30. Juni 2026
Die öffentliche Diskussion hat einen neuen 'Nebenkriegsschauplatz', das Ausscheiden der Fußball- Nationalmannschaft bei der WM. Über 80 Millionen Bundestrainer reagieren sich an Nagelsmann ab ... "Muss ein Neuanfang her?" ... Dabei hat Italien gar nicht den Sprung zur WM geschafft und die Niederlande sind wie die Türkei ausgeschieden. Warum die Aufregung?
Das war ja heute eine besondere Überraschung … eingeladen war ich zum Essen bei Ghazal und Sam, die mir ihre Lieblingsgerichte aus ihrer Heimat Iran vorbereitet hatten. Kenne sie seit gut 5 Jahren und darf sie bei der Integration begleiten. Überraschend ein Getränk mit Zitronensaft, Vanille, etwas Zucker, Rosenwasser und Basilikumsamen (oben rechts in der Collage). Sogar die Eiskugel war speziell: sie enthielt eine leicht geöffnete Knospe! Die pürierte rote Linsensuppe wurde mit einem kleinen Schuss Zitrone verfeinert, dazu gab es eine Auswahl von Kräutern wie Minze oder Basilikum. Hauptgericht war Ghormeh Sabzi (ein traditionelles Eintopfgericht meist mit Lammfleisch, einer Kräutermischung einschließlich Spinat und roten Bohnen; dazu Reis mit einem Hauch gemahlener getrockneter Blüten) und Shirazi Salat. Eine großartige Überraschung!
29. Juni 2026
Peinlich, peinlich! Da bietet ich mich an, beim Ausfüllen von Online-Anträgen zu helfen … und schaffe es nicht??? Ich schreibe Buchstabe für Buchstabe aus Ausweisen und Formularen ab … und der Prüf-Assistent des Portals sagt: falsch! Und das bei wieder einmal 27° am PC. Das bringt mich doppelt zum Schwitzen.
Also erst einmal Lüften - bei Licht und offenen Fenstern = neues Leben für Mücken & Co. im Haus ...
Und dann ab 22.30 h das 'Sechzehntelfinale' Deutschland gegen Paraguay ... nebenbei gesehen bis einschließlich Elfmeterschießen! Und auch da eine Niederlage zum Schluss. Auch ein wenig peinlich .. aber das eigentlich nur ein Spiel.
28. Juni 2026
Seit Wochen die sogenannte Flamingo-Revolution in Albanien. Der Grund: Das Projekt von Atlantic Incubation Partners, einem Unternehmen, das mit Jared Kushners Fonds Affinity Partners verbunden ist. Sie wollen aus einem Naturschutzgebiet mit Flamingos ein Mega-Ressort schaffen … die Beschwichtigungen des langjährigen Regierungschefs Edi Rama finden kein Gehör mehr. Ich bin gespannt!
Es waren nur einige Minuten Regen, von Gewitter keine Spur … also keine Abkühlung. Meine Entscheidung steht fest. Eine Klimaanlage muss her. Früher war die Höchsttemperatur in meinem Arbeitszimmer 24°, dank kw70 und richtiger Lüftungstechnik. Aber wenn ich heute aufstehe und lüfte, dann steht das Thermometer bereits bei mehr als 25° … jetzt den dritten Tag hintereinander! Jetzt lese ich 28,2° und 65 % Luftfeuchtigkeit … das ist keine Perspektive. In der Küche habe ich heute noch mehr geschwitzt. Schließlich kommen kalte Gerichte wie Grillgemüse, Hähnchensticks & Co. aus dem Backofen …
27. Juni 2026
Meine Neuentdeckung des Wochenendes: Ein gewisser Father John Misty hat vor einem Monat die Single 'The Payoff" herausgebracht, originell, interessant. Mal reinhören, was er sonst noch so singt …
Und heute ist auch ein Geburtstag, mit dem ich eigentlich gar nichts zu tun habe. Die Vespa wird 80 Jahre alt. Aber mein Großvater, Peter Kirschbaum, Urkölner, fuhr Vespa bis ins hohe Alter. Aber als er mit seiner Vespa von einem Autofahrer angefahren wurde, hat er das nicht mehr lange überlebt.
Geplant war zu 'normalen' Zeiten ein Besuch des Tropenhauses im Botanischen Garten in Köln ... Probleme ahnte ich schon, weil zur Zeit extreme Temperaturen quälen. Doch im Tropenhaus selber ist die Dauertemperatur von 28°, im Sommer und im Winter. Im 'Urwaldbereich' allerdings mit 80 % Luftfeuchtigkeit! Im 'Wüstenbereich' allerdings 'staubtrocken'!
