Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln

März 2026

31. März 2026

Heute habe ich es geschafft, mit drei von vier Kindern ins Kino zu gehen - und wäre nicht das 4. Play-off-Spiel des KEC gewesen, wären alle vier dabei gewesen. Leider hat der Film die Erwartungen nicht erfüllt. So schreibt jetzt auch 'filmstarts.de' im Fazit: "Is This Thing On?“ ist trotz starker Besetzung und viel Sorgfalt bei der Schilderung des Stand-up-Milieus leider oberflächlich in seiner Analyse moderner Beziehungen. Das wirkt trotz der vielen schrulligen New Yorker wie ein Woody-Allen-Film, nur mit weniger Biss, weniger Witz und weniger psychologischer Tiefe."  Schwacher Start, schließlich aber auch ein halbwegs versöhnlicher, humorvoller Abschluss.

Anne und Karsten hatten natürlich beim KEC einen ganz aufregenden Abend. Nach den regulären 60 Minuten stand es 1 : 1. Dann gab es drei Verlängerungen ... und nach 104 Minuten siegte der KEC und zieht nun ins Halbfinale ein. 104 Minuten reine Spielzeit - Beginn war 19.30 h, das 2 : 1 fiel um 23:38 h ... 4 Stunden brutto also voller Spannung! Kompliment!

30. März 2026

"Der CDU-Chef will gegen die AfD punkten", titelt heute Spiegel-online trefflich: "Mit der Konzentration auf die Flüchtlingsfrage hofft Merz, die in Teilen rechtsextreme AfD zu bekämpfen. Ob das aufgehen wird, ist fraglich. Im Verlauf des Montags versuchten Vertreter der Partei rund um den Besuch Sharaas, den Kanzler mit maximalen Forderungen vor sich herzutreiben. Bei den Gesprächen mit der syrischen Regierung sei »der Zusammenhang zwischen künftiger Unterstützung mit einer vollständigen Kooperation bei der zeitnah zu lösenden Rückkehrfrage klarzustellen«, so der innenpolitische AfD-Sprecher, Curio. Der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Frohnmaier, kritisierte gleich jegliche Hilfen an Syrien. »Keine deutsche Wiederaufbauromantik für Damaskus, keine neuen finanziellen Zusagen und keine wirtschaftspolitischen Luftschlösser«. Wer Syrien stabilisieren wolle, müsse dafür sorgen, dass Syrer aus Deutschland in ihre Heimat zurückkehrten und ihr Land selbst wiederaufbauten. Klar wurde einmal mehr, die AfD operiert in der Syrien-Frage nach dem Motto: Genug ist längst nicht genug." Merz kann sich bemühen wie er will, die AfD treibt ihn mit Maximalforderungen vor sich her … und jeder 4.  Wähler wird anschließend trotzdem die AfD wählen, "wetten, dass…?"

Heute im Odeon Calle Málaga – Ein Zuhause in Tanger: "Durch das offene Balkonfenster dringen die Rufe der Händler in die gemütliche Wohnung von María Ángeles, gelegen im spanischen Viertel von Tanger. Die marokkanische Hafenstadt ist ihr Zuhause. Die 79-Jährige versteht sich gut mit ihren Nachbarn und liebt ihre vier Wände, die gefüllt sind mit alten Möbeln, Erinnerungsstücken und jeder Menge Küchenutensilien. Als ihre Tochter Clara unangemeldet auftaucht und das Apartment möglichst umgehend verkaufen will, ist sie schockiert. Die Alternativen, entweder zu ihrer Tochter nach Madrid, oder in ein Seniorenheim zu ziehen, sind für María keine Option. Sie rebelliert – mit Grazie und Gewieftheit." Zum ersten Mal bin dabei in das 'Strickkino' gekommen, so das neue Format im Odeon … stark gedimmtes Licht, aber nicht dunkel. Und natürlich 90 % Frauenanteil.

29. März 2026

Sonntagabends nach ttt sehe ich mir zum Tagesabschluss gern die Sendung Druckfrisch mit Denis Scheck an. Ich liebe seine scharfzüngigen Kommentare. Heute hat er wieder zugeschlagen: Auf Platz 2 der Spiegel Bestsellerliste 'Sachbuch' ist Sophie Passmann gelandet, bekannt für lockere Sprüche … vor allem gegen alte weiße Männer. Oft liegt sie da richtig, doch jetzt geht ihr aus meiner Sicht langsam der Stoff aus und sie konzentriert sich auf ihren eigenen Bauchnabel. Da war Schecks Stunde geschlagen: "Was soziale Medien in einem Kopf ohne echte Bildungsressourcen anrichten, in dieser intellektuellen Desasterzone von einem Buch lässt es sich besichtigen. „Ich denke über die Frau nach, die ich sein könnte, wenn ich einen schöneren Bauchnabel hätte“, schreibt Sophie Passmann. Sie auf diesen Denkbewegungen zu begleiten, ist ein schwerer Gang. Wie ein Wellensittich in seinem Käfig nur einen Blick für sein eigenes Abbild im Spiegel hat, so kreist Passmanns Schreiben unablässig um ihren eigenen Nabel. Bin ich schön? Bin ich attraktiv? Werde ich geliebt? In Passmanns Versuch, diesen Narzissmus zu reflektieren, kommt lediglich Narzissmus 2.0 heraus: Wasserstandsmeldungen aus den Seichtgebieten eines trüben Bewusstseins."

‘Toni Servillo verleiht Marianos Verbohrtheit in jeder Szene Ausdruck,’ schreibt Cineville"Bald endet Mariano De Santis‘ Amtszeit als italienischer Präsident, und es gibt noch wesentliche Dinge zu regeln: Ein Gesetz zur Sterbehilfe steht aus, ebenso wie zwei heikle Gnadengesuche, die ihn moralisch vor ein Dilemma stellen. Was die Sache kompliziert macht, ist Marianos eigene Befangenheit. Die Last der Entscheidung drückt so sehr auf seinen Schultern, dass sein ganzes Dasein ihm plötzlich leer und qualvoll erscheint. Vor allem seit dem Tod seiner geliebten Frau Aurora fällt es ihm schwer, Freude und Schönheit im Alltag zu erkennen, und selbst die Zuneigung und Bewunderung seiner Tochter Dorotea prallen wirkungslos an ihm ab."  'La Grazia ist ein echter 'Italiener', mit all den schönen Bildern von italienischen Häusern, Straßen, Palästen. Und grandios: Toni Servillo (bester Darsteller bei den Filmfestspielen von Venedig 2025) …

28. März 2026

Da lese ich gerade, dass der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in Köln schon weiter steigt: Von 38 % auf 43 %  innerhalb von 10 Jahren. Und nun frage ich die Befürworter des Themas 'Remigration", wie sie sich die Realität vorstellen? Es tut mir leid: Ich sehe mich nicht in der Lage, mit Remigrationsbefürwortern in einen ernsthaften Dialog zu treten. Für mich sind das Rassisten, also Hirnlose.

