Willkommen bei Klaus Kirschbaum in Köln
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Bäbelitz

Bäbelitz ist einer der Orte in Mecklenburg, dessen Gutshäuser Renate de Veer in der Kategorie "Verluste" auflistet. "Gutshaus abgängig" ist dann der Fachausdruck. Und das Gutshaus von Bäbelitz ist um 1990 abgebrochen worden, wie Renate de Veer zehn Jahre später von Anwohnern erfuhr (vgl. de Veer, Bd. 3, S. 467 f.)

 

Der Torpfeiler hat den Abbruch aus unerklärlichen Gründen überlegt. Das typische Kopfsteinpflaster überlebt wie auch andernorts.

 

"Eine Beschreibung des häuslichen Umfeldes auf dem Hof in Bäbelitz von 1920 bei einem der vielen Oertzens: 'Die Innenarchitektur des Bäbelitzer Hauses enthielt alles, was für einen landläufigen Edelsitz nötig war, die Nähmaschine im Eßzimmer, den Gotha und die Bibel im Bücherschrank, einen Böcklindruck im Salon, und einige auf Tonköpfe geschraubte Rehgehörne in der Herrenstube. Die gemeinsame Bedürfnisanstalt befand sich auf dem Boden und beföderte die Überbleibsel unserer Tafelrunden mit Getöse in den Keller. Jeden Sonnabend wurde der Schacht von der Gutsfeuerwehr ausgespritzt. 'Es gibt keine Arbeit, vor der sich ein angehender Landwirt zu genieren hätte!', pflegte der Eiserne Arndt zu sagen' (Quelle: Helge Melms 2000, Die Familie Melms als Gutsbesitzer in Mecklenburg, in: Niemann, M. (Hg.) 2000, S. 427 - 447)" de Veer, Bd. 3, S. 468.

 

Bleibt so wenigstens etwas im Gedächtnis, wenn Gebäude auch schon verschwunden sind.

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© Klaus Kirschbaum