26. Juni 2026
Heute dann der von mir mit Spannung erwartete Ingeborg-Bachmann-Film … "Stationen im Leben und Schaffen Bachmanns (auch ihre meist unglücklichen Liebesbeziehungen zu Männern wie Hans Werner Henze, Paul Celan und Max Frisch), ihr Aufwachsen entnehmen wir einem Interview, das fast geisterhaft aus einem Radiogerät kommt, dem Sandra Hüller lauscht, darauf folgt die TVAufzeichnung einer Lesung aus Bachmanns erstem Gedichtband Die gestundete Zeit, für die sie den Preis der Gruppe 47 erhielt. Und so vielgestaltig geht es weiter: Klug überlappend und elegant montiert, greifen all die verschiedenen Materialitäten immer wieder überraschend und doch verblüffend folgerichtig ineinander und erschaffen ein vielschichtiges Kaleidoskop, das weit davon entfernt ist, nur Wegmarken abzuschreiten," so die 'kino-zeit.de'. Und die Musik ist überwiegend von Anja Plaschg alias Soap&Skin, eine meiner Lieblingssängerinnen. Sie hatte bereits vor 10 Jahren im Film 'Die Geträumten' die Briefe von Bachmann vorgelesen. Beide Film beeindruckend!
Heute kam auch mit der Post ein Brief von meinem Kreditkartenservice: Offensichtlich gab es auffällige Umsatzanfragen … 'Verdacht missbräuchlicher Transaktionen' … Nun ist meine Kreditkarte vorläufig gesperrt. Gut zu wissen. Allerdings hatte ich mir schon gedacht, dass mein vergeblicher Kaufversuch eines sehr preiswerten Kühlsystems nicht ganz koscher war. Meine Mail an den Anbieter kam gar nicht an, weil der Adressat nicht bekannt war … daher dann der Spamfilter. Jetzt wird meine Karte erst einmal aus dem Verkehr gezogen, eine neue Karte dann in 14 Tagen ...
25. Juni 2026
Eigentlich hatte ich mir ja geschworen, nie wieder im Sommer Urlaub auf Sizilien zu verbringen. Das war 2006. Schon um 10 h morgens auf dem Rückweg von der Bäckerei total verschwitzt bei über 30°! Dann bin ich 2011 rückfällig geworden - die Klimaanlage in der Unterkunft … doch das war's dann. Nie wieder! Heute hatte ich einen erfreulichen Beratungstermin mit einer Flüchtlingsfamilie im Jobcenter Nippes. Um 10 h wieder im Auto: 32° ... und das war noch nicht alles! Wenn ich gleich ins Bett gehe, dusche ich vorher zum vierten Mal, mehrere Garnituren durchgeschwitzt. Und die beiden nächsten Tage nicht kühler, ganz im Gegenteil! Daher habe ich mir heute einen Ventilator zugelegt
Dabei war heute ein guter Tag: Nach der Proststa-Krebsdiagnose in der Woche vor Karneval und der sofort eingeleiteten Anti-Hormon-Therapie heute das Ergebnis: Die Therapie war erfolgreich, Krebs weg, Tumor-Marker CA19 bei 6,4 (normal < 34), CEA 1,7 (normal < 5) und CRP 1 (normal < 5), PSA 0,554 (normal < 3) … und Überprüfung im Oktober. Also weder 'Chemo' noch Bestrahlungen. Die Buchungen für Urlaub und Müritz- Aufenthalte standen zur Stornierung bereit … bleiben also bestehen!
24. Juni 2026
'Glück' und 'Pech' liegen nah beieinander. Vor zwei Wochen war ich mit zwei Flüchtlingen, die ich bei der Integration begleite, bei Wohnungsbesichtigungen … heute kam die Nachricht: Nasrin hat Glück gehabt, ist außer sich vor Freude, kann ihr Glück kaum fassen. Ich war gerade dabei, mit ihr ihre Ausweisverlängerung online einzugeben. Und Tadbeer ist unendlich traurig und hadert mit ihrem Schicksal. Sie hat die Nachricht in einer Bibliothek erhalten, in der sie sich täglich gut acht Stunden auf die B1-Prüfung vorbereitet …
Gerade wird ein offener Brief über die teils unzumutbaren Lebensbedingungen in Flüchtlingsunterkünften vorbereitet (beengte Wohnverhältnisse, fehlende Privatsphäre, mangelhafte Schutzstrukturen für vulnerable Personen sowie erhebliche gesundheitliche und soziale Belastungen). Anlass sind die geplanten Maßnahmen zur sogenannten „Wohnraumverdichtung“ bzw. „Optimierung der Belegung“ in Gemeinschaftsunterkünften für geflüchtete Menschen. Dazu dann demnächst mehr.
