Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

März 2019

31.3.2019  Auf der Rückfahrt ist u.a. die große Saarschleife bei Mettlach ein Zwischenstopp

30.3.2019 kurz über die Grenze zur Citadelle de Bitche und zum Schiffshebewerk nach Saint-Louis Arzviller

29.3.2019  Abstecher in das Barockstädtchen Blieskastel ...

28.3.2019  Auftakt einer Reise übers verlängerte Wochenende nach Saarbrücken und Umgebung mit einer Führung durch das Weltkulturerbe Völklinger Hütte. 

27.3.2019

Letzter Mittwoch im Monat immer Stadtgarten 13 - 14 h: Good lunch organisiert von Colabor | Raum für Nachhaltigkeit und Slow Food KölnGoodlunch No3 - diesmal mit Bringsl:

"Dein Fahrradlieferservice für Feinkost in Köln hat zahlreiche Manufakturen für besondere Lebensmittel. Für die wenigsten lohnt sich der Aufwand eines eigenen Onlineshops. Mit Bringsl kommen die handgemachten Bonbons aus Ehrenfeld oder der Kaffee aus Sülz unkompliziert zu Euch nach Hause. Innerhalb der Stadt sogar klimaneutral mit dem Lastenrad." so der Entwurf des Online-Concept-Stores. Bringsl sei immer auf der Suche nach spannenden Kooperationen, so heißt es. Also eine gute Gelegenheit, Ideen und tolle handgemachte Lebensmittel einzubringen. Allerdings steckt Bringsl noch in den Kinderschuhen ... bin gespannt, wie Bringsl sich entwickeln wird.

26.3.2019

Der Frühling steht auf der Schwelle - man sieht es in der Natur .

Überall sprießt Bärlauch - auch im eigenen Garten, weil ich im letzten Jahr Bärlauchwurzeln aus dem nahen Wald vergraben habe. Tolle Rezepte gibt es für Bärlauch jetzt auch überall -  hier ein Beispiel aus dem Magazin des KStA am Montag ...

25.3.2019

Heute wird in verschiedenen Presseorganen über die Beendigung von Sponsorverträgen durch den traditionsreichen Kölner Hockey- und Tennisclub Blau-Weiss (... das Bekenntnis zu dieser Partei passe nicht zu den Werten, für die Blau-Weiss stehe ...) oder auch die Veranstalter der Mülheimer Nacht berichtet. "Wir haben uns als Gemeinschaft entschieden, das Sponsoring zu beenden, weil wir uns von der Spende an die AfD distanzieren wollen. Wir stehen für etwas anderes," so wird im Kölner Stadtanzeiger eine Sprecherin zitiert.

Gemeint sind die Spenden der WvM Immobilien (Geschäftsführer Wolfgang von Moers) für die AfD in 5-stelliger Höhe in den letzten Jahren, nachzulesen in der Bundestagsdrucksache 19/2300, S. 215, im Rechenschaftsbericht der AfD. Der so Verschähte entschuldigte sich gegenüber dem KStA damit, dass die AfD 2016/2017 ein wichtiger Impulsgeber in der deutschen Politik sei. Ohne Worte - aber Kompliment an die Mitglieder des Clubs bzw. an die Eltern der Nachwuchssportler sowie an die Organisatoren der Mülheimer Nacht am 6. April - wie jedes Jahr übrigens ein MUSS!

24.3.2019

Am liebsten sehe ich im Kino "Beziehungskisten", wie es so schön heißt. Und dann darf "Vakuum" natürlich in meiner Kinoliste "schon gesehen" nicht fehlen. "Wie viel Schmerz hält eine Beziehung aus? Und: Können zwei Menschen, die mehr als die Hälfte ihres Lebens gemeinsam verbracht haben, sich wieder ganz vereinzeln, oder bleiben sie für immer Bruchstücke eines ehemals Ganzen?" so epd-film treffender als ich es formulieren könnte. Sehenswert vor allem die Entwicklung des weiblichen Parts durch die großartige Barbara Auer, auch frisurmäßig!