Doch noch geschafft: Finissage der Eröffnungsausstellung bei Grevy in den neuen Räumen (Zülpicher Str. 351) … "Viele Künstler:innen aus der Grevy Kunst-Community kommen zusammen und geben Einblick in ihre Arbeiten, ihre Handschriften und ihre Sicht auf Kunst. Fotografie, Malerei, Objekt und Mixed Media stehen gleichberechtigt nebeneinander.  Die Vielfalt der Positionen ist gewollt … "  so die Ankündigung. Mit in dieser "Kunst-Community" sind neben meinem Nachbarn Ralf Kardes auch Willi de Vries (unten mit dem Trump-Werk "Der rote Tropfen höhlt den Stein" (Eitempera und Öl auf Leinwand),  Helmut Stürtz mit "hast du verstanden" (Acrylfarben-Druck-Mischtechnik auf Papier-Kastenleinwand, unten in der Collage … leider schon verkauft) und schließlich Maria Pich mit "Jeder hat seine Geschichte" (Digitale Collage auf Leinwand - oben in der Collage). Insgesamt sind 31 Künstler mit der Galerie Grevy verbunden!

27. März 2026

Eigentlich hatten wir uns ohnehin heute im Käthe-Kollwitz-Museum verabredet. Beim Frühstück fand ich dann im Stadtanzeiger einen großen Artikel. Denn heute wird eine neue Sonderausstellung zu sehen sein: "Louise Stomps - Konturen des Inneren" (bis zum 28. Juni 2026). Nie gehört, aber echt beeindruckend! Starke Aquarelle, Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien viele Werke sind im 2. Weltkrieg zerstört! Unten links "Dryade" (aus Sandstein), rechts "Trauernde" (aus Erle). Dabei ihr bevorzugtes Material: Eichenholz aus dem Inn, teilweise seit Jahrzehnten im Flusswasser gelegen.

26. März 2026

Es ist einfach eine schlimme Erfahrung: "Mit seiner Äußerung während der Regierungsbefragung reagierte Merz auf die Frage einer Abgeordneten nach den Vorhaben der Regierung zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Die aktuelle Diskussion darüber ist nach der SPIEGEL-Berichterstattung über den Fall Collien Fernandes entbrannt. Den Vorwurf, dass er sich zum Thema digitale Gewalt nicht selbst äußere, wies Merz zurück. Er wolle »festhalten, dass nicht nur die Frauen in diesem Land über dieses Thema diskutieren und sprechen, sondern auch viele Männer – und ich gehöre dazu«. Es gebe eine »explodierende Gewalt« in der deutschen Gesellschaft, sowohl im analogen wie im digitalen Raum, so der Kanzler. »Und dann müssen wir auch ansprechen, dass ein beachtlicher Teil dieser Gewalt aus den Gruppen der Zuwanderer in die Bundesrepublik Deutschland kommt.« »Das war ein typischer Merz«, sagt mein Kollege Christian Teevs über den Auftritt des Kanzlers im Bundestag. »Immer wieder rutschen dem Kanzler solche provozierenden Sätze heraus. Vielsagend war die begeisterte Reaktion der AfD-Abgeordneten. Ich unterstelle Merz keine ausländerfeindlichen Ressentiments, aber so ungeschickte Äußerungen sollten einem Kanzler nicht so häufig passieren.«"  Genau das ist der Grund für meine Einstellung: Merz sagt oft das, was AfD-Leute goutieren … komisch.

Heute wieder einmal ein "Käse&Wein-Abend" hier … diesmal mit "Petersilienwurzel-Birnensalat auf Räucherforelle", meine Neuentdeckung.

25. März 2026

Seit vielen Jahren laden das Forum für Willkommenskultur und die Melanchthon-Akademie Kölner Engagierte in der Geflüchtetenarbeit zu regelmäßigen Vernetzungstreffen ein. Meist bin ich dabei gewesen. Heute interessierte mich die Arbeitsgruppe zum Thema: "Aufenthaltssicherung effektiv begleiten" … denn den Flüchtlingen mit 'subsidiären Schutz' droht die Abschiebung, weil nach Meinung eines Teils der Politik beispielsweise Syrien neuerdings als 'sicheres Herkunftsland' eingeschätzt werden soll! Das würde für Jesiden und andere Minderheiten bedeuten, dass sie zurück ins Land ihrer Peiniger müssen. Unglaubliche Vorstellung! Vor allem auch schon deshalb, weil gerade diese Flüchtlinge sich ganz überwiegend in Deutschland eine Existenz aufgebaut haben - die Erbwerbstätigkeitsquote syrischer Männer liegt höher als bei deutschen Männern. Jedenfalls wenn sie länger als 5 Jahre in Deutschland leben (vorher sind ja auch erst Sprachkurse erforderlich). Unten der 'Werbeblock' des Forums für Willkommenskultur in Köln - und darunter der Hinweis auf  unseren 'Engagement-Markt' am 6. Mai 2026 um 18 h im VHS-Zentrum am Neumarkt.

 

 

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24.. März 2026

Auf dem Weg zur Physio komme ich regelmäßig an zwei antiken Bauwerken vorbei und bin jedes Mal begeistert. Einmal der letzte der 19 Türme aus der Römerzeit (z.Zt. eingerüstet wg. Sanierung). "Besonders das Zierwerk aus weißem Kalkstein und grauen Trachyt, eingebettet in die roten Sandsteine, verdeutlichen, dass die Stadtmauer nicht nur defensive Funktion inne hatte, sondern ebenso als repräsentatives Bauwerk diente. Die römischen Türme der Stadtmauer waren, von vier bekannten Ausnahmen abgesehen, alle nach einer Norm errichtet. Diese sah ein starkes Fundament vor, worauf der ca. 7,80 m hohe Turm errichtet wurde,"  so nachzulesen bei 'Kölntourismus'.  Und 120 m weiter steht eine andere Turmruine, der Helenenturm (Straßenecke Helenenstraße und St.-Apern-Straße, Collage unten), sie stammt aus dem Mittelalter (der untere Teil stammt aus der Römerzeit). Der 10 m hohe Turm gehörte Jahrhunderte zum Gebäudekomplex des 1802 aufgelösten Klarissenklosters. Er wurde erst zum Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt und freigelegt. Heute ist der Halbturm ein echter Hingucker in einem kleinen Park.

