premiere: „War noch nie so enttäuscht“
Etwas konkreter dann filmstarts.de: "Der Film wirkte leider sehr hektisch und zerfahren, die Story hat mir persönlich nicht gefallen und hatte eben nichts mit "Wieder alles wie immer" zu tun. Nichts desto trotz habe ich im Kino Tränen gelacht, die Charaktere waren immer super und sind es über weite Strecken auch geblieben und der klassische Stromberg-Humor war vorhanden." Fremdschämen kann auch Spaß machen - zu peinlich die meist frauenfeindlichen Sprüche!
6. Dezember 2025
Nun wird es höchste Zeit, mit der Weihnachtsbäckerei anzufangen. Gestern und heute habe ich fünf verschiedene Plätzchensorten gebacken - alles neue Rezepte mit der Thermomix. Hat erstaunlich gut geklappt: Walnussplätzchen, Haferkekse, Geröstete Kokos-Makronen, Zimtsterne und Aniskekserl. Aber in den nächsten Tagen kommen die 'traditionellen Plätzchen' dran.
Schon die Vorschau hat mich neugierig gemacht … "emotionales Theater mit großer Klarheit und Feingefühl," schreibt die Kino-Zeit. Es geht um Theater, Schauspielerei, Film und das ganze Umfeld, und ein altes Haus, das mehrere Generationen erlebt hat. Mehr wird nicht verraten. " … Nicht bloß Nostalgie, sondern die Traurigkeit über das, was war, und die zarte Hoffnung auf das, was noch sein könnte. Eine Liebe, die nicht verschwunden ist, sondern sich nur versteckt hat. Ein Zuhause, das nicht mehr spricht, aber noch zuhört. Eine Rolle, in die man erst noch hineinwachsen muss. Und vielleicht muss man das nicht allein tun. Denn manchmal reicht es, es einfach zu versuchen. Und das, sagt Trier, ist der radikalste Akt überhaupt. Kein Wunder also, dass Sentimental Value bei den Filmfestspielen von Cannes mit einer 19-minütigen Standing Ovation gefeiert wurde – der bisher drittlängsten in der Geschichte des Festivals. Der Film wurde schließlich mit dem Grand Prix ausgezeichnet. Es ist eine Auszeichnung für einen Film, der nicht laut sein muss, um zu berühren." Wieder ein Film, der zu den besten des Jahres gehört und den ich wohl irgendwann noch einmal sehen werde.
5. Dezember 2025
Seit einigen Jahrzehnten mache ich mit bei den Urgent Actions von Amnesty International. Es ist "die denkbar schnellste und effektivste Form des Eingreifens, um das Leben akut bedrohter Menschen zu schützen." Wer mitmachen möchte, erhält regelmäßig Berichte über Missstände und dazu Empfehlungen für Schreiben an die Verantwortlichen. Es sind in der Regel verantwortliche Personen in Autokratien. Hier der Anfang des Briefes, den ich heute erhielt: "Die venezolanischen Behörden verweigern Emirlendris Benítez, María Auxiliadora Delgado und Juan Carlos Marrufo, die aus politischen Gründen willkürlich inhaftiert sind, die medizinische Versorgung. Emirlendris Benítez wurde im August 2018 festgenommen und verbüßt eine 30-jährige Haftstrafe im INOF-Gefängnis in Los Teques, Caracas. Sie muss dringend medizinisch versorgt werden, um die Folgen von Folter und geschlechtsspezifischer Gewalt zu behandeln, die sie nach ihrer unbegründeten Festnahme erlitten hat. María Auxiliadora wird im selben Gefängnis festgehalten und …" Es ist immer der Blick in furchtbare menschliche Abgründe … und auf kaum nachzuvollziehendes menschliches Leid.
Nach einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt am Stadtgarten gestern stand heute ein Treffen auf dem Markt am Hafen (am Stand mit der Feuerzangenbowle) auf der Tagesordnung …
4. Dezember 2025
Tolle Diskussion heute bei Lanz: Christoph Werner (dm) und Raoul Rossmann (Rossmann)
zum Thema "Verband der Familienunternehmen" und AfD Frage: 'Was ist los, wenn Faschisten an die Macht kommen?' Und Frage: Was ist dann, wenn 'Remigration' gefördert wird? Überzeugende Auftritte!
Heute mein erster Besuch auf dem Weihnachtsmarkt am Stadtgarten - Treffen mit BKaL-Koll. … interessante Diskussionen zu Themen von 'Migration' bis 'Remigration'. Als der Markt "plötzlich" geschlossen wurde, mussten wir ins 'Umleitung' ausweichen… wenn ich mich richtig erinnere, dann war dies nicht das erste Mal.