Und wenn man schon in der Filmpalette ist, dann ist das Weinhaus Vogel nicht weit. Und das würde Sophie Passmann (Autorin von "Alte weiße Männer") begeistern: Eine Kölsche Kneipe mit 5 weiblichen 'Köbesse', kein einziger Mann im Service ...

23.3.2019

Sie beginnen an diesem Samstag erst um 23 h im Odonien: Monkey Safari ... hier schon einmal eine Hörprobe: Shelter (hier im Dub Mix)

22.3.2019

Sophie Passmann hat einen Lauf, ihr Buch "Alte weiße Männer" ist jetzt der Renner,  ihre Lesungen sind ausverkauft und schon wieder lese ich ein Interview mit ihr unter der Überschrift "Niedere Instinkte und Klischees regieren", diesmal im Kölner Stadtanzeiger. Hier ein Passmann-Klischee: "Weiße Männer arbeiten sich nicht in der CEO-Etage hoch. Die werden in den Golfclub mitgenommen und kriegen samstags ihren Job zugesagt. So läuft das. Und zwar überall." ... da gibt es sicherlich Leute, die begeistert Beifall klatschen.

Recht hat sie sicherlich, wenn "Bernd Stelter sich als weißer Mann über eine Frau mit Doppelnamen lustig macht" ... Platte Witze werden dann aber auch von Frauen gemacht, wie Kramp-Karrenbauer zeigt. Aber dass Stelter unsere Elite ist, das hat Passmann behauptet.

Allerdings kennt Passmann eine Entwicklung nicht, die schon seit Jahrzehnten Praxis ist. Der öffentliche Dienst geht mit gutem Beispiel voran. Nennt sich Frauenförderung. Ohne hier ins Detail zu gehen aber sinngemäß: Bei gleicher Eignung und Leistung werden Frauen bei Beförderungen bevorzugt, bis ihr Anteil auf der Beförderungsebene dem Frauenanteil insgesamt entspricht. Das war zwar möglicherweise für die betroffenenen Männer "hart", aber wurde schließlich von überwiegend Männern in den entsprechenden Gremien und der Politik verabschiedet. Und hier sind Frauen ja immer noch unterrepräsentiert, leider, oder?

21.3.2019

Frühlingsanfang ... Gartenzeit bei Sonnenschein und 18° und wieder eine Ecke gefunden, die dauerhaft (fast) ohne Gießen auskommen wird (wenn fertiggestellt). Regenwasser dringt ein, aber auch unter großer Sonneneinstrahlung kann die Feuchtigkeit nicht entweichen - wg. Folie und Rindenmulch. Hier warte ich darauf, dass 'Storchschnabel', 'Malve' und 'Stockrose' jetzt mächtig wachsen - Foto folgt in 2 - 3 Monaten!

20.3.2019

Podiumsdiskussion auf Einladung der ZEIT für ZEIT-Leser im Schauspielhaus in der Schanzenstraße. Auch ich muss gestehen, dass ich nicht aufhöre immer dazu zu lernen, Kompliment an die Veranstalter! Nach aufschlussreichem Interview kam es zur Diskussion zu 3 Themenkreisen, eingeleitet jeweils mit Abstimmungen. 3/4 der Teilnehmer lehnten einen europäischen Flugzeugträger, wie von Macron als Beispiel für eine EU-Verteidigungspolitik gefordert, ab. Nur 2/3 waren der Meinung, dass sie tatsächlich über die Funktion der europäischen Parlaments informiert sind und fast 100 % waren gegen die Ausstieg der Briten aus der EU ... 

Kaum wieder zuhause, da gab es Schulz im Fernsehen bei Maischberger zum gleichen Thema. Nicht zu beneiden, dann anschließend geht es in der Nacht nach Berlin, weil er dort am Donnerstag im Bundestag nach Merkels Regierungserklärung wieder zum Thema Europa sprechen wird ...  einmal ein unglaublicher Stress, der weder materiell noch immateriell ausgeglichen werden kann, zum anderen aber regelmäßig Kritik, ja Prügel ... und sei es von der "Lügenpresse". Wer wollte mit ihm tauschen?