Heute der zweite 'tropische Tag' ... und es sollen noch 3 weitere folgen mit Temperaturen knapp unter 40° ... bevor am Sonntag ein Gewitter moderatere Temperaturen einleitet. In meinem Arbeitszimmer habe ich erstmals 27° erleben müssen.
23. Juni 2026
Schlimm, dieser Widerspruch: "Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag dazu verpflichtet, iranische „Menschenrechtsverteidiger und vor allem Frauen“ zu unterstützen. Doch statt echter Maßnahmen gibt es nur leere Worthülsen. Dabei hat Deutschland schon einmal gezeigt, dass es (auch) anders geht: Während der „Frau, Leben, Freiheit“-Proteste wurden mehrere hundert humanitäre Visa vergeben. Außerdem wurde ein bundesweiter Abschiebungsstopp für Iran erlassen, der Menschen vorübergehend davor schützte, dorthin zurückkehren zu müssen, wo Folter, Verfolgung und Hinrichtung drohten. Seit Anfang 2026 hat sich die Lage in Iran dramatisch zugespitzt. Trotzdem gibt es heute weder einen Abschiebungsstopp noch humanitäre Visa für schutzsuchende Iraner*innen. Das scheitert nicht an rechtlichen Hürden, sondern einzig am mangelnden politischen Willen der aktuellen Bundesregierung," so die Pressemitteilung von Amnesty International heute!
Heiße Tage nicht nur in Köln … dazu heute auch noch 'keine leichte Kost' in der Filmpalette:
"In den ersten Minuten von „Sechswochenamt“ vernimmt man das schwere Atmen von Lores Mutter, gefolgt von einem langen finalen Seufzer, der den Tod nach sich zieht. Was darauf folgt, ist kein klassisches Drama um das Abschiednehmen, sondern ein leiser, teils etwas spröder Film über das Danach, also den Umgang mit der sich einstellenden Leere sowie den Regeln und Zumutungen, mit denen sich die Hinterbliebenen zusätzlich auseinandersetzen müssen … „Sechswochenamt“ begleitet die um ihre Mutter trauernde Protagonistin zwischen Überforderung, Sprachlosigkeit und stiller Einsamkeit. In reduzierten Bildern und langen Einstellungen erzählt Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin Jacqueline Jansen vom Ringen um Trauer in einer Welt, die sich durch die Corona-Pandemie immer weiter verschließt. Dabei richtet er den Blick auf zwischenmenschliche Risse und auf die von Magdalena Laubisch großartig verkörperte Hauptfigur, die versucht, sich ihren eigenen Weg durch eine emotional fordernde Zeit zu bahnen," so filmstarts.de. Keine spektakuläre Szenen, sondern realistischer Alltag - teilweise mit deutschem Untertitel, weil der Dialekt im westlichen Rheinland ungewohnt klingt.
22. Juni 2026
Es ist nicht viel übrig geblieben von dem, was Tadbeer M. nach ihrer Flucht aus Afghanistan mit nach Deutschland gebracht hat. Ihre Werke sind zerstört. Von März 2016 an studierte sie an der Kunsthochschule in Kabul bis 2019 (Bachelor of Arts), war dann bis zur Wiedermachtergreifung durch die Taliban dort Dozentin. Zum Beginn des Studiums hatte sie dieses 'Mixed Media' geschaffen (2016). Heute gibt es nur noch ein pdf.-Foto. Aber das hat Tillmann auf die Originalgröße für mich auf seiner 'Wundermaschine' entstehen lassen. Im Originalformat 50 x 60 cm. Frame ist der Name. Und der Originalhinweis: "This work is about the return of the Taliban and the loss of all hopes and dreams of the people of Afghanistan, especially women." Damals war sie 19 Jahre alt. Heute in Deutschland steht sie wieder am Anfang … aber es ist ein hoffnungsvoller Anfang nach allem, was passiert ist!
21. Juni 2026
Heute übrigens der 10. Jahrestag meines Umzugs ins Waldbadviertel! Ein völlig anderen Leben. Bislang über Jahrzehnte ein Leben in Altbauten mit ständigen Renovierungen, mit alten Strukturen usw. Jetzt auf der sicheren Seite der Energiewende (KW 70, Solar- und Photovoltaikanlage und E-Speicher), alles neu, alles praktisch… das hätte ich mir vorher nie träumen lassen!
Bis heute präsentierten "die 1000freund Gallery x Farina 1709" ausgewählte nationale und internationale KünstlerInnen mit Werken aus Malerei, Grafikdesign, Skulptur, Tattoo Art, 3D Printed Art, Digital Art sowie Live Performances und weiteren interdisziplinären Kunstformen in den Kunsträumen der Horbach Stiftung - wirklich eine gute Idee … Neben der Ausstellung ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Live-Paintings, musikalischen Performances, besonderen Sponsor-Präsentationen sowie weiteren exklusiven Specials und Überraschungen.