23. März 2026

Kenne kaum jemanden, der so konstruktiv und engagiert gegen Antisemitismus, gegen flüchtlingsfeindliche Vorfälle und für die Opfer rechter Gewalt arbeitet wie die Amadeu-Antonio-Stiftung - benannt nach einem der ersten Opfer rechter Gewalt nach der Wiedervereinigung: Am 24. November 1990 wurde er von Neonazis in Eberswalde ermordet.

"… über 200 Projekte zum Schutz unserer Demokratie stehen vor dem Aus. Die Regierung will ihre Förderung von Demokratiearbeit drastisch kürzen – ausgerechnet jetzt, wo rechtsextreme Gewalttaten auf einem Höchststand sind. Das trifft auch uns. Bei der Amadeu Antonio Stiftung stehen zentrale Projekte auf der Kippe: Hilfe für Betroffene rechtsextremer Gewalt, Unterstützung für engagierte Menschen vor Ort, Aufklärung und Gegenstrategien zu Hass und Rechtsextremismus im Netz. Und die AfD? Die lacht sich ins Fäustchen. Seit Jahren versucht sie, die demokratische Zivilgesellschaft einzuschüchtern und auszutrocknen.   Aber das lassen wir nicht zu. Wir stehen weiter an der Seite der Menschen, die bedroht werden. Wir stärken diejenigen, die sich für Demokratie einsetzen. Wir machen sichtbar, wie Rechtsextreme vorgehen …"  so die Pressemitteilung der Stiftung heute!

Nachdem in den letzten 10 Jahren mein Binsenkaktus sich so stark entwickelt hat, wird es Zeit, mal ans Vermehren zu denken. Schließlich klappt es bei der Aloe Vera auch so gut, und bei der Grünlilie (Chlorophytum). Mal sehen, was daraus wird!

22. März 2026

Wahlergebnis in Rheinland-Pfalz … wieder ein bitterer Tag für uns Sozialdemokraten. Aber so ist das in einer Demokratie. "20 % für die AfD … was ist da los?" fragt mich mein Nachbar in Waren an der Müritz. Dort steht die AfD nach Umfragen bei 36 %  … oft Gesprächsthema zwischen uns am Gartenzaun. Interessant die Auswertung der Wahlentscheidungen der Wähler unter 25 Jahren: Die Tiktok-Parteien sind dort überdurchschnittlich präsent: AfD + 1 % gegenüber der Gesamtergebnis, die Grünen plus 2 %, die Linke (insgesamt 4 %)  bringt es bei den jungen Wählern auf 19 %. Unterdurchschnittlich: die SPD bei den Jungen minus 9 %, bei der CDU sogar minus 16 % (gegenüber dem Gesamtergebnis)!

Heute letzter Tag der Ausstellung "Haut ab" in der Veranstaltungshalle im Kunsthaus Rhenania. "Der Titel dieser Ausstellung spielt bewusst mit Bedeutungsbrüchen. 'Haut ab' meint Abstreifen und Freilegen, aber auch Zumutung und Exponiertsein. Die Ausstellung verhandelt die fragile Zone zwischen Außenhaut und Innenleben – zwischen Zugehörigkeit und Ausgrenzung, Schutz und Verletzbarkeit, Sichtbarkeit und dem, was entzogen bleibt. Die Haut hat zwei Seiten. Wird sie abgezogen, kippt Oberfläche in Empfindsamkeit. Mit dieser Dialektik leben wir – und genau hier setzen die Arbeiten an: sinnlich, räumlich, konzeptionell," so der ziemlich abstrakte Einladungstext. Unten in der Collage Werke von Brigitte Mekelburg ('Konkretion II und IV, M

etall, Gips, Kaseinfarbe und Lack; bei IV auch noch Nerz), oben von Helmut Brandt 'Mibutt und 'Fragment'; jeweils Acrylfarbenhaut … in seinem Atelier hatte ich mir vor einiger Zeit die Entstehung solcher Haut angeschaut).

21. März 2026

Meine Häcksler-Aktion war leider ein Flop … die Äste und Zweige waren noch zu frisch. Erhofft hatte ich Rindenmulch, aber tatsächlich hatte ich ständig das Gerät verstopft …

Demozug heute vom Sudermannplatz zum Hohenzollernring: „Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen!“, fordert die Initiative „Köln stellt sich quer“ auf und warnt: „Im Frühjahr und Sommer diesen Jahres finden zahlreiche Kommunal- und Landtagswahlen statt. Die Lage ist bitter ernst: Denn wenn die AfD mitregieren kann und ihr Einfluss größer wird, drohen: schädliches Einwirken auf demokratische Institutionen, Justiz, Sicherheitsapparate, Öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Bildung, Wissenschaft, Eingriffe in die Freiheit von Kunst und Kultur!“ Auf der Seite der 'Initiative Arsch huh' heißt es: „Im Kampf gegen den Rassismus liegt noch ein langer Weg vor uns – aber einer, der es wert ist, gegangen zu werden. Für ein Leben in Würde, in Toleranz und in Vielfalt. Wir sind uns sicher: Diese Vision teilen wir mit euch. Uns es ist genau diese Gewissheit, die uns den Mut und die Ausdauer gibt, laut zu sein und laut zu bleiben“, heißt es auf der Seite von Arsch Huh. Und schön, bei solchen Gelegenheiten immer Bekannte zu treffen!