19.3.2019

"Stolpersteinesind ein Projekt von Gunter Demnig, der seit vielen Jahren Stolpersteine platziert vor Häusern, in denen vor 1945 Holocaust-Opfer oder andere von NS-Deutschland verfolgte Menschen wohnten, bevor sie meist deportiert und getötet wurden. Allerdings gelang einigen ehemaligen Kölnern auch noch rechtzeitig die Flucht. 

Er hat inzwischen mehr als 60.000 Steine verlegt - in 21 Ländern Europas. 

Gestern und heute verlegte Demnig an 19 Orten in Köln insgesamt 72 Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus. Kurz nach 11 h war ich heute an der Gladbacher Str. 19 und überrascht von der Anzahl der Anwesenden. Mehrere Schulklassen der Olympia-Schule in Köln-Widdersdorf hatten sich auf den Besuch vorbereitet, im Unterricht und auch mit dem Verkauf von Kuchen - um 3 der 5 Stolpersteine zu finanzieren (für Herstellung und Verlegung je 120 €). Die 3 Stolpersteine waren für die 3 Kinder der Familie Helmreich, die bei ihrer Flucht so alt waren wie sie heute. 2000 war der älteste Sohn mit Frau und Tochter Lisa in Köln zu Besuch; der Kontakt zu Lisa Helmreich besteht heute noch. Sie bedankte sich heute per Mail für die vielen Fotos von der Verlegung der Stolpersteine über einen der Lehrer bei den Schüler*innen; jeder hatte anschließend eine Rose niedergelegt.

18.3.2019

Die Kinowoche setzt die Lektüre von Stadtrevue, Donnerstagsausgabe des Stadtanzeigers, SWR3-Magazin usw. voraus. In der laufenden Woche ist der Favorit "Destroyer" mit Nicole Kidman, "abgründig-mitreißender Neo-Noir-Thriller", heißt es bei Filmstarts. "Je länger der Film dauert, desto weniger kann man sich der Geschichte entziehen ..."

Es war tatsächlich ein Thriller (mit dem üblichen Geballer der US-Filme), aber in erster Linie ein Film über einen alternden Frauenkörper und über den Umgang mit Schuldkomplexen, mit Traumata - vor allem angesichts der 16-jährigen Tochter, die sie als Mutter kaum noch erreichen kann. Wenn ich mir vorstelle, dass Franzosen einen solchen Film schaffen würden, dann wäre ich noch begeisterter. Natürlich mit dieser Nicole Kidman, die ich noch nie so stark gesehen habe.

17.3.2019

Pro Asyl meldet sich zu Wort ... Am 19. Mai wird es auch in Köln eine Demo geben unter dem Motto "Ein Europa für alle - Deine Stimme gegen Nationalismus". Dazu Pro asyl:

"Menschenrechte - genau darum geht es bei der Wahl zum EU-Parlament zwischen dem 23. und 26. Mai 2019. Rechtspopulisten und Mationalisten sitzen mittlerweise europaweit in vielen Regierungen und versuchen nun, im EU-Parlament zur bestimmenden Kraft zu werden: Die europäische Idee soll zerstört werden - dies ist auch für die umfassende Gültigkeit der Menschenrechte in der EU hochgefährlich. ... Die Untergrabung der Unabhämgigkeit der Gerichte, Angriffe auf die Pressefreiheit, Beschneidung von Bürgerrechten, Einschränkungen des Asylrechts, Diffamierung von Flüchtlingen und rassistische Übergriffe - all das geschieht überall dort, wo die extreme Rechte Einfluss hat oder gar regiert ..."

Bin gespannt, wie der Streit zwischen Orbans Fidesz und der Europäischen Volkspartei (EVP) um ihrem Spitzenkandiaten Weber (CSU) ausgehen wird. Reicht das aus: "Hiermit möchte ich meine Entschuldigung ausdrücken, falls Sie sich durch mein Zitat persönlich angegriffen fühlten."? Sind damit seine Anti-EU-Kampagnen in Wort und Plakat vergessen?