20. Juni 2026
Hatte ich gestern Abend noch in der Straßenbahnlinie 9 bei mehr als 35° geschwitzt, so ging es dann doch noch mit dem Gewitter auf 20 ° um Mitternacht zurück. Unten der Beweis ... Blitze in dunkler Nacht in einer Collage.
"Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar«," so die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann, die heute vor 100 Jahren geboren wurde. Die NS-Vergangenheit war eines ihrer Themen - das zeigen die Briefe zwischen Bachmann und Paul Celan zwischen 1948 und 1967. Filmisch dokumentiert durch 'Die Geträumten' (2016) mit Anja Plaschg. Großartig. Nun folgt 'Ingeborg Bachmann - jemand, der einmal ich war' ab kommenden Donnerstag: "Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinnliche wie intellektuelle Annäherung an eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Durch die kraftvolle Interpretation von Sandra Hüller und meisterhafte Archivmontagen wird Bachmanns Sprachgewalt im Kino unmittelbar erfahrbar." Bin gespannt!
19. Juni 2026
Habe ich richtig verstanden? Trump war der Frieden nach seinem Angriffskrieg so wichtig, dass er sich den ursprünglichen Status (freie Durchfahrt Hormus) mit 300 Mrd. Dollar Schadenersatz erkauft??? Und das auch noch nicht 'in trockenen Tüchern' … Die Amerikaner haben ihn gewählt, also zahlen sie auch für seine zahllosen Fehlgriffe. Immerhin hat in der Folge für mich der gesunkene Dieselpreis (heute vollgetankt für 1,63 €) auch etwas Versöhnliches …
Wenn ich eine solche Kritik zu einer französischen Komödie lese, dann darf nicht verwundern, dass ich nicht widerstehen kann: "Mit 55 Jahren genießt Anne (Sophie Marceau) erstmals die neu gewonnene Freiheit, seit ihre Kinder ausgezogen sind. Der Alltag gerät jedoch aus dem Gleichgewicht, als ihre 23-jährige Tochter Louise (Thaïs Alessandrin) nach beruflichen und privaten Rückschlägen wieder bei ihr einzieht. Das ungeplante Zusammenleben bringt unterschiedliche Lebensentwürfe und Erwartungen ans Licht. Kurz darauf folgt eine weitere Nachricht, die Annes Situation verändert: Ihr Sohn Théo (Victor Belmondo) teilt ihr mit, dass sie bald Großmutter wird. Zwischen dem erneuten Zusammenleben mit Louise und dieser neuen familiären Rolle verschieben sich Annes Perspektiven. Gewohnte Strukturen lösen sich auf, während sich neue Möglichkeiten und unerwartete emotionale Impulse ergeben. Angesichts dieser Entwicklungen muss Anne erkennt, dass Lebenspläne selten geradlinig verlaufen," so filmstarts.de. zu LOL 2.0 .... nicht überragend, aber Franzosen können Kino-Komödie!
18. Juni 2026
Heute tagte wieder der Arbeitskreis Willkommenskultur Köln. Neben Austausch und Informationsinput auch immer wieder Anstöße … Zuletzt die Entscheidung, dass die Diskriminierung afghanischer Flüchtlinge aufhört. Die von den Taliban nachweislich Verfolgten müssen nicht mehr zum afghanischen Konsulat, inzwischen von den Taliban geführt, um eine Verlängerung ihrer Ausweise zu beantragen. Eine kleine Entscheidung für einen geringen Teil der Flüchtlinge aus Afghanistan, aber für jeden einzelnen eine Erlösung vor Verfolgung. Fünf von ihnen begleite ich derzeit bei der Integration - und ich bewundere ihr Engagement!