Weiter zum Cinenova zu einem außergewöhnlichen Film über einen Film: "Jean Seberg (Zoey Deutch) & Jean-Paul Belmondo (Aubry Dullin) sind AUSSER ATEM - in Richard Linklaters Film- hommage NOUVELLE VAGUE. Mit Guillaume Marbeck als Jean-Luc Godard. …   Paris, Ende der 1950er-Jahre: Der 28-jährige Jean-Luc Godard hat als Einziger in seinem Freundeskreis noch keinen eigenen Film gemacht. Mit einem verrückten Team, einem amerikanischen Filmstar und wenig Geld gelingt ihm schließlich unter abenteuerlichen Umständen mit AUSSER ATEM ein Meisterwerk, das in die Filmgeschichte eingehen und das Kino für immer verändern wird. Kult-Regisseur Richard Linklater (BOYHOOD, BEFORE-Trilogie) lässt mit NOUVELLE VAGUE eine ganze Generation junger Wilder wieder lebendig werden: beneidenswert lässig, unverschämt mutig und angetrieben vom unbedingten Willen, alles neu und anders zu machen. Ein Film, der vor Esprit, Dynamik und Humor nur so sprüht und einen dazu bringt, sich wieder kopfüber in das Kino zu verlieben. Seine Weltpremiere feierte NOUVELLE VAGUE beim Filmfestival von Cannes – unter großem Applaus von Kritik, Publikum und von Fans wie Quentin Tarantino," so die kino-zukunft.de

20. März 2026

Mit Fastenzeit hatte ich allenfalls als Kind zu tun. Ramadan und Fastenbrechen habe ich nur am Rande mitbekommen. Heute aber waren wir zum Ende des Ramadan von Tadbeer, Nasrin und Sahar zum Essen eingeladen! Die drei Afghaninnen haben vor einem Jahr erfolgreich einen Asyl-Antrag gestellt und sind danach nach Deutschland gekommen. Seit wenigen Monaten begleiten wir sie bei der Integration. Heute gab es ein besonderes Festmahl:

Gekochte Lauchtaschen "Ashak" (mit Hackfleisch, Lauch, Tomate, Zwiebeln, Knoblauch, Quark gefüllte Teigtaschen) in einer pikanten Joghurtsauce. Dazu als Topping eine "Kichererbsen-Dal" (eine Kichererbsen- und Rote Linsen-Mischung mit Kurkuma, Ingwer, Koriander, Kreuzkümmelsamen, Chili, Knoblauch, Zwiebel und Zitrone). Dazu eine Art Reibekuchen aus Kartoffeln mit diversen Gewürzen mit Schwerpunkt Knoblauch, Pfeffer, Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander mit dem Namen "Kuku"; dazu gab's eine pikante bräunliche Sauce. Schließlich als Nachtisch: "Firnee" … ein cremiger, afghanischer Milchpudding, meist mit Kardamon, Rosenwasser, Pistazien und Mandeln. garniert mit Obst, nicht zu süß. Nicht nur 4 neue Worte gelernt … Jetzt muss ich mir etwas einfallen lassen, um das zu toppen!

19. März 2026

Mindestens drei Mal berichtete der Kölner Stadtanzeiger über den arbeitslosen Bosnier, der trotz der mehr als 100 Straftaten nicht ins sichere Herkunftsland Bosnien abgeschoben wird (keine Papiere) und für seine Familie mehr als 7.000 € Bürgergeld bezieht. Letzte Woche auch noch ein Artikel dazu in der ZEIT … Heute ein Bericht im Stadtanzeiger: "Bosnischer Pflegekraft droht Abschiebung". Integriert, ausgebildete Pflegefachkraft, aber mit Papieren und aus einem 'sicheren Herkunftsland' … Das Verfahren läuft, aber die Lindenthaler Willkommensinitiative, der Arbeitgeber (die Caritas) und ein Rechtsbeistand kümmern sich …

Heute gab's den neuen Weltglücksbericht!  "Die Finnen sind das glücklichste Volk der Erde – mal wieder, muss man sagen. Im neuen Weltglücksbericht des Wellbeing Research Centre an der University of Oxford landen die Nordeuropäer im neunten Jahr in Folge auf Platz eins. Mit Island, Dänemark und Schweden schaffen es drei weitere nordische Länder in die Top 5. Dazwischen mischt sich auf den vorderen Rängen nur Costa Rica (4). Auf den Plätzen sechs bis zehn folgen Norwegen, die Niederlande, Israel, Luxemburg und die Schweiz. Doch auch den Deutschen geht es laut Bericht besser: Von Rang 22 im vergangenen Jahr machte Deutschland einen Sprung auf Platz 17 – und überholte damit Österreich, das um zwei Plätze zurückfiel (19). Zwischen Ost und West gebe es im Übrigen beim Glücksempfinden praktisch keinen Unterschied mehr, sagt Jan-Emmanuel De Neve, einer der Autoren des diesjährigen Weltglücksberichts … Eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos scheint dieses Gefühl zu bestätigen: Demnach bezeichnen sich 72 Prozent der Deutschen als glücklich – ein Plus von acht Prozentpunkten gegenüber dem vergangenen Jahr. Die wichtigsten Glücksfaktoren in Deutschland sind demnach das Gefühl, wertgeschätzt und geliebt zu werden (40 Prozent), Familie und Kinder (35 Prozent) und körperliche Gesundheit (27 Prozent)." Man kann sich vorstellen, wie das Ergebnis gewesen wäre, wenn die jammernden und ständig unzufriedenen AfD-Wähler nicht bei den Befragten gewesen wären. Dann wäre das Ergebnis sicherlich deutlich besser gewesen!

18. März 2026

Fast wäre es an mir vorbeigegangen … eine Begleitung zum Jobcenter unter KVB.Streikbedingungen, Verzicht auf Kino und Konzert mangels Parkplatz - aber dafür scheint die Sanierung der Dachterrasse gelungen. Morgen und übermorgen werden noch zwei Holztröge mit alten und neuen Pflanzen bestückt und die alten aufgehübscht. Fast verpasst hätte ich, dass heute erstmals der Tag der deutschen Demokratiegeschichte gefeiert wird. Und dann habe ich gelernt: "Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten (der allerdings gerade in Mittelamerika weilt) soll an die Meilensteine des Ringens um Freiheit, Toleranz und bürgerliche Mitbestimmung erinnert werden. Mehr als 250 Orte und Institutionen beteiligen sich daran – vom Deutschen Bundestag bis zu Schulen, von Kiel über Leipzig bis Konstanz. Spötter mögen darin nur eine Geste staatstragender Didaktik erkennen, den Versuch, dem Gezeter der Populisten die leisen Töne der Geschichte entgegenzusetzen. Doch schon die Wahl des Datums zeigt: Hier geht es um mehr als Symbolik, hier geht es um Aktivierung und um einen gesellschaftlichen Aufbruchsimpuls. Der 18. März ist eine Chiffre deutscher Freiheitsbestrebungen, für das oft gescheiterte, aber nie verlorene Projekt der Demokratie. Er erinnert an 1793, als in Mainz die erste Republik auf deutschem Boden ausgerufen wurde – ein kurzes, von französischen Revolutionstruppen gestütztes Experiment, das den Gedanken der Volkssouveränität erstmals manifestierte. Er steht auch für die blutigen Barrikadenkämpfe in Berlin 1848, die den preußischen König zwangen, sich vor den aufgebahrten "Märzgefallenen" zu verneigen – den Moment, in dem die schwarz-rot-goldene Fahne zum Symbol der demokratischen Nationalbewegung reifte. Und er markiert mit dem 18. März 1990 den Tag der ersten und einzigen freien Volkskammerwahl in der DDR, den triumphalen Akt ziviler Selbstermächtigung nach Jahrzehnten der Diktatur."