16.3.2019

Auf den Tag genau 10 Jahres ist es her, dass Mitarbeiter von Greenpeace in 155 m Höhe ein Transparent mit 20 x 15 m Fläche aufhingen: "Wäre die Welt eine Bank, dann hättet ihr sie längst gerettet" ... Nicht gegen die Deutsche Bank richte sich die Aktion, sondern gegen die Bundesregierung. Zweck der Aktion sei der Hinweis darauf, dass die finanzielle Unterstützung der Bundesregierung für Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern zu gering sei. 

Ein Jahr zuvor hatte bereits der Extremkletterer Alain Robert mit einer ähnlichen Aktion gegen die Klimapolitik der G 8-Staaten protestiert. "Global warming kills more people than 9/11 every week."

15.3.2019

Bei der Eröffnung gestern war ich nicht, aber heute habe ich den Besuch im EL-DE-Haus nachgeholt. "Der Volksgerichtshof 1934 - 1945" ist eine beeindruckende Ausstellung, die Täter wie Opfer hautnah und in Dokumenten vorstellt. Unten ein Ausschnitt mit den Namen der führenden NS-Juristen und ihrem Werdegang nach der NS-Zeit. Klar, das hatte man so immer schon gehört. Aber nun direkt mit den Namen konfroniert - das ist schon eine neue Dimension.

... beeindruckt war ich dazu von der Zahl der Besucher aller Altersklassen und von den vielen Sprachen, die ich hörte. Ein gutes Zeichen! Grund genug, die Seiten hier auf der Website zum EL-DE-Haus weiter zu füllen!

14.3.2019

"Das ist eine Sache für Profis" der Klimaschutz, so Christian Lindner. Dass heutige Schüler für Klimaschutz demonstrieren, hält der FDP-Chef für keine gute Idee. "Ich bin für Realitätssinn. Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare.sehen."

Und die Profis sagen demnach, mehr Klimaschutz geht jetzt nicht?!

Trotzdem demonstrieren In Köln Schüler*innen und Studierenden um 9 h am Hbf.; gegen 15 h wollen sie am Heumarkt ihre Abschlusskundgebung abhalten ... mit dabei erstmals "Parents for Future"  ... Mitbegründer Michael von Kasi: "Wir werden den Schülern Rückendeckung geben, denn die Zukunft sieht wirklich nicht rosig aus." Und auch Teachers for Future gibt es inzwischen ...

Weltweit sollen es nicht mehr zählbare Demos werden, mal sehen, was die Presse und die "öffentliche Meinung" anschließend sagen werden.

Zumindest Lindner hat neue Vorschäge: Klimatag statt Freitagsdemos!

Steinmeier findet die Schülerdemos gut, Merkel auch, Laschet nicht usw. Vielleicht schaffe ich es morgen zur Abschlussdemo ... mal schauen.

Über gute Musik habe ich mich gefreut: Vitalic: Nexus  ... erinnert das nicht doch stark an seinen Landsmann Jean Michel Jarre ?! Und hier Vitalic bei der Arbeit mit Poison Lips

13.3.2019

Er ist zwar älter geworden, im Januar 79 Jahre, doch er ist immer noch eine besondere Institution in Köln, ein kritischer, kämpferischer Zeitgeist, Klaus der Geiger, wie er genannt wird, natürlich aus der Kölner Südstadt und immer in Latzhose. Für die Friedensbewegung, gegen die Aufrüstung sah man ihn mit an der Spitze, auch bei der Stollwerkbesetzung ... Vor Jahrzehnten spielte er in den Kölner Fußgängerzonen, doch die Zeiten sind vorbei. 

Zuletzt habe ich ihn gesehen und gehört am 26. Januar in der AntoniterCityKirche beim Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Jetzt freue ich mich auf den 23. März im Kölner Stadtmuseum, wie aus dem Artikel im Stadt-Anzeiger unten hervorgeht! Wer's verpasst, der hat am 24.3. im Weißen Holunder oder am 6.4. in der "Mülheimer Nacht" in der Friedenskirche Gelegenheit ihn zu erleben.