Meine alte Comedy-Ikone, Gaby Köster, hat eine Ansage an alle AfD-Anhänger: 80 Prozent der pflegenden Menschen sind Ausländer. Heute wünscht sie sich, dass Politiker einmal einen Tag auf eine Pflege- und Intensivstation gehen sollten. „Dann würden sie sehen, was das für ein Knochenjob ist im Drei-Schichten-System und wer letztendlich darunter leidet. Sehr wahrscheinlich würden sie dann andere Gesetze machen“, so Köster. Auch an Wählerinnen und Wähler der AfD hat Köster eine eindeutige Botschaft. „An alle AfDler: 80 Prozent der pflegenden Menschen sind Ausländer – freut euch schon mal drauf.“
17. Juni 2026
Christoph Maria Herbst und Mala Emde machen 'Sommer auf Asphalt' zu einer originellen Komödie mit Tiefgang. Und es ist alles dabei: Familien- und Beziehungsprobleme, Unfall, Schwangerschaft, Krankheit, Liebe und Drama. Der Humor von Herbst ist bekannt, Mala Emdes Auftritt wird von filmstarts.de überschwänglich gelobt: "Sie schlägt sich nicht nur wacker, sondern gibt ihrer Rolle einen prächtig realistischen und gleichzeitig tragikomischen Schwung – vom temporeichen Auftakt bis zum beinahe besinnlichen Ende." Für mich ein Lichtblick - es gibt doch noch 'deutsche Komödie' … oben das Filmplakat.
16. Juni 2026
Der Niedriglohnsektor, ein beklemmendes Problem. Und das wird jetzt in einem Kinofilm thematisiert! Und das als gemeinsames Kino-Erlebnis mit einigen Flüchtlingen … "Ständig muss Heike, die bald 60-jährige Objektleiterin einer Reinigungsfirma, ihre Auftraggeber bei Laune halten, mit diesem "Ich verstehe Ihren Unmut, aber…" Der Konkurrenzkampf ist gnadenlos, die unterbezahlten Reinigungskräfte schuften bis zum Umfallen und Heike ist zugleich Kollegin und Antreiberin, ein Konflikt, der sie zu zerreißen droht. Sabine Thalau, selbst erfahrene Objektleiterin, lässt in ihr großartiges Spiel eigene Erfahrungen einfließen, sie kennt die Härte des Geschäfts sehr genau und weiß, dass auf diesem Arbeitsmarkt Fairness, Menschlichkeit und Anstand unter die Räder geraten können. Regisseur Kilian Armando Friedrich ("Atomnomaden") geht dahin, wohin es kaum einen deutschen Filmemacher treibt, in den Niedriglohnsektor. Ihm gelang dort ein intensiver, auch erschreckender Film über Ausbeutung und was sie mit den Menschen macht, die sich ihr unterwerfen müssen," so Knut Elstermann, der 'Kino-King' von Radio 1 vom rbb. Und er gibt 5 von 5 Kinorollen … … oben das Kino-Poster, eine sehr gute Momentaufnahme ...
15. Juni 2026
Heute ein ganz ausgefallener Film … die Berliner Zeitung schrieb: "Publikum flieht reihenweise: Angela Schanelecs „Meine Frau weint“ quält im Wettbewerb. Markus Schleinzer überrascht mit „Rose“. Bei Angela Schanelec hingegen ist alles so spröde wie immer. Zwei deutschsprachige Wettbewerbsfilme in der Kritik." Mit der Kritik zu Rose hat sie recht, aber die zu 'Meine Frau weint' könnte differenzierter sein. "Man kann ihre Filme leicht als „hemmungslos verkopft“ abstempeln, aber eigentlich spricht aus ihren strengen Bildern und ihren noch strengeren Dialogen vor allem eine ungeheure Präzision. Dabei geht es oft um Kommunikation, beziehungsweise um das Scheitern derselben. Auch in „Meine Frau weint“ verstehen Personen einander nicht – trotz einer Sprache, die „klarer“ kaum sein könnte. Die Figuren sprechen in einem gleichbleibenden Tonfall, als wäre es eine Übungsaufgabe aus einem Theaterworkshop – und zwar in hochgradig konzentrierten Sätzen, die wirken, als hätte die Autorin zuvor mühevoll jedes überflüssige Gramm von ihnen abgeklopft." Das Fazit von filmstarts.de: "Eine meisterhafte, streng-minimalistische, auf eine betont akademische Art so poetische wie verspielte Erforschung von Sprache und Räumen. Wie bei allen Schanelec-Filmen werden aber auch hier viele bereits an der (vermeintlich) spröden Oberfläche (gnadenlos) abprallen." In diesem Jahr mein 50. Kinobesuch ... Oben das ausgefallene Film-Poster.
14. Juni 2026
Besuch im Kunstspeicher von Anja Brachmann in Groß Köthel ... heute stellte dort in der 2. Etage der Künstler Harry Dose aus (in der Collage oben) - bin in ein Foto-shooting reingeplatzt ...
Mit 'Offene Gärten' war heute nichts möglich - es regnete ununterbrochen. Und als ich sah, dass es den Tag über durchregnen würde, da bin ich kurzentschlossen nach Köln gefahren ... nebenbei das 7 : 1 bei der WM verfolgt.