17. März 2026

Theo Müller (Müller-Milch) empfiehlt der CDU in Baden-Württemberg eine Koalition mit der rechtsextremen AfD einzugehen … "Vor Kurzem ging der Unternehmer noch gegen die Behauptung vor, er unterstütze die AfD. Nun mischt sich Theo Müller in die Debatte zur Regierungsbildung in Baden-Württemberg ein. Für AfD-Mann Frohnmaier findet er warme Worte. »Die CDU muss sich nicht kleinmachen und Juniorpartner von Cem Özdemir werden«, sagte der 86-Jährige der Zeitung »Welt«. »Sie könnte stattdessen auch mit der AfD regieren oder sich von ihr dulden lassen.« Positive Worte fand Müller auch für Markus Frohnmaier, AfD-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg. »Was der sagt, hat Hand und Fuß. Ich wüsste nicht, was gegen eine CDU-geführte Landesregierung spricht, die mit der AfD von Herrn Frohnmaier zusammen regiert«, sagte Müller," so Spiegel-online heute um 17.45 h. Aber ich habe Hoffnung, dass die Brandmauer noch hält, bis die AfD und ihr Remigrationsprojekt enttarnt ist.

Glück gehabt, direkt vor den Lichtspielen Kalk einen Parkplatz gefunden; damit hatte ich gar nicht gerechnet. Der erste von drei KVB-Streiktagen ist glimpflich verlaufen!

Kristen Stewart hat acht Jahre lang an ihrer Verfilmung der gleichnamigen Autobiografie von Lidia Yuknavitch gearbeitet … "In „The Chronology Of Water“ (2011) erzählt die 1963 geborene Autorin mit einer radikal-fragmentierten Profan-Poesie auf maximal-seelenentblößende Weise u. a. von ihren Missbrauchserfahrungen durch den Vater, ihrer zugleich rettenden und zerstörerischen Schwimmkarriere, ihren Süchten, einer S/M-Schmerztherapie sowie einer Fehlgeburt," so filmstarts.de, und kommt zum Fazit: "Eine kongeniale Verfilmung der Autobiografie von Lidia Yuknavitch – roh, wütend, ehrlich, poetisch, fragmentarisch, überfordernd und zerbrechlich. Sicherlich nicht für jeden, womöglich sogar nur für (sehr) wenige, aber man spürt einfach, dass dieser Film nach acht Jahren Arbeit genau so aus Kristen Stewart heraus und auf die Leinwand musste." Eher das Gegenteil von Mainstream-Kino!

16. März 2026

Morgen ist wieder Streik bei der KVB, also muss ich notgedrungen wieder mit dem Auto unterwegs sein: Zu Kieser, zur Physio und ins Kino. Ob ich dort jeweils einen Parkplatz finde, ist nicht sicher; auf jeden Fall reicht mein Dieselvorrat dafür nicht. Also tanken … um 20.25 h sagte meine App 2,09 € je Liter beim Tankautomat um die Ecke. Als ich dort tanke, wird mir allerdings 2,12 € berechnet. Wird höchste Zeit, dass diese Tricks bald der Vergangenheit angehören …

Überraschend viele Zuschauer im Odeon: Exhibition on Screen: Turner & Constable  "Zwei der größten britischen Maler, J.M.W. Turner und John Constable, waren zugleich erbitterte Rivalen. Anlässlich ihres 250. Geburtstags beleuchtet die Dokumentation das eng miteinander verwobenen Leben und das Vermächtnis der beiden Maler. Nur ein Jahr nacheinander geboren, nutzten beide die Landschaftsmalerei, um die sich wandelnde Welt um sie herum widerzuspiegeln. Nun vereinen sich diese beiden Größen wieder. Die Tate Britain präsentiert von November 2025 bis April 2026 in London eine wegweisende Ausstellung, und Exhibition on Screen hat erneut exklusiven Zugang, um ihre außergewöhnliche Kunst und ihre bemerkenswerten Geschichten auf die große Leinwand zu bringen. Turners strahlende Sonnenuntergänge und erhabene Reiseszenen sowie Constables idealisierte Darstellungen geliebter Heimatorte versetzten das Publikum jener Zeit in einen wahren Begeisterungsrausch. Constable verkörpert das Beste des klassischen Realismus und der pastoralen Nostalgie, Turner hingegen eine aufregende neue Art, Emotionen und traumhafte Eindrücke darzustellen. Kritiker  …  Die Doku zeigt unerwartete Seiten beider Künstler durch intime Einblicke in Skizzenbücher und persönliche Gegenstände sowie durch die Expertise führender Experten," so schreibt Cineville. Mit meiner Begleiterin war ich mir einig: Der Film war auf jeden Fall besser als ein Besuch im Museum. Auf jeden Fall informativer und bequemer!

15. März 2026

Unter der Überschrift: "Analyse: Rasant steigende Spritpreise gefährden die US-Wirtschaft", berichtet Claus Hecking heute um 18.15 h für Spiegel-online: "In den USA steigen die Preise an der Tankstelle von Tag zu Tag. An diesem Sonntag kostet Standard-Normalbenzin (Regular) laut dem Automobilclub AAA im Landesdurchschnitt fast 3,70 US-Dollar je Gallone (3,79 Liter), so viel wie seit Frühjahr 2024 nicht mehr. Damit hat sich dieser Kraftstoff seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran um 74 Cent verteuert.  Noch stärker ist der Preisanstieg beim Diesel. Für eine Gallone müssen im Mittel jetzt 4,97 Dollar bezahlt werden – das sind 1,20 Dollar mehr als zum Kriegsanfang." Das heißt also, dass die Amerikaner 31 % mehr für Diesel zahlen müssen, ich aber "nur" 22 % mehr, wenn ich morgen notgedrungen tanken muss … Trump wird nun alles unternehmen, damit der US-Dieselpreis wieder runtergeht. Überraschungen nicht unwahrscheinlich.

Heute ein musikalischer Tag mit einem Ausnahmemusiker, dem 2016 verstorbenen Leonard Cohen … vom Abschiedslied So Long, Marianne, über Suzanne und First We Take Manhattan, bis hin zum düsteren You Want It Darker dieses letzte Album, das 17., erschien 17 Tage vor seinem Tod. Ein interessanter Mensch.