12.3.2019

Jetzt werden die Sturmschäden vom Wochenende beseitigt, die auch auf meiner Laufstrecke liegen. Im Vorjahr war es aber schlimmer ...

Doch bei meinen Nachbarn wird es wohl noch einige Tage dauern, bis die Solaranlage wieder steht und funktioniert. 

11.3.2019

Heute gilt mein Dank der Sparkasse Chemnitz. Sie erklärte, sie werde ihr Engagement als Hauptsponsor des Chemnitzer FC beenden: "Extremismus verurteilen wir entschieden!"

Der Hintergrund:
Im Chemnitzer 4.Bundesligaspiel fand eine Schweigeminute anlässlich des Todes einer lokalen Nazi-Größe statt, Neonazis hielten schwarze Transparente hoch, entzündeten Pyrotechnik und hängten ein Kondolenzbanner vor die Tribüne. Auf der Stadion-Anzeigetafel wurde in Überdimension sein Porträt gezeigt. Er war der Gründer der mit Stadionverbot belegten Fangruppe "HooNaRa" - "Hooligans, Nazis, Rassisten", bekannt durch Überschneidungen mit dem Unterstützer-Umfeld der terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU)

So etwas könnte in Köln ja nicht passieren, denn hier gibt es beim 1.FC Köln ganz andere, eher alberne Spielchen:

Hier gibt es einen Vorstand aus drei repräsentativ zusammengestellten Ehrenamtlichen (meist aus Sport, Wirtschaft, Politik oder Karneval), die mit einer Aufwandsentschädigung von jeweils 100.000 € jährlich ausgestattet sein sollen. Ihre Aufgabe: Einstellung und Entlassung von Vereinsangestellten und Vergleichbares. Jetzt ist ein Selbstdarsteller zurückgetreten und ein anderer Selbstdarsteller wird ihn ersetzen. Bei Schauspielern und Promis berichten die Zeitschaften Gala & Co., bei Sportfunktionären die "Sportfachpresse", die Boulervardpresse u.a. ...  nun können sich also auch hier einmal die Gemüter erhitzen ...

10.3.2019

Der Film läuft zwar schon seit einem dreiviertel Jahr, doch erst heute habe ich "Am Strand"  im Off-Broadway gesehen - zudem noch eingebettet in filmpsychologische Betrachtungen der Psychotherapeutin Sabine Wollnik. Die Mitautorin von "Trauma im Film - psychoanalytische Erkundungen" zeigte zusätzlich Zusammenhänge auf ...  Dabei gab es im Film schon viele Gegensätze und Zusammenhänge, die es zu vearbeiten gab:

Ein junges Paar aus unterschiedlichen Familien und Schichten trennt sich noch in der Hochzeitsnacht - trotz großer Zuneigung fehlt letztlich das Verständnis für die Vorlieben des anderen. Und zwei Jahre vor dem Auftreten der Beatles sind die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse ganz andere als in den 90-er Jahren und erst recht anders als heute. Ein Blick auf seelische Verletzungen, auf fehlende Kommunikation und die Folgen. 

9.3.2019

"Immer mehr Flüchtlinge bekommen einen Job", so titelte der Kölner Stadt-Anzeiger heute und nennt die Zahlen ... "Angela Merkel habe mit ihrem "Wir schaffen das" recht behalten, befand Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer vor Weihnachten. Die Integration von Flüchtlingen in Deutschland laufe deutlich besser als gedacht, so seine Botschaft. Dem ist nichts hinzuzufügen ... und das, obwohl sich viele recht viele Mühe gegeben haben, dass Integration nicht funktioniert, indem sie Stimmung gegen Flüchtlinge machten und machen ... Aber die Zahlen sprechen für sich.

Wenn man das Zitat oben bei Google eingibt, finden sich zahlreiche Statistiken aus unterschiedlichen Quellen und Statistiken.