Das hätte ich nie geglaubt, aber der Dieselpreis - In Waren noch glücklich für 1,79 € getankt (vor 12 h), in Köln angekommen liegt der Preis plötzlich bei 1,69 €. Sollte wirklich Ruhe in den Nahen Osten kommen? Ich mag es nicht glauben …
13. Juni 2026
Heute und morgen 'Offene Gärten' in McPomm: angefangen habe ich im Kräutergarten von Burg Stargard (Foto oben). Weiter über Neubrandenburg, Carolinenhof bis Waren. Morgen geht es weiter ...
Interessant die unterschiedliche Verteilung von Migrantenteil auf der einen Seite und Verteilung der erfassten Straftaten auf der anderen Seite. Das hat mich in dieser Deutlichkeit überrascht! Aber für die Wähler der 'Alternative für Dumme' ändert sich nichts ... die Ausländer sind schuld, die Flüchtlinge, auch wenn die Zahlen das Gegenteil belegen. Und was naheliegt: offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen Kriminalität und Stimmen für die AfD. Nur zu dumm ...
12. Juni 2026
In fast 30 Jahren ist mir ein Kleinod in McPomm 'durch die Lappen gegangen'. Erst von Freunden erfuhr ich davon. Und die fanden dann auch einen engagierten Fachmann: Hermann Behrens, Autor von "Ein Kleinod in der Mecklenburgischen Seenplatte. Die Jahn-Kapelle in Klein Vielen". Er ist Hochschullehrer in Neubrandenburg und eine der treibenden Kräfte des Vereins, der die Sanierung begleitet hat. Ganz überwiegend finanziert hat dies die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Unten in der Collage links die Rückseite der Ausgabe 1/2024 von 'Monumente'. In der Ausgabe 8/2014 kam der Spendenaufruf. Die Sanierung fand dann von 2016 bis 2022 statt! Und zum Schluss ein Gag. Als zufällig mein Name fiel, meinte Hermann Behrens: "Der Kirschbaum mit der Homepage?" Da war ich ja 'baff', als er sagte, er habe bereits ein Foto daraus kopiert und im 'Familien- und Dorfarchiv' abgelegt. So klein ist die Welt ...
11. Juni 2026
Jahrelang wollte ich mir schon eine Ausstellung von Karl Rätsch anschauen. Er ist der ehemalige Ehemann von Dorothea Rätsch, von der ich drei Terrakottafiguren erworben habe. Großartige, meist weibliche Figuren. Dass ihr frühere Ehemann auch Künstler ist, wusste ich von ihren Erzählungen. Heute dann die große Ausstellung in Neustreltz ... alles außer Terrakotta! Unterschiedliche seltene Hölzer, Speckstein, Alabaster, Marmor und Bronze ... aber eine Preiskategorie über der von Dorothee Rätsch! Und das unter dem Thema "Von Zärtlichkeit bis Anklage"
10. Juni 2026
Der Garten an der Müritz wird immer 'dichter' ... eine Lampe an der Terrasse ist bald vom Wilden Wein komplett überwachsen. Das alte Thermometer ist unter dem Efeu verschwunden. Der Weg im Garten ist am Ende bald voll überwachsen. Ich liebe diese wilde Vegetation ...
9. Juni 2026
Heute beginnt die Kür im Garten ... die wichtigen Arbeiten sind erledigt. Jetzt beginnt die Suche nach der Vielfalt. Ringelblumen, Löwenmäulchen ... bestimmte Naturkräuter lasse ich ohnehin ungestört überall wachsen: Borretsch, Topinambur, Gänsefingerkraut, wilder Majoran können sich überall frei entfalten ... so werden sich die vielen Insekten sicherlich wieder 'wie zuhause' fühlen.
8. Juni 2026
Verwirrung, Verwunderung, wieder ein Höcke-Interview, das die Welt deutet ... als wichtige Ursache für gesellschaftliche Polarisierung und Ost-West-Unterschiede: "Im Osten sind die Menschen noch Deutsche, im Westen haben sie über Jahrzehnte eine Ersatzidentität gefunden und haben sich von der amerikanischen Kultur völlig usurpieren lassen." Usurpieren bedeutet, etwas zu verdrängen und seinen Platz einzunehmen ... Nach den Plänen der AfD in Sachsen-Anhalt, dort die Schulpflicht abzuschaffen, jetzt schon wieder diese Erkenntnis ... also nur Ostdeutsche können richtige Biodeutsche sein .. Satire?
7. Juni 2026
Wieder zurück an der Müritz ... tolle Bilder der Natur, viel Gartenarbeit. Aber auch böse Feinde, die Nacktschnecken!!! Jetzt geht es ab sofort jede Stunde mit Handylicht zu den Hochbeeten, um Dahlien, Zucchinis und Kürbisse zu retten ... so oben auf dem Foto!