Und dazu habe ich den 'Kreuznacher Rosenberg' genossen, ein trockener Dornfelder im Barrique gereift, aus dem Hause Stumm in Bosenheim an der Nahe; im übrigen mein 'Hauslieferant', er liefert bis ans Haus ;-) … die Temperaturen draußen sprachen für diese Geschmacksrichtung.

14. März 2026

Es ist ein böser Witz: Weil er sich mit seinem Irankrieg verkalkuliert hat und sich nun wundert, dass die Ölpreise steigen, lockert Trump das Embargo und lässt Russland Öl exportieren … Und glaubt, dass das die Preise in den USA nicht steigen lässt. Allerdings zeigt es keine Wirkung bei den Preisen, aber es zeigt positive Folgen für die Kriegskasse Putins. Aber ob sich das in der Einstellung der Amerikaner zur MAGA-Kappe auswirkt? Zweifel!

Heute bei 4° Celsius hat mir Karsten die Platten auf der Dachterrasse gehoben und das Wurzelwerk entfernt … habe wohl noch Glück gehabt, denn sie liefen doch ziemlich oberflächlich. Kommenden Mittwoch/Donnerstag werden wieder Frühlingstemperaturen erwartet. Mein Vorsatz …

13. März 2026

"Die CDU wittert grüne Schmutzkampagnen – dabei wirft sie selbst mit Dreck," so Spiegel-online heute.

"Im Eklat um alte Äußerungen des CDU-Manns Manuel Hagel zeigt sich ein altes Muster: Ein Mann äußert sich sexistisch, eine Frau kritisiert ihn. Doch am Ende ist sie es, die sich dafür verantworten muss."  

Nach der Oscarnominierung von „Das Lehrerzimmer“, dem ersten Film von İlker Çatak, konnte man von Gelbe Briefe auch Großes erwarten, schließlich auch Berlinale-Sieger!. "Aziz (Tansu Biçer), gefeierter Theaterautor und Professor für Dramaturgie in Ankara, sieht sich mit einer zwar offensichtlich an den Haaren herbeigezogenen, aber deshalb nicht minder bedrohlichen Anklage wegen Präsidentenbeleidigung und Terrorismusförderung konfrontiert." Und das Fazit: Es wird die Geschichte erzählt "vom (Über-)Leben in einer autokratischen Gesellschaft, aber nicht didaktisch oder moralisch, sondern schmerzhaft ehrlich – und so zieht sich die Schlinge nicht nur für die Familie im Zentrum, sondern auch fürs Publikum unaufhaltsam zu," so passend filmstarts.de.

12. März 2026

Interessante Einschätzung von Spiegel-online heute: »Orbán liegt in Umfragen konstant rund zehn Prozent hinter dem Herausforderer Péter Magyar. Der Langzeitpremier will der Opposition beikommen, indem er die Angst vor den Ukrainern schürt«, sagt mein Kollege Jan Puhl. »Orbán behauptet, Kyjiw wolle im Bündnis mit Brüssel den friedliebenden Ungarn Geld abknöpfen und sie in den Krieg hineinziehen.« Magyar halte dem Premier seine engen Kontakte nach Russland vor, so Jan. Der Herausforderer rechne damit, dass in dieser Woche gleich ein Dutzend schmieriger Videos gegen ihn auftauchen würden. Diese seien mithilfe des Kreml und KI gefälscht worden. »Tatsächlich hatten sich in den vergangenen Tagen Gerüchte verdichtet, dass Putin seinem Kumpel Orbán Spindoktoren als Wahlhelfer geschickt habe.« Und die AfD postet die Ansprache Orbans, dass ab sofort Benzin- und Dieselpreise für ungarische Staatsbürger bei ca. 1,55 € gedeckelt werden sollen. Dann süffisant: "Und was macht unsere Regierung?" Und AfD-Anhänger jubeln Orbán zu …

Frühling beginnt, die Amsel brütet seit Tagen in meiner Hecke ... gelegentlich begrüße ich sie - wir blicken uns dann freundlich in die Augen! Vorm Haus ist alles so weit fertig, hinterm Haus fast alles - bis auf die Ecke um das Amselnest.

Ansonsten steht die Dachterrasse auf der Tagesordnung. Am Wochenende soll mal der Untergrund untersucht werden. Frage: Wie weit reicht das Wurzelwerk des Ahorn in die Dämmschicht. Die neuen Tröge sind heute angekommen und neue Pflanzen warten auf ihre Premiere im 2. Stock. 

11. März 2026

Nach dem Motto: "Neue Verantwortung, alte Ängste" … "Kino als Spiegel sozialer Verhältnisse – unter dieser Prämisse steht das künstlerische Schaffen der belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne, die für ihre Werke mit zahlreichen Preisen, darunter zwei Hauptgewinnen in Cannes, ausgezeichnet wurden. Dort feierte im Mai 2025 auch ihr jüngster Spielfilm „Jeunes Mères — Junge Mütter“ seine Weltpremiere und erhielt die Trophäe für das beste Drehbuch. Ihren Blick für gesellschaftliche Gegebenheiten behalten die Regisseure bei. Mit ihrem Drama um eine Gruppe junger Frauen, die mit den Herausforderungen der Mutterschaft ringen, versuchen sie sich dieses Mal allerdings an einem Ensemblestück. Dessen Komplexität lässt zwar ein bisschen zu wünschen übrig. Berührend ist das eindringlich gespielte und auf billige Manipulationskniffe verzichtende Porträt dennoch. Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist ein Mutter-Kind-Heim in Lüttich, in dem die noch jugendlichen Protagonistinnen an ihr neues Leben mit Baby herangeführt werden sollen. Sie alle haben prekäre familiäre Hintergründe, teilweise auch Erfahrungen mit Gewalt, Missbrauch und Drogen gemacht … Ganz nebenbei und alles andere als aufdringlich singt der zum Ende hin vielleicht eine Spur zu optimistische Film auch ein Loblied auf Einrichtungen wie das hier gezeigte Mutter-Kind-Heim und einen Sozialstaat, der sich genau solche Anlaufstellen leistet. Viel zu selten macht man sich klar, wie wichtig der Einsatz jener Menschen ist, die in derartigen Institutionen arbeiten, und was sie mitunter alles auffangen müssen," so die Filmkritik von Christopher Diekhaus in kino-zeit.de. Ein starker Film!  