8.3.2019

Erst im Januar 2019 beschlossen, und schon ist er da: der gesetzliche Feiertag, 8. März, Frauentag. Jedenfalls in Berlin, wo die rot-rot-grüne Landesregierung mit 87 Stimmen die Mehrheit im Abgeordnetenhaus erhielt, dagegen 60 Abgeordnete aus AfD, CDU und FDP. 

Auf Initiative der Frauenrechtlerin Clara Zetkin geht der internationaler Frauentag auf die Konferenz sozialistischer Frauen im Jahr 1910 in Kopenhagen zurück. Bei den Kundgebungen in Deutschland gehörte die Einführung des Frauenwahlrechts zu den wichtigsten Forderungen – es wurde in Deutschland 1918 eingeführt.

 

Frage war nur: Wie bekommt die BILD-Zeitung die Kurve, schließlich ist der Frauentag eigentlich eher ein DDR-Produkt ...

"Die Fakten sprechen zunächst für den Osten: Zum ersten Frauentag in der DDR, dem 8. März 1950, wird ein Maßnahmenpaket beschlossen: mehr Kita-Plätze, modernes Familienrecht, Kündigungsschutz für Frauen. Im Westen hingegen sind Frauen bis 1977 per Gesetz für den Haushalt zuständig, dürfen ohne Zustimmung ihres Mannes nicht arbeiten gehen.

Doch die Frauen in der DDR, von denen jede dritte Berufstätige in der Chemieindustrie oder einem anderen schweren körperlichen Job arbeitet, zahlen im Alltag einen hohen Preis. Das liegt – ausgerechnet – auch am „Maßnahme-Programm zur Entlastung werktätiger Frauen durch den sozialistischen Handel“.

Übersetzt heißt das lediglich: Die Öffnungszeiten in den HO-Verkaufsstellen werden dem Schichtdienst angepasst – damit die junge Mutti nach der Plackerei im Betrieb auch noch einkaufen (und sich beim Schlangestehen entspannen) kann..."

 

Ganz anders der Bericht im Kölner Stadtanzeiger vom 8.3.2019 ...

"Mehrere hundert Frauen haben am Freitagnachmittag auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz gegen Diskriminierung von Frauen und für Gleichberechtigung demonstriert. Zur Demonstration hatte die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Mit Plakaten und Sprüchen machen die Frauen auf dem Vorplatz ordentlich Lärm: Unter anderem schrien sie eine Minute lang zusammen als Zeichen ihres Zorns und ihrer Trauer. Die Arbeit von Frauen werde immer noch gering geschätzt, hieß es von den Organisatorinnen. Die Demonstrantinnen brachen gegen 17.30 Uhr allmählich auf Richtung Heumarkt.

Kurz danach zogen sich einige Frauen ganz oder halb nackt auf dem Bahnhofsvorplatz aus – aus persönlichem Protest dagegen, ihren Job verloren zu haben, nachdem sie Mütter wurden. Sie ließen Kunstblut aus ihren Brustwarzen laufen: „Wir wollen ein Zeichen dafür setzen, dass wir nackt, ohne Männer und ohne Geld dagestanden haben“, erklärte die 38-jährige Initiatorin Solmaz Vakilpur, „das Blut ist ein Symbol für den Schmerz der Erniedrigung“.

Die Frauen demonstrierten für bessere Mutterrechte. Mit Schildern, Plakaten und einer Babypuppe machten die Frauen auf sich aufmerksam. Ein Cellospieler begleitete die Aktion. Für die Aktion gab es Jubelrufe von Frauen auf der Domplatte." (hof/ben)

7.3.2019

Heute wieder ein angenehm unterhaltsamer Abend im Atelier-Theater, diesmal sagte Torsten Schlosser "Ich habe die Schnauze voll". Also polterte er wie gewohnt, eher empörend absurd, als politisch spitz. Dumm nur, dass er allein auf der Bühne zum Wein sich Käse gönnte, wir aber vor der Bühne mit Wein, Wasser ... oder Kölsch vorlieb nehmen mussten. Da hätte ich für den nächsten Auftritt einige gute Vorschläge, wie er sein Publikum noch mehr begeistern kann.