5. und 6. Juni 2026
Weinwanderwochenende mit Freunden in der Gegend von Saale und Unstrut - wie in jedem Jahr. Heute habe ich erfahren, dass es nach Kaatschen geht, 44 Autominuten von Weißenfels entfernt, wo ich am Wochenende wieder übernachte ...
Tolles Wetter, zünftige Verpflegung, nette Leute, leckerer Wein ... in einer pitoresken Gegend zwischen Burgen, alten Gasthöfen und wunderschönen Weinbergen ... was will man mehr!
4. Juni 2026
Heute im frisch renovierten EL-DE-Haus, dem NS-Dokumentationszentrum, mit interessierten Flüchtlingen. Vor allem interessant die Inschriften in den Zellen des Folterkellers ...
"Ein Sommer in Paris" ist da das ziemliche Alternativ-Programm! "Paris im August 2024: Die Olympischen Spiele sind in vollem Gange, und die 30-jährige Blandine trifft in der Stadt ein. Blandine will sich die Schwimmwettkämpfe vor Ort ansehen und bei der Gelegenheit ihre Halbschwester wieder treffen, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr und deren Tochter sie nie kennengelernt hat. Die junge Frau lebt in der Normandie und hat sich dort an ein ruhiges und abgeschiedenes Dasein gewöhnt. In Paris taucht sie in das pulsierende Stadtleben ein, in dem andere Regeln zu gelten scheinen. Im Laufe ihres Aufenthalts lernt sie Menschen kennen, verläuft sich, zögert, versucht, alte Fäden aufzunehmen und neue zu knüpfen, und lässt sich durch das Herz einer Stadt treiben, die im Zeichen dieses außergewöhnlichen Ereignisses steht. Mit den Augen von Blandine sehen wir ein Paris im Ausnahmezustand - und verstehen, dass die Eventgesellschaft auch die identitätsstärksten urbanen Räume fundamental verwandeln kann," so das "Fünf Seen Filmfestival" im Netz … eine zarte Geschichte, die von der Mimik der Hauptdarstellerin lebt.
3. Juli 2026
Seitdem ich im letzten halben Jahr die Begleitung bei der Integration von fünf afghanischen Flüchtlingen und einer afghanischen Familie übernommen habe, warte ich darauf, dass in einem Kino ein Film auf Farsi (Persisch) läuft. Heute ist es gelungen - und das auch mit einem interessanten Thema im Odeon: "In ihrem Dokumentarfilm „The Second Breath“ (Nafas-e Dovom) begleitet Regisseurin Mojgan Ilanlu FrauenrechtlerInnen und von Gewalt betroffene Frauen im Iran mit der Kamera. Sie zeigt, wie die herrschenden Politiker Gewalt gegen Frauen nicht nur bewusst ignorieren, sondern durch öffentliche religiöse Diskurse und durch die Verhinderung von Verbots-Gesetzen auch legitimieren und rechtfertigen. Die Filmemacherin legt dar, dass die iranischen Machthaber selbst die primäre Quelle für die Förderung von Gewalt gegen Frauen sind. Frauen und Mädchen werden unter Straffreiheit und ohne jegliche rechtliche Verfolgung gefoltert, enthauptet, verbrannt und ermordet. Der Film offenbart: Obwohl die Machthaber mit äußerster Härte gegen Frauen vorgingen, leisteten die iranischen Frauen über Jahre hinweg umfassenden Widerstand – ein Widerstand, der schließlich in der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ gipfelte. Mojgan Ilanlu – die selbst als Frauenrechtsaktivistin tätig ist und mehrfach verhaftet sowie vor Gericht gestellt wurde – schloss sich während der Dreharbeiten zu diesem Film der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ an, legte ihr Kopftuch ab und wurde daraufhin inhaftiert. Sie verbindet ihre ganz persönliche Geschichte mit dem Thema „Gewalt gegen Frauen“. Sechs Jahre lang (von 2018-2024) nahm die Fertigstellung des Films in Anspruch. Letztlich zeigt sie dem Publikum in diesem Film auf, welche Faktoren über viele Jahre hinweg zur Entstehung der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ im Iran führten und warum Frauen ihr Leben riskierten, um sich gegen die bewaffneten Machthaber zu erheben," so die Filmankündigung. Meine Mentees haben sicherlich alles richtig verstanden - erfreulich, dass für mich die Untertitelung nicht auf englisch war, wie angekündigt, sondern auf deutsch … Mojgan Ilanlu, die Regisseurin war selber anwesend und konnte viele Fragen beantworten. Der Film ist 3 x geschnitten worden, auf schließlich nur 53 Minuten. Sie hatte befürchtet, dass die weniger geschnittenen Versionen die Grenzen des Ertragbaren für viele überschritten hätten.