10. März 2026

…  steigende Spritpreise … Die Linke fordert einen Preisdeckel für Öl und Gas und die Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets. Aiwanger (FW) möchte 'Tankrabatt' (weniger Mineralölsteuer) … und die AfD möchte ein «Soforthilfepaket Sprit»: "Nur so kann man die Bürger entlasten, nur so schafft man es, unseren Unternehmen eine Verschnaufpause zu geben." … und verweist auf die Ukraine-Hilfe der Bundesregierung. "Für unsere Leute tun sie nichts, aber für die Ukraine …" So versucht eben jeder auf seine Art, Stimmung zu machen … "Nicht umsonst warnen alle namhaften Ökonomen derzeit vor einem Tankrabatt und ähnlichen Ideen. Der Chef des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, weist etwa darauf hin, dass eine solche Maßnahme einfach nur eine Umverteilung ist: Denn das Geld für einen solchen Rabatt müsse ja woanders eingespart werden. Außerdem: Wenn Öl knapp und teuer sei, sollten die Verbraucher auch das Signal erhalten, davon etwas weniger zu verbrauchen, so Fuest. Solche Signale auszuschalten sei volkswirtschaftlich schädlich," so im Bericht von t-online.

Drei Generationen auf der Lauer … Das Flüstern der Wälder: "Es dauert eine Weile, bis mehr zu sehen ist als Nebel vor Schwärze und sich langsam die Wipfel einer Reihe von hohen Tannen abzeichnen – aber dann haftet diesem beeindruckend gefilmten Panorama sowohl etwas Mächtiges wie Sanftes an. Nachdem sich der französische Wildtierfotograf Vincent Munier vor einigen Jahren für den preisgekrönten Dokumentarfilm „Der Schneeleopard“ ins tibetische Hochland begab, kehrt er für „Das Flüstern der Wälder“ heim in die Vogesen, das französische Mittelgebirge, das eine der größten europäischen Waldflächen beherbergt. Hier tummeln sich Füchse, Wildschweine, Hirsche, Dachse und diverse Vogelarten – unter letzteren ein ganz besonderes Exemplar, das Naturfotografen in diesem Gefilde kaum noch vor die Linse kriegen," so die Filmkritik von Dobrila Kontić in kino-zeit.de.

9. März 2026

Interessant die Kurse des Ölhandels zu beobachten: am 16. Februar noch bei 62,26 $ (CL April26,NYM), letzten Freitag, 6. März, bei 92,90 $, heute Montag zeitweise bis 119 $ rauf, aber jetzt um Mitternacht 9./10.3. wieder runter auf 87 $. An den Tankstellen stiegen die Diesel-Literpreise von rund 1,70 € auf 2,15 - 2,29 €. Mal schauen, wo die Preise stehen, wenn ich demnächst mal wieder tanken muss …

Heute - auf Umwegen nach KVB-Unfall und schließlich mit dem Taxi - im Kino: Wuthering Heights - Sturmhöhe … keine leichte Lektüre: Der Roman „Sturmhöhe“ (1847) der englischen Schriftstellerin Emily Brontë, "denn die Charaktere erscheinen allesamt recht unsympathisch. Es geht um obsessive Liebe und Eifersucht, um Bigotterie und Klassendenken. Verfilmungen des Stoffes finden sich zahlreiche – vom Classical-Hollywood-Melodram (mit Laurence Olivier) bis zur kruden MTV-Version (mit der ganz jungen Katherine Heigl). Im Jahr 2011 nahm sich die britische Regisseurin Andrea Arnold der Geschichte an und schuf mit „Wuthering Heights“ einen naturalistisch gestalteten Zweistünder, in dem sich die Figuren durch dreckige Innen- und Außenräume bewegen. Arnold zeigte die Outsider-Rolle des Protagonisten Heathcliff als Folge von Rassismuserfahrungen – eine sozialkritische Lesart, die bei Brontë klar so angelegt ist, in der popkulturellen Rezeption des Werks aber meistens wegfällt."  Auf dem Rückweg dann alles wieder reibungslos in Rekordzeit....  also noch genügend Zeit,  Kate Bush - Wuthering Heights (Live At Manchester Apollo 1979) zu genießen ...

8. März

Neben der Landtagswahl in Baden-Württemberg war heute der Internationale Frauentag (IFT) in aller Munde bzw. in den Nachrichten präsent. "Durch den Streik der Textilarbeiterinnen in Sankt Petersburg am 8. März 1917 erlangte der Aktionstag weltgeschichtliche Bedeutung und wird daher seitdem international am 8. März gefeiert," so lese ich bei der Stadt Köln und ihren Hinweisen zum Frauentag. Man lernt nie aus!

Für mich war der Abend besonders spannend, weil ich Hoffnung hatte, dass Cem Özdemir

die Aufholjagd gewinnen kann. Nach dem Aus der Ampel hätte ich eine Niederlage der Grünen im Südwesten gegen eine CDU sehr bedauert. Denn die CDU hat mit Merz, Linnemann, Spahn & Co. eigentlich keine Perspektive zu bieten - außer Rückschritt. So bleibt Umweltschutz doch noch ein wenig auf der Tagesordnung …

Erst positive Überraschung (2,5 % Grünen-Vorsprung), dann Sorgen (nur noch 0,6 % Vorsprung) - und Wahnsinn: Nur noch 5,5 % für die SPD … In Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern ist das nicht gerade zu erwarten, aber in Sachsen-Anhalt kann die SPD an der 5 %-Hürde scheitern, wenn dort eine Entscheidung zwischen CDU und AfD ansteht …

7. März 2026

Wer Paul KalkbrennerTrentemøller und Moderat mag, der hört auch gern Tinlicker, Band aus Utrecht. Genau die spielten heute in Carlswerke Victoria .… "Tinlicker zählen seit über einem Jahrzehnt zu den prägendsten Namen der modernen elektronischen Musik. Ihr Sound bewegt sich souverän zwischen Club und Konzertsaal, zwischen introspektiver Tiefe und kollektiver Euphorie. Melodisch, emotional und gleichzeitig hochgradig tanzbar haben sie sich weit über klassische Genregrenzen hinaus etabliert … Der internationale Durchbruch gelang Tinlicker spätestens mit „Because You Move Me“ Ende Februar veröffentlichen sie ihr neues Album „Dreams Of The Machine“ - und eines der 3 Konzerte mit dem neuen Album heute in Köln! Der Sound hätte Herzschrittmacher programmieren können, so sag ich das mal als Laie. Die Rückfahrt hat fast so lange gedauert wie das Konzert. Muss irgendwo wohl ein Verkehrsproblem bestanden haben. Selten so überfüllte Bahnen erlebt.