Der Markt selber ist wirklich total differenziert, breites Spektrum, originelle Angebote!
3. Dezember 2025
Überrascht war ich heute, als ich per Post unerwartet ein Buch meines ehemaligen Schülers Michael erhielt: "Was bleibt von den 68.ern?" Es ist nicht sein erstes Buch, so habe ich gegoogelt. Daher habe ich mich heute mit ihm verabredet - in 14 Tagen sehen wir uns bei mir. Bin neugierig, was seit seinem Ausbildungsabschluss so alles passiert ist in seinem Leben.
Warum die Kreissparkasse Köln das Käthe-Kollwitz-Museum drei Jahre lang renoviert hat, das bleibt ein Rätsel - es hat sich eigentlich nichts geändert. Es sind lediglich einige neue Werke hinzugekommen, überwiegend verworfene Entwürfe neben der letzten Fassung. Jetzt habe ich wieder einmal einen Rundgang durch die Kollwitz-Epochen gestartet … die Website bietet einen guten Einblick in die Sammlung. Eindringliche Werke!
2. Dezember 2025
Was für ein Ergebnis: Die ZEIT hat in der letzten Ausgabe das Thema "Schlafprobleme" untersuchen lassen. Einmal keine besonderen Unterschiede bei der Untersuchung 'männlich/weiblich', auch beim Alter wenig Unterschiede. Doch dann bei der Frage nach der Parteipräferenz der Knaller! Die wenigsten Schlafprobleme haben SPD-Wähler, nur 16 %. Auch CDU-Wähler schlafen überwiegend gut, nur 22 % schlecht, genau wie Wähler der Linken (20 %) oder der Grünen (26 %). Doch ganz anders die AfD-Wähler - 44 % haben Schlafprobleme. Das wird nur noch von den Nicht-Wählern übertroffen: Bei ihnen haben 55 % Probleme beim Schlafen. Nun würde mich interessieren, ob dafür auch die Gründe irgendwann herausgefunden werden …
Wieder ein ernstes Thema aus dem Nahen Osten heute im Cinenova: "Der Film veranschaulicht, was generationsübergreifende Traumata anrichten können, wehrt sich aber gegen eine durchweg pessimistische Sicht und ist nicht daran interessiert, Hass zu schüren. „Menschlichkeit ist eine Form des Widerstands“, heißt es in einer Szene. Durch die komplex gezeichneten Figuren, die voller Angst sind und dennoch die Hoffnung nicht aufgeben wollen, wird Im Schatten des Orangenbaums zu einem mitreißenden Film," so die kino-zeit.de. Aber bedrückend bleibt die Geschichte der Palästinenser allemal. Und die aktuellen Gräuel gegen sie im Westjordanland … wie schon in "No Other Land" dokumentiert. Und Fazit von filmstarts.de: „Im Schatten des Orangenbaums“ ist ein gewaltiges Epos über den Verlust von Heimat und menschliche Stärke – und damit ein herausragender Kandidat für die anstehende Oscar-Saison!".
1. Dezember 2025
Das ist schon ein Handikap, wenn man nach einem Vorhofflimmern täglich zweimal Blutverdünnertabletten nehmen muss. Denn als ich mich beim Kochen ganz blöd in den linken Zeigefinger geschnitten haben, war klar, was folgt. Das Bluten ist einfach kaum zu stoppen. Harte Pflaster, beim Duschen ein Plastikhandschuh … heute war ich mal in einer Apotheke und habe nach einer Lösung gefragt. Nun versuche ich es mal mit einem Stick, den ich auf die Wunde streiche ('mit adstringierender Wirkung'), bevor ich wieder ein oder zwei Pflaster drüber klebe. Und vorsichtshalber lasse ich jetzt mal erst für einen Tag den Verdünner weg.
Heute dann der 'Tipp von Eva' bei Cineville, mit dem Untertitel ‘Punk-Attitüde und ein auffällig guter Soundtrack:’ "Eine „Villa Kunterbunt“ für spätpubertäre Teenager in einer unsanierten Altbauwohnung in Berlin – das ist die betreute Wohngruppe der vier Heldinnen von DANKE FÜR NICHTS. Mit dem windigen Sozialarbeiter Ballack haben sie einen Deal: Leben und leben lassen. Aber als Katharina das mit dem Leben lieber lassen will, gerät alles aus den Fugen. Nun müssen sie und ihre Mitbewohnerinnen Malou, Vicky und Ricky, die sich als „große WG-Schwester“ um alle kümmert, darum kämpfen, sich ihre Insel der Freiheit noch eine Weile länger zu bewahren, ehe das Erwachsensein sie einholt."