Jetzt weiß ich auch, warum die Strohblumen vor meiner Haustür mal offen, mal geschlossen sind ... bei Regen geschlossen, bei Sonne offen ...
2. Juni 2026
Das ging ja heute durch alle Variationen von Presse: Der Kölner Dom kostet 12 € Eintritt ab 1. Juli 2026. Für Gottesdienstbesucher und Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins bleibt der Dom kostenfrei - ich weiß nur nicht, wie ich das nachweisen kann, dass ich dort Mitglied bin. Aber an bestimmten Tagen im Jahr gibt es nach wie vor freien Eintritt: vom 6. Januar (Fest der Heiligen Drei Könige) bis zum darauffolgenden Sonntag im Januar, am 1. Mai (Tag der Arbeit) und am 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) sowie zur Dreikönigswallfahrt. Das ist dann die Lösung für mich und meine Übernachtungsgäste …
Das Fazit von filmstarts.de war nicht sehr wohlwollend: "Trotz des Wiedersehens mit dem ikonischen Cast und einiger gelungener Modernisierungen bleibt die Fortsetzung erzählerisch hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwar sorgt „Der Teufel trägt Prada 2“ immer wieder für stilvolle und nostalgische Unterhaltung, doch die vorhersehbare Handlung und die blassen Nebenfiguren verhindern, dass der Film zu mehr wird als ein emotional kühleres Echo seines Vorgängers." Aber 20 Jahre nach dem ersten 'Prada' war das sicherlich ein interessantes Wiedersehen - zumal auch alle vier Kinder Interesse hatten. Aber zeitlich bedingt schafften es nur drei von ihnen heute ins Cinenova …
1. Juni 2026
Eine wichtige Einrichtung von Amnesty International: die Urgent Actions! "Anna Arkhipova, Yan Ksenzhepolsky, Evgeniy Zateev, Pavel Sinelnikov und Vasiliy Neustroev wurden im April 2026 wegen mutmaßlicher Verbindungen zur russischen Demokratiebewegung Vesna zu langen Haftstrafen verurteilt: Sie reichen von 6 Jahren und 2 Monaten bis hin zu 12 Jahren. Seit der Gründung von Vesna im Jahr 2013 haben die Mitglieder der Jugendbewegung zahlreiche friedliche Protestaktionen in Russland organisiert und besucht. Im Oktober 2022 wurde die Bewegung als "ausländischer Agent" eingestuft und im Dezember als "extremistisch" verboten. Grundlage des Prozesses waren Social-Media-Beiträge, in denen der Angriffskrieg gegen die Ukraine kritisiert und zu friedlichen Protesten aufgerufen wurde. Die Staatsanwaltschaft konnte diese Beiträge jedoch nicht eindeutig zuordnen. Darüber hinaus sind sowohl die Beiträge als auch friedliche Protestaktionen durch die Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit geschützt, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verbrieft sind. Auch der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte, dessen Vertragsstaat Russland ist, und die russische Verfassung garantieren diese Rechte," so Amnesty … Bei uns gibt es Menschen, die behaupten, dass man bei uns nicht mehr seine Meinung sagen darf. Das ist natürlich Unsinn, denn es hat keinerlei negative Folgen. Aber was mit Menschen passiert, die gegen Krieg und für Meinungsfreiheit protestieren, das wird in Putins Russland täglich vorgeführt!
"EREN ist das Portrait von Eren Keskin, die seit über 30 Jahren in der Türkei für Pressefreiheit und die Rechte von Frauen, LGBTIQ+ sowie andere Minderheiten kämpft und sich gegen Folter und staatliche, sexualisierte Gewalt einsetzt. Die türkische Regierung hat sie schon lange zum „Staatsfeind“ erklärt. Über 100 Verfahren laufen gegen sie, doch EREN lässt sich nicht einschüchtern, auch wenn sie jeden Moment verhaftet werden kann. Der Film begleitet die Anwältin und Aktivistin über mehrere Jahre hinweg und gibt intensiv Einblick in ihre Arbeit. Ihr Kampf gleicht dem von David gegen Goliath: Kann sie ihn überhaupt gewinnen? Gibt es überhaupt die Hoffnung, dass sich in absehbarer Zeit etwas zum Positiven verändert in der Türkei?" so Emre Koca für das Filmhauskino. Wenn man die Nachrichten der letzten Wochen verfolgt hat, muss man den Eindruck haben, dass alles immer noch schlimmer kommen kann. Gestern erhielt die Menschenrechtsanwältin Eren Keskin in Köln in Abwesenheit den Gerhart-Baum-Menschenrechtspreis.