6. März 2026

Heute wieder Streik bei der KVB … gestern war ich nicht weniger als sechs Mal mit der Bahn unterwegs - ohne Stress, mit Spiegel-online, ohne Parkplatzprobleme, mit ausreichend Zeitpuffer. Doch heute?

Na gut, verabredet im Atelier-Theater … und es hat geklappt, Hin- und Rückfahrt mit Uber (war diesmal günstiger und schneller als bolt). "Wohl bekloppt geworden", die Mix-Show mit vier Comedians, heute moderiert von Torsten Schlosser. Mit dabei war Friedemann Weise - nachdem ich wieder zuhause war und die wöchentliche Pflichtsendung 'heute-show' in der Mediathek nachholte: wieder Friedemann Weise (zum Thema Landtagswahl in BW mit Özdemir…) köstlich!

5. März 2026

Für mich war eigentlich das Ziel: Smile! Wie das Lächeln in die Fotografie kam, die Präsentation in den Fotoräumen des Museum Ludwig "Smizing, Squinching, Duckface, Fish Gape, Cheese oder Prunes: Schönheitsideale und Soziale Medien lösen immer schnelllebigere Trends für Porträtfotos aus. Bis zum späten 19. Jahrhundert war das Fotografiertwerden eine Prozedur, die größte Bewegungslosigkeit erforderte, um ein scharfes Bild zu erzeugen, was zu starren und leblosen Gesichtsausdrücken führte… Die Präsentation im Museum Ludwig will zeigen, dass sich daran bis heute nichts verändert hat. Das Lächeln hat eine Geschichte." Aber 'auch eigentlich' wollte ich auch zwei neugierigen jungen Migrantinnen den Wunsch erfüllen, das bedeutsamste Kölner Museum kennenzulernen. Und da fiel mir ein, dass Kölner am 1. des Monats kostenlos die städtischen Museen bis 22 h besuchen können. Und so kam ich dann auch in den 'Genuss'… Und so ein Besuch in einem ehrwürdigen Museum kann auch ganz schön unterhaltsam sein - nicht nur wegen der Tanzperformance bei der Sonderausstellung "HIER UND JETZT im Museum Ludwig. De/Collecting Memories from Turtle Island"

4. März 2026

Mein zweiter Gartentag in diesem Frühling - draußen auf unserer großen Streuobstwiese sind wieder die fleißigen Baumpfleger des BUND unterwegs, auch wieder mit interessierten Praktikanten. Ich selber war wieder motiviert, weil meine Schwester Sabine sich wieder um Baum- und Sträucherschnitt bei mir kümmerte … also habe ich mit der Dachterrasse angefangen. Mein großes Problem hier: der Ahorn, der sich vor Jahren überraschend unter einem meiner Holztröge prächtig entwickelt hatte. Doch nun stelle ich fest, dass er sich tief im Untergrund festgesetzt hat - mögliche Schäden in der Terrassenabdichtung wahrscheinlich. Die Platten waren so stark verkantet, dass sie nicht mehr zu bewegen waren. Da warten noch mehr Arbeit.

3. März 2026

Treffpunkt Rautenstrauch-Joest-Museum … noch rechtzeitig! Nur noch bis zum 15. März ist

Amazonia - Fotografien von Sebastião Salgado zu sehen, die Deutschlandpremiere des Blicks auf den Regenwald und die indigenen Gesellschaften, die ihn prägen und bewahren. Mehr als beeindruckend die zahlreichen Portraits von Mitgliedern indigener Völker. Die Probleme der indigegen Völker werden kaum angesprochen, aber darüber kann sich jeder schnell im Netz ein Bild machen … Massaker, weitgehende Ausrottung, die Sünden des kurzen Bolsonaro-Regimes. Ein Trauerspiel!

2. März

Der dritte Kriegstag und langsam werden die Folgen immer deutlicher sichtbar. Zwar jubelten einige, als diverse Köpfe des Mullah-Regimes fielen. Doch damit gibt es noch keine Freiheit fü die unterdrückten Iraner. Aber Börsenkurse geben nach, die Spritpreise steigen, und ein unerwarteter Kriegsgewinnler: Putin, weil er jetzt mit steigenden Einnahmen aus Öl- und Gasverkäufen rechnen kann … Und was Trump & Co. noch so planen - oder in was sie unbeholfen oder größenwahnsinnig noch reinschlittern - wer weiß!? Und interessant die Frage in der Lanz-Runde: 'Was muss in den "Epstein-files" geschwärzt sein, dass Trump jetzt so zuschlägt, um davon abzulenken …'

"Leichen, Schnecken und die Last des Lebens," so die Überschrift zur White Snail-Filmkritik von kino-zeit.de : "Die Geschichte einer Annäherung zweier randständiger Figuren bleibt vage, fragmentarisch und widersprüchlich. So wie der Titel selbst, der sich wie ein kaum greifbarer Schleier über die Handlung legt … Kremser und Peter gelingt mit White Snail ein stiller, sperriger Film über das prekäre Verhältnis von Nähe, Kontrolle und Flucht in einer Welt ohne verlässliche Strukturen. Das Ergebnis ist ein Werk von hoher gestalterischer Konsequenz, das sich jeder Form von Emotionalisierung entzieht. Doch in seiner radikalen Zurückhaltung riskiert der Film auch, sich von seinen eigenen Figuren zu entfremden – und vom Publikum gleich mit."

1. März

Woher ich die Idee hatte, das weiß ich leider nicht mehr. Aber die Daten waren beeindruckend: Ein Salat zu leicht erwärmten geräucherten Forellenfilets. Nämlich hauchdünn gehobeltes Wurzelgemüse (Pastinaken o.ä.) in der Pfanne kurz geröstet und zu einer Vinaigrette aus Olivenöl, Apfelessig, Ahornsirup und Honig, Meerrettich und viel kleingehacktem Blattpetersilie. Schließlich noch eine Birne in dünnen Scheiben dazugemischt … eine köstliche Mischung! Muss nur noch überlegen, wie ich das zu einem kleinen Happen für 'Käse&Wein'  verarbeiten kann.

K49 Finissage Die Ausstellung zum 10jährigen Bestehen des Kunstraums K49 in der Goltsteinstraße 49 … Hautnah! "Haut und Nähe lassen unmittelbar an Berührung denken." Ausgestellt hatten  Helmut Brandt (unten: 'Faltung 2' .. Acrylfarbhäute auf Leinwand), Kalle Paltzer und Brigitte Mekelburg (unten: 'Entrüstung' .. Beton, Stahl, Blech). Dies meine Favoriten …

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© Klaus Kirschbaum