6.3.2019

Die tollen Tage sind vorbei, der Alltag zieht wieder ein nach der Verbrennung des Nubbel: bei den einen mit einem Aschenkreuz, bei anderen mit einer Fischsuppe, oder mit beiden.

Verschiedene Rezepte habe ich schon ausprobiert, von der "Bremerhavener Fischsuppe" bis zur Bouillabaisse. Aber nichts geht über die Fischsuppe von Monsieur Luc, die ich mir heute wieder gegönnt habe ... 

5.3.2019

Der Zug in der Südstadt hat wohl heimlich eine neue Quote eingeführt: Die Hälfte der Teilnehmer waren Kinder - es waren ja immer schon viele, weil etliche Grundschulen dabei waren. Aber jetzt schienen Kinder fast in der Überzahl, rechnet man hunderte Kinderwagen mit den ganz Kleinen dazu.

4.3.2019

Zwar nicht Kamille-, aber Ingwertee ist das heutige Getränk. Auch nicht Karnevalsmusik, sondern Zeitgenössisches, was ich mit Shazam in letzter Zeit an bislang unbekannten oder vergessenen Singles so eingefangen habe:

 

Tindersticks feat. Robert Pattinson: Willow (from the Motion Picture "High Life") (2019)

Fat Freddy's DropTrickle Down (Liveversion aus Hagley Park 2019)

Cat Power3, 6, 9 (Charlyn Marshall veröffentlicht die Single schon 2012) 

The WaterboysGlastonbury Song aus dem Album 'Dream Harder' aus 1993

Boy HarsherFate (2019)

ModeselektorOne United Power (letzte Woche neu)

Yeah Yeah YeahsHeads Will Roll vom Album 'It's Blitz', hier als A-Track remix  

 

Morgen steht dann der bunte Zug in der Südstadt auf dem Programm! Und da gibt es dann wieder die Karnevalshits wie Leev Marie oder Et jeilste Land ...

3.3.2019

Das war wieder ein echter kölscher Karnevalstag ... der Rodenkirchener Zug. Dicht gedrängt am Maternusplatz auf beiden Seiten des traditionellen Zugswegs Junge und Alte, vor allem in der ersten Reihe die Kinder gut vorbereitet mit Beuteln für die zahllosen Süßigkeiten. Da zieht man sich auch gern eine Erkältung zu, wie ich heute gemerkt habe. Die Grundlage kann aber auch schon ein oder zwei Tage vorher gelegt worden sein ...

Nun heißt es für morgen: Kamille statt Kamelle

2.3.2019

Zum ersten Mal ging es dieses Jahr zum Veedelzooch in Höhenberg, ist ja fast fußläufig für mich zu erreichen.

Und abends war er wieder, der diesjährige Geisterzug ... unten begeisterte Zuschauer ...

1.3.2019

Nun gehöre ich ja nicht zu den Fernsehzuschauern, die sich freiwillig Sendungen wie "Das Supertalent" anschauen. Heute hörte ich bei Radio 1 (bis zum 1.4. hier zu hören)  von #vonhier  ... da berichten Menschen von ihren Erfahrungen mit der "Woher kommst du wirklich?"-Frage.

Der TV-Juror Dieter Bohlen fragt ein 5-jähriges Mädchen auf der Bühne, wo es herkomme. "Aus Herne" sagt die Kleine. "Und Mama und Papa? Philippinen, oder ?" - "Die sind auch aus Herne". Doch auch diese Antwort befriedigt den Modern Talking-Gitarrist nicht. "Wo kommt ihr her, aus welchem Land gebürtig?" - "Das weiß ich nicht". Doch immer noch nicht genug: "Oma und Opa oder so?" ... die kleine Melissa ist Deutsche, auch wenn die Großeltern noch in Thailand wohnten.

Seit 2000 ist nämlich nicht nur der Mensch Deutscher, dessen Eltern Deutsche sind (Abstammungsprinzip), sondern zusätzlich auch der Mensch, der in Deutschland geboren wird (Geburtsortsprinzip wie in den USA). Mehr zum Thema bei Spiegel online.

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© Klaus Kirschbaum